Wenig beachtet obwohl sehr schöner Multi in Dänemark

1 Woche Dänemark, da geht man natürlich auch cachen. Und wir hatten Glück, hier im Bereich nördlich von Odense war die Cache-Qualität erstaunlich gut. Von tricky Dosen über tricky Verstecke war alles dabei, lieblos hingeworfene Dosen eher die Ausnahme. Und wenn auch viele Mun-Boxen wie in Dänemark üblich waren sie selten einfach nur hinter den Baum gestellt. Aber letztlich dann auch nichts was einen nun völlig umgehauen hätte. Insgesamt ist nördlich Odense die Cache-Welt auf jeden Fall noch sehr in Ordnung.

Aber wie so oft, einer stach heraus. Ein Multi am Kartoffelmuseum. Als ich den gesehen habe dachte ich erst das wird so ein langweiliger Museumsbesuch oder so. Ich wurde deutlich eines Besseren belehrt!

Der Cache ist jetzt nicht der Hammer und die Final-Dose ist die übliche Mun-Box die in diesem Fall tatsächlich einfach hinter einem Baum steht. Aber die Location ist wirklich außergewöhnlich und war für uns recht unerwartet. Es ist nämlich ein abgelegenes Gut, viele Kühe, Landwirtschaft halt. Aber eben ein Gut, uralt, toll erhalten und top gepflegt. Umgeben von einem Park mit sehr unterschiedlichem und wunderschönem Baumbestand, wirklich ein Träumchen. Hier läuft man nun 8 Stationen an und jede hat einfach was. Wie gesagt, nichts mit Feuerwerk und Tam Tam aber schöne Bäume, das Museum selber, ein Aussichtspunkt, ein versteckter kleiner Garten, eben liebevolle Ecken in einem wunderschönen Park. Wie unerwartet die Location ist sieht man auch daran dass der Cache gerade mal 3-4 mal im Jahr besucht wird da die Location offensichtlich gar nicht so bekannt ist und die Bezeichnung „Kartoffelmuseum“ jetzt sicher auch nicht gerade so verlockend klingt 😎 Aber wenn ihr hier oben mal in Gange seid möchte ich euch den Multi einfach ans Herz legen, der macht wirklich Spaß!

Schneverdingen – GC3MZ5J – Der Schatz der 7 Geißlein

Endlich mal wieder trocken, dazu soll es bis zu 12°C werden, d.h. raus – cachen 😎

Eigentlich wollte ich mit dem Motorrad los aber morgens zeigte das Thermometer noch satte -1°C an, da war dann doch das Auto die erste Wahl. Nachdem die Standheizung mir die Scheiben vom Eis befreit hatte konnte es los gehen. Und als Ziel hatte ich mir einen interessanten Multi nahe Schneverdingen rausgesucht, den GC3MZ5J – Der Schatz der 7 Geißlein. Den konnte man durch ein paar nahe gelegene Tradis wie z.B. GC46ZEC – Wegesrandcache 5 und andere aus der Reihe ergänzen, passte also ganz gut.

Vorab ein paar Worte zu den Tradis drum herum. Die waren ganz ok um die Runde so zu erweitern dass ich auf 7-8 km komme, die 1,5 km des Multis waren mir einfach zu wenig für so einen schönen Cache-Tag. Die Tradis waren absolut ok. Man hatte das Gefühl es handelte sich um ehemals höherwertige Caches die nach vielen Jahren nicht mehr ganz so perfekt gepflegt werden wie es mal war. Erkennt man auch daran dass einige Zahlen in der Nummerierung bereits fehlen. Dennoch sind sie in einem Zustand der noch Freude aufkommen lässt, also sehr gute Ergänzung!

Aber auch wenn ich mittlerweile immer eher verstehe warum manche Cacher nur noch Tradis machen liegen mir Multis immer noch am Herzen. Klar, das Risiko ist immer da viel Zeit zu investieren und am Ende den Final nicht zu finden, wäre mir heute auch fast wieder passiert. Vielleicht ist es aber auch gut, entgegen dem Zeitgeist von Vollkasko-Mentalität und Fund-Garantie, ab und an mal eine Enttäuschung zu erleben?!

Der Cache hat passender weise 7 Stationen und den Final. Ab Station 2 bis Station 6 müssen Fragen zum Märchen beantwortet werden, 3 Antworten sind dabei vorgegeben, d.h. selbst wenn man keine Ahnung hat und kein Internet könnte man den Cache sogar per Brute-Force erledigen. Und das wäre nicht mal so wirklich schlimm, ist eine schöne Umgebung zwischen Wald und Feldern und erstaunlich wenig Hundemuggel und Rentner sind unterwegs. Wer aber Internet dabei hat kann die Fragen zügig über die Suchmaschine seiner Wahl beantworten. Wenn ich das hin bekomme ist das immer ein gutes Zeichen 😉

So fräste ich mich also durch die Stationen die im übrigen auch immer gut aber fair versteckt waren, nötigenfalls waren die Hints tatsächlich mal ausreichend. Leider war das bei Station 7 nicht der Fall. Hier gibt es eine Frage zu Verwandtschaftsverhältnissen und ich kann mit Begriffen wie Tante, Cousine u.ä. tatsächlich nix anfangen, die sind mir wirklich völlig fremd. Aber der „normale“ Cacher wird die Frage dennoch beantworten können, mein erster Gedanke war auch der richtige wie ich später feststellen durfte. Abgesehen davon gibt ja auch hier nur 3 Möglichkeiten die wenige 100 Meter auseinander liegen. Eine Lösung passt gar nicht, eine weiter könnte gerade so passen liegt aber zu sehr auf einem Weg und somit passt die letzte dann am besten.

Der Final ist dann wieder nicht ganz einfach aber dennoch fair versteckt, durchaus findbar. Obwohl ich mir auch hier einen Hint wünschen würde. Nicht weil ich ihn benötigt hätte sondern ich finde Hints die dafür sorgen dass ich einen Cache am Ende auch wirklich finde einfach gut, da bin ich schon fast Fan! Tut doch letztlich niemandem einen Abbruch und verhindert sinnlosen Frust. Vielleicht sollte man sogar mal eine Kampagne für Hints starten, aber das ist dann wieder ein anderer Blog-Eintrag 😎

Fazit: Der Cache lohnt sich für mich auf jeden Fall, jedenfalls für diejenigen die es old style mögen, also kein Firlefanz sondern ein schöner Marsch in schöner Umgebung, findbare Verstecke und ein schöner Final. Dazu ein Thema das sich durch den Cache zieht und sehr schön umgesetzt ist.

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