Honda CMX500 Rebel

Unsere Honda CBR500R musste mal wieder zur Inspektion und nach viel Gerede mit Engelszungen gelang es mir eine Honda CMX500 Rebel als Leihfahrzeug zu bekommen da wir die ganz spannend fanden. Gerne hat Honda Harke uns die nicht so recht geben wollen da sie nur eine haben und die wohl auch sehr gefragt ist. Von daher bin ich ganz froh dass man sich erbarmt hat und ich die Kiste mal für einen Tag fahren konnte. Ein Kauf hatte sich eigentlich schon erledigt, aber das war nach der Reservierung. Heike und ich sind nämlich mal vorbei gefahren und haben uns die Kiste angeschaut und zur Probe gesessen und waren uns schlagartig einig dass die nicht zu uns passt. Aber egal, die Probefahrt wollte ich dennoch nicht auslassen, vielleicht überzeugt sie ja doch noch. Hat sie nicht, aber dennoch möchte ich ein paar Worte verlieren, vielleicht interessiert es ja jemanden.

Die Optik ist schon arg eigenwillig, kommt bei den Bildern bei Honda gar nicht so zum tragen, dort fällt dieser merkwürdig Tank nie so auf. Arg länglich und hoch, dazu ist das Betanken echt eine Zumutung. Wie immer ich die Zapfpistole auch halte, irgendwie funktioniert sie nicht richtig gut. Warum höre und lese ich so etwas eigentlich nie in den unzähligen Tests?

eigenwilliger Tank

Ich finde mit meinen 1,88m irgendwie nie eine wirklich gute Sitzposition, der zu schmale Tank hilft da auch nicht weiter. Das wirkt für mich alles wie nicht richtig zu Ende gebaut.

Sitzposition finde ich nicht

Man sitzt schon sehr niedrig, der Punkt ist eigentlich ganz ok. Der Auspuff gefällt mir wie so einiges andere nicht besonders, einfach zu viel billiges Plastik. Immerhin hat sie für den Motor einen erstaunlich guten Sound, hört sich richtig bullig an.

viel Plastik

Der Übergang Sitzbank Tank ist irgendwie gar nicht richtig gegeben.

Sitzbank – Tank

Von vorne finde ich sie eigentlich optisch noch am überzeugendsten obwohl auch hier das Plastik der Spiegel nicht rüber kommt. Wenn sie wenigstens etwas filigraner wären.

vor Vorne gehts

Auch von hinten bei genauerem Hinsehen eher so lala. Der Auspuff wirkt fast als würde er nicht dazu gehören und das Rücklicht könnte aus den 80ern stammen. Ich war heute wirklich mal erstaunt was geschickte Fotos auf der Honda-Homepage so ausmachen.

von Hinten

Zündung an und dann brennt nicht nur der Scheinwerfer sondern auch die Blinker sind an. Hinten ist dem nicht so. Der tiefere Sinn hat sich mir allerdings nicht erschlossen. Stört letztendlich aber auch nicht.

Beleuchtung

Der Tacho hat wirklich nur die allernötigsten Infos, das passt eigentlich auch sehr gut zu dieser Maschine. Nur leider ist der Tacho digital und damit ist die Idee es passt zur Maschine auch schon wieder erledigt. Wobei das stöhnen auf hohem Niveau ist, insgesamt passt das schon zusammen.

Tacho

Selbst von der Seite kann mich die Maschine nur zum Teil überzeugen. Eigentlich finde ich sie sogar recht gelungen, wenn da nicht so viel Plastik wäre und dieses vor allem nicht aussähe als wäre es aus irgendeiner Reste-Rampe.

Seitenblick

Das Hinterteil ist eigentlich sehr gelungen zumal man die hintere Sitzbank ratz fatz entfernen kann. Aber wer hat nur dieses Rücklicht designed, ein Blinder? Wer die hintere Sitzbank entfernt sollte gleich die Fußrasten mit abbauen, die sehen offen gestanden auch wieder aus als wäre erst nach Fertigstellung der Maschine aufgefallen das die noch irgendwo ran müssen.

Hinterteil

Apropos Fußrasten, mir gelang es auch vorne kaum eine wirklich bequeme Position für meine Füße zu finden. Links hängt der Fuß irgendwie rum und ich hatte immer das Gefühl ich rutsch gleich ab. Rechts schaut der Motor so weit raus dass man immer dagegen haut und das Gefühl hat man wäre zu dicht dran.

Rechts

Das war Honda offensichtlich sogar klar, denn auf dem Motor hängt noch ein Plastik-Schutz. Sieht man auf dem Bild nur so ein wenig. Etwas mehr als die Hälfte (hinterer Teil) des Kreises ist mit einem extra Plastik abgedeckt. Übrigens wieder so ein Plastik von der Resterampe. Offensichtlich soll hier der Fuß des Fahrers vor Hitze geschützt werden.

Fuß-Schutz

Links kann ich nicht mal genau sagen wieso, aber obwohl es überhaupt nicht so ist habe ich immer das Gefühl ich rutsche ab.

Links

Der Schlüssel kommt übrigens links ins Zündschloß. Ist grundsätzlich ok, aber irgendwie blöd wenn noch was dran hängt, das wirbelt dann dort wie verrückt durch die Gegend. Wie und ob es eine Lenkrad-Schloss gibt konnte ich nicht recht feststellen, mir ist es zumindest nicht gelungen da was abzuschließen.

Zündschloß

Fazit

Aus unserer Sicht ist die Maschine ein einziges Desaster, weder Heike mit ihren rund 1,70m noch ich mit 1,88m haben eine gemütliche Sitzposition gefunden. Die Optik hat uns fast schon erschreckt. Entgegen den tollen Bilder auf der Honda-Seite sieht die in Natura reichlich anders aus, leider in vielen Bereichen einfach zu billig.

Der Motor ist für meinen Geschmack über alle Zweifel erhaben, der gefällt mir in der CBR500R schon hervorragend. Die Überarbeitung erzeugt dabei tatsächlich das Gefühl er habe noch mehr Dampf, dafür geht ihm gefühlt etwas früher die Luft aus. Und das stört mal so gar nicht denn über 130 km/h möchte man damit gar nicht fahren 😎

Und bitte, wenn sich jetzt zufriedene Fahrer jetzt schon aufregen wollen, lasst es ruhig. Dies ist und will gar kein ausgefeilter Test sein sonder ist einfach ein subjektiver Bericht wie uns die Maschine gefallen hat. Und vielleicht gibt es ja den einen oder anderen Fakt der dem einen oder anderen bei der Entscheidung pro oder kontra hilft.

Wir werden also wohl eher irgendwann auf die CBR500X umsteigen, die kommt unseren Vorstellungen näher.

BMW F700 – komische Variationen

Die liebe Heike ist ja mit unserer aktuellen Honda CBR500R noch ganz zufrieden, läuft stabil, hat genug PS (48) und lässt sich durch geringe Größe/Gewicht auch recht flott bewegen. Dazu noch geringer Verbrauch und niedrige Unterhaltskosten, so weit alles in Butter.

Kann ich alles unterschreiben, aber nach 2 1/2 Jahren möchte ich auch mal wieder was anderes fahren. Und altersgerecht würde ich auch gerne wieder etwas aufrechter sitzen. Mit 1,85m ist so eine CBR500R nämlich schon recht klein. So schaue ich immer mal wieder was der Markt so bietet. Da wir mittlerweile eher Sonntags-Fahrer sind und keine wirklichen Touren mehr angehen sollte es ein leichtes Maschinchen sein mit nicht ganz so hoher Sitzhöhe damit auch Heike beide Füße gut auf den Boden bekommt.

So kam ich auf die BMW F800. Also mal zum nächst gelegenen BMW-Händler und schauen wie die so in Natura aussieht. Hübsch, aber eindeutig zu hoch. Der Händler wies dann auf die BMW F700 hin, sozusagen die kleinere Ausgabe, die hätte er auch in tiefer gelegt da. Und ja, würde uns auch vollkommen reichen. Man kann sie also tiefer gelegt kaufen und damit passte die für Heike top, für mich auch gerade noch so. Also sind wir erst einmal wieder heim und überlegten demnächst eine Probefahrt zu machen.

Beim Studium des Prospekts dann aber der Hammer. Was der Händler “vergessen” hatte zu erwähnen, die Reduzierung der Zuladung bei der tiefer gelegten Variante. Und die ist so krass dass sie wohl auf jeden Fall erwähnt werden sollte!

In der Standardausführung darf die Maschine 224 kg zuladen, ein wirklich guter Wert. In der um wenige cm tiefer gelegten Variante reduziert sich das auf 137 kg! Oder anders formuliert in der Variante ist die Maschine zu zweit eigentlich nicht mehr wirklich nutzbar. Für uns hatte sich das damit dann schnell erledigt, damit wäre die Maschine schlicht nicht nutzbar für uns.

Also, Augen auf und immer ein Blick auf die technischen Daten für genau die Variante die man kaufen möchte, ansonsten kann das eine böse Überraschung geben! Wir für unseren Teil werden also weiter schauen. Da ich demnächst eh zur Inspektion zu meinem Honda-Händler muss werde ich mir wohl mal die Honda CMX500 Rebell anschauen. Die lässt eigentlich auch ganz entspanntes Sitzen zu und den Motor kennen und mögen wir. Und da es für die Zeit der Inspektion dort ein Leih-Motorrad gibt werde ich mal in Ruhe probieren wie mir die gefällt.

Nächster Monat rum

Und wieder ist ein Monat rum, meine Güte wie die Zeit vergeht. Und der gute Vorsatz hält immer noch an, der wöchentliche 10.000 Schritte Schnitt wurde erfolgreich gehalten. Wobei ich gestehen muss dass es dieses mal zumindest in einer Woche knapp wurde. Durch ein kurze aber intensive Erkältung kam der Schnitt ins Wanken, ist aber nicht gefallen, es geht also weiter.

Wie lange der Vorsatz noch hält ist mir noch nicht ganz klar, zuletzt wurde es manchmal gar etwas mühselig sich zu überwinden. Und bevor es zu “verpflichtend” wird werde ich es stoppen. Ansonsten ist mir die Gefahr viel zu groß den Spaß daran zu verlieren. Aber noch geht es, das waren nur wenige Momente bei denen so ein “reicht jetzt langsam” Gefühl aufkam.

Nach nun 3 Monaten der vielen Schritte kann ich allerdings leider nicht behaupten dass es so viel gebracht hat wie ich erwartet hätte. Ja, man ist etwas fitter und 10-15 km fallen einem leichter als zuvor, aber eben auch nur ein wenig. Abgenommen habe ich dabei auch nichts obwohl nicht nicht mal mehr esse als zuvor. Mich beschleicht das Gefühl mit Ü50 gibt der Körper seine Kalorien nicht mehr so leicht wieder her und/oder er gewöhnt sich schlicht daran die 10.000 Schritte zu machen. Das soll jetzt aber keine Gejammer sein, eher so ein subjektives Erleben. Ich gehe nämlich davon aus dass die Aktivität sicherlich gesünder ist als auf dem Sofa zu liegen und fettige Wurst zu essen 😎

Also schauen wir mal wie es weiter geht, ich werde es weiterhin vermelden. In nächster Zeit wird es auch langsam an der Zeit sein sich um die Ausrüstung zu kümmern, also Zelt, Kocher, Rucksack und was da noch so im Keller vor sich hin dümpelt und sich auf Skandinavien freut.

Neu, neu, neu 😎

Es wird der Schwerpunkt Wandern und Geocaching bleiben. Aber ab und an wird es vielleicht auch mal einen Artikel über Motorrad oder Computer geben. Ein bisserl Vielfalt kann so einem Blog doch nur gut tun 😉

Das nur mal so als Info.