Giga Hamburg – Mein Eindruck von außen

Nun ist es also vorbei, das Giga in Hamburg. Das Einzige was wir live davon hatten war ein Brunchen mit den Schlemmercachern, von daher schon mal ein gelungenes Event 😉 Ansonsten haben wir es nur von außen mitbekommen, aber die Sichtweise kann ja auch mal ein anderes Licht werfen. Das meiste an Kommentaren kam über Twitter und Facebook, das eine oder andere aber auch von Teilnehmern. Aber bitte bedenken, es ist eine Sichtweise von außen und daher vermutlich eine andere als wäre man vor Ort, das ist ja gerade der Sinn dieses Artikels, ein anderer Blickwinkel.

Freitag ging es wohl etwas unruhig los da die Anmeldung nicht so richtig rund lief. Ohne jetzt Detail für Detail zu durchforsten, es dauerte halt sehr, sehr lang bis alle bedient waren was wohl an etwas unglücklicher Wegführung, nicht gepackten Tüten und unglücklicher Rechnungs-Zuordnung lag. Dinge die halt passieren, es ist und bleibt halt eine Amateur-Veranstaltung was auch gar nicht negativ zu verstehen ist. Aber es hat schon einige aufgeregt wobei die meisten es wohl doch eher gelassen hingenommen haben. Dazu kamen einige Beschwerden dass so viele gute Caches disabled wären. Übrigens einer der Gründe warum ich nicht mehr aus solche großen Events gehe, weil es da tatsächlich Cacher gibt die verwundert sind dass sehr aufwändige Caches disabled werden.

Samstag verlief es dann wohl in relativer Ruhe und die wenigen Aussagen ließen eher darauf schließen dass die Cacher im Großen und Ganzen schlicht zufrieden mit dem Event waren. Von irgendwelchen weiteren Problemen war nicht viel zu lesen.

Kurz und gut, Event ist ganz gut gelaufen und das war es dann auch. Aber wie es so ist, natürlich sucht der eine oder andere regelrecht nach etwas über dass er sich dann aufregen kann, bissige Nachrichten bringen halt mehr Klicks 😉 Und nein, damit ist niemand im Speziellen gemeint, bevor sich wieder irgendwer aufregt den ich nicht mal kenne. So wurde dann der Besuch eines Lackeys bei einem berühmten Hamburger Cache, der eigentlich disabled war, gleich mal „aufbereitet“. Mal ehrlich, den Cache noch am gleichen Tag zu loggen war sicherlich extrem dämlich, anders kann man das kaum noch nennen. Aber natürlich sind auch beim Cachen manche gleicher als andere, warum sollte das gerade in diesem Hobby nicht so sein. Und da so ein Lackey halt vom HQ selber kommt wollte man ihm hier natürlich zeigen wie toll deutsche Caches sind, auch Schwanzvergleiche sind halt genauso üblich wie in jedem anderen Hobby. Hätte der Lackey nun genug Hirn gehabt den Cache in 2-3 Wochen zu loggen wäre gar nichts los gewesen, so aber wurde natürlich wieder über alle Kanäle gekräht wie ungemein unfair das doch ist. Ok, mag sein, hat aber letztlich mit dem Event selber auch wenig zu tun.

Bleibt als Randnotiz vielleicht noch wieder der berühmte das-seba. Das ist der Mann der das erste Hamburger Mega organisierte. Ok, er tingelte zwei Wochen durch alle Podcasts, hatte angeblich das Schiff schon angemietet und dann hörte man nie wieder etwas von dem Mega dass nie abgesagt wurde aber auch nie statt fand. Der Junge ist schon so ein toller Hecht und Geschäftsmann 😎 Dieses mal hatte er Übernachtungen in der Heideresidenz angeboten. Eine Schullandheim am Arsch der Welt. Eigentlich schön gelegen, aber keine direkte Anbindung an gar nichts. Und ein oder zwei Tage vor dem Giga wurde dann alles abgesagt da er „hier beliebige Ausrede eintragen“. Auf Facebook konnte man lesen dass die Betroffenen wohl wenig begeistert waren. Ich würde mal sagen, macht um alles einen Bogen wo der Junge beteiligt ist, kommt eigentlich selten was Gutes bei raus. Mittlerweile las ich auf Facebook das wohl eine Betroffene nun Anzeige erstattet hat. Bin mal gespannt was dabei heraus kommt.

Warum der Bericht dennoch eher kurz ausgefallen ist? Zu wenig recherchiert?? Nein, es ist einfach so dass von außen nicht viel zu sehen/hören war. Damit meine ich jetzt nicht Blogs/Podcasts sondern Twitter, Facebook, bekannte Cacher, nirgends viele Aussagen.

Fazit?! Ein Event wie ein Event halt ist, kleine Holperer aber insgesamt gut gelaufen und wie fast alle Events mittlerweile in kürzester Zeit auch wieder vergessen da irgendwo das nächste Groß-Event wartet. Nicht vergessen, ist nur ein Blick von außen, ich war nicht da!

Biltema-Angel die Dritte

Weiter ging es mit meiner frisch gekauften Angel. Der Händler ist wirklich sehr gut, nach meiner Mail fragte er ab welche Stangen kaputt wären und zwei Tage später kam der Ersatz per Post. Also erneut auf eine kurze Versuchs-Runde. Ja, hält jetzt. Geht aber immer noch nicht wesentlich besser zusammen und die erst Stange beginnt bereits wieder sich zu „schälen“. Daher auch noch mal dieser kurze Bericht. Obwohl ich dem wirklich guten Händler ein gutes Geschäft wünsche, diese Angel ist schlicht schrott und beginnt schon innerhalb kürzester Zeit sich beim zusammen schieben zu zerlegen.

Meine erste Angel dagegen hat bis auf eine abgebrochene Spitze, die eindeutig auf mein Konto geht, immer noch nahezu Neuzustand und das obwohl ich sie bereits mehr als einmal im Einsatz hatte. Wenn also in absehbarer Zeit die neue Angel zerlegt sein wird werde ich mir wohl die alte schnappen und diese selber verlängern, das erscheint mir erheblich besser. Damit war die Angel für billige 15 Euro tatsächlich die erheblich bessere Wahl.

Biltema Nachtrag, die 55 Euro Angel

Nun habe ich es dann mal getan, eine neue Angel für Biltema-Caches ist mein. Und ich kann schon mal sagen, der erste Eindruck ist sehr gut. Dazu habe ich auch gleich ein kurzes Filmchen zusammen gestümpert.

Der Unterschied zur knapp 8 Meter Angel ist schon immens, fällt einem erst richtig auf wenn die nebeneinander liegen. Und selbst wenn die Spitze hier ebenfalls brechen sollte bleibt immer noch reichlich Biltema übrig. Bin also mal gespannt wie sie sich so im Einsatz macht 😎

Das soll es schon für heute gewesen sein, werde aber bestimmt noch mal was schreiben wenn ich das gute Stück im Einsatz hatte.

P.S.: Nun war ich tatsächlich gleich mal schnell los um die Angel zu testen. Eine kleine Runde mit 10 Biltema war es. Was soll ich sagen, so kann ein erster Eindruck täuschen. Schon an Cache 1 ließ die Angel sich nur sehr schwer wieder zusammen schieben. Und beim nächsten auseinander ziehen wurde schnell klar warum.

Eine Stange war gesplittert und zerschnitt mir bei der Gelegenheit dann auch gleich mal schön den Daumen. Aber nur die harten kommen in den Garten und Panzertape hat man als Cacher ja immer dabei, so wurde die Stange erstmal geflickt damit es weiter gehen konnte.

Das hielt zwei Caches lang dann hatte die Angel die Schnauze voll und wurde sozusagen weich.

Hier hätte ich wahrscheinlich schon richtig sauer oder enttäuscht sein müssen. Aber ich gestehe, hier habe ich echt laut los gelacht, das hatte so langsam was von Comedy 😎 Und es war noch lange nicht Schluss, ich hatte nur keine Lust mehr noch mehr Fotos zu machen. Am vorletzten Cache blieb die Angel oben haken und die Stange über der beschädigten Stange trennte sich von selbiger. So hing also der ober Teil der Angel im Baum und den unteren hatte ich in der Hand. Also zumindest fast, denn durch das lösen fuhr er sich durch sein Gewicht sozusagen selber ein und durchschlug mit Schwung die untere Kunststoffkappe so dass er mir fast noch den Fuß zerlegt hätte, es wurde zum Glück nur der Waldboden.

Was soll ich sagen, am Ende hatte ich eine zweiteilige Biltema die sich gerade so auf je 2 Meter einfahren ließ und ich sie somit überhaupt noch ins Auto bekommen habe. Habe jetzt mal den EBay-Händler angeschrieben, und der hat mir sofort zugesagt die beschädigten Holme zu ersetzen. Der Service stimmt also schon mal!

Aber egal, vielleicht hatten wirklich nur die beiden Holme einen Knacks weg, die Qualität dieser Angel liegt definitiv darin sie nicht zu kaufen, zumindest nicht für Geocaching! Denn die Holme sind einfach zu empfindlich für häufigeres aus-/einziehen. Sie tendieren dazu sich recht fest zu setzen und wenn man sie dann wieder zusammen schieben will geht das auf die Qualität. Dazu sind 12 Meter schon etwas an Gewicht und das haut gerne mal unten den Boden raus wenn man nicht genau aufpasst. Mit etwas Panzertape bekommt man letztes Problem in den Griff, das mit dem Ausziehen ist schon schwieriger. Ob die teureren Angeln wirklich besser sind kann ich nicht beurteilen, glaube aber nicht recht dran. Das scheint auch etwas Glück zu sein, meine 8 Meter, 15 Euro Angel war da bis aus die Spitze erheblich besser verarbeitet. Vielleicht sollte man sich auch einfach mit 8 Meter begnügen. Mal sehen was jetzt wird, ich melde mich 😎

14. Walpurgis-Event

Nu ist es wieder soweit, am 30.04. findet das 14. Walpurgis-Event statt. Ich bin da ja immer etwas im Zwiespalt. Klar, das bringt viel Positives. Aber es birgt halt immer auch die Gefahr das die Gemeinden sich durch solche Aktionen auf die faule Haut legen denn meiner Meinung nach ist Müll Gemeinde-Sache. Aber wahrscheinlich überwiegt das Positive, daher möchte ich es hier auch kurz aufzeigen.

Da treffen sich eine Menge Cacher, dieses mal sind es schon wieder 62 will attends. Da wird richtig entmüllt, hilft also dem Naturschutz und auch dem Harz da es natürlich für ein Touristen-Ziel immer gut ist wenn es sauber ist. Und es gibt ein gutes Gefühl. Ach ja, als Krönung natürlich noch reichlich positive Aufmerksamkeit für das Geocaching, das stehen wir einfach mal gut da denn die Berichterstattung wird immer breiter, bin gespannt wann das erste mal die Tagesschau berichtet 😉 Aber immerhin schon mal die Welt, die eher unbedeutende Volksstimme, aber selbst das Hamburger Abendblatt hat die frohe Kunde erreicht.

Wir selber waren einmal dabei, ergab sich durch einen Zufall dass wir gerade an dem Tag in Goslar unterwegs waren. Allerdings haben wir nur das Abend-Event geschafft. Da können wir aber bestätigen dass die Stimmung wirklich klasse war, zumal die Location auch wirklich versteht mit reichlich Besuchern umzugehen.

Jeder mag es sehen wie er will, aber wir wünschen allen Cacher wieder mal viel Spaß und viel Erfolg. Bei den uns nicht ganz unbekannten Ownern kann ich mir aber auch nicht vorstellen dass dort irgendwas nicht funktioniert 😉

Gemeinde Geyer – Problem Geocaching?

Über Twitter wurde ich auf einen Artikel in einer „Zeitung“ aufmerksam. Der reißerische und schlicht nicht passende Titel: Bürgermeister legt sich mit Geocachern an. Es ist halt wie es ist, für ein wenig Aufmerksamkeit scheint alles erlaubt, speziell bei solchen belanglosen Medien. Denn hier geht es wohl nicht um den Bürgermeister sondern um die Gemeinde an sich. Und die hat erstmal nichts gegen Geocacher sondern dagegen das auf ihrem Grundbesitz Geocaches ohne Genehmigung ausgelegt wurden. Und zwar nicht einer sondern eher > 100. Aufgefallen wahrscheinlich weil eben auch Geocaches „in sensiblen Gebieten“ gelegt wurden, Konstruktionen an Bäumen verbaut wurden. Dazu zieht wohl das Rotwild schon weiter und auch junge Baumbestände blieben nicht verschont. Und dabei geht es nicht mal um ein generelles Verbot sondern eher um so eine Art Neustart. D.h. die Gemeinde möchte erst einmal alle Caches entfernt haben und neue Caches sollen dann per Genehmigung gelegt werden.

Das nun ein Cacher alles Wege nah gelegt hat und natürlich vorher das Gespräch mit der Stadt gesucht hat… mag sein, ich habe da einfach so gewisse Probleme das zu glauben weil es doch eher untypisch klingt. Schon die Aussage dass sich ja Reviewer um die Einhaltung der Regeln halten würden zeigt mir dass er seltsame Ansichten von Geocaching hat denn er hat für seinen Caches ja angehakt dass er eine Genehmigung hat und damit weiß er dann doch selber dass die Reviewer in der Beziehung größtenteils betrogen werden. Auch werden Reviewer kaum vor Ort prüfen ob Caches mit Nägeln in Bäume gehämmert werden.

Mal abgesehen davon dass der Artikel an sich schon mehr als bescheiden wirkt, eigentlich gibt es doch vor Ort gar kein Problem. Da macht man die Caches jetzt halt online dicht, lässt sie liegen, holt sich die Genehmigung und öffnet sie wieder?! Offensichtlich ist die Stadt doch überhaupt nichts gegen Geocacher eingestellt, sie möchte einfach nur wissen/bestimmen wo die liegen dürfen und wo nicht. Das ist sicherlich nicht schön und nimmt dem Hobby wieder etwas von seinem Reiz, aber das ist doch keine Weltuntergang, nicht mal ein wirkliches Problem.

P.S.: jr849 ist mir zuvorgekommen, was er dazu meint lest ihr hier.

Groundspeak lernfähig?

Am 14. Februar berichtete ich schon mal darüber und Groundspeak untermauert noch mal ihr „stehts bemüht“. Da sie wohl mal wieder nicht recht wissen über was sie schreiben sollen wurde mir wieder mal ein „naher“ Cache vorgeschlagen. „Dornröschens Tor“ soll es sein, hoch dekoriert und ach so nahe. Leider mal wieder das Wasser übersehen und keine Funktionen aus „Cache along the Route“ genutzt.

Also, ich wohne in Neu Wulmstorf, unten links, bzw. rechts von Buxtehude. Ich muss dann nur Richtung Osten, die A7 hoch, durch den Elbtunnel schlüpfen, wieder komplett Richtung Westen bis Wedel zum Elbhochufer. Selbst ohne Stau bin ich da mit gut einer Stunde dabei und zwar nur für den Hinweg. Dabei funktioniert das eigentlich nur Nachts, fährt man am normalen Arbeitstag morgens sollte man eher mit 1 1/2 – 2 Stunden rechnen da die A7 Dauerbaustelle ist und auch an der Abfahrt direkt hinterm Elbtunnel frisch gebaut wird. Aber auch ohne diese Stellen wäre es einfach viel zu weit weg!

Ihr wollt doch immer modern sein liebe Groundspeakler, dann fangt doch langsam mal damit an! Mit Cache along the Route habt ihr doch zumindest schon die Technik um zu schauen wie lang der Weg zum Cache für einen Nutzer ist. Ich werde wohl kaum der einzige sein der an einem Fluß wohnt und bei den diese Tipps ansonsten eher dümmlich wirken?! Die Auswertung Luftlinie naher Cache mit vielen Favoritenpunkten bekommt der geneigte Cacher ansonsten wohl auch ohne euch hin!

Sorry, aber so bleiben eure Mails was sie sind, stehts bemüht…

Wandercache GC703FQ – Wandern durch die Hahnheide

Wir versuchen ja jeden, spätestens jeden zweiten, Monat einen Wandercache mit Team Spikeman zu machen, dieses mal war GC703FQ dran. Und so hatten wir den 13.04. also Datum festgelegt. Und es kam doch anders als erwartet. Die Fahrt dauerte schon mal länger als erwartet denn von Hamburg Süd-West nach Hamburg Nord-Ost ist eh schon nicht so einfach und durch Baustellen und Urlaubsverkehr wurde es recht spannend, ging dann zum Glück aber doch noch gerade so vor den ärgsten Staus durch die wir auf dem Rückweg sehen konnten. Dazu aber hatten wir den wohl vom Wetter schlechtesten Tag im ganzen Frühjahr erwischt, um die 4° C und teilweise leichter Schneefall. Muss man halt positiv sehen, immerhin kein Regen 😎

Parken kann man recht gut an den Startkoordinaten. Allerdings sollte man früh sein, um 10.00 Uhr waren wir dort 3 Pkw, gegen 13.00 Uhr bei Abfahrt waren es eher 30 Pkw und dann parkt man schon ein gutes Stück die Straße runter. Von dort läuft man dann im Prinzip einmal rund durch die Hahnheide und sammelt an 10 Stationen Infos. Da kann man gleich ein Lob anbringen, die Fragen an den Stationen sind absolut eindeutig und machen keinerlei Probleme beim ermitteln der nötigen Zahlen, leider gar nicht so selbstverständlich wie man meinen mag. Die Hahnheide selber ist ganz nett, mehr letztlich aber auch nicht. Klar, im Moment ist noch wenig grün und im Sommer mag es noch etwas fröhlicher wirken, dennoch ist der Wald nicht so wirklich spannend und auch die Wege sind alle eher breit und gut. Kling gut, nimmt aber natürlich etwas vom Natur-Erlebnis. Dennoch eine schöne Ecke für eine kleine Wanderung ohne große Highlights.

Ok, ein (kleines) Highlight ist vielleicht doch zu nennen. Hat man es den 99 Meter hohen Berg rauf geschafft was eigentlich jedem möglich sein müsste…

… läuft man noch kurz die paar Stufen hoch…

und hat dann eine wirklich sehr schöne Aussicht!

Insgesamt waren wir rund 12,5 km unterwegs. Den Final zu berechnen war ok, ist halt einige Rechnerei die aber in Grenzen bleibt. Ihn zu finden war ebenfalls kein größeres Problem. Der Cache hat keine Highlights an sich, bis auf den Aussichtsturm, aber das macht bei Wandercaches eigentlich auch gar nichts! Entscheidend ist, er bringt einen dazu mal wieder eine Wanderung durch ein schönes Stück Grün zu machen, ist dabei ohne Firlefanz lösbar da die Aufgaben ganz klar sind und das ist für meinen Geschmack das Wichtigste an einem Wandercache!

Wer also gerne wandert und dabei einen Cache lösen mag ohne Blinki, Musi, und römtömtömtöm, der hat durchaus meine Empfehlung. Für Punkte-Fetischisten ist er eher nichts, viel Beifang hatten wir hier nicht.

Kurioses WhereIGo Recycling

Bei uns gibt es einen neuen WhereIGo, GC850QY – Speed Dating in Horneburg. Der ist wirklich mal „eigenwillig“. Die originalen Koordinaten zeigen auf einen Puff. Auf einer Plattform wie Groundspeak die absolut Familien-orientiert ist schon spannend. Aber auch überhaupt kein Problem denn das ist nur ortsansässigen klar und wird in der Beschreibung auch nur angedeutet. Und da man für den Cache ja eh nicht dort hin muss also wirklich relativ egal. Als Ownerin hätte ich mir das aber vermutlich dennoch geschenkt um Diskussionen aus dem Weg zu gehen.

Es ist ein WhereIGo den man überall spielen kann so lange man rund 75 * 75 Meter zur Verfügung hat. Ich finde die Variante immer etwas schwierig denn so eine freie Fläche muss man tatsächlich erst mal haben und die sollte ja auch noch möglichst frei von Menschen sein. Dazu ist der Cache auch noch mit Zeitdruck unterlegt, es geht nämlich darum Memory zu spielen und das auf Zeit die von Paar zu Paar knapper wird. Diese Zeit-Variante gefällt mir persönlich beim Cachen eh nicht so besonders, aber was soll es.

Bis hier hin also ein Cache der einem gefällt oder nicht, aber auf jeden Fall völlig ok und normal. Im Listing wird sich freundlich bei einem anderen Cacher bedankt dass man die Variante von ihm nutzen darf, ebenfalls völlig ok. Nun habe ich mir also die Mühe gemacht und den Cache durchgespielt. Am Ende kommen dann 3 Knöpfe. Einer verrät mir den Unlock-Code, der nächste eine 4stellige Zahl mit der die Final-Koordinaten berechnet werden. Und hups, ein Knopf auf dem Final-Koordinaten steht?! Wozu dann die 4stellige Zahl?? Tja, wir liegen hier im Bereich N53… und die angegebenen Final-Koordinaten in N51… D.h. da stehen noch die Koordinaten von dem Cache drin den der „bedankte Owner“ gelegt hat? Den kann ich dann gleich mit erledigen und der Unlock-Code wird auch funktionieren?

Wie gesagt, einen Cache zu kopieren finde ich völlig ok. Den Ursprung im Listing zu erwähnen ist sogar ausgesprochen höflich. Aber den Cache nun so gar nicht anzupassen und noch Daten vom Original-Cache drin zu lassen, das empfinde ich schon als etwas schräg?! Geht das nur mir so? Werde ich einfach alt?? Ist jetzt aber keine böse Kritik o.ä. sondern einfach etwas das mir aufgefallen ist und das ich skurril genug finde um es hier mal zu veröffentlichen 😎

Sollte Geocaching ein Wettbewerb sein?

In 15 Jahren habe ich wirklich schon einiges erlebt und für mich feststellen können dass das Hobby im steten Wandel ist. Erstaunlich stabil der immer wiederkehrende Versuch Geocaching zu einem Wettbewerb zu machen, sowohl durch Cacher als auch durch Groundspeak. Manche Menschen können scheinbar wirklich nicht ohne Wettkampf.

GPS im Handy war wohl der deutlichste Wandel denn er führte zu einem enormen Anstieg an Geocachern. Plötzlich war die finanzielle Hürde weg, kein extra GPS für viel Geld mehr nötig. Dazu fiel auch die technische Hürde weg, kein Einarbeiten in die Nutzung von GPS mehr nötig. Und damit kam eine wahre Flut von Neu-Cachern. Und ohne es zu verallgemeinern, die Prozentzahl der „Flachpfeifen“ wurde höher und selbst wenn sie gleich geblieben wäre wären es zahlenmäßig dennoch erheblich mehr geworden. Das lag nicht an dem Handy an sich sondern an der nicht mehr nötigen Einarbeitung. Anders formuliert, vorher war die Schwelle ein GPS-Gerät bedienen zu können so eine Art Idiotentest der jetzt nicht mehr nötig war.

Für meinen Geschmack wurden merkwürdige Auswüchse nicht prozentual, aber zahlenmäßig eben schon, mehr. Schwanzvergleiche jedweder Art nahmen extrem zu. Der Größte, die Meisten, der Besonderste und haste nicht gesehen, auffallen um jeden Preis. Plötzlich gab es ganze Kletter-Trails, Tauchen, Schloß knacken und was weiß ich nicht noch. Letztlich der Versuch auch das letzte vergessene Hobby ins Geocaching zu integrieren.

Irgendwann legte sich das Ganze etwas und es zog wieder etwas Ruhe ein. Jeder Schwanzvergleich hat halt irgendwann ein natürliches Ende und so langsam gab es kaum noch etwas zu toppen. Das schien Groundspeak dann aber nicht so gut zu passen, also versuchte man mit den Challanges einen neuen Anreiz zu schaffen bei dem der Versuch deutlich wurde Wettbewerb zu fördern. Das funktionierte so mittel gut da einfach schnell klar wurde das auch hier wieder ein Extrem nach dem anderen gepublisht wurde.

Nun könnte man denken Groundspeak hätte vielleicht daraus gelernt, aber mit dem Lernen hat man es dort nun wirklich nicht so. Also kamen die Souvenirs, letztlich eigentlich nichts anderes als der erneute Versuch Wettbewerb in das Hobby zu bringen. Nur das nun Groundspeak das steuert und nicht mehr die Cacher über die Challanges.

Hier geht es nun also nicht mehr um Punkte sondern um Souvenir-Bildchen für die man eben durch irgendeinen Reifen springen soll. Und weil es offensichtlich recht gut funktionierte kam es langsam aber sicher zu einer Flut dieser Bildchen. Und man lese und staune, es funktioniert scheinbar immer noch recht perfekt. So jaulen bei der aktuellen Souvenir-Aktion schon um 10.00 Uhr die ersten „Cacher“ dass sie geloggt hätten und noch keine Punkte dafür erschienen seien. Und auch löschen und neu loggen hätte nichts gebracht. Wenn man da mit liest fragt man sich schon mal ob die noch alles Tassen im Schrank haben wenn sie diese Bildchen derart wichtig nehmen?! Tut mit leid, freundlicher kann ich so einen Schwachsinn wirklich nicht kommentieren.

Bleibt die Frage ob Geocaching denn nun ein Wettbewerb sein soll oder nicht?! Natürlich muss Groundspeak den Nutzern etwas bieten denn sie wollen ja auch Geld verdienen was ich durchaus legitim finde. Nur welche Nutzer wollen sie?

Ich finde den Versuch neue Nutzer über hippere Angebote zu bekommen nicht ganz ungefährlich denn damit bekommt man u.U. Nutzer die Hobby-Hoppe sind. D.h. jedes neue Hobby wird intensiv durchlebt, nach kürzester Zeit langweilt man sich und es geht zum nächsten Hobby. Es gibt genug Plattformen die das durchlebt haben, kennt jemand noch Munzee 😉

Meine, nicht gerade uneigennützige Hoffnung ist dass sie die Nutzer halten wollen die wie schon seit vielen Jahren einfach Spaß an der Bewegung haben und denen Geocaching einfach ein zusätzliches Ziel gibt. Die es im Urlaub nutzen um versteckte Locations zu finden und / oder einfach Spaß haben Dinge zu suchen. Denn das ist doch eigentlich der Kern des Spiels und nicht der dümmliche Vergleich von erhaltenen Punkten oder Souvenirs?!

Fazit, hört doch endlich auf einen Wettbewerb aus einem Spiel machen zu wollen dass sich dafür gar nicht so richtig eignet!

Geocaching und Umweltschutz

Ein Artikel über Groundspeak und Umweltschutz brachte mich auf die Idee hier mal in ähnlicher Richtung etwas zu schreiben. Sozusagen eine Erweiterung bzw. die Nachbarn der Gedanken dort. Also keine Auseinandersetzung mit dem dortigen Artikel sondern ein anderer, wenn auch in ähnlicher Richtung, Blick.

Für meinen Geschmack tut Groundspeak etwas Feigenblatt-artig für den Umweltschutz damit die User sich zurück lehnen und gut fühlen können. Warum sollten sie auch viel mehr tun, die User tun es doch letztlich auch nicht. Klar, es gibt CITOs, aber wirklich gut besucht sind die auch nur wenn es noch ein Souvenir dazu gibt oder sie zum Kult erklärt werden. Ansonsten halten sich die Attends dort auch in engen Grenzen. Und wer mal hier und da dabei war kann vor Ort sehen das lange nicht alle Cacher allzu viel Umweltschutz betreiben sondern sich im Schwerpunkt eher unterhalten und am Ende so gut wie nichts als den Punkt gesammelt haben. Klar, es gibt immer auch engagierte Teilnehmer, keine Frage.

Dazu kommt der grundsätzlich etwas schwierige Umgang mit dem ökologischen Fußabdruck. Gerade auf dem letzten besuchten Event waren viele Cacher dabei die 500-600 km Anfahrt hatten, gerne auch mit Diesel oder gar Fahrzeugen von denen Stolz berichtet wurde dass sie zweistellige Liter-Zahlen auf 100 km verbrauchen was sogar noch von manchen Cacher als toll empfunden wurde. Wahrlich sehr umweltbewusst. Ich befürchte im übrigen dass sich mit solchen Fahrzeugen genauso wenig vergrößern lässt wie mit vielen Funden 😉

Beim morgendlichen Frühstück im Hotel wurde dann z.B. von 2 Cacher-Gruppen ausdiskutiert wie man bei aufwändigen Multis am geschicktesten das Auto nutzen könne damit man nicht soviel laufen müsste. Oder auch dass Batterien besser wären als Akkus da sie länger halten u.ä. Ich kann vieles davon gut verstehen, hatten wir doch auch ein paar 100 km Anfahrt und nutzen auch mal Batterien statt Akkus und gehen nicht mal zu CITOs, bis auf 1-2 mal vor einigen Jahren. Aber wir tun wenigstens auch nicht so als wären wir großartige Umweltschützer.

Die Begründung für die eigenen Umwelt-Sauereien ist eigentlich fast immer gleich. Das eigene Verhalten ist immer gerade noch so in Ordnung weil z.B. der Mensch ja kommunikativ sei und da müsse so ein Event schon drin sein. Das Verhalten der anderen geht aber dann meist zu weit. Diese Grenze setzt dabei aber jeder selber und so kann man mal davon ausgehen dass keine Einigung in Sicht ist 😎 Völlig vergessen wird der Umweltschutz doch z.B. auch bei Powertrails, danach sieht es doch meistens so aus

Kurz und gut, daher finde ich es völlig ausreichend was Groundspeak da so macht, CITOs. Man sollte vielleicht auch mal umdenken, nicht Groundspeak ist verantwortlich sondern wenn der geneigte Cacher Umweltschutz möchte steht es ihm doch frei diesen auch zu betreiben!