Weltreise „Reisebeschränkungs-Edition“

Reisen, in Pandemiezeiten ein schwieriges Thema. Entweder weil man nicht will oder nicht kann. Oder nicht darf. Da bieten sich Weltreisen an, für die man das Land nicht verlassen muss. Entweder verreist man virtuell bei Google Street View, Youtube, etc. oder man lässt sich auf eine Weltreise ein, bei der man die von Ratz und Ruebe bereisten Ziele besucht. Die Beiden haben 35 Caches plus einen Bonus gelegt. Jeder Cache thematisiert eins der von ihnen besuchten, über den Erdball verteilten, Reisezielen:

Mit Ratz und Ruebe um die Welt

Im Vorfeld muss dazu einiges gepuzzelt und gerätselt werden, aber ich würde das hier nicht empfehlen, wenn das alles nicht machbar wäre. Ich bin kein Rätselspezialist, ganz im Gegenteil. Da hier aber größtenteils Puzzle verarbeitet wurden ist das absolut machbar – halt mit viel Fleiß. Und die Caches ohne Puzzleaufgabe sind keine gut lösbare Rätsel.

Wenn man den Indoorpart also erledigt hat geht es an den Outdoorteil. Die Caches liegen in der Nähe von Rethem (Aller), das liegt grob zwischen Walsrode (kennen ja alle fast alle: Die Stadt mit dem Welt-Vögel-Treff) und Nienburg (Weser). Als Vorbereitung für die Reihe kann man noch eine Handvoll ?-Caches lösen, die sich in diese Runde integrieren lassen, da man direkt oder fast an den Caches vorbei kommt. Da wir ein serviceorientierter Podcast sind, gibt es natürlich eine Liste mit den zusätzlich zu lösenden Caches:

Über den Dächern der Samtgemeinde Rethem/Aller, Wasser-Marsch, Ein Puzzle kommt selten allein und S04 / Erste Halbzeit -> Rätselcache 2/7

Der restliche Beifang an Tradis, Multis und Earthcaches ergibt sich automatisch während der Routenplanung beim Blick auf die Karte.

Raus: Cachen!

Ich habe diese Caches nicht an einem Stück gemacht, sondern über 18 Monate verteilt immer mal wieder, da sie mehr oder minder an meinem Arbeitsweg liegen. Einen kleinen Powertrail mit Caches alle 162m ist das hier nicht. Die gesamte Strecke ist über 20km lang, also eher ein Tagesprogramm. Die Caches sind sehr abwechslungsreich und handwerklich erstklassig ausgearbeitet. Es gibt knackige und originelle Verstecke aber auch sehr klassische. Mit „Mal eben heben“ ist es hier unter Umständen nicht getan.

Die Wege sind fast durchgängig befestigt und oftmals für den Verkehr mit Kraftfahrzeugen gesperrt. So kann man wirklich in Ruhe wandern oder Radfahren. Die Strecke verläuft größtenteils durch die Marschlandschaft der Aller, den Fluß bekommt man immer mal wieder zu Gesicht.

Marschland ist ja eher eine triste „Wiesenlandschaft“, nur ein kleines Teilstück der Cacherunde liegt im Wald, deshalb sollte gerade im Sommer an Sonnenschutz gedacht werden. Aber die wirklich gut gepflegten und platzierten Caches sorgen hier für die richtige Abwechslung von der durchaus monotonen Landschaft.

Wer es also etwas ruhiger mag und gerne mal eine etwas längere Strecke zurücklegen möchte, der sollte sich in den nun kommenden Wintermonaten mit diesen Rätseln auseinandersetzen. Die Caches sind es wert – auch mal eine etwas längere Anreise auf sich zu nehmen.

Lauenbrück – schöne (Cache) Gegend

Lange kein Artikel mehr über eine Cache-Runde, ich denke da gibt es viele Blogs die das besser können und deren Geschmack mehr den Mainstream trifft. Auch heute habe ich eigentlich keine Runde sondern eine Wanderung die an sich einfach schön war, die Caches waren da fast eher Beifang.

Kurz und gut, wie kam es zu der Runde? Dank Corona ist ja unser Harz-Urlaub ins Wasser gefallen und so nutzen wir die freien Tage halt um hier im eigenen Bereich zu cachen. Dazu lasse ich mir von GSAK die Caches per Makro auf die Landkarte werfen und schaue, wo man sich eine Runde bauen könnte. Oder ich schaue direkt auf Locus, wie gerade die Laune ist. Ist eine Ecke entdeckt, nutze ich den Locus-Routen-Planer und schaue, dass ich mir eine Runde von 10 bis 15 km baue. Und so kamen wir dieses Mal auf Lauenbrück und die Wanderroute war so schön, dass ich sie hier mal veröffentlichen möchte.

Die Runde hatte am Ende knapp 13 Kilometer und es hatten sich 10 gefunden Caches angesammelt. Die Caches waren fast alle Durchschnitt, aber durchaus im positiven Sinne. D.h. nichts Besonderes aber eben auch keine abgesoffenen Filmdosen, sondern schlicht solide Dosen an schönen Locations. Die Wanderung war einfach schön, Lauenbrück ist schon ein durchaus sympathisches Dörfchen und die Grünflächen drumherum wirklich malerisch. Es sind zwar auch einige wenige Stücke dabei die über Beton oder Straße führen aber die sind noch im grünen Bereich, also nicht so tragisch.

Kurz und gut, wer eine malerische, nicht zu lange, Runde sucht, hier seid ihr nicht verkehrt!

Wanderstiefel Update

Fast noch etwas früh, aber nachdem wir gute 2 Wochen durch die Pyrenäen gewandert sind hier mal wieder eine Zwischenmeldung. Am 22.02.2019 habe ich ja mal angefangen über meine Erfahrungen zu berichten. Am 26.12.2019 Waren die Salomon durch eigenes Verschulden scheinbar platt, nachdem ich sie durch zu hartes Gelände gequält hatte. Am 19.02.2020 konnte ich dann über einen gescheiterten Reparaturversuch durch mich selber berichten. Am 13.05.2020 dann das letzte Update. Wie geht es den Stiefeln also?

Vorweg noch ein Einwurf, ich trage meine Wanderstiefel sicherlich etwas seltsam, passt also zu mir. Ich trage nämlich nahezu immer Wanderstiefel, auch auf der Arbeit damit ich ggf. immer noch mal in den Wald abbiegen kann auf dem Heimweg oder in der Pause. Und da leicht Käsefüße vorhanden sind wechsel ich die 4 paar Wanderstiefel jeden Tag durch, so sind also auch wirklich alle reichlich in Gebrauch.

Lowa Innox Da gibt es nicht viel Neues. Sie tragen sich immer noch schön leicht, sind immer noch nur für sehr leichtes Wandern geeignet und auch nur so halb wasserdicht. Aber sie sehen immer noch aus wie neu, kann man nicht anders sagen. Die sind übrigens am angenehmsten, wenn man Auto fährt oder auf der Arbeit ist, weil sie halt sehr leicht sind. Im Urlaub hatten wir sie nicht mit da wir den Koffer nicht überfüllen wollten und sie für die Pyrenäen kaum geeignet gewesen wären.

Salomon Quest Prime GTX Die erstaunen mich immer wieder, halten sie doch immer noch durch trotz ihrer „Verletzungen“. Und auch wenn sie dadurch nicht mehr komplett wasserdicht sind, sie halten und halten und halten. Dennoch hatte ich auch auf diese Stiefel für den Urlaub verzichtet da ich mich auf zwei paar beschränken wollte. Für den „Innendienst“ sind sie übrigens auch sehr angenehm da ebenfalls eher leichtes Kaliber.

Lowa Renegade GTX Mid Die halten dieses Mal zumindest mal länger als ihre Vorgänger. Und da sie schon etwas festere Modelle sind, durften sie auch mit in die Pyrenäen. Und was soll ich sagen, sie kamen immerhin ein Mal zum Einsatz und dann war klar, dass ihre Sohle für Bergwandern doch nicht so recht geeignet ist. Schon nach leichter Berg-Runde waren die Füße am Abend doch reichlich malträtiert und wollten nicht mehr mit den Stiefeln. Ihre Wasserdichtigkeit war auch nie so recht überzeugend, daher durften sie nach der Tour sozusagen ebenfalls Urlauben. Nicht falsch verstehen, sind recht gute Stiefel und auch mal für Matsch und etwas stramme Touren in Ordnung, in der Bergen ist aber die Sohle heillos überfordert. Im Innendienst sind sie übrigens schon etwas anstrengender da sie doch schon mehr Gewicht und eine härtere Sohle haben.

Jack Wolfskin – Altiplano Prime Von denen hatte ich eigentlich am wenigsten erwartet da ich immer nur negative Aussagen zu Wolfskin gelesen hatte. Was soll ich sagen, die überzeugen bei mir immer noch am meisten. Nachdem die Lowa doch überfordert wirkten habe ich sozusagen den gesamten Urlaub in den Wolfskins verbracht und das war gut so. Die haben in noch so steinigem Gelände durchgehend Stabilität und Sicherheit gegeben und blieben dabei durchgehend wasserdicht. Und nach ersten Untersuchungen trotz wirklich derbem Einsatz keinerlei Beschädigung. Also tip top, nichts zu quengeln. Für den Innendienst sind die von den Stiefeln natürlich am wenigsten geeignet da sehr steif. Nicht schwerer als die Lowa aber schon steifer. Aber selbst da kann man sie noch recht gut ertragen.

Fazit

Alle Stiefel im Großen und Ganzen wohlauf und in Betrieb. Vorne liegt, gerade nach dem Urlaub, klar der Jack Wolfskin. Mal sehen wie es sich weiter entwickelt, ich melde mich.

Wandernadel mal wieder

Am 04.08.2017 haben wir mit dem Sammeln von Stempeln für die Harzer Wandernadel begonnen, also vor rund 3 Jahren. Ein Grund mal wieder ein paar Worte darüber zu verlieren.

Am 05. Juni 2019 habe ich dann hier im Blog drüber berichtet, da hatten wir immerhin schon 63 Stempel geholt und das hat insgesamt wirklich viel Spaß gemacht. Am 04. August 2019 hatte ich dann noch mal drüber geschrieben, da hatten wir dann schon 70 Stempel. Zurzeit sind wir bei 91 Stempeln und noch lange nicht müde. Natürlich geht es irgendwann etwas langsamer voran, dann sind einfach nicht mehr so viele Stempel mit einer Wandertour machbar da sie weiter auseinander liegen.

Und die Erfolgsgeschichte Wandernadel funktioniert aus meiner Sicht auch weiterhin. Denn wir sind wahrscheinlich wirklich 1-2 mal öfter in den Harz gefahren als wir es sonst getan hätten da wir immer wieder mal stempeln wollten. Wir sind ja eh kleine Harz-Fans, d.h. wir wären auch so weiter in den Harz gefahren, aber jetzt hat man halt einen zusätzlichen Grund.

Im November geht es mal wieder in den Harz, soweit Corona das erlaubt. Da haben wir dann einen kurzen Urlaub in zwei Regionen verteilt und werden wieder ein paar Stempel erwandern. Bevor es dann im Dezember noch mal zu einem „Berg-Frühstück-Sonnenaufgang“ mit den Rollsplittkalles geht, wo ja vielleicht auch noch ein Stempelchen drin ist.

Mittlerweile gibt es übrigens auch ein Rubbelposter dazu, wer so etwas mag.

Sind wir eigentlich die einzigen Stempler? Kommentiert doch gerne mal, falls ihr da auch unterwegs seid wie viele Stempel ihr so zusammen habt und wie es bei euch so mit der Motivation aussieht. Der Abstand 50 -> 150 von einem Anstecker zum nächsten finden wir schon etwas langatmig.

Warum? Die Liebe zum Hobby.

Heute war mal wieder so ein Tag, der mich ins Überlegen brachte. 90 Kilometer Anfahrt und nur ein Punkt, warum das? Weil es das ist was mich dieses Hobby seit nun 16 Jahren immer und immer wieder lieben lässt.

Warum die Anfahrt?

Nun, da wäre schon mal das Problem, dass wir hier in weitem Umkreis die üblichen Wandercaches abgegrast haben. In diesem Fall kommt aber noch hinzu, dass der gute Rollsplittkalle samt Frau dort in der Nähe wohnt und wir gemeinsam wandern wollten. So erhielt er den Auftrag einen guten Cache herauszusuchen und da wir uns seit gefühlt ca. 100 Jahre kennen und seit 2005 immer mal wieder zusammen cachen traf er genau ins Schwarze mit diesem Wandercache von einem Owner den wir beide sehr mögen, Witkiewicz.

Ein Multi bei dem vor Ort Bäume Bildern zugeordnet werden müssen und der einen am gefühlten Arsch der Welt 13-14 Kilometer kreuz und quer durch den Wald führt. Hört sich unspektakulär an? Stimmt, ist es auch!

Warum liebe ich solche Caches?

Es ist aber ein toller Cache in toller Umgebung um unseren Wanderdrang zu befriedigen. Mittlerweile versuchen wir monatlich, spätesten 2-monatlich eine Wanderung zwischen 10 und 20 Kilometern zu machen und dieser Termin führte uns dieses Mal hier her. Und so ein Cache passt dafür wie Arsch auf Eimer. So läuft man halt 3-4 Stunden durch den Wald, genießt die frische Luft, hier sogar die totale Einsamkeit (wir sind exakt niemandem begegnet) und hat viel Zeit und Muße mal wieder in Ruhe zu schnacken nur unterbrochen durch schöne kleine Aufgaben wie das Zuordnen der Bäume. Und am Ende findet man dann hoffentlich den Final, was aber bei Wandercaches meist gar nicht so schwer ist. Und obwohl es nur ein einziger Punkt ist, wird mir der Cache länger in Erinnerung bleiben als jeder Power Trail denn dieser Punkt will verdient sein und kostet einen viele, viele Schritte.

Warum ich das schreibe?

Keine Ahnung, ich wollte es einfach mal loswerden. Ich denke es wird nicht der letzte Wandercache hier in der Gegend sein, allein schon der Location wegen und natürlich der Möglichkeit hier Familie Rollsplittkalle zu treffen und mit denen die Gegend zu erwandern. Und vielleicht werde ich dann wieder über einen unspektakulären Wandermulti schreiben. Einfach in der Hoffnung das mancher Cacher begreift, dass die Punkte nicht so wichtig sind wie das Erleben. Wird wahrscheinlich niemanden bekehren, aber ich habe es versucht.

Fazit

Ich liebe dieses Hobby wie am ersten Tag. Vielleicht anders aber nicht weniger. Und bei mir machen solche Caches inkl. des Gesamt-Pakets solcher Tage die Würze aus.

Und jetzt, raus, Cachen!

Komoot, Wander-App

Bisserl rumprobiert hatte ich schon mal, gehört ebenfalls viel, jetzt war es mal an der Zeit vor dem Urlaub noch mal Komoot zu testen um zu entscheiden, ob wir die App im Urlaub nutzen wollen.

Was ist Komoot?

Einfach gesagt eine App mit der es nötig ist Wanderungen, Rad-Touren u.ä. zu planen oder vorhandene Touren auszuwählen. Ähnliches gibt es bei Outdooractive oder GPSies z.B. auch. Dies kann beliebig auswendig werden. So nutzten wir es heute mal auf die einfachste Weise, vordefinierte Tour und ab ging die Tour. Aber man kann auch Mehrtages-Touren und dabei noch das Wetter beachten, ganz wie man mag.

Warum jetzt Komoot?

Für meinen Geschmack überzeugte Komoot mich dabei am meisten. Da sind die Touren die bereits auswählbar sind, die sind einfach qualitativ gut. Bei GPSies hatte ich einfach zu oft Wege die es gar nicht mehr gab weil dort Touren nicht gepflegt wurden. Hier hatten wir den Effekt das bei der von uns getesteten Tour die neuesten Sperrungen schon drin und ein Neubaugebiet bereits auf den Karten vorhanden war, wirklich top! Wir könnten das auch alles mit Locus machen, nur die Touren-Vorschläge gibt es halt bei Komoot.

Kosten?

Erstmal nicht. Aber natürlich will auch Komoot leben! So gibt es immerhin einen lokalen Bereich kostenlos auszuwählen, in unserem Fall Kreis Harburg. Die Karten sind dann im Paket enthalten. Und um vernünftig zu testen reicht das auch. Später kommt dann die Überlegung auch mehr als einen Kreis zu nutzen und dann kann man darüber nachdenken zu erweitern. Da gibt es die Möglichkeit für zur Zeit rund 30 Euro Karten der gesamten Welt auf Lebenszeit zu kaufen oder für rund 60 Euro im Jahr Premium-Funktionen zu nutzen. Ohne das ins Endlose durchkauen zu wollen, schaut euch Premium genau an, meiner Meinung nur für wirklich intensive Nutzer sinnvoll. Für uns wird es wohl das 30 Euro Paket werden, mal sehen.

Unsere Test-Tour

Direkt vor der Haustür gab es zwei Touren die in unseren gesetzten Filter passten, rund 10 km. Komoot baut die Touren dann scheinbar, sodass der Weg zum Startpunkt „hinzugerechnet“ wird. D.h. die Tour beginnt normal nicht vor unserer Tür, aber Komoot lässt sie dennoch tatsächlich an der Haustür starten, sehr cool!

Was gleich zum Start auffiel, ist die Qualität in der Wandernavigation. So gehen wir über einen Busbahnhof uns Komoot klebt nicht auf der Straße, sondern führt einen schon vor der Kurve rechts hoch. Klingt wie Kleinkram, ist es aber nicht. Denn man merkt daran, dass hier wirklich auf Fußweg geachtet wird und man nicht auf unnützen Straßen läuft.

Auf der Tour kamen wir dann tatsächlich auch an eine Stelle wo die Navigation uns rund 50 Meter Weg entlang führen wollte der gesperrt war. Und wow, selbst da kann Komoot gefallen, die Meldung solcher Stellen ist super einfach. Bin mal gespannt, ob und wann die Tour angepasst wird. Grundsätzlich scheint es zu funktionieren denn ein anderer Teil des Weges ist noch nicht lange, wegen Renaturierung, gesperrt und der war bereits eingeflossen.

Der Akku-Verbrauch hielt sich in Grenzen, die App war geschmeidig zu bedienen und lief rund und das Kartenmaterial war sehr gut. Am Ende der Tour dann eine nette, einfache Übersicht der Wanderung und die Möglichkeit sie sogar als Story zu teilen. Da schnippelt Komoot so einige Bilder zusammen und macht daraus ein bessere GIF-Filmchen für z.B. Twitter. Und ich war erstaunt, fand ich gar nicht so schlecht.

Warum ist Komoot gut / besser?

Ein echtes Highlight ist für uns die Genauigkeit der Angaben zu einer Tour. So kann man vorher schauen wie z.B. der Untergrund ist, also wie viel Straße, wie viel Wanderweg usw. Das ist ein echtes Pfund denn 20 Kilometer Asphalt ist sicher nicht so unser wie 20 Kilometer Waldweg! Dazu kommt die Bedienung die App, die geht wirklich gut von der Hand und lässt keine große Fragen offen. Da es zum Einstieg kostenlos ist, würde ich es auf jeden Fall empfehlen!

Harz nahe Thale, Friedrichsbrunn

Kaum darf man wieder wollten wir auch und so ging es dieses mal über ein verlängertes Wochenende nach Friedrichsbrunn. Wandernadel, Wandern, Geocaching, genau in der Reihenfolge war es unser Ziel. Und daher vorab, wer sich nur für Geocaching interessiert der kann hier aufhören denn in dem Bereich ist so gut wie nix zu berichten.

Auf die Wandernadel muß ich allerdings zu Beginn gleich mal etwas schimpfen. Die App hatte ein Update und schwupps, alle elekronischen Stempel verloren, ein wirklich tolles Update.

Unterkunft

Gemietet hatten wir wie so oft über booking.com, ein Ferienhaus, top mit 9,5 bewertet.

Nach unserer Bewertung dürfte das jetzt etwas absacken. Also ernsthaft, wem oder was wollen manche Bewerter eigentlich 10 Punkte geben wenn sie hier schon alles verballern. Das Ferienhaus Anne ist grundsätzlich ok. Nette Vermieter, schöne Lage, alles was man benötigt und auch schöne große Zimmer.

ABER, mit der Sauberkeit ging es schon los. Sauber ja, aber mehr auch nicht. Kurz und gut, gerade die Wohnung im Februar war ein Maßstab an Sauberkeit und da kam dieses Haus nicht mal in die Nähe, so hatten wir einfach mal 1-2 Spinnen zuviel als dass die alle so kurzfristig eingezogen wären. Die Ausstattung völlig ok, aber eben auch Teller aus merkwürdigem Material und Messer die kaum schneiden. Auch nicht wirklich schlimm, aber dafür 10 von 10 Punkten? Und dann das Hauptproblem, die Heizung im Schlafzimmer unfassbar am rauschen, wirklich als wenn man am Flußlauf schliefe, das geht mal gar nicht. Zum Glück stellte die sich gegen 23.19 Uhr ab. Warum ich das so genau weiß? Weil vorher schlafen fast unmöglich war. Also habe ich brav bei Booking angekreuzt und es eine 7.0 heraus gekommen und das fand ich auch erheblich passender als 9.x. Als Startpunkt zum Wandern aber ok.

Ort

Der Ort, ehrlich gesagt schon arg langweilig, der hat wirklich mal gar nichts. Die Umgebung passte sich da an, für den Harz aus unserer Sicht auch eher lahm. Wir tippten schon darauf dass Thale den Hexentanzplatz bekommen hat weil es sonst wenig zu bieten hat. Im Ernst, man kann hier natürlich durchaus Urlaub machen, für Wanderer gibt es aber schönere Ecken. Das ist aber natürlich sehr subjektiv!

Wir hatten den Ort ausgewählt weil hier 5 Wandernadeln in „Wanderweite“ waren und das klappte auch ganz gut.

Wanderung

Mit einer 20 km starteten wir unser Wandern. konnten wir in Ruhe alle 5 Stempelstellen erwandern und das hat durchaus Spaß gemacht. Wobei leider auch die Stempelstellen und die Wege wirklich eher unter „Langweilig“ zu verbuchen waren. Irgendwie wurden wir hier nicht so recht warm mit der Ecke.

Am nächsten Tag also nach Thale um die dortigen 4 Stempelstellen in Schlagweite zu erwandern. Und an der Roßtrappe durften wir dann erstmal lernen dass Wanderwege hier durchaus mal jahrelang gesperrt sind… Ob das so klug ist wenn man Touristen-Ort ist? Also rüber zum Hexentanzplatz und von dort ran an die Stempelstelle. Und das hatte es dann endlich mal in sich, da ist ein 350m Stück für dass man oneway schon fast 60 Minuten unterwegs ist. Auf einer abenteuerlichen Strecke mit Knüppelweg ununterbrochen bergab und das auch noch auf glitschigem Untergrund. Wandern Hardcore sozusagen.

Kurz, DAS hat uns dann mal so richtig Spaß gemacht! Aber schon die nächste Stempelstelle erstarrte sozusagen in Langeweile, es wurde aus unserer Sicht einfach nicht besser.

Insgesamt merkt man hier auch die Touristen-Ecke. Kommste irgendwo in den Umkreis von 1 km an einen Parkplatz ist der Wald förmlich überfüllt, mit jedem Meter den du dich wieder entfernst wird es einsam. 1000 Meter scheint heutzutage der Radius der meisten „Wanderer“ zu sein, auch wenn sie ausgestattet sind als wären sie auf Weltumwanderung.

Fazit

Ok, hört sich schlimm an, so schlimm war es aber gar nicht. Wer nicht zu hohe Erwartungen hat könnte mit Haus Anne durchaus zufrieden sein, sofern er keine Probleme mit wirklich lautem Rauschen einer Heizung hat. Zumindest ist es ein guter Ausgangspunkt um hier mal 5 Stempelstellen zu besuchen. Und auch wenn es langweiliges drum herum war, an den Wanderungen haben wir natürlich dennoch jedes mal unseren Spaß und man fühlt sich doch richtig gut, wie so ein Welteroberer, wenn man die Wanderung dann hinter sich hat. Kaum sitzt man beginnt das verklären und alles war tippi toppi.

Caches haben wir auch ein paar mitgenommen und die waren auch ok bis gut, aber eben nicht so gut als dass es sich lohnen würde hier explizit drauf einzugehen. So bleibt es eher ein kleiner Eindruck von uns über die Gegend hier, nicht mehr, nicht weniger. Wir können sie eher nicht empfehlen.

Wanderstiefel Update

Ein Jährchen ist es jetzt her da habe ich mal über meinen Bestand an Wanderstiefeln berichtet und versprochen immer mal wieder Zwischenstände zu geben. Das ist nun wohl mal eine gute Zeit dafür, auch wenn es gar nicht so viel Neues gibt und sich auch wenig geändert hat. Ich trage die mittlerweile 4 Paar meist abwechselnd, also jeden Tag ein anderes Paar. Und ja, ich trage tatsächlich nahezu täglich Wanderstiefel da ich oft nach der Arbeit noch eine kleine Runde drehe.

Da wären also die Lowa Renegade GTX Mid und die haben immer noch den gleichen Status wie vor einem Jahr. Und in diesem Fall ist das sogar etwas Gutes denn die Vorgänger der Marke waren nach so einer Zeit meist schon über den Jordan gegangen. Diese sehen hingegen heute noch nahezu genauso aus wie vor einem Jahr, von Verschleiß ist wenig zu sehen.

Fogen die Salomon Quest Prime GTX die ja, wie ich berichtete aufgaben. Aber wow, ich nutze sie immer noch. Und so lange ich sie nicht extremer Nässe aussetze funktionieren sie weiterhin sehr gut. Erstaunlich, die Beschädigungen haben sich nicht vergrößert sondern halten ihren Stand. Also Salomon hat mich da wirklich von ihrer Quailtät überzeugt, ich bin gespannt wie lange diese angeschlagenen Schuhe noch durchhalten.

Weiter geht es mit den Lowa Innox, auch die haben bestätigt was schon vor einem Jahr geschrieben. Vor allem sehr leichte Schuhe, aber jetzt in den kalten Monaten nichts für längere Touren da sie wirklich nicht warm halten.

Kommt das letzte Paar, die ich ja hier schon erwähnte, die Jack Wolfskin – Altiplano Prime. Und die sind und bleiben bisher der Hammer im Schuh-Fuhrpark! Für Trekking-Stiefel nicht zu schwer, völlig wasserdicht und gut zu laufen, ein Gedicht! Aber abwarten, ich habe auch viel kritisches über Wolfskin gehört und mal sehen wie die so auf Dauer durchhalten.

Wie schon zu Beginn geschrieben, nicht viel Neues. Aber ich möchte einfach ab und an den Stand hier festhalten und nach einem Jahr war es mal wieder an der Zeit. Sollte nichts überraschendes passieren lesen wir uns zu dem Thema in einem Jahr wieder hier 😉

GC8AEFK – An Tagen wie diesen……….. – Wandercache

Wandercaches gibt es viel zu wenige für unseren Geschmack, daher berichte ich gerne auch mal über welche die ich vielleicht nicht ganz so gut fand. Wobei der Cache eigentlich ganz ok war, nur der Nordpfad der dafür genutzt wurde ist in diesem Bereich halt schon etwas langweilig. Daher schon hier vorab, wer GC8AEFK machen möchte sollte zumindest über die Nutzung eines Fahrrades nachdenken.

Der Cache wurde im August 2019 gelegt und dann auch am gleichen Tag zum ersten mal gefunden, der Finder einer der bekannten FTF-Jäger. Das Log eines der üblichen „später mehr“ die dann aber niemals wieder angefasst oder editiert werden. Eine dieser vielen Peinlichkeiten oder auch Respektlosigkeiten mancher Cacher. Aber ok, jeder wie er halt mag.

Update 29.04.2020: wie in den Kommentaren zu lesen geht es hier wohl um gewisse interne Dissonanzen und nicht um vergessene Überarbeitung des Logs 😎

Bis zu unserem Fund wurde er dann 18 mal gefunden und hat 9 Favoritenpunkte bekommen. Von uns hat gab es keinen. Warum? Weil er gut war aber eben nicht außergewöhnlich und vor allem war uns als wandernde Cacher die Wegführung einfach einen Tick zu fade. Warum? Weil es einfach zu viele „Geradeaus“-Strecken auf Asphalt gab. Da gibt es weder viel zu schauen noch läuft es sich auf so eine Strecke darauf wirklich gut. Aber wie gesagt, liegt natürlich auch am Nordpfad den der Cache hier nutzt. Der ist halt zu großen Teilen für Rentner und Familien ausgelegt was nicht immer eine Schnittmenge mit Wanderern ist 😉

Hier sieht man ganz gut die lange Geraden.

Am Start gibt es ausreichend Parkmöglichkeiten, eine schöne malerische Ecke. Begrüsst wurden wir zudem gleich mal von einem schönen Wanderstein.

Gute Laune zum Start

Es geht dann erstmal lange Zeit durch sehr grüne Gegend und die Entfernung zwischen den immerhin 22 anzulaufenden Stationen sind recht gut gelungen, zwischen 500 Meter und 1,5 Kilometern, da kommt man wenigstens auch mal schön ins Laufen.

wirklich schöne Teilstücke

In unserem Fall (vielleicht haben wir hier schon ein paar Caches früher mal gemacht) hielt sich der Beifang in engen Grenzen, ein Tradi GC74FT5 lag noch auf dem Weg. Kann man mitnehmen, ist kein großer Umweg, vielleicht 600 Meter oben drauf.

Einige wenige Passagen sind dann schon fast romantisch…

wenige kleine Wege

… aber dann kommen halt doch immer wieder endlos lange Geraden.

man sieht wo man in 20 Minuten ist

Ein kleines Stück geht es sogar durch das Städtchen, aber das ist tatsächlich eine sehr grüne und schöne Strecke, also keine Sorge, geht hier nicht durch irgendwelche Menschen Ansammlungen sondern eher durch den grünen Speckgürtel.

Nachdem man die 22 Zahlen zusammen getragen hat gibt es eine wirklich extrem einfache Rechnung und dann geht es zum Final. Der ist wirklich sehr, sehr schön gelegen und vor allem sehr liebevoll gestaltet, der hat so richtig Spaß gemacht. Und nachdem wir zuletzt einen 15 Kilometer Wandercache gemacht haben bei dem es vom Final zurück zum Auto 2 Kilometer waren konnten wir uns hier darüber freuen nur noch 500 Meter zum Auto zu haben, das ist bei einem langen Wandertag schon eine schöne Sache!

So hatten wir dann am Ende rund 14,5 Kilometer auf der Uhr, + rund 500 Meter da wir die Trackaufzeichnung etwas spät angeworfen hatten. Als Fazit würde ich dem Cache durchaus eine Empfehlung geben aber eben schon mit dem Fingerzeig eher das Fahrrad zu nehmen statt zu wandern. Ok, kleine Stücken Kopfsteinpflaster, sehr wenig Mullersand und ein etwas schmales Stück sind dabei, aber das dürfte kein wirkliches Problem sein. Wer also nun gerne Wandercaches mag:

Raus, Cachen 😎

Zorge, Harz, lohnt sich!

Bevor noch irgendwas von Reiseverboten auch nur angedacht war hatten wir unseren Kurzaufenthalt im Harz vom 14.03-18.03.2020 geplant und auch angetreten. Und ich muß sagen, hat sich so richtig gelohnt!

Wir fahren ja durchaus öfter mal in den Harz, oft auch für ein verlängertes Wochenende um dort zu wandern und nebenbei Stempel für die Wandernadel zu sammeln und zu cachen. Dieses mal hatten wir uns für Zorge entschieden weil es von dort die Möglichkeit gab in 3 Runden an 3 Tagen viele Wandernadel-Stempel zu sammeln. Der Ort war schon mal ein echter Treffer für unseren Geschmack, aber dazu später noch mehr. Unterkunft war eine Ferienwohnung, Haus Elfriede, der zweite Volltreffer.

Der Ort liegt wirklich schön am südlichen Rand des Harzes, sozusagen in einem Loch. Ja, Tal wäre vielleicht korrekter aber Loch trifft es einfach eher 😎 Und da hätten wir dann auch den einen von zwei Nachteilen von Zorge, egal in welche Richtung die Wanderung geht, es geht erst einmal relativ steil bergauf. Der zweite Nachteil ist der Handy-Empfang, durch die „Loch“-Lage ist der sehr, sehr dürftig, bemühtes Edge sozusagen. Und WLan hilft nur so bedingt da wohl auch die Anbindung der Bewohner eher dünn ist, ein Problem dass uns im Harz schon öfter begegnet ist. Wir staunten teilweise wie viele Höhenmeter dieses kleine Mittelgebirge so zu bieten hat, gerade in Zorge stellt man das schnell fest. Aber natürlich hat Zorgen auch Vorteile. Unter anderem dass es so liegt wie es liegt denn am Ende jeder Wanderung geht es bergab 😎 Und durch die abgelegene Lage ist es hier leise, leisen und noch mal leise, das war schon extrem angenehm und auffällig.

Der Ort ist klein und malerisch, fast schon verschlafen ohne so verlassen zu wirken wie manch anderer kleiner Ort im Harz. Einkaufen ist so lala, aber immerhin gibt es einen Bäcker und einen Kiosk im Ort, so bekommt man zumindest die dringensten Sachen auch vor Ort zu kaufen, wobei die Auswahl natürlich sehr überschaubar ist. Für uns ist es auf jeden Fall ein Ort wie für uns gemacht da wir Einsamkeit lieben.

Und Haus Elfriede war dann das Sahnehäubchen. Etwas schwierig zu erreichen da die Straßen wohl eher so Trabi-Format haben, sowohl in Breite als auch Kurven, aber mit etwas rangieren ging das schon. Vor Ort dann ein Carport wo der Wagen gut reinpasste und auch bis zum letzten Tag stand denn im Harz brauchen wir den Wagen wirklich nur zu Anreise. Die Ferienwohnung im Obergeschoß des Hauses, sehr hell und freundlich eingerichtet. Und vor allem wirklich hochwertig und liebevoll eingerichtet, das hat weniger was von üblicher praktischer Ferienwohnung als von Eigentumswohnung. Küche, Wohnzimmer, Bad und 2 Schlafzimmer, da lässt es sich wirklich aushalten. Auch die Vermieter sehr freundlich und zurückhaltend, passte also auch optimal.

Wir haben dann 3 Wanderungen gemacht.

Die erste führte uns über 3 Stempelstellen im Süd-Osten und das ist ein wirklich tolles Wandergebiet! Durchaus abwechslungsreiches Gebiet, die Natur präsentiert sich immer mal wieder anders und auch angenehme Wanderwege. Also keine regelrechten Wander-Autobahnen aber dennoch meist zu zweit nebeneinander begehbar. Allerdings liegt jetzt vor der richtigen Saison schon noch mal ein Baum über den Weg und die sind dann zum Teil gar nicht so einfach zu umgehen. Aber das ist auch stöhnen auf hohem Niveau.

Die zweite Wanderung ging dann Richtung Ost-Nord-Ost. Die war nicht ganz so schön von der Umgebung, hier war doch oft alles gleich aussehend und viele Wege waren schon fast Straßen. Dabei auch noch so oft bewandert dass der Boden teils fest wie Beton war.

Die dritte Runde führte uns dann weit nach Norden und die war an sich fast so schön wie die erste. Nur waren hier umfangreiche Arbeiten im Wald angange und dadurch war es teils etwas laut und die Wege schon arg mitgenommen was es dann etwas unschöner machte. Aber auch hier eher stöhnen auf hohem Niveau.

Letztlich waren aber alle 3 Touren wirklich schön und nebenbei konnten wir auch noch einige Caches mitnehmen. Wobei die zwei Multis in Zorge uns durchaus einen Favoriten-Punkt wert waren, die Tradis im Wald, nunja, sagen wir mal nicht so unser Geschmack 😉 Aber gerade im Westen gibt es zum Teil richtige Trails in denen man ggf. auch richtig Punkte zusammen bekommen kann wenn man es denn möchte.

Zorge ist wirklich eine Reise wert, wir können das nur wärmstens empfehlen!