Zack, Event schon wieder vorbei

Wenn man Spaß hat verfliegt die Zeit wirklich wie nichts Gutes. Freitag sind wir Mittags aufgebrochen um das Coiner-Event in Melsungen zu besuchen. Heißt jetzt nicht mehr Coin-Festival sondern Coinertreffen. Das hat wohl irgendwas mit irgendwelche Mätzchen zu tun wie sie zwischen Geocachern genau wie zwischen Coinern wohl leider üblich sind. Will ich hier auch gar nicht drauf eingehen, habe ich zu wenig Einblick. Die Hinfahrt war wirklich die Hölle! Kaum auf der Autobahn hatten wir dann 3 1/2 Stunden Wasserwand, aufgelockert durch strammen Sturm. Bis auf 50 km/h ging es teils auf der Autobahn runter weil einfach nichts mehr zu sehen war. Was bin ich froh so einen Abstands-Tempomaten zu haben, der sah den Vordermann eher als ich und bremst dann ab. Dann kommt man auf den Berg von dem aus man Kassel sehen kann und zack, nur noch ganz leichter Regen und ein wunderschöner Blick auf die Stadt. Von da war es dann auch nicht mehr weit bis Melsungen und wir waren dann auch froh im Hotel Sonnenhof angekommen zu sein. Sehr schönes Hotel übrigens dass wir durchaus empfehlen können. Ein einziger mickriger Cache war für uns auf der Fahrt findbar gewesen, der „GC7QRCR – 365 Tage auf der A7„. Und nun ja, so richtig gelohnt hat er sich eher nicht. Schnell umgezogen, die Schlemmercacher in der Stadt getroffen und schön beim Italiener zu Abend gegessen. Danach dann tot ins Bett gefallen und schon war der Freitag rum.

Der Samstag startete dann mit irgendeinem Multi und einem Earthcache die wir schon hatten und dann haben wir den GC43H49 – Fachwerkstadt Melsungen versucht. Gefunden haben wir aber nichts. Mag auch daran liegen das mein Interesse auf viel befahrenen Kreisen zu suchen eher sehr, sehr gering ist. Aber gut, solange so etwas gepublisht wird muss man halt damit leben.

Dann ging es weiter zum GC6N4VW – Cache Hunter. Da das ja ein ach so toller Cache sein sollte, 108 Favoriten-Punkte bei 16x Funden, wollte hauptsächlich ich gerne mal schauen obwohl uns ein Utensil fehlte. Aber mir ging es eher darum zu schauen was es denn nun für ein Cache ist. Und es war in etwas das was ich so befürchtet hatte. Einer dieser Caches in die wirklich sehr viel Arbeit geflossen ist, der wirklich kreativ umgesetzt ist und der für mich nur eine Frage offen lässt: Was hat das mit Geocaching zu tun? Also nicht falsch verstehen, tolle Arbeit, aber da ist nichts zu suchen, da ist keine wirklich Dose und es findet direkt neben einem Parkplatz statt auf dem einen Mengen an Muggel sehen. Dazu gab es den Hinweis dass wir uns das fehlende Tool im Laden nebenan holen könnten für den dieser Cache wohl auch kommerziell gelegt worden ist?! Ok, da wir alle keine Einmach-Glass-Gummi dabei hatten also dort nachgefragt. Und man hatte durchaus das Gefühl dass man drinnen eher genervt ob der vielen Anfragen ist. Ergibt eine neue Frage: Warum lässt man sich den dann vor die Tür legen und sich im Listing eintragen? Die Aufgabe zu lösen war dann eine große Gaudi, aber ganz klar, das macht nur als Gruppe wirklich Spaß. Somit hatten wir hier einen wirklich schönen Zeitvertreib, aber außer dass es ein Listing gibt hat das mit unserem Hobby für meinen Geschmack exakt nichts und wieder nichts zu tun.

Weiter ging es zu GC7G271 – FuLDaK. War ganz ok, warum der nun gerade noch auf Privat-Grund liegt statt 30 cm weiter davor, keine Ahnung. War aber ok und machbar, zumal wir hier auch noch ein paar Gänsen mit Nachwuchs zuschauen konnten. Es folgte GC1HBE1 – braun-town underground…Das ist ein Cache nach meinem Geschmack, der Name deutet es ja schon an 😎 Weiter ging es zu GC1EW5P – Bartenwetzerbruecke. Ich sag mal so, die Brücke ist schön 😉 Parallel hatten wir immer etwas am GC708Z0 – Agent Collin – Die Geocoins sind in Gefahr gearbeitet den wir jetzt auch noch zu Ende bringen konnten. Für meinen Geschmack etwas arg textlastig, dafür zeigt er einem viel von Melsungen, geht also völlig in Ordnung. Vor allem der recht freche Final hat uns gefallen.

Und dann ging es endlich zum eigentlichen Cache-Highlight, dem Event selber in der Stadthalle. Und es war wie vor zwei Jahren, als wäre man gar nicht weg gewesen. D.h. wieder alles perfekt organisiert, wir hatten in wenigen Sekunden unsere vorher gekauften Pins und konnten die Halle erkunden. Die üblichen Shops in überschaubarer Menge, die Bühne wie wir sie kannten inkl. Vorhang um auch leuchtende Coins zu bewundern, reichlich Sitzplätze und auch ansonsten alles so wie man sich das eigentlich nur wünschen kann. Und so war, wie schon beim letzten Mal, reichlich Zeit und Gelegenheit sich mit Cachern zu unterhalten die man sonst halt nicht jede Woche sieht und das haben wir reichlich genutzt. Es blieb auch Zeit einen schönen Ausflug in die Stadt zu machen um dort noch mal ein Cafe zu testen und der Test war sehr erfolgreich 😎 Man könnte jetzt hier in ewiges Blabla verfallen, aber das will doch keiner alles lesen. So mache ich es mal kurz: Genauso perfekt wie beim letzten Mal! Also top Orga. Und genauso freundlich aufgenommen worden wie beim letzten Mal, also top Coiner-Community! Wir haben es auch dieses mal wieder in vollen Zügen genossen.

Apropos volle Züge, ein weiteres echtes Highlight haben uns die Gründels beschert. Also der Markus und seine bessere Hälfte die Nicole! Passend zu unserem Film „Gipfelstümper“

gab es das (fast 100%) passende Bier 😎

Schneverdingen – GC3MZ5J – Der Schatz der 7 Geißlein

Endlich mal wieder trocken, dazu soll es bis zu 12°C werden, d.h. raus – cachen 😎

Eigentlich wollte ich mit dem Motorrad los aber morgens zeigte das Thermometer noch satte -1°C an, da war dann doch das Auto die erste Wahl. Nachdem die Standheizung mir die Scheiben vom Eis befreit hatte konnte es los gehen. Und als Ziel hatte ich mir einen interessanten Multi nahe Schneverdingen rausgesucht, den GC3MZ5J – Der Schatz der 7 Geißlein. Den konnte man durch ein paar nahe gelegene Tradis wie z.B. GC46ZEC – Wegesrandcache 5 und andere aus der Reihe ergänzen, passte also ganz gut.

Vorab ein paar Worte zu den Tradis drum herum. Die waren ganz ok um die Runde so zu erweitern dass ich auf 7-8 km komme, die 1,5 km des Multis waren mir einfach zu wenig für so einen schönen Cache-Tag. Die Tradis waren absolut ok. Man hatte das Gefühl es handelte sich um ehemals höherwertige Caches die nach vielen Jahren nicht mehr ganz so perfekt gepflegt werden wie es mal war. Erkennt man auch daran dass einige Zahlen in der Nummerierung bereits fehlen. Dennoch sind sie in einem Zustand der noch Freude aufkommen lässt, also sehr gute Ergänzung!

Aber auch wenn ich mittlerweile immer eher verstehe warum manche Cacher nur noch Tradis machen liegen mir Multis immer noch am Herzen. Klar, das Risiko ist immer da viel Zeit zu investieren und am Ende den Final nicht zu finden, wäre mir heute auch fast wieder passiert. Vielleicht ist es aber auch gut, entgegen dem Zeitgeist von Vollkasko-Mentalität und Fund-Garantie, ab und an mal eine Enttäuschung zu erleben?!

Der Cache hat passender weise 7 Stationen und den Final. Ab Station 2 bis Station 6 müssen Fragen zum Märchen beantwortet werden, 3 Antworten sind dabei vorgegeben, d.h. selbst wenn man keine Ahnung hat und kein Internet könnte man den Cache sogar per Brute-Force erledigen. Und das wäre nicht mal so wirklich schlimm, ist eine schöne Umgebung zwischen Wald und Feldern und erstaunlich wenig Hundemuggel und Rentner sind unterwegs. Wer aber Internet dabei hat kann die Fragen zügig über die Suchmaschine seiner Wahl beantworten. Wenn ich das hin bekomme ist das immer ein gutes Zeichen 😉

So fräste ich mich also durch die Stationen die im übrigen auch immer gut aber fair versteckt waren, nötigenfalls waren die Hints tatsächlich mal ausreichend. Leider war das bei Station 7 nicht der Fall. Hier gibt es eine Frage zu Verwandtschaftsverhältnissen und ich kann mit Begriffen wie Tante, Cousine u.ä. tatsächlich nix anfangen, die sind mir wirklich völlig fremd. Aber der „normale“ Cacher wird die Frage dennoch beantworten können, mein erster Gedanke war auch der richtige wie ich später feststellen durfte. Abgesehen davon gibt ja auch hier nur 3 Möglichkeiten die wenige 100 Meter auseinander liegen. Eine Lösung passt gar nicht, eine weiter könnte gerade so passen liegt aber zu sehr auf einem Weg und somit passt die letzte dann am besten.

Der Final ist dann wieder nicht ganz einfach aber dennoch fair versteckt, durchaus findbar. Obwohl ich mir auch hier einen Hint wünschen würde. Nicht weil ich ihn benötigt hätte sondern ich finde Hints die dafür sorgen dass ich einen Cache am Ende auch wirklich finde einfach gut, da bin ich schon fast Fan! Tut doch letztlich niemandem einen Abbruch und verhindert sinnlosen Frust. Vielleicht sollte man sogar mal eine Kampagne für Hints starten, aber das ist dann wieder ein anderer Blog-Eintrag 😎

Fazit: Der Cache lohnt sich für mich auf jeden Fall, jedenfalls für diejenigen die es old style mögen, also kein Firlefanz sondern ein schöner Marsch in schöner Umgebung, findbare Verstecke und ein schöner Final. Dazu ein Thema das sich durch den Cache zieht und sehr schön umgesetzt ist.

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