Rother oder was, Wanderungen finden

Vor unserem Kreta-Urlaub hatten wir natürlich auch mal geschaut welche Wandervorschläge es hier denn so gibt, Geocaching ist uns auf der Insel qualitativ zu schwach um da wirklich gut weiter zu helfen. Und da stößt man natürlich unter anderem immer auf Rother. Wir hatten vor Jahren schon mal ein Buch von denen für die Azoren gekauft und die Erfahrungen waren da eher nicht so richtig gut. So gab es z.B. eine mittelschwer eingestufte Wanderung bei der wir irgendwann abbrachen weil es lebensgefährlich wurde. Weder Beschreibung noch Einstufung wurde dem gerecht was uns vor Ort erwartete. Andere Wanderungen passten wiederum so einigermaßen, waren aber auch nur bedingt überzeugend. Aber erstaunlich viele schwören auf die Touren von Rother, so entschlossen wir uns wieder mal ein Buch, dieses mal also Kreta, zu kaufen. Auch die downloadbaren GPX-Dateien sind natürlich eine gute Sache. Allerdings hatten wie auch bei anderen Seiten geschaut, u.a. Outdooractive. Das waren auch die einzigen wo wir überhaupt noch etwas brauchbares gefunden haben, der Rest lockte mit Kleinkram und wollte dann gleich so richtig viele Euros für mehr.

Wie der Zufall so spielt ergab sich nun auf Kreta die Möglichkeit eines Vergleichs zwischen Geocaching, Rother und Outdooractive, die Myli-Schlucht. Denn hier gibt es Caches, eine Tour von Rother und eine von Outdooractive.

Geocaching können wir recht zügig abhaken. 3 Caches, davon konnten wir einen nicht finden. Die Qualität der Dosen auf Kreta ist allgemein eher bescheiden, das soll hier aber nicht Thema sein. Die 3 Dosen zeigen einem drei Orte an die man eh gekommen wäre selbst wenn man die Wanderroute die vor Ort angeschlagen ist genommen hätte. Oder anders gesagt, Geocaching hätte einem hier wenig gezeigt und viel verpassen lassen. Das haben wir im Gegensatz zu anderen Ländern in Kreta schon öfter festgestellt.

Rother hat hier die Tour 37 ausgeworfen. In den Anforderungen spricht man hier von gut ausgetretenen Pfaden und Spaziergang. Dann wird der 4,8 km lange Weg beschrieben und am Ende darauf verwiesen ein Taxi zu nehmen wenn man nicht den gleichen Weg zurück gehen möchte. Eine der schönsten, versteckt gelegenen Kirchen wird dabei auf dem Track komplett ignoriert. Die vielen Brücken die seltsamerweise oft nur einen Aufgang haben und auf der anderen Seite einfach in der Luft enden werden auch nicht erwähnt… Bei uns war es so dass wir am Ende der Wanderung festgestellt haben das Trekking-Stiefel angebrachter gewesen wären als Wanderstiefel da der Untergrund doch teils recht anstrengend war.

Der GPX-Track von Outdooractive war sehr ähnlich dem von Rother, hatte aber zwei entscheidende Unterschiede. Zum einen wurde eine kleine sehr versteckte Kirche mit angelaufen die man durchaus als kleines Highlight der Wanderung sehen konnte. Zum anderen war es als Rundweg angelegt, d.h. dort wo Rother endete ging es hier weiter und parallel zur Schlucht zurück. Eine teils anstrengende Strecke durch mangelnden Schatten aber dennoch durchaus laufenswert mit ebenfalls 2 sehr schönen Kirchen und einigen schönen Aussichten. Die Beschreibung hier wesentlich umfangreicher und auch passender zu dem erlebten.

Fazit?! Geocaching bleibt für uns immer eine Möglichkeit für Entdeckungen, nur eben nicht so sehr auf Kreta. Rother Versuch 2 genauso mau wie Versuch 1, wahrscheinlich kein Versuch 3 mehr. Outdooractive werden wir im Blick behalten, die haben hier wirklich ganze Arbeit abgeliefert, toller Track mit passender Beschreibung, so sollte es doch eigentlich sein.

Kreta, wir kommen 8-)

Eigentlich hat der Artikel keine Aussage, ich freue mich einfach nur so gewaltig auf den Urlaub dass ich hier mal davon schreiben muss 😉

Puh, dieses Jahr war wirklich, wirklich anstrengend. Ernste Erkrankungen in der Familie (Schwiegermama und mein Papa) hielten uns wirklich in Bewegung. Dazu eine neue Arbeit für Heike und meine Firma zog von einem Laborgebäude in ein anderes um und erlitt gleichzeitig Konzern-weit eine Viren-Attacke die sich so richtig gewaschen hatte. Und der gesamte Konzern verfiel in recht unprofessionellen Aktionismus und statt den Druck zu mindern wurde er noch mal so richtig aufgeblasen. Dazu noch ein paar Problemchen bei den Immobilien und so war das Jahr wirklich recht stressig. Klar, da hilft eine 3-Tage-Arbeitswoche schon sehr, aber dennoch ist man irgendwann einfach erledigt und fix und fertig. Bei mir ist es definitiv zur Zeit so und Heike ist auch recht platt.

Und jetzt ist es endlich so weit, 2 Wochen Kreta, Abflug am 28.08.2019, ein Träumchen. Ach ja, man soll so etwas ja nicht verbloggen von wegen Einbrecher und so. Aber mit Mama und Papa auf dem gleichen Hof, guten Nachbarn und einer recht tauglichen Alarmanlage sind wir da eigentlich ganz gut abgesichert auch wenn man sicherlich nie ganz sicher sein kann. Aber Einbrecher werden enttäuscht sein denn eigentlich haben wir nichts wirklich Wertvolles im Haus, Heike hat kaum Schmuck und ein Laufband bekommt man schlecht vom Hof 😎

Letztes mal waren wir Anfang Juni auf Kreta und trotz bereits recht warmen Wetters haben wir uns irgendwie gleich in die Insel verliebt, ich noch mehr als Heike. Zumal wir in den Bergen waren und dort zu der Zeit weit und breit die einzigen Touristen. Von Strand bis Gebirge ist hier wahrlich alles geboten, ein Traum. Und auch die Kreter haben wir schnell ins Herz geschlossen, die sind einfach nette Menschen und der gesamte Lebensrhythmus ist hier doch ein anderer.

Wir werden uns auch dieses mal wieder treiben lassen. D.h. wir werden unsere Ferienwohnung beziehen und dann täglich mit dem Leihwagen auf Tour gehen. D.h. wenn das mit dem Leihwagen klappt, wir haben dieses mal ein wenig Abenteuer gewagt und einen griechischen Verleiher genommen statt eines Etablierten. Und dann wird wieder gewandert bis die Füsse qualmen!

Also, macht es zwei Wochen gut, wir sind dann mal in Urlaub 😎

2 Jahre Wandernadel – Erfahrungen

Die Zeit verfliegt, wie ich letzt sah haben wir am 04.08.2017 unseren ersten Wandernadel-Stempel geholt. Es war die Stempelstelle 207 – Mausoleum. Und das Konzept hat uns vom Start weg überzeugt und begeistert. Hier ist schon mal der Weg das Ziel und sehr, sehr häufig steht die Stempelstelle dann auch noch an unglaublich schönen Stellen die man sonst wohl nie gefunden hätte. Dazu gibt es kein großes Gesuche, die Stempelstellen sind gut und schnell zu erkennen. Außer vielleicht im Winter auf dem Brocken, da haben wir die Erfahrung gesammelt dass so eine Stempelstelle durchaus mal unter meterdickem gefrorenen Schnee versteckt sein kann 😎

Das ganze ist kostengünstig, der Wanderpass kostet gerade mal 3 Euro und alles was dazu kommt ist optional. Bei uns z.B. die Anstecker für je 4 Euro. Die braucht kein Mensch, wir sehen das eher als Spende für die gute Sache. Von den Ansteckern gibt es einige ohne dass es gleich eine Flut wäre. Die Aufteilung finden wir allerdings nicht ganz optimal. So bekommt man bereits nach 8 Stempeln den ersten Anstecker, Bronze. Bei 16 Stempeln folgt Silber und bei 24 Stempeln dann Gold. Dann dauert es etwas, bei 50 Stempeln gibt es den Wanderkönig. Und dann dauert es bis Stempel 150 bis der Kaiserschuh kommt gefolgt von 222 für den Wanderkaiser. Die „Nebengeräusche“ in Form von Sonderheften haben wir mal außen vor gelassen, das hat auf uns eher die Ausstrahlung von „Geldmacherei“, d.h. hier wird versucht die Wandernadel Geschichte auszuweiten. Und wir haben keine Lust mit x Wanderpässen an jeder Stempelstelle unterschiedlichste Hefte zu stempeln. Kurz, für uns nur die „reine Lehre“, also die 222 Stempelstellen des Hauptpasses.

Bronze, Silber und Gold kommen für unseren Geschmack zu schnell hintereinander. Wanderkönig ist schon besser, aber dann 100 Stempel mehr bis zum Kaiserschuh, da dürften dann doch schon einige abspringen da ihnen das erheblich zu lange dauert. Wenn man dann noch Kinder hat dürfte das definitiv zu viel sein. Dabei hat man eigentlich für Kinder mit dem „Wanderprinz/Wanderprinzessin“ bei 11 Stempeln einen netten Schritt eingebaut. Kurz und gut, die Abstände könnte man sicher optimieren. Ein früher Erfolg ist sicher gut, aber dann wäre statt den Stufen

8 – 16 – 24 – 50 – 150 – 222

vielleicht etwas wie

10 – 30 – 60 – 100 – 150 – 222

klüger gewählt?!

Nun ja, unabhängig von den Abständen erfüllt die ganze Geschichte schon ihren Zweck denke ich, also ein wirkliches Lockmittel für Wanderer um öfter den Harz zu besuchen. Die Stempelstellen sind überwiegend wirklich an sehr, sehr schönen Orten. Was wir besonders gut finden das viele der Stellen wirklich nur zu Fuß mit einem gewissen Wanderaufwand zu erreichen sind. Man trifft zwar immer ein paar Stempler wo schnell klar wird es geht wirklich nur um den Stempel, aber wenn sie es halt so mögen, sollen sie es halt so machen. Aber insgesamt ist die Wandernadel nichts für die Kraftfahrzeug-Nomaden die einfach nur alle Stempel haben wollen um damit anzugeben. Klar, einigen wenige Stempelstellen merkt man ein gewisses wirtschaftliches Interesse schon recht deutlich an, direkt neben Gasthäusern oder an kommerziellen Plätzen mitten in Orten, aber das sind zum Glück eher die Ausnahmen.

Ich denke da muss der Harz auch ein Auge drauf haben, nicht zu Kommerziell oder gar Geldgierig zu wirken. Oder es zu einer Flut werden zu lassen was meist eher dafür sorgt dass die Leute es nicht mehr so annehmen. Mittlerweile gibt es da „Sonder- und Kaiserstempel Sammelheft“, „Begleitheft Harzer Geschichtsorte – Burgen und Schlösser“, „Harzer Baudensteig“, „Natur Erleben am Lutherweg“ und noch einige mehr, es wird bereits unübersichtlich. Und bei den Heften überschneiden sich die Stempel dann auch noch zum Teil, d.h. wer die alle machen will steht mit Pech vor so einem Kasten und stempel erstmal x Hefte durch.

Aber das ist natürlich eine Entscheidung der Betreiber und die werden ja sehen wie es angenommen wird.

Fazit

Uns gefällt die Wandernadel weiterhin ausgesprochen gut und wir bleiben am Ball. Zur Zeit haben wir 70 Stempel und durchlaufen nun gerade die große Durststrecke bis 150 aber das stört uns wenig da wir schon vorher gerne in den Harz gefahren sind und es auch nach der Wandernadel auf sicher weiter tun werden.

Cache-Highlight im Harz

Wir waren ja mal wieder im Harz, dieses mal in Schierke und Umgebung, um uns Stempel der Wandernadel zu erwandern. Es war mal wieder schön, wie eigentlich immer wenn wir Kurzurlaub im Harz machen. Und ich will auch nicht den xten Bericht schreiben was wir alles gemacht haben, dürfte für andere nur bedingt spannend sein.

Aber wenn es schon ein Cache-Highlight gab dann möchte ich den hier wenigstens nennen, sozusagen als Tipp für andere Cacher die es hier in die Ecke verschlägt. Der Cache liegt zwischen Schierke und Elend und wer von Schierke aus kommt kann gut den Cache „Wassercache #3“ mitnehmen der auch eine nette Herausforderung darstellt. Das Highlight ist dann aber klar der Cache „Elendsburg„. Der ist eigentlich ein Prototyp für einen Cache denn er erschlägt klar die Herausforderung „der Weg ist das Ziel“ als auch „coole Location“. Eine Location die man ansonsten kaum finden wird denn sie ist nicht wirklich ausgeschildert und den Weg dahin muss man auch erst einmal finden, der ist allein schon recht abenteuerlich, vor allem wenn man aus Norden kommt!

Der Cache an sich ist gut und nicht allzu schwer zu finden, also an sich 08/15. Aber hier zählt halt Weg und Location und wer darauf wert liegt der ist hier richtig. Unsere Empfehlung hat er auf jeden Fall und unseren Favoritenpunkt hat er auch bekommen.

YouTube-Videos Statistiken

Ein Blog-Eintrag in meinem RSS-Feed brachte mich dazu mir die YouTube-Statistik mal genauer anzuschauen. Da liest man

“ Mehr als 99 Prozent aller Videos erreichen niemals ein großes Publikum. „

Da müsste man jetzt erstmal definieren was ein großes Publikum ist. Aber gehen wir mal von tausenden aus, vermutlich ist selbst das auf YouTube noch eher Kleinvieh, also gehen wir wohl eher von hunderttausend aus?! Ich vermute mal dass der Bereich gemeint sein wird. Damit bin ich natürlich bei weitem raus, dennoch brachte mich der Artikel dazu selber mal nach diesen Statistiken zu schauen. Dazu habe ich mir mal ein älteres Filmchen geschnappt das recht häufig geschaut wurde, das Gipfelstümper-Video.

Was ich ab und an mal sehe wenn ich überhaupt mal in den Kanal schaue dass das Video mittlerweile rund 1.600 Abrufe hat, was für mich schon großes Publikum ist 😎 Dann hat es 41 mal Daumen hoch und 2 mal Daumen runter. Ok, 1-2 Daumen runter habe ich fast immer, da mag einen halt jemand nicht, damit kann ich gut leben, das ist dann halt so. Insgesamt scheint das Video aber ja doch ganz gut angekommen zu sein.

Wenn man nun auf Analysen geht bekommt man die erste spannende Auswertung der Zuschauer. Ich habe mal „Seit Upload“ angewählt.

Ok, so in etwa 3 Spitzen. Die Veröffentlichung, wahrscheinlich wurde dann noch mal irgendwo drüber gesprochen und dann noch mal eine neue Verlinkung hier im Blog. Von allein ist der Zuspruch eher gering. Die durchschnittliche Wiedergabedauer ist 64,5%, nur was sagt mir das jetzt? Das es viele doch doof fanden, dass es viele durchgeschaut haben und einige sofort abgebrochen?! Aber da gibt es ja noch einen „Mehr“ Link, also mal schauen

Wenn man übrigens mit der Maus auf die Linie geht zeigt sie die Prozentzahl an dem Punkt an, bei 0 Minuten sind das übrigens 102%. Da bekommt man ja so richtig Vertrauen in die Auswertung 😎 Rechts gibt es übrigens noch einen Link zum „Diagrammleitfaden“, der sagt mir folgendes

Also lässt das Interesse der Zuschauer wohl mit der Zeit nach. Bei 2:38 erstaunt mich das schon etwas. Oder die Musik ist den Leuten doch zu nervig.

Ich will jetzt gar nicht jeden einzelnen Link aufzeigen, dass kann der geneigte Leser sicher auch ganz allein. Aber ich kann es empfehlen, ist wirklich interessant was YouTube da so alles liefert. So sind z.B. angeblich alle Zuschauer dieses Videos männlich und nur einer hat per Spielkonsole geschaut. Ansonsten sind die Betriebssysteme sehr gestreut.

Ich sag mal so, wer YouTuber als Beruf wählt wird hier bestimmt wichtige Dinge ermitteln können und auch gezielt Filme für das eigene Publikum optimieren können, keine Frage. Für mich bleibt es aber vermutlich eher ein einmaliger oder zumindest seltener Blick in die Statistiken, viel zu viel Informationen für meinen Geschmack. Vor allem wird mir heutzutage fast jedes Hobby viel zu verkopft. Letztlich mache ich doch diese Filmchen weil ich Spaß daran habe und wenn es einem anderen auch gefällt, um so schöner. Und wenn es halt niemandem gefällt und nur 10 Zuschauer vorbei kommen? Na? Genau, fällt mir auch kein Zacken aus der Krone 😉

Kurz und gut, ich wollte einfach mal darauf hinweisen dass es so etwas überhaupt gibt und die Anregung weiter geben einfach mal rein zu schauen. Was jeder einzelne dann daraus macht bleibt ja eh ihm überlassen.

Event Wilsede naht

Jetzt ist es bald wieder so weit, ein besonderes Event naht. Bereit im März hatte ich es hier schon mal erwähnt und nun ist es bald da, wir freuen uns schon drauf. Es geht mal wieder auf den Wilseder Berg zur Yeti-Sichtung 😎 Die zulässige Grenze von 40 Leuten dürfte bereits knapp überschritten sein mit den 36 WAs, aber wollen wir erstmal schauen wer es überhaupt bis oben schafft 😉

Wir fangen schon mal an langsam alles zusammen zu tragen, passendes Bier, passende Schokolade, Nussecken und was es sonst noch so braucht für so einen schweren Aufstieg!

Warum uns das Event am Herzen liegt? Nun ja, hier ist halt ein epochaler Film entstanden

Und natürlich auch die Tatsache dass man hier mal etwas körperliche Bewegung haben muss um den Ort zu erreichen, das hat mir schon immer gefallen. Zumal man hier auch nicht wie auf manch anderem Event, das leider immer mehr verwässert, den zu dicken Hintern mit dem Zug hochbringen lassen kann. Nein, Bewegung ist hier unumgänglich. Das sorgt jedes Jahr immer wieder dafür dass fast nur gleich gesinnte Cacher hier oben aufschlagen und das mögen wir halt. Dabei halten wir uns gar nicht für besser, sondern das ist einfach nur die Variante die wir bevorzugen.

So freuen wir uns also auf ein schönes Event zu ungewöhnlicher Zeit an ungewöhnlichem Ort mit wahrscheinlich ungewöhnlichen Cachern, was will man noch mehr 😉

Erfolgsgeschichte Wandernadel Harz

Es gibt mittlerweile so viele Wander- und GPS-Angebote, das glaubt man kaum. Und alle wollen gerne vom Wander- und Outdoor-Boom profitieren. Manchen gelingt es ganz gut, manche machen schneller wieder zu als sie aufgemacht haben. So richtig klar scheint das Erfolgsrezept also nicht auf der Hand zu liegen. Vielleicht sollte man sich was bei der Harzer Wandernadel abschauen, die scheinen den Nerv voll getroffen zu haben. Das Kuriose ist wohl dass es eigentlich gar nicht um kommerziellen Erfolg ging sondern eigentlich „nur“ um Gesundheit den ein Verein „Gesund älter werden im Harz“ aufgebracht hat. Ich glaube denen war selber nicht klar was sie damit anstoßen würden und dass statt ein paar Rentnern Wanderer aller Altersklassen auftauchen würden

Ich denke viele Startups fangen bei Sätzen wie

„Wir haben viele ganz spezielle Wanderer, die wollen alles haben. Tasse, Becher, T-Shirts. Die kaufen alles.“ Besonders begehrt seien in der Vergangenheit die Trinkflaschen gewesen. „Die waren nach einer Woche vergriffen“, erinnert sich Grompe.

an zu sabbern 😎 Wir gehören in bescheidenem Umfang auch dazu, so haben wir jeder ein Büchlein und kaufen uns auch jeden Anstecker jeweils für beide. Ok, wird dann eigentlich nie wieder getragen, aber wir sehen es auch eher als Spende für diese tolle Idee und freuen und daheim wenn der Blick dann doch mal auf so einen PIN fällt der an der Pinnwand hängt.

Kommt übrigens aus einem recht informativen Artikel der die Wandernadel sehr gut beschreibt. Wer genau liest stellt allerdings fest dass man die Stempelei langsam weiter ausbaut, ich bin sehr gespannt ob man sich da nicht selber ins Knie schießt. Ich denke ein Erfolgsgarant ist es gerade eine fest, nicht zu große, Anzahl an Stempelstellen zu haben und die Regeln super einfach zu halten. Fängt man an alle Büchlein stempeln zu wollen muss man an manchen Stempelstellen dann schon 2-3 mal stempeln, schon das halte ich eher für einen Irrweg!

Die ganze Region freut sich über die Stempelstellen, Hotels machen damit bereits Werbung. Auch mit teils etwas merkwürdigen Angeboten wir versucht am Geldsegen teil zu haben, aber warum nicht?! Natürlich bauen auch Outdoor-Seiten die Geschichte langsam mit ein.

Ich muss sagen, da kann man eigentlich nur den Hut ziehen vor dem was der Verein da auf die Beine gestellt hat! Wir sind jetzt seit 04.08.2017 dabei und haben 63 Stempel geholt. Da kommen so einige Übernachtungen, Tanken, Essen, Trinken usw. zusammen, die Region dürfte also sehr, sehr zufrieden sein. Wir freuen uns ebenfalls dass eine so simple Idee ein solch toller Erfolg wird und drücken die Daumen dass es dabei bleibt. Hoffentlich widersteht man der Idee das auszuweiten.

Ein Wochenende im Harz

Kaum da, schon wieder vorbei. Aber es hat sich, eigentlich wie immer, wieder mal gelohnt. Dieses mal sind wir in Treseburg unter gekommen. Ok, das Ferienhaus war eher so lala, aber wem einfach reicht und dem Ruhe wichtiger als schick ist, der kann hier ganz zufrieden sein. Der Ort war schon große Klasse. Also zumindest für uns, die wir Ruhe lieben. Hier war es schon fast erschreckend wie ruhig es den ganzen Tag war, vor allem direkt nach dem Aufwachen, außer ein paar Vögeln nichts zu hören, ein Traum. Dafür muss man aber zum Einkaufen schon mindestens nach Thale fahren und das dauert auf Grund der sehr serpentinigen Strecke schon ein halbes Stündchen.

Dazu ist die Umgebung rund um Treseburg auch noch was Besonderes, die Natur wechselt hier erstaunlich häufig, überall sieht es wieder anders aus. Nadelwälder, Laubwälder, Wiesen, schroff, lieblich, Wasser, alles ist vorhanden und alles ist wirklich einfach und ergreifend schön! Und die Bode natürlich allüberall in der Umgebung.

Zwei Tage sind wir hier gewandert, ich habe die Tracks mal angehängt für diejenigen die genauer schauen wollen.

Hinfahrt am Freitag, hier wurde der eine oder andere Cache mitgenommen, nicht wirklich was extrem auffallendes dabei. GC4EENQ, Cachers Paradise 13, Owner seit gut 2 Jahren nicht mehr angemeldet gewesen und so sehen die Caches der Runde dann auch aus. Wir nehmen immer mal wieder auf Hin-/Rückfahrt die eine oder andere Dose davon mit weil sie halt nahe an der Autobahn liegen, nicht mehr nicht weniger. Dieses mal war immerhin noch was geboten, während des Signierens kamen diverse Militär-Hubschrauber extrem tief fliegend vorbei. Haben uns aber in Ruhe loggen lassen 😉 Dann war da noch GC5MNY1, Bankensterben IV, eigentlich ganz ok, aber leider hat der Bauer gerade direkt gegenüber Silo abgeladen was den Cache sehr Geruchs-Intensiv sein ließ 😎 Und zu guter Letzt dann noch GC80WTC, Herzlichen Glückwunsch skeleton2013, irgendwie schon eine interessante Location mit sehr schöner Dose, der war wirklich gut.

Samstag war dann der erste Wandertag und wie schon erwähnt, durch die fantastische Umgebung war das ein Gedicht. Kaum gestartet stießen wir auf einen Cache den es gar nicht gibt 😎 Der Stellinger hat uns dann über Twitter informiert dass es sich um den GC5TPY9, Albert-Schomburg-Platz handelt, danke noch mal für die Detektiv-Arbeit! Der Witz ist, die Dose war in deutlich besserem Zustand als die meisten anderen Caches die wir hier so gefunden haben. Ich war kurz versucht den tatsächlich zu loggen, habe es dann aber beim vor Ort Log bewenden lassen. Dann ging es zur ersten Wandernadel, der 66 – Wilhelmsblick. Das war schon ein schöner Beginn, dicht an der Ferienwohnung hat man von hier oben einen schönen Blick. Perfekt wäre es würde man die doofe Straße nicht sehen, aber irgendwas ist ja immer. Es folgte der GC1GY6N, Fummeltunnel, ein wirklich sehr, sehr schöner Cache. Zum Einen zeigt er einem eine besondere Stelle, nämlich einen kurzen begehbaren Stollen, zum Anderen ist das Versteck auch schön gemacht. Eine Taschenlampe ist übrigens angeraten. Es folgte GC72R45, Es war einmal 11 den wir allerdings nicht finden konnten. allerdings war auch viel abgeholzt. Ohne es böse zu meinen ist das aber einfach auch der Typ Cache wo wir uns nicht mehr lange mit Suchen aufhalten da er so gar nichts hat, weder Location noch sonst irgendwas. Folgte gleich noch einer aus der Serie, GC72R45, Es war einmal 12. Ok, immerhin ein hübscher Wirt. Dann endlich wieder eine Stempelstelle, die 65 – Gasthaus Todtenrode. Ein riesiges Gehöft mit Gasthaus das für unseren Geschmack einfach nicht in einen so schönen Wald passt. Dazu sehr laut weil dort halt gearbeitet wird, och nö, nicht so unser. Am Gasthaus gibt es auch einen Multi, GC72RED, Es war einmal 13. Ganz nett, Station 1 war hübsch gemacht, aber da er in die, für uns, falsche Richtung führte haben wir ihn dann doch nicht weiter verfolgt. So ging es weiter zum GC1QAWA, Hasenteich. An sich eine wirklich schöne Ecke, aber schwieriger Weg, die Brücken dort waren nicht mehr recht Vertrauens-erweckend. Dann endlich wieder mal eine Stempelstelle, die 63 – Schöneburg Aussichtspunkt. Für unseren Geschmack die wohl schönste Stempelstelle bisher im Harz, sehr schwer erreichbar (also weit abgelegen), toller Blick, hier kann man echt sitzen und geniessen. Für den Rückweg blieb dann die letzte Stempelstelle, die 64 – Böser Kleef Aussichtspunkt. Wieder ein sehr schöner Blick und eine abgelegene Ecke, wir wurden dieses mal wirklich verwöhnt. Dort liegt auch gleich noch ein Cache, GC1KAT1, Böser Kleef. Er zeigt halt Cachern die Location die keine Wandernadeln machen, nicht mehr, nicht weniger.

Am Ende waren es dann rund 17 km, 5 Stunden, bei ununterbrochenem Dauerregen. Aber die Gegend ist tatsächlich so schön und vor allem auch Abwechslungsreich, das hat uns das tatsächlich nicht mal sonderlich gestört. Hier gibt es die verschiedensten Bäume, raue Ecken, softe Ecken, es ist wirklich alles geboten, von uns die wärmste Empfehlung! Bei der Tour waren wir übrigens froh die GPX mit Rasthütten vom Gründel dabei gehabt zu haben, SEHR zu empfehlen!

Track als GPX

Der Sonntag begann dann vor allem mit einem, mit Sonne! Das war nach dem wirklich nassen ersten Tag schon ein Genuss mal im trockenen zu laufen 😎 Und so ging es gleich auf die Walz, Wandernadel 69 – Sonnenklippe war als erstes Ziel dran. Und das passte schon mal, die Sonne gab heute wirklich alles. Eigentlich sehr schön, aber etwas überlaufen durch ein nahe gelegenes Hotel. Dort starten nämlich reichlich Wanderer und Muggel mit ihren Hunden ihre Spaziergänge und so ist es dort schon recht voll. Also gleich weiter zur 67 – Weißer Hirsch Aussichtspunkt. Und wieder ein fantastischer Blick. Wie schon erwähnt, die Gegend um Treseburg wimmelt förmlich vor wunderschöner Landschaft und tollen Blicken. Hier liegt dann auch unser erster Cache, der GC2DRHX, Weißer Hirsch. Relativ kaputte Dose, irgendwie verfolgt uns so ein Zustand bei Cachen im Harz. Weiter zur Stempelstelle 68 – Pfeil-Denkmal. Ein durchaus sehenswertes Denkmal, vor allem der Hirsch oben drauf sieht beeindruckend aus, wirklich schön anzuschauen. Und wie so oft auch wieder optimal um eine Pause zu machen. Dann wieder ein Cache, GC824G9 – Schirmbuche 3. Hoch eingestuft, in unseren Augen einen Tick zu hoch, aber völlig ok. Jetzt folgten wir ein Stück weit der Serien, GC824H8, Schirmbuche 4 und GC824HP, Schirmbuche 5. GC824J4, Schirmbuche 6 war dann schon wieder nicht zu finden, aber auch eher so ein Cache wo wir nicht lange suchen, zumal der Hint auch noch recht nutzlos ist. Weiter ging es mit dem Cache GC80H7Q, Zeltplatzwiese. Mal wieder so ein Cache der dafür sorgt dass ich irgendwie immer noch Lust zum Cachen habe. Toll gemachtes Versteck mit sehr schönem Logbuch. Dann war die letzte Stempelstelle für diesen kurzen Ausflug dran, die 57 – Echoblick Allrode. Ich habe laut gerufen, Echo blieb allerdings aus 😎 Sehr schön abgelegene Ecke, allein dafür hatte sich der Weg schon gelohnt. Wir haben diese Stempelstelle mitgenommen weil sie dicht genug dran war aber gleichzeitig auch weiß außerhalb liegt und sonst am Ende irgendwie übrig gewesen wäre 😉 Zu finden war dort auch gleich noch der Cache GC86WK0, Cachen und Stempeln. Blieb auf dem Rückweg noch der Cache GC1KG95, Grube Frieda der zwar nicht sonderlich gut versteckt war aber einen auch wieder an eine sehr schöne Location führt, echt ganz spannend.

So hatten wir auch hier wieder rund 17 km in 5 Stunden hinter uns, allerdings bei richtig schönem Wetter.

Was bleibt? Ein erholsames Wochenende mit sehr vielen schönen Kilometern, ein paar Wandernadel-Stempeln und einigen Caches. Hat sich auf jeden Fall gelohnt. Die Ferienwohnung war uns einfach einen Tick zu abgerockt, ging aber letztlich da man ja doch fast nur zum Schlafen dort ist. Und schlafen war dort sehr angenehm da völlig Stille herrschte. Wir sind ja schon sehr, sehr häufig im Harz unterwegs gewesen und Treseburg + Umgebung hat uns wirklich gefallen, war eigentlich die schönste Ecke im Harz die wir bisher erkundet haben. So können wir die Ecke nur wärmstens empfehlen.

Harz, Harz, wir fahren in den Harz 8-)

Ach ja, eigentlich habe ich gar nicht wirklich was zu berichten. Aber nach einem für uns bisher etwas anstrengenden Jahr haben wir endlich mal wieder Zeit in den Harz zu fahren und die Vorfreude muss einfach mal raus 😉 Zumal meine Firma danach umzieht und der Juni und Juli zwei eeeeeecht anstrengende Monate werden und der Sommerurlaub auf Kreta erst Ende August dran ist.

Ok, vom 10.05.-13.05. ist abzüglich An- und Abfahrt natürlich nicht sehr lang aber selbst das ist egal. Endlich mal wieder „Wandernadeln“. Wir haben uns dieses mal ein Ferienhaus in Treseburg gemietet und sind mal gespannt wie uns diese Ecke gefällt. Zwar waren wir schon in der Nähe, hier aber eben noch nicht. Was uns herführt? Klar, die Harzer Wandernadel die wir weiter „abarbeiten“. Bisher haben wir über die Jahre 55 der 222 Stempel geschafft, da haben wir also noch so einiges vor uns. Und bisher hat uns die Wandernadel nie enttäuscht. Klar, auch hier gibt es schöne und nicht so schöne Stellen, aber echte Ausfälle waren nie dabei.

Cache-technisch sind PQs für Fahrt und vor Ort bereits angelegt und einmal überarbeitet, also T5er auf Ignore u.ä., so kann es auch dahingehend los gehen.

Also wie gesagt, eigentlich keine Meldung und kein Artikel, aber die Vorfreude erzeugte halt enormen „Schreib-Druck“ 😉

Welche Karten für Locus?

Bei mir ist Locus Pro mittlerweile die unumstrittene Nummer 1 für Geocaching und Wandern. Da Online-Karten ja so eine Sache sind wenn mal kein Netz vorhanden sind bevorzuge ich Offline-Karten. Und da geht es dann los, es gibt ja schon eine recht große Zahl an Angeboten, auch wenn die meisten sicher auf OSM basieren. Aber welche nehmen, alle zu testen wäre mittlerweile wirklich ein extremer Zeitaufwand. Bisher nutze ich OpenAndroMaps weil es dort schlicht am einfachsten in Bezug auf Locus gelöst ist.

Umgeschaut hatte ich mich auch mal auf

Etwas Richtung Garmin, da sieht man was ich früher genutzt habe 😎 Die Karten von OpenAndroMaps sind ja ganz ok, aber eben auch nur so „ganz ok“ und nicht mehr. Schon in Deutschland fehlen mir so einige Wege, im Ausland wird das schon irgendwann störend. So ist die Genauigkeit in Skandinavien dünn und wird weiter nördlich immer dünner.

Ich wäre ja durchaus auch bereit Geld für eine gute Karte zu zahlen, doch woher die Info nehmen welche sich wirklich lohnen würde?! Locus selber bietet ja auch einiges an kostenpflichtigen Karten an, nur ist da schwer ermittelbar ob die sich lohnen. Es gäbe da z.B. für Deutschland:

  • LoMaps
  • Outdooractive
  • Kompass maps

Bei Locus selber gibt es einen gewissen Überblick.

Die Frage ist nur was taugen die?! Daher hier mal die Frage ob irgendjemand irgendwelche dieser Anbieter nutzt? Und falls ja, wie sind eure Erfahrungen damit? Ich habe mir jetzt sogar mal ein Probe Pro-Abo bei Outdooractive geholt, aber die Karten bei Locus sind davon wohl unabhängig. D.h. ich dann die so nicht testen, nur auf der Outdooractive-Seite. Dort machen die Karten einen wirklich sehr guten Eindruck!

Für alle anderern kann ich die OpenAndroMaps für den normalen Hausgebrauch ansonsten schon empfehlen. Es gab zumindest nichts was ich damit nicht gefunden hätte auch wenn schon ab und an die meist letzten Meter eines Weges fehlen. Aber ein wenig umschauen sollte reichen um auch diese Wege zu finden 😉