Gallery oder nicht Gallery

Ich habe auf geocaching.com schon immer gern die Bilder-Funktion in Logs genutzt. Nun fiel mir auf dass ich mich der 1000 Bilder Grenze nähere, nothing but numbers 😎

Und irgendwie kann ich gar nicht einschätzen ob das eigentlich irgendeinen Sinn hat außer dass ich tatsächlich ab und an selber dort mal rein schaue. Irgendwelches Feedback oder Statistiken scheint es ja nicht zu geben, so ist das kaum einschätzbar. Wenn ich, wenn es auch selten vorkommt, mal in ein anderes Profil schaue ist die Gallery fast mein erster Anlaufpunkt, Bilder sagen für meinen Geschmack oftmals tatsächlich mehr aus als tausend Worte. Und da fällt mir immer wieder auf wie unterschiedlich das genutzt wird, manch einer hat eine ähnliche Flut an Bildern, ein anderer wieder so gut wie gar kein Bild. Wirklich gar kein Bild ist allerdings selten.

Warum schreibe ich das eigentlich? Ganz einfach, weil ich merke dass es da nichts gibt wo man sich mal schlau machen kann. Und so kann ich auch niemanden schlau machen aber zumindest mal aufzeigen wie ich es nutze 😎

Aus meiner Sicht finde ich die Gallery wirklich eine gute Sache und nutze sie reichlich! Und auch wenn ich mal in ein anderes Profil schaue ist die Gallery fast mein erster Anlaufpunkt. So, jetzt wisst ihr das auch, ob ihr wollt oder nicht 😉

Mein erstes Bild stammt übrigens vom 21.03.2005 und hat den Titel „Ostereier auf dem Weg ;-)“

Der Hint – das unbekannte Wesen

Aus meiner Sicht ist der Hint etwas dass viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt und doch hier und da sehr viel Ärger vermeiden könnte. Man stelle sich nur vor der Hint wäre ein kleiner Tipp für die Suche und vielleicht eine Zeile tiefer noch mal eine klare Ansage wo der Cache liegt. Und schwupps, jeder könnte dann einen Cache zu Ende bringen. Ebenfalls würde es viel weniger Zerstörungen vor Ort geben da man ja nicht mehr alle Kappen von allen Zaunpfählen reißen muss wenn man nicht gleich fündig wird. Aber gibt es diesen idealen Hint? Ja, gibt es tatsächlich. Aber gefühlt nur einem Promille-Bereich der Caches.

Die Anzahl der wirklich schon erheblich dämlichen Hints liegt gefühlt bei fast 50%. Klassiker wie „Hier nicht nötig“ sind da fast noch ok, auch wenn man sich fragt warum er dann überhaupt etwas dort eingetragen hat. Fast schon witzig sind Hints wie „Hier benötigst du X“, schön dass man das dann vor Ort als Hint erfährt und so wenigstens nicht in die Versuchung kam X schon mitzubringen. Richtig dümmlich aber von erstaunlicher Häufigkeit „hinter Birke“ im Birkenwald oder „Baumstumpf“ in abgeholztem Waldstück. Man könnte denken der Dummheit sind keine Grenzen gesetzt. Lasst euch nach 15 Jahren Geocaching-Erfahrung sagen – stimmt, absolut KEINE Grenze in Bezug auf Dummheit zu entdecken.

Warum eigentlich gibt es so wenig deutliche Hints obwohl sie doch allen Seiten das Leben erleichtern und sogar der Umwelt, durch weniger Suchspuren helfen würden? Da habe ich dann leider wieder mal eine etwas negative Sicht. Der Cacher scheint einfach nicht gönnen zu können. Und so scheint es für sehr viele Owner tatsächlich von enormer Wichtigkeit dass ihr Cache auf jeden Fall nur mit viel Leiden gefunden werden kann. Und sie halten es für regelrecht ungerecht wenn ihren auswendigen D4 jemand durch den Hint als D1 finden könnte. Da gehen sie dann lieber das Risiko ein dass alles um Umkreis zerlegt wird. Und falls das passiert ist natürlich nur der Suchende schuld, auf gar keinen Fall der Owner. Auch wieder so eine merkwürdige Moral?!

Auch hier gilt natürlich wieder, jeder wie er mag! Aber dennoch vielleicht mal der Gedanken-Anstoß von mir über Hints nachzudenken. Stellt euch doch nur vor, ein Panzercacher kommt zu eurem Cache den ihr mit viel Liebe gebastelt hat. Und da er zu Grobmotorisch ist euer Wunderwerk korrekt zu öffnen zerlegt er alles vor Ort. Ok, er konnte den Punkt nicht billig abgreifen, aber zu welchem Preis? Ihr habt den Schaden. Wäre da jetzt ein wirklich klarer Hint hätte er den Punkt abgegriffen ohne euer Wunderwerk zu würdigen, ABER ihr habt weiterhin einen heilen Cache und der Panzercacher ist ebenfalls zufrieden. Und wirklich verloren hat niemand etwas?!

guter Hint kann Caches retten

Biltema oder auch Teufelszeug?

Endlich mal wieder ein Cache in der Nähe zu dem ich kein Fahrzeug benötige, das freut mich eigentlich immer.

Der geht gut ohne jedes Fahrzeug!

Aber, oh Schreck, ein Biltema. Also einer dieser Caches durch die das Geocaching mal wieder am Sterben ist wenn man den Klängen in den üblichen Kanälen glauben mag 😎 Aber da er nun mal dicht dran liegt habe ich mich auf den Weg gemacht und auf so einem Weg kann man immer schön die Gedanken schweifen lassen und so kam mir der Gedanke mal was zu dieser Cache-Art zu schreiben.

Eines vorweg, ich mag Biltemas nicht besonders und würde mich eher freuen als weinen wenn sie einfach verschwinden würden. Bisher sieht es ja eher nicht so aus, aber bei Lockpicking hat das ja auch ganz gut funktioniert, also abwarten. Warum ich die Dinger nicht mag ist einfach. Es bringt einen nur wenig zum Wandern, dazu muss man die nervige Teleskop-Angel mit sich rumschleppen und wie bei jeder speziellen Cache-Variante beginnen auch hier die Schwanzvergleiche in Form von höher und höher. Allerdings empfinde ich sie wiederum auch nicht als Tod des Hobbies. Und sie haben sogar den Vorteil dass man sie auch bei Schnee machen kann wenn es bei anderen Cache-Arten schwierig wird.

etwas Eigenbau 😎
zur Not wird halt etwas verlängert

Warum teils ein regelrechter Hass auf Biltemas besteht erschließt sich mir nicht. Keine Frage, ich finde die Dinger eher langweilig und eben durch die unhandliche Rute etwas nervig aber so what?! So lasse ich Biltemas meist liegen, es sei denn wetter technisch, also eben bei Schnee geht gerade nichts anderes oder sie liegen direkt vor meiner Haustür. Der Rest gammelt halt in GSAK vor sich hin oder bleibt eben liegen bis es irgendwann mal wieder passt. So richtige Argumente gegen die Variante gibt es doch eigentlich gar nicht, außer dass man sich keine Teleskop-Angel kaufen möchte aber damit kann man ja auch irgendwie nicht argumentieren. Daher kommen meist auch nur sehr diffuse, um nicht zu sagen armselige, Argumente oder direkt Pöbeleien.

Kurz und gut, warum keine Biltemas? Sie werden nicht selten gemacht, erfreuen sich also offensichtlich einer gewissen Beliebtheit und wem sie nicht gefallen der kann sie auslassen. Und der Umweltschutz wird hier wohl auch nicht als taugliches Argument dagegen sprechen.

Und so wie heute hat sich die Angel sogar auf dem Rückweg noch mal extra bewährt. Hing doch da ein einsamer schlapper Ballon im Baum.

Ballon

Und Angel sei Dank konnte ich ihn mir schnappen und die wichtige Botschaft lesen!

Botschaft

Ansonsten hätte ich mich immer gefragt was wohl auf dem Zettel steht 😉

Und jetzt, raus cachen!

Der jaulende Cacher oder Cachen ist tot

So langsam kann ich gar nicht mehr sicher sagen wie oft das Cachen eigentlich schon für „auf dem absteigenden Ast“, „tot“, „so gut wie erledigt“ und ähnliches erklärt wurde. Meistens sind es kleinere Änderungen auf der Plattform, ein Powertrail oder irgendetwas anderes Neues wie z.B. Biltema-Caches. Erinnert irgendwie an Klettercaches zur Anfangs-Zeit, die machten damals auch das Hobby kaputt weil sie nicht jeder machen kann oder Lockpicking, auch so ein Teufelszeug. Lockpicking ist übrigens das mit dem Schlösser knacken, für die Cacher die es nicht kennen weil es das heute fast nicht mehr gibt. Hat halt noch nicht jeder gemerkt, daher die vielen Workshops auf Events und die dazu nicht korrespondierenden wenigen Caches. Ist eigentlich eh ein gutes Beispiel, spricht heute fast niemand mehr drüber und das Cachen lebt immer noch 😎 Man könnte meinen Cachen ist so eine Art Zombie, 1000 mal gestorben kreucht es aber dennoch immer weiter durch Wald und Flur.

Im Moment wird gerade wieder das große Sterben prophezeit, Anlass war wohl der eine oder andere Powertrail. Nicht falsch verstehen, ich mag die Powertrails mal so gar nicht, aber auch die wird das Cachen vermutlich noch überleben. Man kann schon den Eindruck haben im Moment ist der Hype um das Geocaching etwas durch aber ich habe dagegen nicht den Eindruck es würde nicht noch genug Hobbyisten geben um das Hobby am Leben zu erhalten. Und die Power-Trail-Gänger machen mir gar nicht so viel Sorgen, die merken meist bald dass die vielen Punkte nichts bringen und wandern zum nächsten Hobby weiter.

Die Begründungen sind eigentlich immer ähnlich, meist wird der Umweltschutz auf die Fahnen geschrieben, wahlweise werden Anwohner gestört oder etwas in der Richtung. Durchaus auch von Cachern die mit ihren Dieseln hunderte Kilometer zu einem Cache fahren, wieso klingt das nur so komisch? T5 schädigt die Bäume, Powertrails im Wald die Pflanzen und Powertrail im Wasser die Uferböschung, also alles pöse, pöse Caches. Überraschenderweise sind es meist gerade diejenigen Cache-Arten die derjenige nicht mag die ganz doll schlimm gegen die Natur, Anwohner oder was auch immer sind. Begeisternde Nachtcaches bei denen das Wild nachts durch den Wald gejagt wird oder Lost Places bei denen schlicht Hausfriedensbruch begangen wird, nein, die sind ja nun wirklich nicht schlimm. Ist halt schon blöd, die Begründung „mag ich nicht“ klingt halt noch unglücklicher als zumindest grob durch schöne Feigenblätter getarnte Pseude-Argumente. Dazu kommt dass die eigenen Lieblings-Caches natürlich sowieso über jeden Zweifel erhaben sind! Mag schon sein dass manchen wirklich die Natur am Herzen liegt aber manchmal könnte man auch einen anderen Eindruck bekommen.

Auch hier, nicht falsch verstehen! Ich mag keine Powertrails, wenn auch aus viel pragmatischeren Gründen. Da kommt man nämlich einfach nicht ins laufen da man ja dauern anhalten und suchen muss und ich gehe nun mal gerne wandern, da sind größere Abstände halt angenehmer. Dazu entstehen unschöne Schneisen wenn hunderte Punktegeier sich da durch wälzen. Und ja, sicher wird auch die Natur gestört aber nicht in dem Ausmaße eines Atomkrieges, wie man bei manchen Berichten darüber glauben könnte.

Aber auch das Qualitätsgequake empfinde ich mittlerweile als schwer erträglich denn eigentlich hängt die Qualität von etwas davon ab wie es meine Bedürfnisse abdeckt. Und die sind einfach sehr unterschiedlich wodurch es schon etwas fragwürdig ist seine eigene Qualitäts-Sicht zum Standard zu erklären. Einfaches Beispiel? Mir reichen z.B. einfach Petlinge als Final völlig aus weil eh kaum wirklich getauscht wird. Klar, große Dosen sind schöner, aber nicht wirklich nötig für mich. Und ich mag Caches die mich an besonders schöne Orte führen oder mich zu einer Wanderung verleiten, da ist die Dose am Ende gar nicht so wichtig. Im Gegenteil, ich kann nach 10-20 km Wandercache gut auf Dosen verzichten an denen ich dann, möglichst noch bei Regen, noch irgendwelche Kasper-Aufgaben erledigen muss um ans Logbuch zu kommen. Und daher verzichte ich gerne auf blinkende, hupende und singende Dosen und habe dafür lieber findbare Petlinge. Nur erkläre ich meinen Geschmack nicht zum ultimativen Gradmesser sondern möchte nur mal aufzeigen dass es eben verschiedene Geschmäcker beim Cachen gibt. Und so mögen halt offensichtlich sehr viele Cacher Powertrails sonst würden sie ja nicht so extrem gesucht werden?! Sich dann hinzustellen und zu behaupten Cachen stirbt dadurch ist natürlich auch etwas schräg denn den Log-Zahlen nach muss man mal darüber nachdenken ob man nicht vielleicht selber in der Unterzahl ist. Und Groundspeak ist ein Unternehmen, die müssen also Geld verdienen! Und die Frage ist ob da ein paar heroische Cacher reichen oder ob das Geld eher durch die Punkte-Geier rein kommt.

Also ja, ich würde mich auch sehr freuen wenn Groundspeak da gegensteuert und irgendetwas gegen solche Auswüchse tut! Und genauso wichtig ist es immer mal wieder darüber zu berichten, per Video, Audio oder Schrift, keine Frage! Die Frage ist nur ob man immer gleich so übertreiben muss?! Egal, jeder wie er mag, so wollte ich auch nur mal meinen Senf dazu geben.

Fazit? Geocaching lebt und ich z.B. habe gerade zur Zeit wieder so richtig Spaß am Cachen und die Dose selber ist mir immer noch nicht so wichtig. Dafür hätte ich viel lieber bessere Hints, aber das wird ein anderer Artikel 😎

Eine Lanze für Groundspeak

Mancher wird sich die Augen wischen, aber heute möchte ich mal eine Lanze für Groundspeak brechen! Ich bin jetzt seit 2004 Cacher auf der Plattform und eigentlich im Großen und Ganzen zufrieden. Natürlich gibt es immer was zu kritisieren, keine Frage und da bin ich auch gerne ganz vorne mit dabei. Die momentane Hexenjagd empfinde ich aber derart merkwürdig dass ich auch mal was Positives schreiben möchte. Bei der Hexenjagd meine ich das Geschreibe um die Tatsache das jr849 Locked member wurde, darüber berichtet ja nicht nur jr849 selber sondern auch andere Blogs.

Um die locked member Geschichte mal gleich abzufrühstücken hier mal die Kurzform. Über einen Powertrail gibt es verschiedene Ansichten, Groundspeak prüft vor sich hin und wieder mal fühlen sich die üblichen Verdächtigen dazu berufen aus einem Cache-Log-Bereich ein Forum zu machen. D.h. sie müllen die Logs mit irgendwelchen Write Notes voll um zu zeigen wie schrecklich empört, oder eben auch nicht, sie sind. Groundspeak löscht den Quark weil sie seit Anbeginn immer klar formuliert haben dass Cache-Logs kein Forum sind und daher dort Diskussionen fehl am Platz sind. Dies formulieren sie auch hier mal wieder klar und deutlich. Direkt danach die nächste Write Note durch jr849. Und auch wenn es eine Anregung gewesen ist, klarer kann man ein locked Member überhaupt nicht mehr provozieren!

Das hat nichts mit Meinung verbieten, Kritik nicht haben wollen oder sonstigem Firlefanz zu tun, Groundspeak will einfach keine Diskussionen in den Logs und gut ist. Wenn man das nicht verstehen WILL, tja, Pech gehabt. Groundspeak das jetzt ankreiden zu wollen ist entweder peinlich oder Clickbaiting oder eine momentane Verblendung, anders kann ich mir das nicht mehr erklären. Man merkt dass auch schon daran dass erstaunlich viele Kommentare fast schon pro Groundspeak sind. Ansonsten bin ich ja auch eher jr-Fan, aber hier schüttel ich wirklich mit dem Kopf.

Ich bin jetzt seit 2004 dabei und habe mich auch immer wieder mal über Groundspeak geärgert, keine Frage. Aber insgesamt betreiben die eine insgesamt gut funktionierende Plattform und das über eine mittlerweile erstaunlich lange Zeit in der viele andere Geo-Spiele-Plattformen gekommen und gegangen sind. Natürlich gab es auch mal Zeiten mit Server-Problemen und Ausfällen die aber eigentlich immer recht kurz waren. Aber ich fand es immer eine leichte Entwicklung zum Positiven, d.h. sie haben die Technik immer weiter verbessert, die Regeln immer weiter angepasst und verfeinert und durchaus das eine oder andere auch erweitert. Stichworte wären da eine wirklich tolle API und Dinge wie Souvenirs und Challanges. Ok, ich halte nix von Souvenirs und Challanges aber sie entwickeln natürlich im Schwerpunkt für den heimischen Markt und das ist nun mal Amerika.

Und wer Amerikaner kennt und mal länger mit ihnen zu tun hat dem wird auch die überdreht fröhliche und schön färbende Art von Groundspeak nicht so sehr verwundern, so sind die Amis halt zu einem nicht kleinen Teil. Und diese Art trifft und auf die deutsche Sauertöpferei und da können Reibereien kaum ausbleiben. Natürlich wirkt es seltsam wenn erst eine Plattform für Verbesserungsvorschläge aufgemacht und dann wieder geschlossen wird. Aber ist das wirklich nur die Schuld von Groundspeak? Die wurden überflutet mit Vorschlägen und ich bin mir nicht sicher ob die Umsetzung dieser ganzen Vorschläge das Hobby wirklich voran gebracht hätte oder ob es nicht eher ein Todesurteil gewesen wäre.

Aus meiner Sicht lebt das Hobby von seiner Einfachheit und dem möglichst kleinen aber klaren Regelwerk. Beides bedient Groundspeak in meinen Augen und mich beschleicht immer das Gefühl nur die deutschen Cacher setzen sich in einen dunklen Keller um irgendwelche Wege zu finden diese Regeln zu umgehen und das dann auch noch mit saudummen Begründungen rechtfertigen zu wollen. Und ich finde selbst damit geht Groundspeak gut um, sie schauen sich gemeldete Fälle an und treffen dann eine Entscheidung. Manchmal gefällt die Entscheidung einem halt und manchmal nicht. Warum nur ist der Cacher nicht auch mal in der Lage eine Entscheidung einfach hin zu nehmen?

Natürlich ist es etwas unglücklich dass es halt keine wirklich Ausweichmöglichkeiten gibt. In der Beziehung hat Groundspeak schon was von Facebook. Und hört mir mit Opencaching auf, die waren für mich immer ein wirklich schöner Versuch der nie funktioniert hat, zumindest nicht für mich.

Ich finde das Groundspeak es eigentlich sehr gut macht! Sicher bin ich nicht immer ihrer Meinung aber das ist doch normal. Insgesamt empfinde ich es schon so dass sie ihre Plattform einer eher langsamen aber stetigen Evolution unterzogen haben und dass das gut funktioniert hat. Letztlich ist es ein Unternehmen in privater Hand und damit haben sie halt die Entscheidungshoheit und mit der gehen sie meiner Meinung nach gar nicht schlecht um. Meine Hoffnung ist dass es die Plattform noch lange in dieser Form gibt und sich gar nicht so viel tun sollte, ich mag das Hobby wie es ist. Und die Neuerungen wie Challanges und Lab-Caches sind nun auch nichts was scheinbar alle vom Hocker gerissen hat, aber eben denen Möglichkeiten gegeben hat denen der Kern des Hobbies nicht mehr gereicht hat.

Und da ich das Hobby eben gerade so mag wie es ist kann ich von hier aus nur ein „Weiter so Groundspeak“ vermelden.

Coinertreffen in Melsungen

Die Schlemmercacher und wir wollten uns mal wieder treffen, aber Hamburg und Stuttgart liegen ja doch etwas weiter auseinander. So wurde beschlossen sich (mal wieder) in etwa in der Mitte zu treffen. Und als Cacher ist es natürlich eine gute Idee das gleich mit einem Event zu verbinden. Da war es dann auch gar nicht nötig lange zu überlegen, GC7EWME – Coinertreffen in Melsungen hat sich bereits vor 2 Jahren als sehr geeignet erwiesen und so war der Entschluss schnell gefasst.

Natürlich interessiert es wohl kaum jemanden dass wir uns mal wieder mit den Schlemmercachern treffen wollen, darum soll es hier auch gar nicht gehen, das war nur die langatmige Einleitung um etwas über das Event zu schreiben 😎 Über das Event schreiben? Nun ja, eigentlich fast eher darüber schwärmen da es uns letztes Mal sehr gut gefallen hat.

Wir sind ja nun wahrlich keine Coiner, warum also gerade dieses Event? Das fängt schon mal damit an dass es die Strecke Hamburg – Stuttgart nahezu halbiert:

Halbe Strecke ist halbes Leid 😎

Dazu kommt die Möglichkeit auch noch einige andere Cacher-Bekanntschaften zu pflegen die ebenfalls nicht gerade vor unserer Haustür wohnen und sich dort bereits angemeldet haben, das hat schon fast was von Veteranen-Treffen 😉 Und zu guter Letzt das Event selber.

Wir waren vor 2 Jahren zum ersten mal hier, damals einfach aus Neugier und auch als Recherche für den Podcast. Am meisten interessierte uns damals die Idee Coins mit Nacht-Effekten, also z.B. nachleuchtende Coins, „in Action“ zu sehen. Die Bühne wurde dafür verdunkelt und man konnte sich dann die Leuchtvarianten anschauen. Allein dafür hätte sich der Besuch schon gelohnt, das war wirklich cool!

Nun sind wir durch unseren Besuch nicht zu Coin-Fans bekehrt worden, wohl aber zu Coin-Festival-Fans. Denn die Befürchtung hier auf lauter Freaks zu treffen und sich dabei unwohl zu fühlen löste sich in wenigen Minuten auf. Klar, eine Art von Freaks/Fans/Nerds ist hier schon ein großer Anteil der Klientel. Diese sind aber keineswegs abweisend o.ä. sondern haben uns wirklich herzlich aufgenommen. So kam immer wieder mal jemand mit seiner Sammlung vorbei, war aber überhaupt nicht pikiert wenn er merkte dass wir eigentlich gar keine Ahnung haben. Im Gegenteil, es gab jederzeit große Hilfsbereitschaft um das eine oder andere zu erklären ohne dabei in Nerd-lastige Sprache zu verfallen.

Das ganze Event war insgesamt von einer selten erlebten Gelassenheit geprägt. Es ergab sich nie das Gefühl dass hier Cacher durch die Hallen laufen die unter allen Umständen auffallen wollen wie es auf anderen großen Events eigentlich gang und gäbe ist. Im Gegenteil, es hatte schon eher was von Tee-Stube ohne langweilig zu sein. Dafür gab es nämlich viel zu viel zu sehen. Nicht nur Coins, auch Pins und Token waren reichlich zu sehen. Mir persönlich gefallen die Pins mittlerweile sogar am besten da man sie wenigstens auch mal dezent am Revers tragen kann und sie auch preislich natürlich wesentlich günstiger zu haben sind.

Im Übrigen passt das Event wirklich nahezu perfekt nach Melsungen. Die Stadt hat nämlich sehr ähnliche Attribute, sie strahlt ebenfalls eine gewisse Gelassenheit und Gemütlichkeit aus und hat uns ebenfalls gut gefallen und wäre allein schon einen erneuten Besuch wert.

Ich habe keinen Überblick über das Orga-Team, hinter dem Listing steht auf jeden Fall ElliPirelli verlinkt. Wir kennen die Gute ja nun auch schon eine Weile und sie hatte sich beim letzten Mal wirklich viel Zeit genommen uns in die Welt der Coins einzuführen, auch etwas das wirklich spannend war. Vor zwei Jahren hat die Orga auf jeden Fall sehr gute Arbeit gemacht, unauffällig im Hintergrund wirbelnd sorgte sie für einen perfekten, entspannten, gemütlichen Tag mit vielen Coins, Token und Pins.

Stand heute sind rund 100 Cacher angemeldet, bis zum 16.03. ist ja noch etwas Zeit und wie man weiß kommen ja oft kurz vor Tore-Schluss noch etliche Anmeldung hinzu. Es gibt natürlich auch Coins speziell für das Event, beim Coin-Dealer.

Fazit?! Hin da, lohnt auf jeden Fall! Und man kann dieses Event auch bedenkenlos als Nicht-Coiner besuchen. Wir freuen uns auf jeden Fall dort mal wieder eine schönes Wochenende zu verbringen.

Schneverdingen – GC3MZ5J – Der Schatz der 7 Geißlein

Endlich mal wieder trocken, dazu soll es bis zu 12°C werden, d.h. raus – cachen 😎

Eigentlich wollte ich mit dem Motorrad los aber morgens zeigte das Thermometer noch satte -1°C an, da war dann doch das Auto die erste Wahl. Nachdem die Standheizung mir die Scheiben vom Eis befreit hatte konnte es los gehen. Und als Ziel hatte ich mir einen interessanten Multi nahe Schneverdingen rausgesucht, den GC3MZ5J – Der Schatz der 7 Geißlein. Den konnte man durch ein paar nahe gelegene Tradis wie z.B. GC46ZEC – Wegesrandcache 5 und andere aus der Reihe ergänzen, passte also ganz gut.

Vorab ein paar Worte zu den Tradis drum herum. Die waren ganz ok um die Runde so zu erweitern dass ich auf 7-8 km komme, die 1,5 km des Multis waren mir einfach zu wenig für so einen schönen Cache-Tag. Die Tradis waren absolut ok. Man hatte das Gefühl es handelte sich um ehemals höherwertige Caches die nach vielen Jahren nicht mehr ganz so perfekt gepflegt werden wie es mal war. Erkennt man auch daran dass einige Zahlen in der Nummerierung bereits fehlen. Dennoch sind sie in einem Zustand der noch Freude aufkommen lässt, also sehr gute Ergänzung!

Aber auch wenn ich mittlerweile immer eher verstehe warum manche Cacher nur noch Tradis machen liegen mir Multis immer noch am Herzen. Klar, das Risiko ist immer da viel Zeit zu investieren und am Ende den Final nicht zu finden, wäre mir heute auch fast wieder passiert. Vielleicht ist es aber auch gut, entgegen dem Zeitgeist von Vollkasko-Mentalität und Fund-Garantie, ab und an mal eine Enttäuschung zu erleben?!

Der Cache hat passender weise 7 Stationen und den Final. Ab Station 2 bis Station 6 müssen Fragen zum Märchen beantwortet werden, 3 Antworten sind dabei vorgegeben, d.h. selbst wenn man keine Ahnung hat und kein Internet könnte man den Cache sogar per Brute-Force erledigen. Und das wäre nicht mal so wirklich schlimm, ist eine schöne Umgebung zwischen Wald und Feldern und erstaunlich wenig Hundemuggel und Rentner sind unterwegs. Wer aber Internet dabei hat kann die Fragen zügig über die Suchmaschine seiner Wahl beantworten. Wenn ich das hin bekomme ist das immer ein gutes Zeichen 😉

So fräste ich mich also durch die Stationen die im übrigen auch immer gut aber fair versteckt waren, nötigenfalls waren die Hints tatsächlich mal ausreichend. Leider war das bei Station 7 nicht der Fall. Hier gibt es eine Frage zu Verwandtschaftsverhältnissen und ich kann mit Begriffen wie Tante, Cousine u.ä. tatsächlich nix anfangen, die sind mir wirklich völlig fremd. Aber der „normale“ Cacher wird die Frage dennoch beantworten können, mein erster Gedanke war auch der richtige wie ich später feststellen durfte. Abgesehen davon gibt ja auch hier nur 3 Möglichkeiten die wenige 100 Meter auseinander liegen. Eine Lösung passt gar nicht, eine weiter könnte gerade so passen liegt aber zu sehr auf einem Weg und somit passt die letzte dann am besten.

Der Final ist dann wieder nicht ganz einfach aber dennoch fair versteckt, durchaus findbar. Obwohl ich mir auch hier einen Hint wünschen würde. Nicht weil ich ihn benötigt hätte sondern ich finde Hints die dafür sorgen dass ich einen Cache am Ende auch wirklich finde einfach gut, da bin ich schon fast Fan! Tut doch letztlich niemandem einen Abbruch und verhindert sinnlosen Frust. Vielleicht sollte man sogar mal eine Kampagne für Hints starten, aber das ist dann wieder ein anderer Blog-Eintrag 😎

Fazit: Der Cache lohnt sich für mich auf jeden Fall, jedenfalls für diejenigen die es old style mögen, also kein Firlefanz sondern ein schöner Marsch in schöner Umgebung, findbare Verstecke und ein schöner Final. Dazu ein Thema das sich durch den Cache zieht und sehr schön umgesetzt ist.

Frage um Frage

Groundspeak, „Are we meant to be?“ oder auch „stets bemüht“

Irgendwie finde ich die Groundspeakler ja auch niedlich. Sie sind wirklich stets bemüht lieb zu ihren Nutzern zu sein. So kam heute eine Mail zum Valentinstag in dem ich auf einen „nahen“ Geocache hingewiesen wurde, Dornröschens Tor. 43 Favoritenpunkte, sie denken ich würde ihn mögen, haben sie zumindest geschrieben.

Nun ja, woher sie wohl wissen mögen welchen Cache-Geschmack ich habe? Aber das ist schon ok, sie schauen halt welcher nahe Cache viele Favoriten hat und fertig ist die Werbung. Und wonach sollten sie auch sonst gehen? Also so weit ok.

Was ich für eine Firma die sich in der Hauptsache mit GPS, Gelände und Outdoor beschäftigt allerdings etwas dünn finde ist die „Nähe“. Klar, da wurde geschaut welcher Cache nahe an meiner Homezone liegt und viele Favoritenpunkte hat und Marketing go. Nur wurde dabei eine kleine Nebensächlichkeit übersehen, dieses kleine Flüsschen namens Elbe 😉

Der Cache liegt 13,5 km Luftlinie von mir entfernt, das ist tatsächlich scheinbar recht nahe da ich halt die Homezone schon recht leer habe. Hätten sie aber statt eines einfachen SQLs mal ihr eigenes Cache along the Route genutzt wäre ihnen vielleicht aufgefallen dass der Cache rund 40 km von mir entfernt liegt und dabei mit ca. 60 Minuten Fahrzeit, eher mehr, gerechnet werden muss. Da wären Elbtunnel und A7 sowie Stadtverkehr. Und in diesem km-/Zeit-Bereich finden sich wesentlich mehr Caches mit hoher Favoritenquote die man hätte empfehlen können.

Wie gesagt, nicht tragisch, nicht schlimm! Aber wirklich cool wäre es wohl gewesen sich etwas mehr bei der Auswahl zu bemühen. Wie gesagt, sie haben ja selber Tools im Angebot mit denen man so etwas umgehen kann. Daher fühlt man sich eben nicht gebauchpinselt sondern nimmt die Mail eher als den üblichen Marketing-Kram und hält es eher für „bemüht“ als „gut“ gemacht.

Schade, vielleicht denkt man beim nächsten mal etwas länger nach was man tut. Wobei es dann wohl eh wieder eins der unendlichen Souvenirs werden wird.

Eigentlich bin ich ja ganz froh dass man bei Groundspeak so völlig fantasielos ist, so wird wenigstens auch so schnell nichts an dem funktionierenden Spiel kaputt optimiert 😎

Höllen-Strecke