Geocaching – ruhig ist es geworden

Vielleicht liegt es auch daran dass nach nun fast 15 Jahren das Hobby bei uns nicht mehr ganz so weit vorne steht, vielleicht liegt es am zur Zeit doch sehr, sehr heißen Wetter, vielleicht liegt es an der Urlaubszeit, so richtig kann ich es gar nicht einschätzen. Und nein, ich werde mich hier nicht einreihen in die unendlichen Stimmen die meinen Geocaching wäre tot, für mich ist es eher weiter im Wandel.

Ich habe das Gefühl das die Cacher früher echte Fans waren für die Geocaching weniger eine lose Freizeitbeschäftigung war sondern ein wirkliches Hobby, mit allen Auswüchsen die dazu gehören. Also schon fast fanatische Züge was die Ausübung des Hobby betraf, überzogene Ausrüstung und auch mal heftige Auseinandersetzungen. Heute scheint mir die Mehrheit das Hobby nur noch als Animationsmöglichkeit zu nutzen, d.h. wie es gedacht ist, was daraus wird, alles nicht so wichtig. Klingt jetzt eigentlich negativer als gemeint, vielleicht ist das ja die viel bessere Sichtweise!

Auffällig ist für mich einfach dass in den Gruppen die ich in Facebook in Bezug auf Geocaching noch abonniert habe eigentlich wenig bis gar nichts mehr passiert. Und die paar Fragen und Einwürfe die da noch kommen sind eher dergestalt dass die Autoren wahrscheinlich vor 3-4 Jahren noch aus der Gruppe geprügelt worden wären 😉 Auch auf Twitter ist es ruhiger geworden obwohl das Thema Geocaching hier eher noch mal eine Rolle spielt. Zu den Podcasts kann ich wenig sagen da ich die schon länger nicht mehr höre, da fehlt also Wissen für eine Einschätzung, aber sehr viele sind es ja auch dort nicht mehr. Auf YouTube schaue ich selten und was ich da finde hat für mich eher was von Leuten die mit nassen Fingern in die Steckdose gefasst haben, also viel zu hektisch und zu oft völlig inhaltsleer. Auch die Blogs haben einen überschaubaren Content zur Zeit, da freut man sich richtig wenn JR sich mal wieder aufregt 😎

Woran mag es liegen? Bei mir selber merke ich dass mich auch die großen Aufreger in der Community langsam nicht mehr wirklich aufregen weil doch eh jeder macht was er will. Immerhin haben mittlerweile so viele Cacher so viele Punkte dass die Punkte-Jägerei sich eh kaum noch lohnt. Und Powertrails scheinen zwar immer noch das Einzige zu sein was wirklich große Mengen Cacher zieht aber auch da haben wohl nicht mehr so viele Owner Spaß dran ihre Dosen per Tennis-Kanone in die Wildnis zu schießen da der Ruhm dafür sich ja auch eher in engen Grenzen hält 😎

Events, nun ja. Wenn es nicht gerade ein wichtiges Abziehbildchen gibt scheint mir die Menge eher gleich geblieben als gestiegen?! Und sehr große Events scheinen auch nicht mehr so extremen Hype zu erzeugen. Würde mich auch nicht wundern, mittlerweile kann doch das Event eh so gut sein wie es will, es wird am Ende dann ja doch in der Luft zerrissen. Eigentlich doch gar nicht schlimm, 3 oder 4 Tage nach dem Event weiß doch eh niemand mehr wie die Namen der Owner lauten, wenn sie es überhaupt je wussten.

Bei mir kommt das Gefühl auf der Wandel geht weiter und zur Zeit wandelt sich das Hobby vom Hobby zum Verbrauchs-Amüsement. D.h. man nutzt das Angebot bis man nach kurzer Zeit keine Lust mehr hat und lässt es dann auslaufen. Ist das eigentlich schlimm? Ja und nein. Ich kann die Leute verstehen, oftmals wurde ihnen das Hobby förmlich aufgedrängt, dann ist es am Anfang spannend. Als nächstes der Versuch das Hobby noch spannender zu gestalten und noch etwas höher, weiter, schneller und dann die Erkenntnis es ist halt im Grundsatz doch nur Dosen suchen.

Vielleicht sehe ich das aber auch alles nur ganz falsch 😉 Ist mir letztlich auch egal, ich schaue mir interessiert weiter an wohin sich das Hobby so entwickelt denn bisher habe ich im Großen und Ganzen immer noch Spaß daran durch die Wälder zu streifen und Dosen zu suchen.

Der Berg rief, die Cacher kamen

Nun ist es also schon wieder Geschichte, das Event auf dem Wilseder Berg. Und schön war es, so einfach kann man es fast schon auf den Punkt bringen.

Ich kenne natürlich nicht alle Teilnehmer, aber von denen die ich kenne überraschte mich schon der eine oder andere etwas. Bereits das dritte WA kam vom Glider74 der mit Anreise aus Hannover schon nicht mehr zu den direkten Nachbar-Cachern gehörte und wen freut es nicht wenn Cacher aus vielen Ecken und Enden kommen. Nummer 7 dann hmichel777 der zwar schon vorher einiges hier oben mitgemacht hat, aber eine Anfahrt aus Ecke Frankfurt ist wohl kaum selbstverständlich. Und so ging es dann weiter, einige Cacher aus der Region, aber auch immer wieder Cacher aus diversen Regionen Deutschlands. Also ein durchaus buntes Sammelsurium und das zu einem Event das eigentlich nichts besonderes bietet außer halt die Location und den Weg dort hin, das hatte doch schon mal was.

Wir machten uns dann gegen 18.30 Uhr mit dem Poilettentapir auf dem Weg der tatsächlich dachte er wäre früh genug um Erster zu sein, tja… Den Owner vom OC-Event, den Ritter Ramon ließen wir vorerst mit seinem Schlachtroß am Parkplatz zurück damit er die weiteren Anreisenden einweisen konnte. OC ist übrigens das tote Pferd das ab und an noch ein Wiehern ausstößt 😉 Schon der Aufstieg war von Gefahren gesäumt!

wie man sieht hat mich die Angst derart zittern lassen dass das Bild recht unscharf wurde, war aber wohl eine Kobra!

Oben angekommen wartete bereits tbou auf uns. Der hatte bereits im März sein WA geloggt und saß seitdem vermutlich bereits hier oben 😎 Und dann trafen so nach und nach die anderen Teilnehmer ein und für das OC-Event gab es sogar ein Logbuch. Ok, der Name vom Poilettentapir war nur fast richtig geschrieben, ansonsten aber immerhin überhaupt ein Logbuch. Für Events hier oben ja eigentlich eher untypisch.

Dann gab es auch ein paar Geschenke für den Owner.

von der gesamt anwesenden Brockenfrühstück-Orga
die waren echt liebevoll gemacht

Aber auch für das leibliche Wohl war wieder im Überfluss gesorgt und das alles ohne jede Absprache, da staune ich auch immer wieder nicht schlecht 😎

Und ganz überraschend ließ sich auch der Yeti selber sehen der heute wahrlich reich geworden wäre hätte er für jedes Selfie einen Euro genommen!

So wurde dann auf das eigentliche Ereignis gewartet, den Sonnenuntergang gegen 21.45 Uhr.

Und der kam. Dazu hatten wir noch das Glück dass die Wolken sich zurück hielten und genug Platz ließen für ausreichend ah und oh.

Erst danach löste sich das Event dann langsam auf. Bis wir letztlich daheim waren war es Mitternacht und jede Minute hat sich gelohnt. Sollte der Poiletten-Yeti also irgendwann wieder rufen werden wir mit Sicherheit wieder folgen!

Event Wilsede naht

Jetzt ist es bald wieder so weit, ein besonderes Event naht. Bereit im März hatte ich es hier schon mal erwähnt und nun ist es bald da, wir freuen uns schon drauf. Es geht mal wieder auf den Wilseder Berg zur Yeti-Sichtung 😎 Die zulässige Grenze von 40 Leuten dürfte bereits knapp überschritten sein mit den 36 WAs, aber wollen wir erstmal schauen wer es überhaupt bis oben schafft 😉

Wir fangen schon mal an langsam alles zusammen zu tragen, passendes Bier, passende Schokolade, Nussecken und was es sonst noch so braucht für so einen schweren Aufstieg!

Warum uns das Event am Herzen liegt? Nun ja, hier ist halt ein epochaler Film entstanden

Und natürlich auch die Tatsache dass man hier mal etwas körperliche Bewegung haben muss um den Ort zu erreichen, das hat mir schon immer gefallen. Zumal man hier auch nicht wie auf manch anderem Event, das leider immer mehr verwässert, den zu dicken Hintern mit dem Zug hochbringen lassen kann. Nein, Bewegung ist hier unumgänglich. Das sorgt jedes Jahr immer wieder dafür dass fast nur gleich gesinnte Cacher hier oben aufschlagen und das mögen wir halt. Dabei halten wir uns gar nicht für besser, sondern das ist einfach nur die Variante die wir bevorzugen.

So freuen wir uns also auf ein schönes Event zu ungewöhnlicher Zeit an ungewöhnlichem Ort mit wahrscheinlich ungewöhnlichen Cachern, was will man noch mehr 😉

Giga Hamburg – Mein Eindruck von außen

Nun ist es also vorbei, das Giga in Hamburg. Das Einzige was wir live davon hatten war ein Brunchen mit den Schlemmercachern, von daher schon mal ein gelungenes Event 😉 Ansonsten haben wir es nur von außen mitbekommen, aber die Sichtweise kann ja auch mal ein anderes Licht werfen. Das meiste an Kommentaren kam über Twitter und Facebook, das eine oder andere aber auch von Teilnehmern. Aber bitte bedenken, es ist eine Sichtweise von außen und daher vermutlich eine andere als wäre man vor Ort, das ist ja gerade der Sinn dieses Artikels, ein anderer Blickwinkel.

Freitag ging es wohl etwas unruhig los da die Anmeldung nicht so richtig rund lief. Ohne jetzt Detail für Detail zu durchforsten, es dauerte halt sehr, sehr lang bis alle bedient waren was wohl an etwas unglücklicher Wegführung, nicht gepackten Tüten und unglücklicher Rechnungs-Zuordnung lag. Dinge die halt passieren, es ist und bleibt halt eine Amateur-Veranstaltung was auch gar nicht negativ zu verstehen ist. Aber es hat schon einige aufgeregt wobei die meisten es wohl doch eher gelassen hingenommen haben. Dazu kamen einige Beschwerden dass so viele gute Caches disabled wären. Übrigens einer der Gründe warum ich nicht mehr aus solche großen Events gehe, weil es da tatsächlich Cacher gibt die verwundert sind dass sehr aufwändige Caches disabled werden.

Samstag verlief es dann wohl in relativer Ruhe und die wenigen Aussagen ließen eher darauf schließen dass die Cacher im Großen und Ganzen schlicht zufrieden mit dem Event waren. Von irgendwelchen weiteren Problemen war nicht viel zu lesen.

Kurz und gut, Event ist ganz gut gelaufen und das war es dann auch. Aber wie es so ist, natürlich sucht der eine oder andere regelrecht nach etwas über dass er sich dann aufregen kann, bissige Nachrichten bringen halt mehr Klicks 😉 Und nein, damit ist niemand im Speziellen gemeint, bevor sich wieder irgendwer aufregt den ich nicht mal kenne. So wurde dann der Besuch eines Lackeys bei einem berühmten Hamburger Cache, der eigentlich disabled war, gleich mal „aufbereitet“. Mal ehrlich, den Cache noch am gleichen Tag zu loggen war sicherlich extrem dämlich, anders kann man das kaum noch nennen. Aber natürlich sind auch beim Cachen manche gleicher als andere, warum sollte das gerade in diesem Hobby nicht so sein. Und da so ein Lackey halt vom HQ selber kommt wollte man ihm hier natürlich zeigen wie toll deutsche Caches sind, auch Schwanzvergleiche sind halt genauso üblich wie in jedem anderen Hobby. Hätte der Lackey nun genug Hirn gehabt den Cache in 2-3 Wochen zu loggen wäre gar nichts los gewesen, so aber wurde natürlich wieder über alle Kanäle gekräht wie ungemein unfair das doch ist. Ok, mag sein, hat aber letztlich mit dem Event selber auch wenig zu tun.

Bleibt als Randnotiz vielleicht noch wieder der berühmte das-seba. Das ist der Mann der das erste Hamburger Mega organisierte. Ok, er tingelte zwei Wochen durch alle Podcasts, hatte angeblich das Schiff schon angemietet und dann hörte man nie wieder etwas von dem Mega dass nie abgesagt wurde aber auch nie statt fand. Der Junge ist schon so ein toller Hecht und Geschäftsmann 😎 Dieses mal hatte er Übernachtungen in der Heideresidenz angeboten. Eine Schullandheim am Arsch der Welt. Eigentlich schön gelegen, aber keine direkte Anbindung an gar nichts. Und ein oder zwei Tage vor dem Giga wurde dann alles abgesagt da er „hier beliebige Ausrede eintragen“. Auf Facebook konnte man lesen dass die Betroffenen wohl wenig begeistert waren. Ich würde mal sagen, macht um alles einen Bogen wo der Junge beteiligt ist, kommt eigentlich selten was Gutes bei raus. Mittlerweile las ich auf Facebook das wohl eine Betroffene nun Anzeige erstattet hat. Bin mal gespannt was dabei heraus kommt.

Warum der Bericht dennoch eher kurz ausgefallen ist? Zu wenig recherchiert?? Nein, es ist einfach so dass von außen nicht viel zu sehen/hören war. Damit meine ich jetzt nicht Blogs/Podcasts sondern Twitter, Facebook, bekannte Cacher, nirgends viele Aussagen.

Fazit?! Ein Event wie ein Event halt ist, kleine Holperer aber insgesamt gut gelaufen und wie fast alle Events mittlerweile in kürzester Zeit auch wieder vergessen da irgendwo das nächste Groß-Event wartet. Nicht vergessen, ist nur ein Blick von außen, ich war nicht da!

14. Walpurgis-Event

Nu ist es wieder soweit, am 30.04. findet das 14. Walpurgis-Event statt. Ich bin da ja immer etwas im Zwiespalt. Klar, das bringt viel Positives. Aber es birgt halt immer auch die Gefahr das die Gemeinden sich durch solche Aktionen auf die faule Haut legen denn meiner Meinung nach ist Müll Gemeinde-Sache. Aber wahrscheinlich überwiegt das Positive, daher möchte ich es hier auch kurz aufzeigen.

Da treffen sich eine Menge Cacher, dieses mal sind es schon wieder 62 will attends. Da wird richtig entmüllt, hilft also dem Naturschutz und auch dem Harz da es natürlich für ein Touristen-Ziel immer gut ist wenn es sauber ist. Und es gibt ein gutes Gefühl. Ach ja, als Krönung natürlich noch reichlich positive Aufmerksamkeit für das Geocaching, das stehen wir einfach mal gut da denn die Berichterstattung wird immer breiter, bin gespannt wann das erste mal die Tagesschau berichtet 😉 Aber immerhin schon mal die Welt, die eher unbedeutende Volksstimme, aber selbst das Hamburger Abendblatt hat die frohe Kunde erreicht.

Wir selber waren einmal dabei, ergab sich durch einen Zufall dass wir gerade an dem Tag in Goslar unterwegs waren. Allerdings haben wir nur das Abend-Event geschafft. Da können wir aber bestätigen dass die Stimmung wirklich klasse war, zumal die Location auch wirklich versteht mit reichlich Besuchern umzugehen.

Jeder mag es sehen wie er will, aber wir wünschen allen Cacher wieder mal viel Spaß und viel Erfolg. Bei den uns nicht ganz unbekannten Ownern kann ich mir aber auch nicht vorstellen dass dort irgendwas nicht funktioniert 😉

Event nach meinem Geschmack

Endlich mal wieder ein Event nach meinem Geschmack „Gipfelstümper: Yetis siehste nicht vorm Abendlich“. Nach dem Sonnenaufgang auf dem Brocken nun der Sonnenuntergang auf dem Wilseder Berg. Kein Giga, kein Mega, dafür klein aber fein.

Ok, der Wilseder Berg ist nicht ganz so hoch wie der Brocken, aber dafür gibt es hier wenigstens schon mal keine Möglichkeit per Bahn oder ähnlichem Kram abzukürzen. Wer mitmachen möchte der muss seinen Hintern bewegen und etwas Schweiß investieren sonst wird das nichts. Ich glaube dass ist es was es für mich ausmacht. Hier oben traf ich auf allen bisherigen Events, davon gab es ja schon einige, immer Cacher die von der Natur- und Outdoor-Seite des Hobbies begeistert sind und nicht von der Punktegeierei, also Gleichgesinnte. Selbst bei extremen Glatteis, bei stürmischen Regenwetter und ähnlichen Kapriolen hörte ich da oben auf dem Berg niemanden jaulen sondern es herrschte immer beste Stimmung.

Wer also nicht zu weit weg wohnt oder zu dem Zeitpunkt zumindest in der Nähe ist, dem möchte ich dieses Event ans Herzen legen, macht wirklich Spaß dort hin zu pilgern! Und wann hat man sonst schon die Möglichkeit mal einen Yeti zu sehen 😉

Wer das mit dem Yeti nicht so ganz versteht, siehe hier ->

Zack, Event schon wieder vorbei

Wenn man Spaß hat verfliegt die Zeit wirklich wie nichts Gutes. Freitag sind wir Mittags aufgebrochen um das Coiner-Event in Melsungen zu besuchen. Heißt jetzt nicht mehr Coin-Festival sondern Coinertreffen. Das hat wohl irgendwas mit irgendwelche Mätzchen zu tun wie sie zwischen Geocachern genau wie zwischen Coinern wohl leider üblich sind. Will ich hier auch gar nicht drauf eingehen, habe ich zu wenig Einblick. Die Hinfahrt war wirklich die Hölle! Kaum auf der Autobahn hatten wir dann 3 1/2 Stunden Wasserwand, aufgelockert durch strammen Sturm. Bis auf 50 km/h ging es teils auf der Autobahn runter weil einfach nichts mehr zu sehen war. Was bin ich froh so einen Abstands-Tempomaten zu haben, der sah den Vordermann eher als ich und bremst dann ab. Dann kommt man auf den Berg von dem aus man Kassel sehen kann und zack, nur noch ganz leichter Regen und ein wunderschöner Blick auf die Stadt. Von da war es dann auch nicht mehr weit bis Melsungen und wir waren dann auch froh im Hotel Sonnenhof angekommen zu sein. Sehr schönes Hotel übrigens dass wir durchaus empfehlen können. Ein einziger mickriger Cache war für uns auf der Fahrt findbar gewesen, der „GC7QRCR – 365 Tage auf der A7„. Und nun ja, so richtig gelohnt hat er sich eher nicht. Schnell umgezogen, die Schlemmercacher in der Stadt getroffen und schön beim Italiener zu Abend gegessen. Danach dann tot ins Bett gefallen und schon war der Freitag rum.

Der Samstag startete dann mit irgendeinem Multi und einem Earthcache die wir schon hatten und dann haben wir den GC43H49 – Fachwerkstadt Melsungen versucht. Gefunden haben wir aber nichts. Mag auch daran liegen das mein Interesse auf viel befahrenen Kreisen zu suchen eher sehr, sehr gering ist. Aber gut, solange so etwas gepublisht wird muss man halt damit leben.

Dann ging es weiter zum GC6N4VW – Cache Hunter. Da das ja ein ach so toller Cache sein sollte, 108 Favoriten-Punkte bei 16x Funden, wollte hauptsächlich ich gerne mal schauen obwohl uns ein Utensil fehlte. Aber mir ging es eher darum zu schauen was es denn nun für ein Cache ist. Und es war in etwas das was ich so befürchtet hatte. Einer dieser Caches in die wirklich sehr viel Arbeit geflossen ist, der wirklich kreativ umgesetzt ist und der für mich nur eine Frage offen lässt: Was hat das mit Geocaching zu tun? Also nicht falsch verstehen, tolle Arbeit, aber da ist nichts zu suchen, da ist keine wirklich Dose und es findet direkt neben einem Parkplatz statt auf dem einen Mengen an Muggel sehen. Dazu gab es den Hinweis dass wir uns das fehlende Tool im Laden nebenan holen könnten für den dieser Cache wohl auch kommerziell gelegt worden ist?! Ok, da wir alle keine Einmach-Glass-Gummi dabei hatten also dort nachgefragt. Und man hatte durchaus das Gefühl dass man drinnen eher genervt ob der vielen Anfragen ist. Ergibt eine neue Frage: Warum lässt man sich den dann vor die Tür legen und sich im Listing eintragen? Die Aufgabe zu lösen war dann eine große Gaudi, aber ganz klar, das macht nur als Gruppe wirklich Spaß. Somit hatten wir hier einen wirklich schönen Zeitvertreib, aber außer dass es ein Listing gibt hat das mit unserem Hobby für meinen Geschmack exakt nichts und wieder nichts zu tun.

Weiter ging es zu GC7G271 – FuLDaK. War ganz ok, warum der nun gerade noch auf Privat-Grund liegt statt 30 cm weiter davor, keine Ahnung. War aber ok und machbar, zumal wir hier auch noch ein paar Gänsen mit Nachwuchs zuschauen konnten. Es folgte GC1HBE1 – braun-town underground…Das ist ein Cache nach meinem Geschmack, der Name deutet es ja schon an 😎 Weiter ging es zu GC1EW5P – Bartenwetzerbruecke. Ich sag mal so, die Brücke ist schön 😉 Parallel hatten wir immer etwas am GC708Z0 – Agent Collin – Die Geocoins sind in Gefahr gearbeitet den wir jetzt auch noch zu Ende bringen konnten. Für meinen Geschmack etwas arg textlastig, dafür zeigt er einem viel von Melsungen, geht also völlig in Ordnung. Vor allem der recht freche Final hat uns gefallen.

Und dann ging es endlich zum eigentlichen Cache-Highlight, dem Event selber in der Stadthalle. Und es war wie vor zwei Jahren, als wäre man gar nicht weg gewesen. D.h. wieder alles perfekt organisiert, wir hatten in wenigen Sekunden unsere vorher gekauften Pins und konnten die Halle erkunden. Die üblichen Shops in überschaubarer Menge, die Bühne wie wir sie kannten inkl. Vorhang um auch leuchtende Coins zu bewundern, reichlich Sitzplätze und auch ansonsten alles so wie man sich das eigentlich nur wünschen kann. Und so war, wie schon beim letzten Mal, reichlich Zeit und Gelegenheit sich mit Cachern zu unterhalten die man sonst halt nicht jede Woche sieht und das haben wir reichlich genutzt. Es blieb auch Zeit einen schönen Ausflug in die Stadt zu machen um dort noch mal ein Cafe zu testen und der Test war sehr erfolgreich 😎 Man könnte jetzt hier in ewiges Blabla verfallen, aber das will doch keiner alles lesen. So mache ich es mal kurz: Genauso perfekt wie beim letzten Mal! Also top Orga. Und genauso freundlich aufgenommen worden wie beim letzten Mal, also top Coiner-Community! Wir haben es auch dieses mal wieder in vollen Zügen genossen.

Apropos volle Züge, ein weiteres echtes Highlight haben uns die Gründels beschert. Also der Markus und seine bessere Hälfte die Nicole! Passend zu unserem Film „Gipfelstümper“

gab es das (fast 100%) passende Bier 😎

Coinertreffen in Melsungen

Die Schlemmercacher und wir wollten uns mal wieder treffen, aber Hamburg und Stuttgart liegen ja doch etwas weiter auseinander. So wurde beschlossen sich (mal wieder) in etwa in der Mitte zu treffen. Und als Cacher ist es natürlich eine gute Idee das gleich mit einem Event zu verbinden. Da war es dann auch gar nicht nötig lange zu überlegen, GC7EWME – Coinertreffen in Melsungen hat sich bereits vor 2 Jahren als sehr geeignet erwiesen und so war der Entschluss schnell gefasst.

Natürlich interessiert es wohl kaum jemanden dass wir uns mal wieder mit den Schlemmercachern treffen wollen, darum soll es hier auch gar nicht gehen, das war nur die langatmige Einleitung um etwas über das Event zu schreiben 😎 Über das Event schreiben? Nun ja, eigentlich fast eher darüber schwärmen da es uns letztes Mal sehr gut gefallen hat.

Wir sind ja nun wahrlich keine Coiner, warum also gerade dieses Event? Das fängt schon mal damit an dass es die Strecke Hamburg – Stuttgart nahezu halbiert:

Halbe Strecke ist halbes Leid 😎

Dazu kommt die Möglichkeit auch noch einige andere Cacher-Bekanntschaften zu pflegen die ebenfalls nicht gerade vor unserer Haustür wohnen und sich dort bereits angemeldet haben, das hat schon fast was von Veteranen-Treffen 😉 Und zu guter Letzt das Event selber.

Wir waren vor 2 Jahren zum ersten mal hier, damals einfach aus Neugier und auch als Recherche für den Podcast. Am meisten interessierte uns damals die Idee Coins mit Nacht-Effekten, also z.B. nachleuchtende Coins, „in Action“ zu sehen. Die Bühne wurde dafür verdunkelt und man konnte sich dann die Leuchtvarianten anschauen. Allein dafür hätte sich der Besuch schon gelohnt, das war wirklich cool!

Nun sind wir durch unseren Besuch nicht zu Coin-Fans bekehrt worden, wohl aber zu Coin-Festival-Fans. Denn die Befürchtung hier auf lauter Freaks zu treffen und sich dabei unwohl zu fühlen löste sich in wenigen Minuten auf. Klar, eine Art von Freaks/Fans/Nerds ist hier schon ein großer Anteil der Klientel. Diese sind aber keineswegs abweisend o.ä. sondern haben uns wirklich herzlich aufgenommen. So kam immer wieder mal jemand mit seiner Sammlung vorbei, war aber überhaupt nicht pikiert wenn er merkte dass wir eigentlich gar keine Ahnung haben. Im Gegenteil, es gab jederzeit große Hilfsbereitschaft um das eine oder andere zu erklären ohne dabei in Nerd-lastige Sprache zu verfallen.

Das ganze Event war insgesamt von einer selten erlebten Gelassenheit geprägt. Es ergab sich nie das Gefühl dass hier Cacher durch die Hallen laufen die unter allen Umständen auffallen wollen wie es auf anderen großen Events eigentlich gang und gäbe ist. Im Gegenteil, es hatte schon eher was von Tee-Stube ohne langweilig zu sein. Dafür gab es nämlich viel zu viel zu sehen. Nicht nur Coins, auch Pins und Token waren reichlich zu sehen. Mir persönlich gefallen die Pins mittlerweile sogar am besten da man sie wenigstens auch mal dezent am Revers tragen kann und sie auch preislich natürlich wesentlich günstiger zu haben sind.

Im Übrigen passt das Event wirklich nahezu perfekt nach Melsungen. Die Stadt hat nämlich sehr ähnliche Attribute, sie strahlt ebenfalls eine gewisse Gelassenheit und Gemütlichkeit aus und hat uns ebenfalls gut gefallen und wäre allein schon einen erneuten Besuch wert.

Ich habe keinen Überblick über das Orga-Team, hinter dem Listing steht auf jeden Fall ElliPirelli verlinkt. Wir kennen die Gute ja nun auch schon eine Weile und sie hatte sich beim letzten Mal wirklich viel Zeit genommen uns in die Welt der Coins einzuführen, auch etwas das wirklich spannend war. Vor zwei Jahren hat die Orga auf jeden Fall sehr gute Arbeit gemacht, unauffällig im Hintergrund wirbelnd sorgte sie für einen perfekten, entspannten, gemütlichen Tag mit vielen Coins, Token und Pins.

Stand heute sind rund 100 Cacher angemeldet, bis zum 16.03. ist ja noch etwas Zeit und wie man weiß kommen ja oft kurz vor Tore-Schluss noch etliche Anmeldung hinzu. Es gibt natürlich auch Coins speziell für das Event, beim Coin-Dealer.

Fazit?! Hin da, lohnt auf jeden Fall! Und man kann dieses Event auch bedenkenlos als Nicht-Coiner besuchen. Wir freuen uns auf jeden Fall dort mal wieder eine schönes Wochenende zu verbringen.