Neues von den Adventure Labs: Zuordnung von Themenkategorien

Am 8. März ist die aktualisierte Version 1.3.24 von der Adventure Lab App erschienen. Ab dieser Version ist es möglich, dass den Adventures zugeordnete Themen angezeigt werden. Die Adventure Lab Owner haben dazu vor zwei Tagen eine Vorabinfo per Email von Groudspeak erhalten.

Im vergangenen Jahr hatte Groundspeak eine Umfrage gestartet, welche Themenvorschläge von den Spielenden gewünscht wurden. Jetzt stehen 31 verschiedene Themengebiete zur Auswahl, von denen bis zu drei einem Adventure zugeordnet werden können. Ob die jetzt zur Verfügung stehenden Kategorien die am häufigsten aus der Community gewünschten waren, bleibt das Geheimnis von Groundspeak

Wer mögliche Themen zuordnen möchte, der kann sein Adventure im Adventure Lab Builder bearbeiten. Dort gibt es jetzt einen Bereich zur Themenauswahl. Einfach die gewünschten Kategorien auswählen und am Ende mit dem Button „Update Adventure“ speichern.

Bis zu drei Themen können einem Adventure zugeordnet werden
(Bild aus dem Adventure Lab Builder)
In der App werden die gewählten Themen anschließend angezeigt
(Bild aus der Adventure Lab App)

Aktuell kann in der App nicht nach den Themen gefiltert werden. Dieses ist aber wohl in späteren Versionen vorgesehen, wenn in genügend Adventures Kategorisierungen vorgenommen wurden.

Ob diese Kategorisierungen sinnvoll sind, mag jeder für sich selbst entscheiden. Wie viele wohl in der Kategorie „Sonstige“ eingeordnet werden? Hilfreich könnte es werden, wenn wirklich danach gefiltert werden kann. Dann könnten bei Städtereisen, in denen es viele Adventures gibt, die Labs ausgewählt werden, die einen persönlich thematisch am meisten interessieren.

Sind Eure Lieblingsthemen dabei? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Recherchequelle:
https://forums.geocaching.com/GC/index.php?/topic/371079-release-notes-adventure-lab%C2%AE-adding-themes-to-adventures-march-8-2022/


Adventure Labs – Auf der Suche nach der (richtigen) Zeit (-dauer)

In den letzten Podcast-Folgen kam die Frage auf, wie die in der App angegebene Zeitdauer für die Adventure Labs zustande kommen. Ich habe mich dazu einmal auf Spurensuche begeben und versuche etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Zunächst einmal gibt es in der Adventure Lab App sechs verschiedene Zeitfenster, in die die Adventures eingeordnet werden. Folgende Werte für die Dauer sind möglich

0-30 Minuten
31-45 Minuten
46-60 Minuten
61-90 Minuten
91-120 Minuten
120+ Minuten

Warum zwei Zeitfenster genau 15 Minuten lang sind und alle anderen 30 Minuten bleibt das Geheimnis von Groundspeak.

Wenn ein Adventure neu online gestellt wird, ist übrigens noch gar keine Zeit angegeben. Als Adventure Lab-Ersteller hat man hierauf keinen Zugriff und kann keine Zeitdauer vorgeben.

Stellen wir uns einmal folgendes Szenario vor:
Ein Spieler hat einen Adventure Lab Credit erhalten und sich einen Stadtrundgang überlegt, mit dem er die Besucher zu fünf historischen Gebäuden in seiner Stadt locken möchte. Er überlegt sich Fragen für die fünf Stationen, eine vorgegebene Reihenfolge für die Stationen möchte er nicht festlegen. Beim Abgehen der Stationen zu Fuß hat er im Voraus seine Zeit gemessen und festgestellt, dass es knapp eine Stunde dauert. Somit müsste seiner Einschätzung nach am Ende eine Zeitangabe von 46-60 Minuten in der App zu erwarten sein. Er setzt sein Adventure online. Es ist keine Zeitangabe zu sehen.

Alle neuen Adventures sind mit einem Stern in dem Marker auf der Karte in der App zu sehen. Dieser Stern bleibt übrigens für 30 Tage sichtbar. Danach gilt ein Adventure nicht mehr als „neu“.

Der Stern-Marker für neue Labs ist 30 Tage sichtbar
(Bild aus der Adventure Lab App)

Ein Spieler bemerkt das neue Adventure Lab in seiner Stadt. Er schnappt sich sein Fahrrad und fährt die einzelnen Punkte an und beantwortet die Fragen. Nach 28 Minuten hat er das Adventure als Erster abgeschlossen. In der App bleibt es bei keiner Zeitangabe.

Jetzt spielt der zweite Ortsansässige das neue Adventure. Auch er ist mit seinem Fahrrad schneller als zu Fuß. Seine gemessene Zeit sind jetzt z.B. 29 Minuten. Weiterhin ist keine Zeitdauer in der App zu sehen.

Eine weitere Spielerin bemerkt das Adventure. Sie ist in der Stadt unterwegs und spielt die einzelnen Stationen bei ihrem Einkaufsbummel. So kommt bei ihr am Ende eine Zeit von 150 Minuten heraus bis sie die letzte Frage beantwortet hat. In der App ist auch danach noch keine Zeitangabe zu sehen.

Der vierte Spieler ist wieder ein Radfahrer. Hier nehmen wir mal eine Zeit von 27 Minuten an, bis er das Adventure abgeschlossen ist. Es bleibt auch nach diesem Spieler bei keiner Zeitangabe in der App.

Der fünfte Spieler bemerkt das Adventure nachdem er abends nach Hause gekommen ist. Zwei Stationen sind in seiner unmittelbaren Nähe und die besucht er noch am Abend. Die restlichen Stationen spielt er am nächsten Tag. So ergibt sich bei ihm eine Zeit von z.B. 14 Stunden also 840 Minuten.

Jetzt haben also fünf Personen das Adventure komplett gespielt und es kommt zu der ersten Zeitangabe in der App.

Was erwarten wir jetzt bei den gespielten Zeiten von 27, 28, 29, 150 und 840 Minuten bei fünf
Personen
? Die Gesamtspielzeit aller fünf Personen sind 1074 Minuten, also im Durchschnitt 214,8 Minuten.

Erscheint jetzt in der App die Zeitangabe 120+ ?

Nein. Überraschenderweise wird die App das Zeitfenster 0-30 Minuten anzeigen.

Wie kommt es dazu?
Der Berechnungsalgorithmus wertet den mittleren Wert aller Zeiten aus. D. h. in diesem Fall ist
in der sortierten Liste der Zeiten (27, 28, 29, 150, 840) der Wert in der Mitte 29 Minuten, welcher natürlich in das Zeitfenster 0-30 Minuten gehört.

Spielen jetzt zwei weitere Touristen das Adventure, die bei ihrem Stadtrundgang die Stationen
ablaufen und nebenbei noch Essen gehen und Shoppen und beide am Ende jeweils 130 Minuten benötigen, springt die Zeitangabe von bisher 0-30 Minuten auf 120+ Minuten, denn der neue mittlere Wert der neuen Zeitenliste (27, 28, 29, 130, 130, 150, 840) ist jetzt 130 Minuten.

Dieses Beispiel ist natürlich etwas extrem. Aber je mehr Personen das Adventure Lab spielen so realistischer sollte also die Zeitangabe werden.

Also einmal kurz zusammengefasst:

  • Ein neues Adventure ist für 30 Tage mit dem Sternchen-Marker versehen
  • Es müssen mindestens fünf Personen einen Adventure abgeschlossen haben, bis eine Zeitangabe zu sehen ist
  • Die auschlaggebende Zeit für die angezeigte Dauer ist der mittlere Wert in der sortierten Zeitenliste

Falls es Euch übrigens noch nicht aufgefallen sein sollte, es ist in der Adventure Lab App vor ein paar Tagen mit der Version 1.3.21 ein neuer Filter hinzugekommen. Jetzt kann man sich dort z.B. nur alle Adventures anzeigen lassen, die nicht in Reihenfolge gespielt werden müssen.

Mit dem rot umrandeten Button kommt man zu den neuen Filtereinstellungen
(Bild aus der Adventure Lab App)
Mit dem neuen Filtereinstellungen können z.B. Adventures ausgeblendet werden, die in Reihenfolge zu spielen sind
(Bild aus der Adventure Lab App)

In späteren Versionen sollen noch weitere Filtermöglichkeiten nach „Neuen Adventures“ oder nach Zeitdauer hinzukommen.

Damit kann ich meine Zeit jetzt anderen Aktivitäten widmen und wieder Geocaches suchen und
Advenure Labs spielen ☺.

Viele Grüße
Sorglos02

Recherchequellen:
https://forums.geocaching.com/GC/index.php?/topic/367819-release-notes-adventure-lab%C2%AE-app-time-to-complete-adventuresnovember-19-2021/
https://forums.geocaching.com/GC/index.php?/topic/370438-release-notes-adventure-lab%C2%AE-app-filters-february-15-2022/

Komoot und ein Reminder

Den Reminder vielleicht gleich vorweg, nächste Woche ist es wieder mal so weit. Die größten, coolsten und schönsten Podcaster überhaupt vermelden, was es in der Szene neues gibt. Ach ja, und wir machen auch wieder einen Podcast. Am 29.04.2021 um 20.00 Uhr geht es wieder mal Live in der PodWG zur Sache, Themen haben sich einige angesammelt und wir erwarten natürlich einen regen Chat.

Aber heute soll es ja eher mal um Komoot gehen. Ich benutze die App jetzt seit 23.08.2020. Da habe ich sie 2-3 mal ausprobiert, sowohl zum Wandern als auch zum Radfahren und war schon recht angetan. Im folgenden Frankreich-Urlaub haben wir sie dann gleich mal richtig intensiv getestet und sind dabei geblieben.

Mittlerweile sind es rund 90 Touren die wir aufgezeichnet haben, Wanderungen, Spaziergänge und Fahrrad-Touren und wir hatten nicht einen wirklichen Absturz dabei. Die App läuft wirklich unglaublich stabil vor sich hin.

Warum wir dabei geblieben sind? Weil sie so einfach ist. Wir nutzen die App eigentlich wohl eher untypisch. So machen wir damit keinerlei Tourenplanung, das geht mir in Locus Map einfacher von der Hand. Und die vorgeschlagenen Touren auf Komoot sind auch eher so lala.

Vor allem die Highlights verkommen so langsam, weil es dafür sinnlose Punkte gibt und einige natürlich mal wieder alles zum Highlight erklären und sei es ein Dixi-Klo.

Aber das Aufzeichnen von Touren, das geht wirklich gut. Am Start kurz auf Aufnahme, dann unterwegs nichts weiter beachten und am Ende der Tour stoppen. Dann unterwegs gemachte Bilder ggf. freigeben und dann erstellt die App einem einen kleinen Tour-Bericht als Video, Heike liebt die Videos. Und man hat eine schöne Übersicht über die Touren, die man so gemacht hat.

Klingt etwas schmal? Ist es auch, aber gerade das macht es mir sympathisch. Klar, ich könnte auch in Locus aufzeichnen aber da wären dann die Bilder nicht so einfach dabei und auch kein Video am Ende und auch keine automatische Übersicht über alle Touren.

Kurz und gut, wer ein Tool sucht mit dem man einfach und vor allem sehr stabil beim Cachen die Touren mitschneiden kann, sollte sich Komoot mal anschauen, kostet ja erstmal nichts. Interessant vielleicht die Offline-Karten, kosten einmalig 30 Euro, werden aber auch immer mal günstiger angeboten. Die Premium-Funktion lohnt wohl für fast niemanden. Und es ist auch kein „Zwangs“-soziales Netzwerk, d.h. die Macher wollen das auch gar nicht, was ich persönlich sehr angenehm finde, denn so kann man dort in Ruhe vor sich hin werkeln wie man eben möchte.

Locus 4 ist da, lasst es vorerst „da“

Ja, nun ist es auf dem Markt, Locus Map 4. Ohne Abo eher so unteres „Mittel“, da muss man schon Silber oder Gold Abo abschließen. Das wird viele abschrecken. Mich offen gestanden nicht. Das Problem ist einfach, wie soll sich eine „einmal Bezahlen“ Software länger als 2-3 Jahre halten, wenn irgendwann kaum noch neue Käufer dazu kommen, der Bestand aber Pflege erwartet?! Aber das ist eine Diskussion, die passt hier nicht so wirklich rein.

Auf jeden Fall habe ich mir die App gleich installiert und das Gold-Abo abgeschlossen. Kostet im Moment noch 12 Euro für ein Jahr, danach dann „Normal“-Preis wohl 24 Euro. Kann ich mit Leben, wir nutzen Locus nicht nur für das Geocaching und wenn die Software dafür regelmäßig gepflegt wird finde ich das angemessen.

Bisher habe ich sozusagen nur im Büro getestet. Es gibt durchaus

Licht

  • Ein altes Backup konnte ich problemlos einspielen
  • Die Oberfläche wirkt modern
  • Insgesamt kann man ohne Eingewöhnung loslegen und weiter nutzen
  • Plug-Ins laufen sofort problemlos weiter so weit ich welche nutze
  • es gibt ein paar durchaus gute LoMaps-Karten kostenlos dazu
  • OneDrive geht endlich vernünftig und wird dadurch erst richtig nutzbar bei GPX-Import
  • Routen können auf einen WebApp angelegt werden

aber auch (zu viel) Schatten

  • Backup wurde zwar angenommen aber die Einstellungen waren nicht alle übernommen
  • Modern wirkt die Oberfläche, ich fand die vorherige aber intuitiver
  • Die Apps sind zu verzahnt, zerlegt man etwas in der neuen Version ist die alten auch betroffen
  • Backup-Sync zerlegte bei mir Punkte und Tracks, bisher völliger Murks
  • Die WebApp-Routen-Anwendung ist nicht rudimentär, die ist einfach nur Müll. Da kann ich dann Routen anlegen aber ohne meine Punkte, großartig sinnlose Variante
Die Karten sind ok.
Die Oberfläche, na ja.

Backup-Sync war etwas auf das ich mich richtig gefreut hatte da ich dann nicht mehr in Handy UND Tablet GPXe pappen muss. Und dann habe ich es angeworfen. Auf dem Tablet läuft es sehr lange und danach waren alle Punkte und Tracks weg, dafür immerhin zwei Tracks da die ich in der Web-App mal testweise angelegt habe. Auf dem Handy bleibt er bei 1% stehen und zwar länger als 30 Minuten, dann habe ich abgebrochen. Er hat dann zwar nichts synchronisiert aber schon mal brav die Punkte und Tracks gelöscht…

Ich will gar nicht nur darauf herumhacken, ich bin überzeugt auch diese Locus-Version wird ihren Weg machen. Nur im Moment bringt sie schlicht nichts und wieder nichts. Also ich würde empfehlen noch ein paar Updates abzuwarten bis die Funktionen, die dazu gekommen sind wenigstens annähernd funktionieren und sinnvoll nutzbar sind.

und so bearbeitet er in einer Woche wahrscheinlich immer noch auf dem Handy

OSM Unterstützungs-App

Nachdem wir über den Telegram-Kanal darauf kamen und es im letzten Podcast auch schon mal kurz angerissen haben kam ich jetzt über einen Kommentar zu einer Android-App im Play Store, die dabei hilft OSM zu unterstützen. Und das dem ersten Eindruck nach auch noch recht einfach. Es ist die App OSM-Tracker.

Mit 4 Sternen schon mal gut bewertet. Sollte man aber auch immer mit etwas Vorsicht genießen, oft nutzen halt nur Fans solche Apps und bewerten sie dann etwas optimistisch. Aber egal, mal sehen, was das so ist.

Schnell mal installiert, ist ja kostenlos. Gestartet und nun ja, für meinen Geschmack etwas arg „einfach“ gehalten. Irgendwas erinnert mich da an die Startseite von opencaching.de. Im Ernst, etwas „hübscher“ wäre nun wirklich nicht verkehrt.

Auch die weiteren Seiten sind, ähm, öhm, sagen wir mal ablenkungsfrei gestaltet.

Auch nach einer Tour bricht die App nicht unmittelbar in Party-Stimmung aus.

Aber das Wichtigste ist wohl auch eher das sie funktioniert. So soll sie die gesamte Wanderung mit tracken und man kann ggf. überall noch Informationen eintragen und das ist ja wohl der Kern der Sache. Also auf zum Cachen. Wie immer läuft bei mir Locus für das Cachen und im Hintergrund läuft Komoot mit, um die Tour aufzuzeichnen und nun eben auch noch diese App. Etwa 10 Minuten funktionierte das ganz gut und ich fügte über die App auf der Tour 2-3 Bilder hinzu. Tja und dann stürzte die App beim Aufruf ab. Ein Neustart führte dazu, dass der bisherige Track gespeichert war und ich einen neuen hätte starten müssen. Und da habe ich vorerst abgebrochen, das ist so eine Stabilität, mit der ich nicht so um kann. Ich werde das sicherlich noch mal weiter testen, aber das kann etwas dauern.

Kurz und gut, die Idee überzeugt mich absolut, Umsetzung und Praxis nicht so richtig. Aber ich wollte sie dennoch mal hier verarbeiten, weil sie für Leute die OSM unterstützen wollen sicherlich schon mal ein guter Anfang ist und vielleicht läuft sie bei anderen ja auch stabiler als bei mir.

Update, siehe auch Kommentare: Wer es genau wissen will schaue mal hier!