Lauenbrück – schöne (Cache) Gegend

Lange kein Artikel mehr über eine Cache-Runde, ich denke da gibt es viele Blogs die das besser können und deren Geschmack mehr den Mainstream trifft. Auch heute habe ich eigentlich keine Runde sondern eine Wanderung die an sich einfach schön war, die Caches waren da fast eher Beifang.

Kurz und gut, wie kam es zu der Runde? Dank Corona ist ja unser Harz-Urlaub ins Wasser gefallen und so nutzen wir die freien Tage halt um hier im eigenen Bereich zu cachen. Dazu lasse ich mir von GSAK die Caches per Makro auf die Landkarte werfen und schaue, wo man sich eine Runde bauen könnte. Oder ich schaue direkt auf Locus, wie gerade die Laune ist. Ist eine Ecke entdeckt, nutze ich den Locus-Routen-Planer und schaue, dass ich mir eine Runde von 10 bis 15 km baue. Und so kamen wir dieses Mal auf Lauenbrück und die Wanderroute war so schön, dass ich sie hier mal veröffentlichen möchte.

Die Runde hatte am Ende knapp 13 Kilometer und es hatten sich 10 gefunden Caches angesammelt. Die Caches waren fast alle Durchschnitt, aber durchaus im positiven Sinne. D.h. nichts Besonderes aber eben auch keine abgesoffenen Filmdosen, sondern schlicht solide Dosen an schönen Locations. Die Wanderung war einfach schön, Lauenbrück ist schon ein durchaus sympathisches Dörfchen und die Grünflächen drumherum wirklich malerisch. Es sind zwar auch einige wenige Stücke dabei die über Beton oder Straße führen aber die sind noch im grünen Bereich, also nicht so tragisch.

Kurz und gut, wer eine malerische, nicht zu lange, Runde sucht, hier seid ihr nicht verkehrt!

Komoot, Wander-App

Bisserl rumprobiert hatte ich schon mal, gehört ebenfalls viel, jetzt war es mal an der Zeit vor dem Urlaub noch mal Komoot zu testen um zu entscheiden, ob wir die App im Urlaub nutzen wollen.

Was ist Komoot?

Einfach gesagt eine App mit der es nötig ist Wanderungen, Rad-Touren u.ä. zu planen oder vorhandene Touren auszuwählen. Ähnliches gibt es bei Outdooractive oder GPSies z.B. auch. Dies kann beliebig auswendig werden. So nutzten wir es heute mal auf die einfachste Weise, vordefinierte Tour und ab ging die Tour. Aber man kann auch Mehrtages-Touren und dabei noch das Wetter beachten, ganz wie man mag.

Warum jetzt Komoot?

Für meinen Geschmack überzeugte Komoot mich dabei am meisten. Da sind die Touren die bereits auswählbar sind, die sind einfach qualitativ gut. Bei GPSies hatte ich einfach zu oft Wege die es gar nicht mehr gab weil dort Touren nicht gepflegt wurden. Hier hatten wir den Effekt das bei der von uns getesteten Tour die neuesten Sperrungen schon drin und ein Neubaugebiet bereits auf den Karten vorhanden war, wirklich top! Wir könnten das auch alles mit Locus machen, nur die Touren-Vorschläge gibt es halt bei Komoot.

Kosten?

Erstmal nicht. Aber natürlich will auch Komoot leben! So gibt es immerhin einen lokalen Bereich kostenlos auszuwählen, in unserem Fall Kreis Harburg. Die Karten sind dann im Paket enthalten. Und um vernünftig zu testen reicht das auch. Später kommt dann die Überlegung auch mehr als einen Kreis zu nutzen und dann kann man darüber nachdenken zu erweitern. Da gibt es die Möglichkeit für zur Zeit rund 30 Euro Karten der gesamten Welt auf Lebenszeit zu kaufen oder für rund 60 Euro im Jahr Premium-Funktionen zu nutzen. Ohne das ins Endlose durchkauen zu wollen, schaut euch Premium genau an, meiner Meinung nur für wirklich intensive Nutzer sinnvoll. Für uns wird es wohl das 30 Euro Paket werden, mal sehen.

Unsere Test-Tour

Direkt vor der Haustür gab es zwei Touren die in unseren gesetzten Filter passten, rund 10 km. Komoot baut die Touren dann scheinbar, sodass der Weg zum Startpunkt „hinzugerechnet“ wird. D.h. die Tour beginnt normal nicht vor unserer Tür, aber Komoot lässt sie dennoch tatsächlich an der Haustür starten, sehr cool!

Was gleich zum Start auffiel, ist die Qualität in der Wandernavigation. So gehen wir über einen Busbahnhof uns Komoot klebt nicht auf der Straße, sondern führt einen schon vor der Kurve rechts hoch. Klingt wie Kleinkram, ist es aber nicht. Denn man merkt daran, dass hier wirklich auf Fußweg geachtet wird und man nicht auf unnützen Straßen läuft.

Auf der Tour kamen wir dann tatsächlich auch an eine Stelle wo die Navigation uns rund 50 Meter Weg entlang führen wollte der gesperrt war. Und wow, selbst da kann Komoot gefallen, die Meldung solcher Stellen ist super einfach. Bin mal gespannt, ob und wann die Tour angepasst wird. Grundsätzlich scheint es zu funktionieren denn ein anderer Teil des Weges ist noch nicht lange, wegen Renaturierung, gesperrt und der war bereits eingeflossen.

Der Akku-Verbrauch hielt sich in Grenzen, die App war geschmeidig zu bedienen und lief rund und das Kartenmaterial war sehr gut. Am Ende der Tour dann eine nette, einfache Übersicht der Wanderung und die Möglichkeit sie sogar als Story zu teilen. Da schnippelt Komoot so einige Bilder zusammen und macht daraus ein bessere GIF-Filmchen für z.B. Twitter. Und ich war erstaunt, fand ich gar nicht so schlecht.

Warum ist Komoot gut / besser?

Ein echtes Highlight ist für uns die Genauigkeit der Angaben zu einer Tour. So kann man vorher schauen wie z.B. der Untergrund ist, also wie viel Straße, wie viel Wanderweg usw. Das ist ein echtes Pfund denn 20 Kilometer Asphalt ist sicher nicht so unser wie 20 Kilometer Waldweg! Dazu kommt die Bedienung die App, die geht wirklich gut von der Hand und lässt keine große Fragen offen. Da es zum Einstieg kostenlos ist, würde ich es auf jeden Fall empfehlen!