Wie ist es mit Wander-Schuhen?

Wander-Stiefel haben natürlich immer ein gewisses Gewicht. Dazu sind sie steif im Knöchel, beim Autofahren stört das schon mal. Und zu guter Letzt tut es dem Geruch der Füsse natürlich auch nur bedingt gut wenn sie so komplett abgeschlossen sind.

Bleibt also die Idee Wander-Schuhe zu nutzen. Das habe ich über die Jahre immer mal wieder probiert, funktioniert hat es aber nie. Kann natürlich auch an meinen Füssen liegen 😎

Mit folgenden Wander-Schuhen habe ich so meine Erfahrungen gemacht.

The North Face Hedgehog GTX XCR

den hatte ich 2011 und nach seinem “Tod” 2012 gleich zweimal gekauft und im Einsatz. Allerdings hat er nicht so recht überzeugt. Eigentlich lag er sehr gut am Fuß und hatte vor allem eine sehr, sehr überzeugende Sohle. Dazu sei erwähnt dass ich Hobby bedingt immer mal wieder Bäume beklettere und da ist eine gute Sohle wirklich viel wert. Und eben bei diesem Schuh war der Grip so richtig gut. Leider war es mit der Wasserdichtigkeit nicht so weit her, bei etwas mehr Feuchtigkeit ging das schnell durch. Haupt-Kritikpunkt war aber die Haltbarkeit. Einmal hätte ich knapp über 1 Jahr bis zu den ersten Auflösungserscheinungen noch hingenommen, beim zweiten mal aber nicht mehr und damit war der Schuh bei mir raus.

The North Face – unbekanntes Modell

Da ich viel von The North Face halte habe ich irgendwo mal einen Turnschuh der Marke im Ausverkauf gesehen und mitgenommen. Leider habe ich keine Rechnung mehr, daher weiß ich nicht mal mehr die genaue Bezeichnung, aber ich habe ein paar Bilder unten dran gehängt. Der Schuh ist ein echter Hit, der ist so gut Belüftung dass an Schweißfüße gar nicht zu denken ist, im Gegenteil, die Füße werden eher zu kalt. Aber im Sommer der absolute Top-Schuh! Auf Wasserdichtigkeit sollte man hier aber noch weniger setzen. Dafür aber auch wieder eine sehr gute Sohle und er liegt top am Fuß. Den würde ich wohl wieder kaufen aber es scheint ihn nicht mehr zu geben.

Reebok Sawcut 4.0 GTX M Walkingschuhe

Die Schuhe waren ein echter Glücksgriff. Die liegen top am Fuß, die Sohle bietet richtig guten Griff, die halten mir die Füße sehr lange trocken und selbst die Schnürbänder sind hervorragend, die gehen nicht dauernd auf. Für mich eigentlich der bisher beste Schuh den ich im Einsatz hatte und die würde und werde ich wohl auch wieder kaufen wenn es sie nach dem “Tod” meines jetzigen Paars noch gibt.

Salomon Wanderschuhe

Auch dieser Schuh liegt recht gut am Fuß, wenn auch nicht ganz so gut wie die vorher aufgeführten, aber die Unterschiede sind da klein. Wasserdichtigkeit ist wieder mal so lala und auch die Sohle ist ok, mehr aber auch nicht. Mir wirkt der Schuh insgesamt etwas labberig, d.h. er wirkt irgendwie immer als wenn ihm irgendwelche Stabilisatoren verloren gegangen wären, kann ich leider nicht genauer beschreiben. Auch die Schnürung gefällt mir nicht da sie immer etwas hin und her rutscht. Den Schuh würde ich nicht wieder nehmen.

Vibram FiveFingers Bikila M358

Der sei nur mal am Rand erwähnt, ein Zehen-Schuh. Ist mal eine ganz witzige Erfahrung mit so etwas rum zu probieren. Als erstes habe ich mir passende Socken dazu gekauft, ansonsten war mir das Schweiß-bedingt zu unangenehm an den Zehen. Dann ist es ein schwer zu beschreibendes Erlebnis damit zu gehen, es ist halt einfach völlig anders als man es kennt und man kann sich mit Sicherheit auf schmerzende Schienbeine am Folgetag einstellen wenn man es nicht gewohnt ist. Dennoch sind die bei mir im Einsatz, nämlich wenn ich (selten) mal was auf irgendeinem Dach machen muss. Warum? Die vermitteln ein unheimlich gutes Gefühl zum Untergrund und auf Dachpfannen kommst du dir damit vor wie Spiderman!

Fazit

Ich habe eine gute und einige nicht ganz so gute Outdoor-Schuhe. Für mich sind sie aber komplett für Wanderungen nicht zu gebrauchen. Dazu fehlt mir einfach der Halt in solchen Schuhen und vor allem bekomme ich meist ab Kilometer 5-7 Blasen an den Hacken.

Ich nutze die Schuhe meist für die Fahrt zur Wanderung und dabei haben sie dann auch den Vorteil dass man immer mal aussteigen und kleinere Ausflüge ins Gelände machen kann ohne sich über die Schuhe Gedanken machen zu müssen.

Dabei ist der Reebok die absolut erste Wahl, maximal im richtig warmen Sommer würde ich u.U. die unbekannten North Face nehmen da sie besser belüftet sind.

Lowa Renegade GTX – Trekkingstiefel

Seit vielen Jahren trage ich zum Wandern gerne Lowa Renegade GTX Stiefel und war eigentlich immer sehr zufrieden. Allerdings wurden die bei Sport Karstadt eher als Wanderstiefel und nicht als Trekking-Stiefel beworben und das würde ich genauso sehen. Scheint im Moment in Mode zu sein alle Wander-Stiefel als Trekking zu benennen, verkauft sich vermutlich besser?!

Zum Wandern sehr gut, als Trekking-Stiefel für meinen Geschmack gnadenlos überfordert. Unsere Kinnarodden / nothing but stones Wanderung führte bei mir zu zwei gebrochenen Sohlen. Klar, knapp 50 km über Steine ist hart für jeden Stiefel, aber die Meindl der unsichtbaren Heike haben das klaglos hingenommen. Von daher würde ich mit den Lowas immer Wandern aber nicht in wirklich derbes Gelände ziehen, da haben sie mir bewiesen dass sie dort ungeeignet sind.

Das Haupt-Kritikpunkt für mich ist bei Lowa die Haltbarkeit. So halten die Stiefel bei mir meist 2-3 Jahre und dann lösen sie sich in Gesamtheit auf. D.h. sie bekommen erste tiefere Risse, schmalere Stege reißen und das Obermaterial löst sich förmlich auf. Für Stiefel der Preisklasse ist das für mich etwas früh. Klar, mit Pflege habe ich es nicht so und so wirklich schonend kommen sie bei mir auch nicht zum Einsatz. Aber die Schäden sind meist eindeutig nicht durch den Einsatz bedingt sondern sehen eher nach Verschleiß aus und das ist nach so überschaubarer Zeit definitiv zu früh.

Zweiter (leichter) Kritikpunkt ist das Gewicht, für einen Wanderschuh empfinde ich sie immer als etwas schwer. Hier stehen bewusst keine Gewichtsangaben da ich das gefühlte Gewicht viel wichtiger finde und das ist recht hoch. Nicht falsch verstehen, man hat da keine dicken Kilo-Gewichte an den Füßen aber man merkt sie halt durchaus und das ermüdet den Fuß natürlich schon etwas früher.

Letzter Kritikpunkt ist die Wasserdichtigkeit, der Kritikpunkt hat sich bei mir erst bei dem letzten Paar ergeben. Im Prinzip sind die Stiefel auch für Regen geeignet, aber bei längerer Zeit in heftigem Regen, Match und ähnlichem Unbill bekomme ich zumindest mehr als feuchte Füße. Dauert zwar eine Weile, passiert dann aber halt doch. Mag natürlich ein Ausreißer bei diesem Paar sein, da bin ich mir selbst nicht ganz sicher.

Es gibt natürlich auch positive Seiten, sonst hätte ich mir ja über Jahre nicht immer wieder neue Paare gekauft. Da ist der Tragekomfort, für meinen Geschmack liegen die optimal am Fuß und stützen die Gelenke sehr gut. Durch einen Bänderriss vor vielen Jahren ist das bei mir ein sehr wichtiger Punkt. Dazu kommt es bei den Stiefeln nicht so schnell zu Schweißgeruch, ein Punkt den ich ebenfalls nicht ganz unwichtig finde.

Bisher hatte ich nichts besseres gefunden, aber seitdem ich jetzt auf die Salomon gestoßen bin wird dies wohl mein vorerst letztes Paar von Lowa gewesen sein, die Salomon machen eine besseren Eindruck, sowohl vom Einsatz her als auch von der Qualitäts-Anmutung. Schade eigentlich, wenn die etwas länger halten würden wären sie bei mir immer noch weit vorne, so aber wird es wohl mein letztes Paar sein.

Training läuft

Ein weiterer Monat ist zu Ende und unser Training läuft gut. Die 10.000 Schritte Wochenschnitt halten immer noch, auch wenn es durch das arg kalte Wetter zur Zeit wirklich nicht so einfach ist sich zu motivieren. Aber den Monat wie schon im Januar mit einem Wandertag gespickt, dazu eine knappe Woche Mallorca, da kam so einiges zusammen.

Gerade der kurze Urlaub auf Mallorca war wirklich ein Treffer. So war es einfach mehr als schön mal aus dem miesen Wetter raus zu kommen und ein paar Tage in Wärme und (meist) Trockenheit zu verbringen. Und selbst wenn es mal regnete war es immerhin warmer Regen! Dazu hatten wir das Glück uns immer Strecken heraus gesucht zu haben die wirklich anstrengend waren. Meist viel Bergauf und Bergab, dazu meist schwere Wege mit viel steinigem Untergrund, also genau das was im Sommer auf uns zukommen wird. Dazu war es auch gleich ein guter Ausdauer-Test, nach 5 Tagen ununterbrochener Anstrengung wurde uns hübsch verdeutlicht wo zur Zeit das Limit liegt. Sowohl Knie als auch Beine gaben deutlich Signal.

Mit dem März wartet nun ein eher ruhiger Monat auf uns, lediglich ein Wandertag ist geplant, auf Ausflüge haben wir mal verzichtet da Heike die Abteilung wechselt und das natürlich auch immer etwas Stress mit sich bringt. Für den Wandertag muss ich mir dann langsam mal eine Strecke heraus suchen.

Wir sind also gut im Plan und ein paar Monate sind es ja noch, mal sehen wie es sich weiter entwickelt.

Was ist eigentlich “Wandern”?

Der Gedanke kam mir als ich über die Entfernungen die man zurücklegt sinnierte. So bevorzuge ich eigentlich Strecken zwischen 10-20 Kilometern, auch abhängig von der Jahreszeit (Temperatur). 10 Kilometer ist für mich so das Minimum, -15 Kilometer recht optimal und -20 Kilometer noch im Rahmen. Wir sind auch schon länger gelaufen, aber ab 20 Kilometer finde ich es langsam etwas mühsam, ab 25 Kilometer schon anstrengend und ab 30 Kilometer macht es mir nicht mehr so richtig Vergnügen. Über 35 Kilometer ist dann auch mein Limit langsam erreicht, d.h. dann tut so langsam alles weh und ich schaue mich ernsthaft nach einer Transportmöglichkeit um. Aber ab wann ist es nun Wandern? Bis wann ist es ein Spaziergang? Und ab wann ist es kein Wandern mehr?

Meine Idee war das mal nachzulesen und dann hier kurz aufzubereiten. Die Nachforschungen gestalteten sich dann aber extrem anders als erwartet. Das allwissende Internet zeigte plötzlich erstaunlich unerwartete Schwächen 😎

Umfangreich erläutert “Wandern” in der Wikipedia. Aber selbst dort ist keine so wirklich fundierte Definition zu finden, Wandern ist also irgendwie nahezu alles?! Die Eingrenzung durch den deutschen Wanderverband finde ich dabei nicht so gut:

  • mehr als eine Stunde
  • eine entsprechende Planung
  • Nutzung spezifischer Infrastruktur
  • eine angepasste Ausrüstung

Mehr als eine Stunde ist sicher schon mal ein guter Ansatz, sind bei normaler Wander-Geschwindigkeit wohl so 4-5 Kilometer. Wobei das für mich tatsächlich eher noch unter Spazieren gehen laufen würde.

Eine entsprechende Planung halte ich für unnötig, ich werfe mir an freien Tagen durchaus mal den Rucksack über und laufe einfach los und sehe wohin mich der Weg so führt, das wäre dann kein Wandern?

Spezifische Infrastruktur halte ich für noch mal wesentlich belangloser denn die benötige ich so gar nicht.

Angepasste Ausrüstung ist natürlich sehr unspezifisch. Zähle ich wohlwollend vernünftiges Schuhwerk dazu passt es aber schon.

Also insgesamt für mich keine wirklich vernünftige Definition. Wenn man dann so durch das große Internet surft wo es doch so alles und jedes gibt stellt man dann langsam immer und immer mehr fest dass es wirklich keine wirklich fassbare Definition von “Wandern” gibt, im Gegenteil, jede Quelle deutet den Begriff anders.

Und die Unterschiede sind wirklich krass, von alles über x km durch die Natur bis zu ausgerüstet mit allem was gut und teuer ist findet man Erklärungen ohne Ende. Es scheint tatsächlich dass der Begriff in keinster Weise irgendwo so richtig definiert ist. Das einzige worüber sich viele Quellen einig sind, es muss durch die Natur führen. Warum dem so ist steht leider nirgends und erschließt sich mir auch nicht, warum sollten 10 Kilometer durch die Stadt keine Wanderung sein können?

Also schließe ich mich mal den ganzen Quellen an und erfinde meine eigene Definition, was andere können kann ich doch auch 😎 Für mich ist Wandern:

  • 10 Kilometer und mehr, darunter ist es für mich Spazieren
  • Meist durch die Natur, aber auch durch urbane Gegend kann durchaus Wandern sein

Der Rest ergibt sich doch eigentlich von allein? Wenn ich obiges voraus setze ergibt sich ein Rucksack doch wohl für die meisten Menschen von allein da man ja zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas zu trinken dabei haben möchte. Ebenfalls vernünftiges Schuhzeug damit die Füße weder weh tun noch sich Blasen bilden. Natürlich kann man alles auch ohne Rucksack und gute Schuhe machen, man kann sicher auch nackig durch die Stadt laufen, ob das dann aber der “normale” Fall ist sei mal dahin gestellt 😉

Also muss ich hier jetzt mit dieser, meiner eigenen, Definition leben denn im allwissenden Netz habe ich nichts gefunden.

Mallorca 2 – Cova Tancada

Heute sollte es dann mal eine besondere Wanderung kombiniert mit einem Cache sein. Das Ziel war die Cova Tancada. Und wir können bestätigen, sowohl für Wanderer als auch für Cacher, ein besonderer Genuss und eine besondere Herausforderung!

Die Wanderer finden hier eine Übersicht, die Cacher hier den Cache.

Den Tipp hatten wir schon beim letzten Besuch von glider74 bekommen und auch zstein wies dieses mal darauf hin. Da wir es beim letzten mal zeitlich nicht geschafft hatten sind wir also heute hin.

Der Hinweg drückte etwas auf die Stimmung. Da war die Zufahrt, die letzten Kilometer sind schon echt heftig, ein Weg den man kaum noch Weg nennen mag und als Krönung auch noch einsetzender Regen, das kann schon etwas nerven. Aber was soll es, man ist ja nicht aus Zucker!

Der Marsch fängt dann erstmal recht locker an und erinnert an einen gemütlichen Spaziergang. Nach kurzer Zeit wird der Weg schon schmaler aber er ist immer noch gemütlich zu begehen auch wenn es stetig leicht bergauf geht. Für Cacher ist übrigens noch ein Cache, GC37QQV, auf dem Weg der sich wirklich lohnt! Irgendwann ist man dann “oben” und hat schon mal einen herrlichen Blick. Ab hier geht es dann langsam recht steil runter und der Weg wird immer schmaler. Eine gewisse Trittfestigkeit sollte ab hier vorhanden sein.

Gar nicht so viel weiter trifft man dann auf die Steilküste und die letzten Meter zum Cache sind dann auch schon anspruchsvoller und nichts mehr für Warmduscher. Es ist steil, bei Nässe auch glatt und man muss schon mal genauer schauen wie man vorwärts kommt. Der Cache ist dann eigentlich gut zu finden, Spoiler-Bild kann aber helfen T 4,5 halte ich für etwas hoch, 3,5 oder 4 hätten wohl auch gereicht, aber das ist halt Owner-Sache.

Ab hier (Mitte Steilküste) kommt dann der spannende Teil der nichts mehr direkt mit dem Cache zu tun hat, der Abstieg zur Höhle und der hat es wahrlich in sich. Wir sind ja eigentlich keine Kinder von Traurigkeit aber hier gab es mehr als eine Stelle wo der eine oder andere sich nicht mehr so ganz wohl fühlte denn der Weg ist schwer und ein Ausrutscher kann hier richtig, richtig übel enden! Zumal wir erst mal überhaupt keinen Zuweg zur Höhle finden konnten. Da half uns dann wirklich das Glück in Form einer spanischen Gruppe die offensichtlich mit Guide aus der Höhle kamen und plötzlich vor uns am Hang auftauchte so dass wir einschätzen konnten wo der Zuweg sein musste. Nach kurzem Weg kamen auch plötzlich wieder weiße und rote Punkte die den Weg markierten. Dieser Weg, so ca. die letzten 30-40 Meter Luftlinie zur Höhle war dann der Teil der uns wirklich viel Schweiß und Überwindung gekostet hat, der ist wirklich heftig!

Die Höhle selber ist dann nicht so riesig und eindrucksvoll, aber in der Kombination Wanderung, Abstieg und Kletterei kommt sie einem vor wie die geilste Höhle die man je gesehen hat 😉

Wer also Abenteuer mag, trittfest ist und nicht zu große Angst vor Höhe hat, der sollte diese Höhle wirklich besuchen, der Weg lohnt sich absolut! Kinder würde ich nicht unbedingt mitnehmen, dafür ist speziell das letzte Stück doch zu anspruchsvoll und gefährlich.

Wir hatten übrigens dass Glück von Ziegenmama und Ziegenkind begleitet zu werden, die beiden blieben immer so in 20 Meter Abstand um uns rum und schauten interessiert zu, wahrscheinlich lachten sie sich in Wirklichkeit tot. Denn während wir zum Teil Blut und Wasser schwitzten standen die beiden locker über oder unter uns und fraßen in Ruhe die Blätter von den Bäumen 😎

Anreise Mallorca

Wir sind also angekommen und dieser Artikel wird auf der Reise und im Hotel geschrieben.

Flug

So schnell ging es noch nie. Bis auf wenige Meter keinerlei Stau. Im Parkhaus gleich einen Platz gefunden obwohl es für Mitte Februar erstaunlich voll war. Der Shuttle-Bus stand schon bereit, kaum drin ging es auch schon los.

Koffer check in, Hut ab Ryan Air, so schnell haben wir das noch nie erlebt!

Danach durch den Zoll, dank 9€ für Fast Lane ging auch das in Rekord-Zeit!

Kurz und gut, bis hier hin: Läuft 😎

Der Flieger? Nun ja, da merkt man das Ryan Air “billig” ist. Nicht mal Netze an den Sitzen, extrem eng bestuhlt, Notfall-Plan auf die Kopflehne gedruckt. Überflüssige Dinge wie Bildschirme oder Kopfhörer-Anschlüsse sind gar nicht erst vorhanden. Zur Unterhaltung gibt es dafür ununterbrochen Werbung für kostenpflichtiges Essen und Trinken an Board.

Aber für 2 1/2 Stunden Flug geht das schon.

Mietwagen

Den haben wir bei Sixt gebucht. Teuer? Ja, aber dafür vor Ort keine Wartezeit, keine Diskussionen um sinnlose Zusatz-Versicherungen und top Autos. Auch bei der Abgabe alles in 2 Min. erledigt.

Es dauerte dieses mal zwar etwas länger, das war aber ein paar wirren Asiaten geschuldet die sich nicht entscheiden konnten. Es gab dann sogar ein Upgrade, Polo mit 500km auf dem Tacho.

Hotel

Hier wird ab jetzt Urlaub genossen, dennoch möchte ich auch den Blog gerne weiter füllen und werde das auch tun. Doch statt vieler Worte wird es die Woche über nur ein Bilder-Tagebuch geben, d.h. jeden Tag die Bilder die uns am besten gefallen ohne störenden Text 😉 Ok, zumindest ohne allzu langen Text.

Hotel übrigens WEIT über Durchschnitt gut! Schaut euch deren YouTube-Video auf ihrer Homepage an. Es sieht hier wirklich genau so aus!

Wandern im Winter

Passend zu den aktuellen Temperaturen, bei uns waren gestern morgen -8°, mal ein paar Gedanken zum Wandern im Winter.

Ist das so viel anders?

Aus meiner Sicht ein deutliches Ja. So merke ich bei Winter-Wanderungen wesentlich eher Müdigkeit in den Beinen und auch eher mal ein ziehen in Bein-Muskulatur und in den Hüften. Dazu bin ich nach der Wanderung meist wesentlich müder und schlafe danach wesentlich tiefer. Die Kälte beansprucht den Körper doch um so einiges mehr. Ok, vielleicht liegt es auch am Alter von mittlerweile Ü50.

Was tun?

Ich bin sicher weit weg vom Outdoor-Profi, Gesundheitsberater o.ä., das bitte ich zu beachten. Ich kann da also nur meine eigenen Gedanken beitragen ohne Anspruch auf Vollständigkeit oder ultimativen Ratgeber.

Fangen wir also an. Zuerst mal bevorzuge ich bei Minus-Temperaturen lange Unterhosen. Klingt vielleicht Spießig, aber lieber Spießig als verfrorenen Hintern 😉 Ich nutze da meine mittlerweile über 20 Jahre alten Bundeswehr-Unterhosen. Die Dinger halten einfach erstaunlich warm. Leider verlieren die schon nach kurzer Zeit immer ihre Passform und dehnen sich aus. Dadurch reichen die irgendwann fast bis unter die Achseln. Sieht zwar merkwürdig aus, sieht ja aber keiner und hat den Vorteil das Nieren und Rücken gleich noch mit geschützt werden 😎 Die hat natürlich nicht jeder im Schrank und auch mein Bestand tendiert durch Verschleiß langsam Richtung 0. Irgendwann hatte ich mal zum Testen eine neuere Unterbüx aus Merino-Schafswolle gekauft, die ist wirklich top. Das “Zeug” würde ich sofort weiter empfehlen, der Stoff ist sehr leicht, sehr angenehm auf der Haut und hält dazu noch richtig warm!

Folgen die Socken, hier reichen mir meist ganz normale Socken, erst bei richtig heftiger Kälte kommen dicke Winter-Socken zum Einsatz, in diesem Fall wieder Modell Bundeswehr, die halten wirklich ewig und warm.

T-Shirt nehme ich gern irgendwas das mit Schweiß umgehen kann. Klar, hier gibt es diverse Funktionsunterwäsche die auch für eine fußläufige Überquerung des Südpols reichen würde, aber ein gutes T-Shirt aus Baumwolle tut es für erheblich weniger finanziellen Einsatz auch. Darüber trage ich gern ein warmes, dickes Hemd. Hat den Vorteil dass in Kombination mit dem T-Shirt eine angenehme Wärme erzeugt und ggf. den Schweiß mit aufnimmt.

Als Hose kommt dann eine extra angeschaffte Outdoor-Hose zum Einsatz. Da ist es gar nicht so wichtig welche Marke, sondern eher dass sie gut Feuchtigkeit abhält und den Wind nicht durch lässt. Denn wenn es bei reichlich Minus-Graden noch windig wird sollte man nicht unterschätzen wie kalt die Beine werden können und das tut der Muskulatur so gar nicht gut!

Der Pullover ist dann schon fast egal, Hauptsache warm. Zum Schluss die Daunenjacke drüber und los geht es.

Besonderheiten?

Ich habe mir irgendwann spezielle Handschuhe gekauft. Das sind im Prinzip Handschuhe bei denen die Finger-Abdeckungen auf halber Höhe abgeschnitten sind. Dafür sind auf dem Rücken des Handschuhs halbe Fäustlinge befestigt die über die Finger gestülpt werden. Das hat den Nachteil dass sie nicht ganz so warm sind die normale Handschuhe, aber den Vorteil dass man  die Fäustlinge nach hinten klappen kann und z.B. das Handy nutzen kann ohne die Handschuhe komplett auszuziehen. Vergleichbares hier.

Was man sicher nicht benötigt, was aber auch mal sehr angenehm sein kann ist ein Handwärmer. Als es sowas bei Amazon mal im Angebot gab habe ich mir einen gekauft und auf dem Brocken hat er schon mal gut funktioniert.

Wenn man mit dem Auto zum Wandern angereist ist Wechselkleidung nicht schlecht, also zumindest mal T-Shirt und Pullover. Denn nichts ist schlimmer als nach einer anstrengenden Wanderung durchgeschwitzt im Auto zu sitzen!

Ist das alles ausreichend?

Für uns ja. Ich weiß dass der eine oder andere jetzt schon den Aufschrei im Hals hochkommen spürt, aber wir halten nicht viel davon Ausrüstung für tausende von Euro zu kaufen um dann mal eine Winter-Wanderung durch die Lüneburger Heide zu machen. Kann man sicherlich machen, muss man zum Glück aber nicht 😎

Und da hier im Blog nicht belehrt werden soll und kein Anspruch auf Gottes Weisheit erhoben wird ist es wie immer nur mal ein exemplarischer Vorschlag wie man es machen und auf was man achten könnte.

Vorbereitung Skandinavien-Tour

Sie laufen. Ein Wohnmobil ist jetzt für 28 Tage angemietet, über den ADAC. Nach einigem Suchen wurde recht klar, der ADAC bietet da letztlich das aus unserer Sicht beste Preis-/Leistungs-Verhältnis, auch wenn er letztlich nur Vermittler ist. So mieten wir jetzt in Seevetal bei Mobile Freizeit Maschen einen Davis 600. Der schien uns für unsere Anforderungen ganz ok und völlig ausreichend. Dazu noch eine Rücktritts – Versicherung falls noch was dazwischen kommt und fertig ist die Laube. Eigentlich bin ich ja weniger der Fan von diesen Blechbüchsen und bevorzuge ein schönes Hotel, aber die unsichtbare Heike hat Befehl erteilt und wer etwas länger verheiratet ist weiß dass es besser ist sich zu fügen wenn die Frau was sagt 😉

Apropos Versicherung, beim Lesen über Touren und auch in Gesprächen staune ich immer wieder gegen was sich die Leute da so alles extra absichern. Das macht einen ja schon fast nervös. Wir haben schon bei unserer ersten Tour so gar nichts an Versicherungen abgeschlossen weil wir schlicht nicht mal darüber nachgedacht haben. Und wir werden das auch dieses mal nicht tun. Das ist keine Kritik an anderen Reisenden, nur für unseren Geschmack gibt es keine Vollkasko für das Leben und daher verzichten wir halt.

Die grobe Strecke haben wir im Kopf, zumindest für den Hinweg und die PQs liegen schon mal bei Groundspeak bereit. Die Überlegung ist noch ob per Vogelfluglinie oder über die Brücken, mal sehen was sich herausfinden lässt wie voll es Mitte Juli dort so ist. Der Rückweg ist dann grob über Norwegen, viel mehr steht noch nicht. Nur dort oben im Norden sind noch 4-5 Caches die nur alle paar Jahre gefunden werden, da wollen wir mal vorbei schauen und sehen was sich machen lässt. Mit 28 Tagen Zeit sollte sich wohl keine Hektik ergeben.

Wie sieht es sonst aus? Packliste ist angefangen, Kartenmaterial für Norwegen mal geschaut was es gibt aber dann doch beschlossen dass es schon so gehen wird 😎 Als Geocacher seit 2004 weiß ich um die Nachteile wenn man nur den Pfeil nutzt aber ich weiß halt auch dass es geht. Internet-Seite für Großbaustellen in Schweden auch gefunden, die Baustellen dort sollte man nicht unterschätzen! Und zu guter Letzt schon mal einen Anbieter rausgesucht der mir eine norwegische SIM-Karte verkaufen kann.

Als nächstes werden wir wohl mal Zelt und Co. auf Zustand prüfen müssen, aber da kann es vorher ruhig noch mal etwas wärmer werden. Warme Regenjacken sind fällig da die alten Jacken so langsam wirklich alt sind. Auch spezielle Outdoor-Nahrung werden wir dieses mal mitnehmen nachdem wir letztes mal erlebt haben das eine Dose Ravioli nach 2 Tagen im Nichts nur noch sehr bedingt sättigt.

Bleibt die eigene Fitness. Heike braucht sich zum Glück keine Gedanken machen, die macht so oft Sport die läuft das auf einer Pobacke ab. Bei mir läuft es aber auch schon ganz gut. Der gute Vorsatz, im Schnitt 10000 Schritt pro Tag zu laufen, funktioniert immer noch und ich merke tatsächlich dass mir die Schritte mittlerweile viel weniger vorkommen als zu Beginn. So sind wir ja schon immer viel gewandert aber eben eher nur am Wochenende. Wenn man dann auf täglich 10000 Schritte umstellt ist das schon eine andere Nummer.

Kurz und gut, alles im Lot und wir freuen uns schon immer mehr drauf. Im Moment sind noch ein paar andere Urlaube und Ausflüge davor auf der Agenda, aber der Sommer kommt langsam ins Blickfeld.

Trekking-/Wanderstiefel Salomon Quest Prime

Meine Meindl Vakuum Men GTX, mit denen ich immer extrem zufrieden war, gingen so langsam etwas aus dem Leim. Im wörtlichen Sinne, es löste sich die Sohle. Nach 5 Jahren ist das bei meiner Behandlung auch ok. Reparatur oder Neukauf, was darf es sein? Meine Entscheidung war Neukauf, mal sehen ob sich was getan hat auf dem Stiefel-Markt.

So wurde fleißig geschaut und wie immer man es sehen mag, mir waren Preise von über 200 Euro langsam etwas viel für ein paar Stiefel, welcher Qualität auch immer! Also war der Kreis schon mal etwas eingeschränkt und nach langen Forschungen fand ich bei zalando.de tatsächlich ein passendes Paar Stiefel, die Salomon Prime GTX – Trekkingboot. In schnittigem rot, wobei das eh nur die Schnürsenkel und Ösen sind. Der Preis war mit 103,95 Euro ein echter Schnapper, mittlerweile kosten die auch dort 159 Euro.

Von den Stiefeln war ich vom Start weg angetan! Leicht, sitzen gut am Fuß, griffige Sohle, Wasserdicht. Atmungsaktiv soll er auch sein, der Geruch nach einem langen Wandertag spricht da eine andere Sprache. Ich habe in anderen Stiefeln schon schlimmere Schweißfüße gehabt aber ganz ohne geht es in diesem Schuh bei mir leider auch nicht ab, hält sich aber in Grenzen. Vielleicht liegt es an meinen Schweißmauken 😉

Ich habe die Stiefel jetzt ein gutes halbes Jahr durch Herbst und Winter geprügelt und ich gestehe mit Pflege habe ich es nicht so. Dennoch sehen die Stiefel nach einmal abwaschen aus wie neu und auch wenn ich alle üblichen Stellen nach Schäden oder Abnutzung absuche ist nichts zu finden. Die Stiefel sind wirklich überzeugend.

Ein einziges Manko gibt es. Mir erschließt sich nicht wer diese Schnürsenkel entwickelt hat aber er muss wohl Sadist sein. Die halten nie, egal ob man sie locker bindet oder extrem fest, die sind nach kürzester Zeit wieder lose. Wer also rundum glücklich werden möchte sollte am besten gleich ein paar Schnürsenkel dazu kaufen. Nicht zu vergessen, ein etwas anderes schnüren hilft manchmal zumindest etwas, schaut euch einfach mal den Tipp bei MixiTV an, der funktioniert wirklich gut.

Ob ich die Stiefel für den Kinnarodden nutzen werde ist dennoch nicht ganz sicher. Für meinen Geschmack ist der Name etwas irre führend, d.h. sie nennen sich zwar Trekkingboot aber ich würde sie eher als Wanderstiefel sehen. Ich bin den ersten Kinnarodden-Trip in Wanderstiefeln gelaufen und bei beiden Stiefeln war am Ende die Sohle gebrochen, zum Glück wirklich erst kurz vor Rückkehr. Von daher muss ich dieses Paar noch mal auf Steinen testen, mal sehen wann sich das ergibt.

Auf dem Weg zum extrem winterlichen 5. Brockenfrühstück waren die Stiefel aber absolut top, Füße warm und trocken gehalten und gut zu laufen. Und das wäre auch in etwas mein Fazit bisher. Top Wanderstiefel die bis auf die Schnürsenkel nahezu perfekt sind. Sollte sich noch was ändern werde ich natürlich hier berichten.

Ach ja, vorsichtshalber hat die unsichtbare und sehr liebe Heike meine Meindl Stiefel reparieren lassen, so habe ich für den Kinnarodden die Qual der Wahl.

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Warum ein neuer Blog?

Warum nicht der alte Blog?

Der alte “Podcastkeller / Die schweigende Mehrheit” – Blog war mit Boulevard verbunden und daher hielt ich ihn für ungeeignet um einen neu ausgerichteten Blog zu starten, zu viele alte Geister.

Warum aber überhaupt einen neuen Blog?

Eigentlich ist es für mich ein wenig wie ein Tagebuch über die Vorbereitung auf unsere zweite Wanderung zum Cache “nothing but stones” am Kinnarodden den wir am 29.07.2010 zum ersten mal besucht haben.

Wieso läuft man da zwei mal hin?

Wir haben im Jahr 2018 Silberhochzeit und schon eine Weile überlegt was man da Besonderes machen könnte. Und irgendwie kam uns da der Gedanke unser größtes Abenteuer noch einmal zu erleben und das war für uns der Trip zum Kinnarodden.

Und dafür einen Blog starten?

Ja, der Blog soll danach auch weiter genutzt werden, aber der Kinnarodden Ausflug war zumindest mal Auslöser noch mal einen Blog zu starten. Denn wir sind beide nicht mehr so ganz jung und daher sehen wir es als durchaus nötig an uns auf so einen Trip gut vorzubereiten. Also sowohl das Material als auch uns. D.h. dieses Jahr ist Wander-Training angesagt und da wir das immer noch gern mit Geocaching verbinden, voilà, der Blog ist da 😉

Und warum nicht mehr Getrommel?

Das hat mehrere Gründe. Da ist schon mal die Tatsache dass “D-Buddi” halt sehr mit Boulevard, Gemecker, Genörgel und ähnlichem verbunden wird. Dass die schweigende Mehrheit auch viel Show war wird dabei gern übersehen 😎

Auch mag ich Werbung nicht. In wirklich keiner Form! D.h. dieses gegenseitige Gelobe von Blogs und Podcasts ist einfach nicht meine Welt. Dabei möchte ich das gar nicht verurteilen sondern einfach nur nicht daran teilnehmen. Ich bin und bleibe halt eher Eremit als Netzwerker. Daher bin ich auch nicht böse drum wenn der Blog nicht verlinkt wird und nicht in einem Aggregator landet. Wer den Blog findet und ihn lesen mag wird das schon tun und den Rest möchte ich damit gar nicht weiter belästigen.

Und was ist nun die Ausrichtung?

Wandern, Geocaching und Outdoor allgemein wird es wohl werden. Mal sehen was sich da so an Themen ergeben und was mich beschäftigt. Wobei Geocaching wohl weit vorne sein wird.