Eckerlochstieg am Brocken, nicht ungefährlich!

Bald ist ja wieder das Mega Brockenfrühstück, übrigens immer einen Besuch wert. Allerdings nur wenn man wirklich zum Sonnenaufgang oben ist und den Weg zu Fuß hinter sich gebracht hat. Das ist natürlich nur meine eigene Meinung, für mich ist die Sissy-Variante (also mit der Bahn hoch und Mittags erscheinen) eine einzige Peinlichkeit. Denn nur dann hat man wirklich das komplette Paket. Also Nachtwanderung, tolle Panoramen auf lange Lichterketten und die Befriedigung es zu Fuß geschafft zu haben. Und wer es so nicht schafft, wo ist das Problem? Es gibt halt Dinge die kann man nicht, dann lässt man sie halt?!

Hoch zum Brocken gibt es so einige Wege und eben einen sehr beliebten aus Schierke. Dort gibt es die „einfachere“ Variante über die Teerstraße oder die etwas kürzere über den Eckerlochstieg. Beim letzten Brockenfrühstück war das eigentlich ein NoGo, viel zu viel Schnee. Aber wie immer wenn eine große Menge Menschen zusammen kommt gibt es immer auch eine kleine Gruppe die aus unerfindlichen Gründen (man munkelt es wird auf überraschendes Wachstum der Genitalien gehofft) meint man müsse unbedingt dennoch beweisen wie cool man ist und läuft auch dann über den Eckerlochstieg. Und da meine unsichtbare Heike gerade über einen Bericht vom NDR gestolpert ist möchte ich den hier noch mal verlinken ->HIER<-.

Ich kann es allen nur ans Herz legen, bewegt euch Outdoor mit Sinn und Verstand! Wem hilft es wenn mal wieder einer auf dicke Hose macht und dann gerettet werden muss? Außer dass er sich lächerlich macht und danach eher als Witzfigur rumläuft…

Upright GO – gerader Rücken Tool

Über irgendeinen Podcast oder irgendein Magazin bin ich auf dieses Gadget aufmerksam geworden. Da ich Rückenprobleme nur allzu gut kenne war ich sofort interessiert.

Mein Rücken ist eh schon krumm und eine Sache die mich immer stört, auf dem Motorroller falle ich immer wieder in eine sehr „krumme“ Haltung. D.h. statt gerade zu sitzen wird der Rücken richtig rund. Wenn es mir dann auffällt sitze ich wieder gerade, aber kaum muss man sich auf den Verkehr konzentrieren falle ich fast unverzüglich wieder in die falsche Haltung zurück. Da so ein Gadget dass mir mitteilt „du sitzt wieder schief“ um sich selber zu konditionieren wäre eine gute Idee.

Rund 75 Euro empfinde ich jetzt nicht gerade als preisgünstig, die nötigen Sensoren dürften wahrlich nicht so sonderlich teuer sein in Zeiten wo die in Handys dazu geschmissen werden. Dafür kam dann ein Paket in dem erstaunlich viel vorhanden war. Das Gerät selber, ärgerlicher weise ist das Plastikteil das so um Daumengröße liegt noch mal mit Plastik eingeschlagen. Völlig sinnlos, manchmal bekommt man das Gefühl der Verbrauch von Plastik würde gefördert 8-/ Dann kleine Büchlein mit den nötigsten Infos, ein paar Klebebänder um das Teil am Rücken anzukleben, USB-Ladekabel.

Also mal ausgepackt, gestartet und auf den Rücken geklebt. Klebt erstaunlich gut, nur ist der Kleber irgendwie ekelig, zumindest ist es wenig schön mit den Fingern dran zu kommen, die Konsistenz ist eher so lala. Aber das ist sicher auch Geschmacksache und kein echtes Problem. Hält auf jeden Fall ganz gut. Aber dann auch die erste Enttäuschung, es funktioniert, aber für meinen Geschmack viel zu grob. D.h. krümme ich den Rücken nicht zu sehr spricht das Gerät nicht an. Es ist schon eine gewisse Haltungs-Änderung nötig bevor das Gerät vibriert, bei dem Preis empfinde ich das als Enttäuschung. Immerhin ist das Vibrieren aber gut zu merken. Leider ist das Gerät zwar klein aber noch etwas platter wäre schöner. So trägt es doch schon auf und ist wahlweise zu sehen was zu komischen Rückfragen führen dürfte, oder unter der Jacke befürchte ich ein Verrutschen da es zu weit raus steht.

Ok, also mal schauen ob man es mit der App die man dazu laden kann vielleicht besser einzustellen ist. Und da kommt für mich die Haupt-Enttäuschung und vor allem das (für mich mittlerweile) absolute NoGo, keine Nutzung ohne Registrierung und damit letztlich Cloud-Anbindung. Davon habe ich die Schnauze voll. Es ist für mich bei dem Preis absolut indiskutabel dass man zusätzlich auch noch meine Daten abgreifen will und als Pebble-Nutzer weiß ich was es bedeutet wenn der Hersteller aus irgendwelchen Gründen die Server abschaltet. Und damit war der kurze Ausflug dann auch schon beendet, soll heißen das Gerät wieder im Karton auf dem Rückweg zu Amazon.

Fazit? Für diejenigen die Registrierung und Cloud-Zwang nicht stört durchaus nutzbar. Dann aber eben ohne Datenaufzeichnung. Wobei noch mal klar gesagt sein soll, es funktioniert in der eigentlichen Grundfunktion komplett ohne App! Für 75 Euro empfinde ich es für meinen Geschmack als sehr teuer denn so viel Technik ist es nicht. Ich für meinen Teil werde also eher wieder selber darauf achten gerade zu sitzen.