Handy als GPS? Mit Moto Z bin ich top zufrieden

Die Diskussion ob ein Handy zum Cachen geeignet ist oder nicht war zu seiner Zeit auch nicht ohne. Übrigens sieht es in den Wander-Foren nicht anders aus, auch dort gibt es die üblichen Plattform-Kämpfe. Mittlerweile hat die Diskussion sich etwas beruhigt und nur noch ab und an meinen einzelne Cacher abfällig von Handy-Cachern zu sprechen. Dabei bin ich mir nicht sicher worum es ihnen wirklich geht. “Handy-Cacher” wird ja auch gern als synonym dafür benutzt Cacher zu bezeichnen die “schlurig” mit Caches umgehen. D.h. man unterstellt einfach mal dass man sich mit einem GPS vor der Nutzung auseinander setzen muss und mit einem Handy einfach ohne Vorbereitung los legt. So weit ist das ja nicht verkehrt, aber daraus wird dann gerne geschlussfolgert dass Handy-Cacher das Hobby weniger lieben als GPS-Cacher und das ist natürlich schon eine recht sportliche Sichtweise 😉 Gehupft wie gesprungen, soll im Prinzip auch nicht das Thema sein.

Ich selber bin vor 2-3 Jahren vom Garmin Montana auf Handy umgestiegen weil es einfach keine wirklichen Vorteile mehr durch ein GPS für mich gab. Im Gegenteil, das Handy ist wesentlich flexibler weil es eben auch noch unfassbar viele Apps haben kann und eine Online-Verbindung hat. Einziger Nachteil war für mich IMMER die Laufzeit. Die Haltbarkeit war eigentlich immer nur eine Frage der Hülle für das Handy. Und die Laufzeit ist für mich mittlerweile kein Problem mehr.

Am Anfang gab es die Lösung mit dem mitgeführten Power-Pack, das war für mich nie eine wirkliche Lösung. Das Gehampel mit der Kabelverbindung zum Handy und die dadurch entstehende Inflexibilität war für mich einfach zu hoch. Ein Handy mit wirklich langer Laufzeit war hingegen oft zu abgespeckt. Und dann stieß ich auf das Motorola Moto Z Play. Das war für mich die vorerst endgültige Lösung. Schon in der normalen Ausführungen brachte mich das Handy bei normalem Cachen über den kompletten Tag ohne dass ich die GPS-Funktion sparsam hätte einsetzen müssen. Und mit dem Konzept der Mods (einfach anklickbare Zusatzteile) gab es noch ein Powerpack dazu dass einfach hinten angeklickt wird, magnetisch hält, und dann für fast 2 Tage am Stück mit GPS hält, bei normalem Handy-Einsatz sogar 3-4 Tage. Dabei empfinde ich das Akkupack nicht mal als störend, im Gegenteil. Dadurch bekommt das Handy ein Gewicht und eine Form die ich wesentlich lieber in der Hand halte als diesen super dünnen Mist der schon fast in die Hände schneidet.

Der GPS-Empfang ist top, die Laufzeit absolut ausreichend. Zur Zeit läuft es mit Android 7.1.1 und Android 8 ist angekündigt. Auch die sonstige Ausstattung ist absolut auf Höhe der Zeit und preislich liegt es eher im Mittelfeld.  Und nicht nur cachen ist überhaupt kein Problem, wir nutzen es genauso für unsere Wanderungen im Harz zur Wandernadel und auch zur Auto-Navigation. Einzig die Kamera würde ich als schwach bezeichnen, gute Bilder gelingen wirklich nur mit sehr ruhiger Hand, ansonsten hat sie so ihre Problemchen. Ist aber für Schnappschüsse letztlich schon noch ausreichend. Kurz und gut ein rundum taugliches Handy dass allen normalen Einsätzen gut gewappnet entgegen schaut.

Wer sich also fragt ob es ein Handy gibt das ein GPS nahezu ersetzen kann dem möchte ich das Motorola Z Play mit Akku-Mod ans Herz legen, damit habe ihr ein tolles Gerät!

Nahezu? Ja, auf Mehr-Tages-Touren bevorzuge ich immer noch ein Garmin. Wir haben da seit langem noch ein Colorado 300 dass ich allein schon für sein hervorragendes Display liebe und als Ersatz jetzt ein eTrex 20 dass durch seine gigantische Laufzeit besticht. Und vor alle, beide laufen mit AA-Batterien und benötigen keinen Spezial-Akku-Kram. Und immer wenn ich das eTrex mal einsetze, also mit “rasantem” USB2 kopple und dann ewig warte bis die GPX hoch geladen ist, dann weiß ich auch gleich wieder warum ich mit dem Handy irgenwie besser dran bin 😉