Geocaching/Wandern/Outdoor Magazine

Ich bin ja schon etwas älter und als Ü50er bin ich es noch gewohnt Magazine zu lesen. Liebe Jünglinge, Magazine sind sozusagen ausgedruckte kostenpflichtige Blogs 😉

Beim Geocaching habe ich früher das Geocaching-Magazin gelesen, hab sogar noch Ausgabe 1 hier rum fliegen. Hatte sogar mal ein Jahres-Abo, aber schon damals sah ich das eher als Spende denn als lohnende Ausgabe. Denn die Tests die es in der Zeitung gab waren so schlicht dass die Tests in noch so kleinen Blogs durchaus aussagekräftiger waren. Dazu kamen Berichte die oft aus der Community beigesteuert wurden. Gar nicht verkehrt aber eben auch nicht sehr professionell. Zusammen gefasst könnte man sagen das Magazin hatte nichts was es nicht auch kostenfrei über einen RSS-Feed gab.

Dann kam diese GoCacher-Magazin dass ich zum Start sogar sehr gut fand. Wesentlich peppiger und insgesamt machte es einen besseren Eindruck. Auch dort habe ich sogar einmalig ein Supporter-Abo abgeschlossen. Aber mit jeder Ausgabe entwickelte sich das Heft für mich in die falsche Richtung. D.h. immer weniger Inhalt und extrem viel mehr Werbung, da war klar dass ich das Abo nicht verlängere. Also der nächste Reinfall.

Danach hatte ich vorerst aufgegeben, also einfach über RSS ein paar Blogs verfolgt und gut ist. Ich kann nicht mal behaupten dass man dadurch irgendetwas wesentliches verpasst hätte!

Sieht mittlerweile etwas anders aus. Also die Magazine sind nicht besser geworden aber die Podcast-/Blog-Szene ist für mich im Bereich Informationen schlechter geworden. Da wird ja weniger berichtet als nicht ganz selten aufeinander rum gehackt. Kann man sicher machen, ist ja auch unterhaltend, aber in einem News-Format wirkt es eher nicht so wirklich gelungen.

ACHTUNG, man beachte: “für mich”. D.h. jeder hat da seinen eigenen Geschmack und für mich passt da halt zur Zeit nichts. Ich vermisse da die frühen Zeiten des Dosenfischer-Podcasts wo man in 30-60 knackigen Minuten eine schön dargebotene Übersicht bekam was in der Szene gerade aktuell ist, immer wieder ergänzt mit schönen kleinen Artikeln.

Jetzt suchte ich was fürs Wandern

Aber ok, mittlerweile verschieben sich die Prioritäten im Bereich Hobby bei uns eh etwas. So habe ich also mal interessiert geschaut was es eigentlich gerade so im Bereich Wandern und Co. gibt. Die Outdoor hatte ich mir mal vor längerem angeschaut, hatte aber zu sehr das Gefühl so etwas wie die Bild-Zeitung des Outdoors vor mir zu haben. Also zu knallig, zu “laut”, zu bunt. Also mal durchs Internet gesurft und geschaut was es denn da noch so gibt und das war gar nicht mal so wenig. Es ergibt keinen Sinn das jetzt hier im einzelnen aufzuzählen, schaut einfach über die Suchmaschine eurer Wahl, ist nicht so schwer zu finden. Letztlich entschied ich mich für ein Kurz-Probe-Abo der Wanderlust. Die erschien mir im gesamten Auftritt am Interessantesten da eben nicht so “länger, weiter, höher”-lastig.

Mittlerweile haben wir nun das zweite Heft des Kurz-Abos bekommen und was soll ich sagen? Wir werden es nicht verlängern. Mich hat schon der Ablauf des Abos irritiert, so dauerte es fast 3 Monate bis das erste Heft bei uns eintraf. Es kostet übrigens regulär 5,50 Euro am Kiosk. Dafür bekommt man ein Magazin mit 100 Seiten. Und grundsätzlich schon mal sehr passend für uns da unaufgeregt berichtet wird und auch die Tests durchdacht wirken. Aber für unseren Geschmack etwas zu unaufgeregt.

Nehmen wir mal Heft 2. Schon auf den ersten Seiten wirkt alles etwas mit Bildern überladen. Selbst ein wirklich eher kleines Inhaltsverzeichnis geht über zwei Seiten weil es enorm mit Bildern aufgeblasen ist. Die nächsten 2 Seiten sind dann ein doppelseitiges Bild einer Blumenwiese mit wenig Text. Erst danach geht es dann langsam mal mit dem Inhalt los. Etwas Werbung und viele Kurzberichte und ich frage mich zum ersten mal ob die überhaupt wirklich Autoren haben oder ob da nur was zusammen gefrickelt wird um die Zeitung zu füllen. Und schwupps, Seite 12 schon wieder ein doppelseitiges Bild eines Baums und gerade mal 7 Zeilen Text. Wenigstens werden jetzt mal die ersten Wandertouren beschrieben, aber letztlich auch immer nur arg kurz und mit Bilder nur so voll geballert. Und genau so gestaltet sich das ganze Heft, das ist schon fast ein Bildband.

Das Heft bietet durchaus auch interessante Infos und Tests, aber eben sehr wenig für den Preis und kaum etwas was ich nicht kostenlos im Netz finde. Was mir vor allem fehlt sind Berichte bei denen ich das Gefühl habe es hätte jemand geschrieben der das auch mal gelernt hat. Nichts gegen Amateure, aber es ist eben schon ein Unterschied ob ich in einem kostenlosen Blog lese oder für ein Magazin Geld ausgebe.

Fazit

Mann muss natürlich mal festhalten dass es sicherlich nicht ganz einfach ist ein Magazin im Bereich Geocaching, Wandern, Outdoor u.ä. zu gestalten da gar nicht so viele Themen vorhanden sind. Zusätzlich beschleicht mich das Gefühl dass ich wirklich alt werde. D.h. die Zeiten der Magazine scheint mir fast vorbei zu sein, das Angebot ist recht überschaubar und die Qualität auf dem Weg in den finstersten Keller. Auch im Bereich Motorrad und IT ist mir das schon aufgefallen. Gab es z.B. früher neben der Ct diverse andere gute Magazine ist heute nur noch die Ct übrig und auch die befindet sich für meinen Geschmack mittlerweile auf einem schmalen Grat!

Kurz und gut, ich werde wohl im Bereich Geocaching, Wandern, Outdoor und weiteren Interessen eher auf Magazine verzichten müssen. Aber mal sehen, vielleicht kommt ja irgendwann, irgendwas, wie Phönix auf der Asche und ich beziehe es dann doch noch begeistert 😎

Souvenirs, Souvenirs

Ich gehöre zu denen die Geocaching-Souvenirs wirklich völlig belanglos finden. Dabei stören sie mich nicht mal in ihrer Belanglosigkeit. Erstaunen tut mich manchmal die Aufregung über sie. Da gibt es dann die Fanatiker die gar nicht verstehen können warum sie nicht jeden interessieren und die anderen Fanatiker die auf jeden Fall nicht cachen gehen wenn es ein Souvenir gibt. Ehrlich gesagt kann ich beide nicht so recht verstehen, aber dass ist bei Fanatikern wohl immer schwierig.

Eigentlich spricht ja erst einmal gar nichts gegen die Souvenirs?! Wer sie nicht mag kann sie doch einfach ignorieren und wenn es auch nur einen Cacher gibt der sich über die Dinger freut dann ist doch alles gut?! Schon deshalb kann ich eigentlich nicht mal was gegen die Dinger sagen, kosten niemanden was und stören doch letztendlich auch nicht.

Ok, über die Bild-Auswahl kann man vielleicht noch sehr unterschiedlicher Meinung sein, die Bilder für manches Bundesland sehen ja auch als wären sie von den Nazis persönlich gemalt worden, aber das sind ja Details 😉

Die Folgen

Das ist es wohl was letztlich auch zu immer wieder aufflammenden Diskussionen führt. So sorgen Souvenirs z.B. immer mal wieder für Events und Caches die es ansonsten sohl nicht geben würde und mit Verlaub, zum großen Teil wäre das auch kein wirklicher Verlust da es oft auf die schnelle zusammen gepfuschte Events und Caches sind.

Ein zweiter Punkt ist wohl auch die Arbeitskraft die bei Groundspeak in die Souvenirs fließt bei der sich viele fragen ob die nicht für sinnvollere Dinge gebraucht werden könnte. Ein Argument das wohl auch nicht so einfach von der Hand zu weisen ist.

Ich sehe das offen gestanden etwas anders. Ich fand das Hobby und seine Regeln schon 2004 recht ausgereift und halte es gar nicht für verkehrt sehr, sehr vorsichtig an Regeln und Hobby herum zu schrauben. Da denke ich, kein Witz, so lange sich Groundspeak mit den albernen Souvenirs abgibt können sie wenigstens nicht anderes kaputt machen. Was bei großen Neuigkeiten passiert kennt man ja, siehe die tolle Idee der Challenges oder die sagenhafte neue Suchfunktion die bis heute nicht wirklich funktioniert.

Wie weiter?

Da ist wohl anzunehmen dass es so weiter geht. D.h. Groundspeak wird nicht viel ändern da ihnen offensichtlich nichts einfällt oder sie wie ich zu der Einsicht gelangt sind dass sie große Änderungen nicht hin bekommen.

Was ich mich frage wäre wie lange die Cacher die Souvenirs noch interessant finden. Ich habe heute mal geschaut, trotz völliger Ignoranz der Souvenirs habe ich bereits 110 Bildchen bekommen. Eine beeindruckende Flut und meist sorgen solche Fluten ja eher dafür dass die Leute irgendwann der Bildchen leid werden.

Fazit

Wieso führen die Souvenirs eigentlich überhaupt zu Reibereien und Diskussionen? Wäre es nicht wesentlich klüger sich einfach zurück zu lehnen und die albernen Bilder einfach zu ignorieren? Also ich werde es genau so handhaben! Kurz und gut, freut euch einfach über die niedlichen Bilder und geht lieber raus, cachen 😉

Wieder mal Wandertag – Nacktwanderweg Undeloh

Es war mal wieder an der Zeit, unser monatlicher Wandertag. Dieses mal ging es nach Süden, nach Undeloh. Dort gibt es den Nacktwanderweg Undeloh und gleichzeitig den Cache GC6XRXE der genau auf diesem Weg verläuft.

-4 Grad und ein schneidiger Ostwind sorgten schon mal dafür dass weder wir noch irgendjemand anders Textilfrei unterwegs war! Das Risiko hier wichtige Körperteile durch Frosteinwirkung zu verlieren war doch arg hoch. So hatten wir den Weg auch für uns allein, das freut mich als bekennenden Eremiten natürlich schon mal besonders.

Aber auch die Wanderung erfreute uns durchaus, eine wirklich schöne Gegend. Und zum Glück erwies sich die eisige Kälte auch als weniger schlimm als erwartet. Nicht das es wärmer geworden wäre, aber der Weg führt fast durchgehend durch den Wald und überall wo der eisige Wind nicht hin kam hatte man das Gefühl es wäre 20 Grad wärmer. Man kann ohne Übertreibung sagen dass man dort richtig ein wenig ins Schwitzen kam da man ja eigentlich für den Südpol gekleidet war. Dennoch haben wir auch dort darauf verzichtet uns der Kleidung zu entledigen.

So läuft man also rund 10 Kilometer in einer Runde durch ein schönes kleines Waldgebiet in dem man bis auf ein paar hundert Meter zu Beginn immer schön geschützt ist und so die Natur auch bei der heutigen Kälte wirklich genießen konnte.

Der Weg ist für Wanderer vielleicht etwas kurz, zumindest wenn das Wandern im Vordergrund steht. Nach rund 2 Stunden ist man halt durch und die Ecke ist wirklich nett aber spektakuläre Aussichten oder Besonderheiten gibt es halt nicht und so ist es schon fast mehr ein netter Spaziergang und weniger eine Wanderung. Das soll jetzt gar keine Kritik sein sondern einfach dabei helfen die Tour richtig einordnen zu können.

Der Cache verläuft genau auf dem Wanderweg. Die Aufgaben sind klar und eigentlich kann man nicht viel verkehrt machen. Die Final-Koordinaten zusammen zu setzen sollte im Normalfall auch niemanden wirklich überfordern, das ist alles überschaubar. Für mich aber auch etwas dass einen guten Wandercache auszeichnet, man läuft eine schöne Runde, kommt durch die Abstände auch wirklich mal ins Laufen und am Ende findet man recht sicher ohne großes Trara die Final-Dose.

Wer also Lust auf eine Runde mit überschaubarer Länge hat die einen so 2-3 Stunden beschäftigt, dann seid ihr hier absolut richtig! Und zwar sowohl Wanderer als auch Cacher.

Im Sommer, bzw. bei Wärme könnte das natürlich anders aussehen. Entweder läuft man selber wie Gott einen geschaffen hat oder eben angezogen. Letzteres hat dann aber irgendwie schon ein Geschmäckle sollte eine Gruppe Adam und Evas entgegen kommen wirkt man dann doch vielleicht ein wenig wie ein Spanner. Also ich würde mich dabei zumindest irgendwie komisch fühlen, glaube ich. Eben weil ich gleich das Gefühl hätte ich würde für eben so einen Spanner gehalten und ich bin auch nicht sicher ob ich so jeden und alles was da so läuft überhaupt nackt sehen möchte 😉

Jeder wie er mag, auf jeden Fall wollte ich mal auf den Weg hinweisen, er ist halt schön und vielleicht hat ja wirklich jemand Lust mal eine andere Form von Wandern auszuprobieren, hier könnt ihr es tun und seid auch noch fast auf dem gesamten Weg vor zu neugierigen Blicken geschützt.

GSAK – Cache-Infos für andere dabei haben

Mir passiert es immer mal wieder dass mich jemand anruft und einen Cache nicht finden kann. Dann hat er gesehen dass ich den irgendwann schon mal gefunden habe und hofft nun auf einen mehr oder weniger hilfreichen Tipp wo oder wie der Cache zu finden ist. Ich finde das völlig ok und möchte hier auch nicht darüber diskutieren ob der Sinnhaftigkeit. Dazu gibt es wahrscheinlich eine unendliche Zahl an Ansichten und letztlich hat jeder für sich Recht. Anders formuliert, niemand muss anrufen und niemand muss helfen, jeder kann ganz allein für sich entscheiden wie er das handhabt. Wenn mich jemand anruft handhabe ich es zumindest so dass ich so gut ich irgend kann unterstütze.

Daher schreibe ich mir bei Caches deren Finden nicht so einfach war meist etwas in GSAK auf, d.h. eine kurze Notiz über die Besonderheit des Verstecks oder des Caches selber. Ebenso Bonus-Zahlen und ähnliche Dinge. Oft genug konnte ich dadurch dem einen oder anderen Cacher helfen.

Blöd nur wenn man selber gerade irgendwo in den Wicken unterwegs ist und sein GSAK nicht dabei hat. Oft erinnert man sich an besonders schwierige Caches, aber wenn man wie ich eine Weile dabei ist kann das auch schon mal so lange her sein dass man sich eben nicht mehr erinnert. Und obwohl ich natürlich nichts dafür kann ärgere ich mich dann immer etwas dass ich nicht helfen konnte da ich aus Erfahrung weiß wie frustrierend eine erfolglose Suche sein kann.

Was tun?

Da habe ich über die Jahre die verschiedensten Dinge ausprobiert, meist in Form von Apps. Aber ob nun GDAK oder C:Geo oder was immer ich ausprobiert habe, die Apps waren mit Datenmengen ab 7000-8000 Datensätzen bereits so inperformant dass sie unterwegs nicht mehr sinnvoll nutzbar waren. Und da ich mittlerweile bei fast 15000 Funden bin ist das also keine Lösung. Auch der Export in HTML war keine Lösung, auch das ist nicht mehr so recht händelbar. Alle anderen Idee scheiterten daran dass ich auch keine Lust habe jedes mal lange Zeit zu investieren um solche Daten dabei zu haben.

Lösung, zumindest eine mögliche

GSAK hat eine Funktion unter “File – Notes – Export” durch die man alle Cache bei denen etwas in “UserNote” steht exportieren kann. Da bekommt man zwar die korrigierten Koordinaten von Mysteries nicht mit, aber immerhin schon mal kompakt mit “Code” und “UserNote” die wichtigsten Informationen. Diese Datei speichere ich automatisch in einen Ordner der von Evernote überwacht wird wodurch die Datei dort landet. Ebenso könnte man die Datei in einen Ordner speichern der dann automatisch mit dem Handy synchronisiert wird. Und so simpel habe ich die Datei dann auf dem Handy und damit Outdoor dabei. Da es eine simple Text-Datei ist kann ich diese dann problemlos durchsuchen und dem anrufenden Cacher helfen.

Exotische Lösung, bzw. IT-Nerd-Lösung

Wer vielleicht noch andere Felder haben möchte oder etwas anders aufbereiten möchte hat letztlich zwei Wege. Man kann sich in die GSAK-Makro-Sprache begeben, dort bekommt man nahezu alles gelöst! Aber die benötigt auch schon etwas Einarbeitung und wer sich nicht täglich damit beschäftigt der ist auch schnell wieder raus. Ich bevorzuge die etwas rudimentäre Methode indem ich direkt auf die Datenbank von GSAK gehe.

Man besorge sich ein Tool wie DB Browser for SQLite, installiere und starte das Programm. Dann gehe man in seinen GSAK-Datenordner und werfe einfach die .DB3 Datei auf die linke Seite des DB Browser. Und siehe da, die Datenbankstruktur erscheint. Ab hier kann man dann in GSAK-Daten machen was man möchte und sich die Daten mit einfachen SQLs aufbereiten. Weiter möchte ich hier aber nicht gehen. Wer hier noch begreift was Sache ist weiß was er tut und kommt allein zurecht, wer hier nicht mehr recht folgen kann sollte lieber die Finger davon lassen, hier kann man sich locker sein ganzes GSAK zerlegen!

Wer also anrufenden Cachern helfen möchte, hier zumindest mal mein Weg wie es möglich wird. Und es ist wie immer, es ist nur eine Idee 😉

Event in Büren, nicht mehr lange hin

Nachdem wir ja vor einem Jahr das Event in Büren noch mehr als belächelt haben erstaunte mich doch die Hartnäckigkeit mit der versucht wird dort ein großes Event auf die Beine zu stellen. 2017 waren es letztlich 120 Attends, doch eher mau für die Erwartungen der Owner die vorher über die üblichen Medien schon extrem vorlaut getönt hatten. Da war von Beginn an die Rede von Mega-Event und auch ansonsten war Zurückhaltung eher nicht so sehr gegeben! Vieles wurde dann in den üblichen Kanälen mit dem Alter des Owners gerechtfertigt der da wohl gerade 15 oder 16 war. Aber eine Event-Orga besteht nicht nur aus einer Person, von daher, nun ja. Auch die Stimmen danach waren sehr durchwachsen. Die wenigen Aussteller waren von der Orga wohl eher positiv angetan, die Besucher-Begeisterung hielt sich in engen Grenzen. Eine durchziehende Schützenfest-Kapelle ist vielleicht doch nicht so der Höhepunkt eines Cacher-Events.

Aber egal, 2017 ist Geschichte und irgendwann kam das Listing für den 07.04.2018. D.h. die Orga versucht erneut ein Event auf die Beine zu stellen. Zumindest im PR-Bereich scheint man etwas dazu gelernt zu haben. Natürlich preist man das eigene Event immer noch an, aber eben nicht ganz so protzig. Oder anders formuliert, in diesem Jahr erscheint mir die PR sehr angemessen. Und vielleicht ist das auch der Grund warum dieses mal schon einige Will attends mehr vorhanden sind, zur Zeit so um die 160. Natürlich immer noch lange kein Mega, aber immerhin eine deutliche Steigerung. Das Event könnte dabei sicherlich noch wesentlich mehr vertragen, im Listing sind allein 4 Park-Areas und ein Wohnmobil-Stellplatz angegeben, es ist also gut vorgesorgt.

Das Ganze startet mit einem Freitags-Meet&Greet-Event das allerdings bisher gerade mal um die 15 Will attends hat. Da ist die PR-Abteilung allerdings auch nicht ganz so geschickt, so richtig geht das aus dem Haupt-Event-Listing nicht hervor. In der Beschreibung auf der Homepage ist es erwähnt, aber nicht verlinkt. Das ist eh so eine PR-Panne, die Homepage wirkt ganz gelungen, aber fast nirgends sind die Sachen verlinkt. In der heutigen Zeit ist das eher unglücklich zu nennen. Alles nicht so wild, aber kostet sicherlich den einen oder anderen Besucher der es gar nicht mitbekommt dass es da noch mehr gibt. Dito das Abschluß-Event am Sonntag. Übrigens das Einzige was dieses mal etwas kostet, aber auch nur wenn man ein Frühstück haben möchte.

Programm gibt es auch wieder. Am Freitag kann bereits an einer Stadtführung teilgenommen werden. Samstag um 10.00 Uhr werden irgendwelche Caches freigeschaltet, ich vermute mal Lab-Caches. Ein paar Aussteller sind auch da:

dazu heißt es dann so schön “und weitere die jede Woche dazu kommen”, kann man wohl unter Werbe-Sprech abtun 😎

Das Programm an sich findet ihr hier und es wird dann auch klar warum es eher kein Mega werden wird, das ist schon sehr, sehr “einfach” gehalten. Anders formuliert, da ist eigentlich kaum etwas dabei was Cacher anziehen würde. Und auch bei der Band habe ich nur bedingt das Gefühl dass sie so recht zu einem Event passt. Aber gut, lassen wir uns überraschen.

Und das werde ich dieses Jahr tatsächlich tun, also mich überraschen lassen. Denn die unsichtbare Heike und ich werden dieses Jahr tatsächlich mal übers Wochenende nach Büren fahren und uns das Spektakel anschauen. Ob wir das Freitags-Event auch mitnehmen ist noch unklar, Sonntags-Event auf jeden Fall nicht wegen Heimreise. Aber das Haupt-Event werden wir auf jeden Fall besuchen. Wahrscheinlich nicht wie wir es sonst meist getan haben, also den ganzen Tag, aber für einen gemütlichen Rundgang auf jeden Fall. Den Rest des Tages werden wir wahrscheinlich eher die Stadt besichtigen oder etwas wandern gehen, mal sehen wie es sich entwickelt. Auf jeden Fall werde ich danach mal berichten wie sich Events in Büren denn so live anfühlen 😎

 

 

Planungstool Evernote

Um was geht es?

Geocaching, Wandern, Outdoor. Alles hat zumindest mal eines gemeinsam, Planung ist durchaus nicht verkehrt. Und da möchte ich mal unser Tool der Wahl vorstellen, das ist Evernote. Es gibt das Tool in verschiedenen Varianten, Basic, Plus, Premium und Business. Die Basic-Version ist für einen Test durchaus geeignet und je nach Anforderung vielleicht sogar ausreichend. Da wir das Tool wirklich intensiv nutzen, also auch um uns abzustimmen und Projekte zu begleiten haben wir die Premium-Variante und die bietet schon einen sehr großen Umfang.

Einziger wirklicher Konkurrent ist für mich Onenote von Microsoft, ist sogar kostenlos. Nur hat Microsoft die Clients derart verschlimmbessert dass es für uns nicht mehr in Frage kommt. Dazu kann er nicht mit animated GIFs umgehen und hat keine einfache Möglichkeit Termine zu setzen. Ist aber natürlich auch ein Stück weit Geschmacksache. Für uns ist die problemlos Synchronisation, die Verfügbarkeit auf fast jeder Plattform und vor allem die Einfachheit der Nutzung entscheidender Faktor gewesen Evernote in Einsatz zu bringen. Plus/Premium ist für uns schon deshalb nötig damit Evernote auf mehreren Geräten genutzt werden kann.

Es soll hier auch gar nicht das Ziel sein das gesamte Anwendungsspektrum aufzuzeigen sondern einfach mal ein Beispiel zu geben wie man eine Planung machen könnte. Vielleicht interessiert auch den einen oder anderen nur der Ansatz und ihm fällt ein viel besseres Tool ein! Falls ja, gerne hier kommentieren, interessiert mich und bestimmt auch andere.

Wie kann es gehen?

In einem Blog wie diesem bietet es sich natürlich an aufzuzeigen wie wir beispielhaft einen Urlaub inklusive Geocaching, Wandern und Outdoor-Aktivitäten planen.

Man kann in Evernote Bücher und Büchersammlungen anlegen. Da kann jeder strukturieren wie er es mag. Hier mal eine Übersicht wie das z.B. bei uns grob unterteilt ist.

Im Ordner-Verbund “Urlaub” sind die einzelnen Ordner untergebracht. Planung für aktuelle Urlaube liegt immer in “Urlaub – Aktuell”. Ist der Urlaub später beendet füge ich alle Notizen zu einer zusammen und lege sie im jeweiligen Ordner (Land) ab, dazu aber später mehr. Hier erstmal in “Urlaub – Aktuell”

Hier sieht man schon wie man den Urlaub schön ein einzelne Notizen zusammen fassen kann. Die Schreibweise habe ich gewählt um bei der Sortierung nach Namen die zusammengehörigen Notizen untereinander haben zu können. Wie im Beispiel Mallorca zu sehen hat man so schnell Zugriff auf alles was man so benötigt. Als führende Notiz lege ich mir immer eine Notiz mit “Jahr/Monat Ort” an, hier also “2018/02 Mallorca”. Dort kann man z.B. mit Checkboxen versehen notieren an was man noch denken muss, wie z.B. Pocket Query, Boardkarten ausdrucken und ähnliches. Dazu notiere ich mir hier meist die wichtigsten Dinge wie Orte, Daten und Sehenswürdigkeiten in Kurzform.

Dann habe ich noch eine Notiz mit der Packliste für die ich ein Template habe, für den Flug mit Tickets und Co, für das Hotel, für das Parkhaus, für Mietwagen und was sonst noch so anfällt. Da spielt Evernote eine Haupt-Stärke aus, per Web-Clipper ist jede Webseite schnell als Notiz in Evernote gewandert. So habe ich ohne viel Aufwand wirklich jede erdenkliche Information für den Urlaub dabei und finde ihn auch sehr schnell. Evernote kann auch mit Dateien umgehen, d.h. ich kann hier auch Tracks, GPXe und ähnliches rein werfen und habe es dann vor Ort dabei. Stoße ich im Netz auf Wandertipps, auf passenden Ausrüstung für den Outdoor-Teil des Urlaubs oder Sehenswürdigkeiten wandert dies alles per Klick in Evernote und ich schaue mir irgendwann in Ruhe durch was für uns wichtig sein könnte.

Auch sehr schön ist die Termin-Funktion die über ein Plug-In mit dem Google-Kalender zusammen arbeitet. Wir haben z.B. bereits die Unterkunft für das nächste Brockenfrühstück gebucht. Booking.com bestätigt das, schwups per Web-Clipper in Evernote und die wichtigsten Infos oben drüber geschrieben. So können wir hier z.B. bis 06.12. noch stornieren. Also bekommt die Notiz eine Erinnerung für den 05.12. damit ich daran erinnert werde, ebenso an die Abbuchung über die VISA-Karte.

Ist der Urlaub dann, hoffentlich angenehm, verlebt brauche ich die Notizen natürlich nicht mehr in dieser epischen Breite. Dennoch behalte ich sie eigentlich ganz gerne. Vielleicht will man ja noch mal etwas nachschauen. Oder wir bewerten auf einige Dinge für uns und schreiben das oben rein, so wissen wir auch später noch ob ein Hotel mal besonders gut oder schlecht war und was es sonst an Besonderheiten gab. Dazu kann man die Notizen einfach zusammenführen und das sogar in selbst vorgegebener Reihenfolge.

Und diese eine Notiz wandert dann in den jeweiligen Ordner und bildet das Archiv.

Und das war es auch schon. Wie gesagt, es geht hier nicht darum Evernote im Detail zu erklären sondern einfach nur mal beispielhaft zu zeigen wie eine Planung mit einem Tool aussehen kann, bzw. bei uns auch aussieht.

Fazit

Wir sind früher auch eher ohne jede Planung los. Aber es zeigt sich doch immer wieder dass Planung in Form von Packlisten und ähnlichem vielleicht spießig sind aber letztlich doch auch sehr praktisch und einem die eine oder andere böse Überraschung vor Ort ersparen 😉

Ob man einfach ein Stück Papier nimmt oder eben ein Tool einsetzt ist wohl weniger entscheidend als sich eine Art und Weise der Planung zu suchen die zu einem passt. Und Evernote ist halt eine davon, für uns eine sehr passende da so beide unabhängig von einander ihre Gedanken festhalten können und sie irgendwann in Ruhe durchschauen können.

Handy als GPS? Mit Moto Z bin ich top zufrieden

Die Diskussion ob ein Handy zum Cachen geeignet ist oder nicht war zu seiner Zeit auch nicht ohne. Übrigens sieht es in den Wander-Foren nicht anders aus, auch dort gibt es die üblichen Plattform-Kämpfe. Mittlerweile hat die Diskussion sich etwas beruhigt und nur noch ab und an meinen einzelne Cacher abfällig von Handy-Cachern zu sprechen. Dabei bin ich mir nicht sicher worum es ihnen wirklich geht. “Handy-Cacher” wird ja auch gern als synonym dafür benutzt Cacher zu bezeichnen die “schlurig” mit Caches umgehen. D.h. man unterstellt einfach mal dass man sich mit einem GPS vor der Nutzung auseinander setzen muss und mit einem Handy einfach ohne Vorbereitung los legt. So weit ist das ja nicht verkehrt, aber daraus wird dann gerne geschlussfolgert dass Handy-Cacher das Hobby weniger lieben als GPS-Cacher und das ist natürlich schon eine recht sportliche Sichtweise 😉 Gehupft wie gesprungen, soll im Prinzip auch nicht das Thema sein.

Ich selber bin vor 2-3 Jahren vom Garmin Montana auf Handy umgestiegen weil es einfach keine wirklichen Vorteile mehr durch ein GPS für mich gab. Im Gegenteil, das Handy ist wesentlich flexibler weil es eben auch noch unfassbar viele Apps haben kann und eine Online-Verbindung hat. Einziger Nachteil war für mich IMMER die Laufzeit. Die Haltbarkeit war eigentlich immer nur eine Frage der Hülle für das Handy. Und die Laufzeit ist für mich mittlerweile kein Problem mehr.

Am Anfang gab es die Lösung mit dem mitgeführten Power-Pack, das war für mich nie eine wirkliche Lösung. Das Gehampel mit der Kabelverbindung zum Handy und die dadurch entstehende Inflexibilität war für mich einfach zu hoch. Ein Handy mit wirklich langer Laufzeit war hingegen oft zu abgespeckt. Und dann stieß ich auf das Motorola Moto Z Play. Das war für mich die vorerst endgültige Lösung. Schon in der normalen Ausführungen brachte mich das Handy bei normalem Cachen über den kompletten Tag ohne dass ich die GPS-Funktion sparsam hätte einsetzen müssen. Und mit dem Konzept der Mods (einfach anklickbare Zusatzteile) gab es noch ein Powerpack dazu dass einfach hinten angeklickt wird, magnetisch hält, und dann für fast 2 Tage am Stück mit GPS hält, bei normalem Handy-Einsatz sogar 3-4 Tage. Dabei empfinde ich das Akkupack nicht mal als störend, im Gegenteil. Dadurch bekommt das Handy ein Gewicht und eine Form die ich wesentlich lieber in der Hand halte als diesen super dünnen Mist der schon fast in die Hände schneidet.

Der GPS-Empfang ist top, die Laufzeit absolut ausreichend. Zur Zeit läuft es mit Android 7.1.1 und Android 8 ist angekündigt. Auch die sonstige Ausstattung ist absolut auf Höhe der Zeit und preislich liegt es eher im Mittelfeld.  Und nicht nur cachen ist überhaupt kein Problem, wir nutzen es genauso für unsere Wanderungen im Harz zur Wandernadel und auch zur Auto-Navigation. Einzig die Kamera würde ich als schwach bezeichnen, gute Bilder gelingen wirklich nur mit sehr ruhiger Hand, ansonsten hat sie so ihre Problemchen. Ist aber für Schnappschüsse letztlich schon noch ausreichend. Kurz und gut ein rundum taugliches Handy dass allen normalen Einsätzen gut gewappnet entgegen schaut.

Wer sich also fragt ob es ein Handy gibt das ein GPS nahezu ersetzen kann dem möchte ich das Motorola Z Play mit Akku-Mod ans Herz legen, damit habe ihr ein tolles Gerät!

Nahezu? Ja, auf Mehr-Tages-Touren bevorzuge ich immer noch ein Garmin. Wir haben da seit langem noch ein Colorado 300 dass ich allein schon für sein hervorragendes Display liebe und als Ersatz jetzt ein eTrex 20 dass durch seine gigantische Laufzeit besticht. Und vor alle, beide laufen mit AA-Batterien und benötigen keinen Spezial-Akku-Kram. Und immer wenn ich das eTrex mal einsetze, also mit “rasantem” USB2 kopple und dann ewig warte bis die GPX hoch geladen ist, dann weiß ich auch gleich wieder warum ich mit dem Handy irgenwie besser dran bin 😉

Wie ist es mit Wander-Schuhen?

Wander-Stiefel haben natürlich immer ein gewisses Gewicht. Dazu sind sie steif im Knöchel, beim Autofahren stört das schon mal. Und zu guter Letzt tut es dem Geruch der Füsse natürlich auch nur bedingt gut wenn sie so komplett abgeschlossen sind.

Bleibt also die Idee Wander-Schuhe zu nutzen. Das habe ich über die Jahre immer mal wieder probiert, funktioniert hat es aber nie. Kann natürlich auch an meinen Füssen liegen 😎

Mit folgenden Wander-Schuhen habe ich so meine Erfahrungen gemacht.

The North Face Hedgehog GTX XCR

den hatte ich 2011 und nach seinem “Tod” 2012 gleich zweimal gekauft und im Einsatz. Allerdings hat er nicht so recht überzeugt. Eigentlich lag er sehr gut am Fuß und hatte vor allem eine sehr, sehr überzeugende Sohle. Dazu sei erwähnt dass ich Hobby bedingt immer mal wieder Bäume beklettere und da ist eine gute Sohle wirklich viel wert. Und eben bei diesem Schuh war der Grip so richtig gut. Leider war es mit der Wasserdichtigkeit nicht so weit her, bei etwas mehr Feuchtigkeit ging das schnell durch. Haupt-Kritikpunkt war aber die Haltbarkeit. Einmal hätte ich knapp über 1 Jahr bis zu den ersten Auflösungserscheinungen noch hingenommen, beim zweiten mal aber nicht mehr und damit war der Schuh bei mir raus.

The North Face – unbekanntes Modell

Da ich viel von The North Face halte habe ich irgendwo mal einen Turnschuh der Marke im Ausverkauf gesehen und mitgenommen. Leider habe ich keine Rechnung mehr, daher weiß ich nicht mal mehr die genaue Bezeichnung, aber ich habe ein paar Bilder unten dran gehängt. Der Schuh ist ein echter Hit, der ist so gut Belüftung dass an Schweißfüße gar nicht zu denken ist, im Gegenteil, die Füße werden eher zu kalt. Aber im Sommer der absolute Top-Schuh! Auf Wasserdichtigkeit sollte man hier aber noch weniger setzen. Dafür aber auch wieder eine sehr gute Sohle und er liegt top am Fuß. Den würde ich wohl wieder kaufen aber es scheint ihn nicht mehr zu geben.

Reebok Sawcut 4.0 GTX M Walkingschuhe

Die Schuhe waren ein echter Glücksgriff. Die liegen top am Fuß, die Sohle bietet richtig guten Griff, die halten mir die Füße sehr lange trocken und selbst die Schnürbänder sind hervorragend, die gehen nicht dauernd auf. Für mich eigentlich der bisher beste Schuh den ich im Einsatz hatte und die würde und werde ich wohl auch wieder kaufen wenn es sie nach dem “Tod” meines jetzigen Paars noch gibt.

Salomon Wanderschuhe

Auch dieser Schuh liegt recht gut am Fuß, wenn auch nicht ganz so gut wie die vorher aufgeführten, aber die Unterschiede sind da klein. Wasserdichtigkeit ist wieder mal so lala und auch die Sohle ist ok, mehr aber auch nicht. Mir wirkt der Schuh insgesamt etwas labberig, d.h. er wirkt irgendwie immer als wenn ihm irgendwelche Stabilisatoren verloren gegangen wären, kann ich leider nicht genauer beschreiben. Auch die Schnürung gefällt mir nicht da sie immer etwas hin und her rutscht. Den Schuh würde ich nicht wieder nehmen.

Vibram FiveFingers Bikila M358

Der sei nur mal am Rand erwähnt, ein Zehen-Schuh. Ist mal eine ganz witzige Erfahrung mit so etwas rum zu probieren. Als erstes habe ich mir passende Socken dazu gekauft, ansonsten war mir das Schweiß-bedingt zu unangenehm an den Zehen. Dann ist es ein schwer zu beschreibendes Erlebnis damit zu gehen, es ist halt einfach völlig anders als man es kennt und man kann sich mit Sicherheit auf schmerzende Schienbeine am Folgetag einstellen wenn man es nicht gewohnt ist. Dennoch sind die bei mir im Einsatz, nämlich wenn ich (selten) mal was auf irgendeinem Dach machen muss. Warum? Die vermitteln ein unheimlich gutes Gefühl zum Untergrund und auf Dachpfannen kommst du dir damit vor wie Spiderman!

Fazit

Ich habe eine gute und einige nicht ganz so gute Outdoor-Schuhe. Für mich sind sie aber komplett für Wanderungen nicht zu gebrauchen. Dazu fehlt mir einfach der Halt in solchen Schuhen und vor allem bekomme ich meist ab Kilometer 5-7 Blasen an den Hacken.

Ich nutze die Schuhe meist für die Fahrt zur Wanderung und dabei haben sie dann auch den Vorteil dass man immer mal aussteigen und kleinere Ausflüge ins Gelände machen kann ohne sich über die Schuhe Gedanken machen zu müssen.

Dabei ist der Reebok die absolut erste Wahl, maximal im richtig warmen Sommer würde ich u.U. die unbekannten North Face nehmen da sie besser belüftet sind.

Lowa Renegade GTX – Trekkingstiefel

Seit vielen Jahren trage ich zum Wandern gerne Lowa Renegade GTX Stiefel und war eigentlich immer sehr zufrieden. Allerdings wurden die bei Sport Karstadt eher als Wanderstiefel und nicht als Trekking-Stiefel beworben und das würde ich genauso sehen. Scheint im Moment in Mode zu sein alle Wander-Stiefel als Trekking zu benennen, verkauft sich vermutlich besser?!

Zum Wandern sehr gut, als Trekking-Stiefel für meinen Geschmack gnadenlos überfordert. Unsere Kinnarodden / nothing but stones Wanderung führte bei mir zu zwei gebrochenen Sohlen. Klar, knapp 50 km über Steine ist hart für jeden Stiefel, aber die Meindl der unsichtbaren Heike haben das klaglos hingenommen. Von daher würde ich mit den Lowas immer Wandern aber nicht in wirklich derbes Gelände ziehen, da haben sie mir bewiesen dass sie dort ungeeignet sind.

Das Haupt-Kritikpunkt für mich ist bei Lowa die Haltbarkeit. So halten die Stiefel bei mir meist 2-3 Jahre und dann lösen sie sich in Gesamtheit auf. D.h. sie bekommen erste tiefere Risse, schmalere Stege reißen und das Obermaterial löst sich förmlich auf. Für Stiefel der Preisklasse ist das für mich etwas früh. Klar, mit Pflege habe ich es nicht so und so wirklich schonend kommen sie bei mir auch nicht zum Einsatz. Aber die Schäden sind meist eindeutig nicht durch den Einsatz bedingt sondern sehen eher nach Verschleiß aus und das ist nach so überschaubarer Zeit definitiv zu früh.

Zweiter (leichter) Kritikpunkt ist das Gewicht, für einen Wanderschuh empfinde ich sie immer als etwas schwer. Hier stehen bewusst keine Gewichtsangaben da ich das gefühlte Gewicht viel wichtiger finde und das ist recht hoch. Nicht falsch verstehen, man hat da keine dicken Kilo-Gewichte an den Füßen aber man merkt sie halt durchaus und das ermüdet den Fuß natürlich schon etwas früher.

Letzter Kritikpunkt ist die Wasserdichtigkeit, der Kritikpunkt hat sich bei mir erst bei dem letzten Paar ergeben. Im Prinzip sind die Stiefel auch für Regen geeignet, aber bei längerer Zeit in heftigem Regen, Match und ähnlichem Unbill bekomme ich zumindest mehr als feuchte Füße. Dauert zwar eine Weile, passiert dann aber halt doch. Mag natürlich ein Ausreißer bei diesem Paar sein, da bin ich mir selbst nicht ganz sicher.

Es gibt natürlich auch positive Seiten, sonst hätte ich mir ja über Jahre nicht immer wieder neue Paare gekauft. Da ist der Tragekomfort, für meinen Geschmack liegen die optimal am Fuß und stützen die Gelenke sehr gut. Durch einen Bänderriss vor vielen Jahren ist das bei mir ein sehr wichtiger Punkt. Dazu kommt es bei den Stiefeln nicht so schnell zu Schweißgeruch, ein Punkt den ich ebenfalls nicht ganz unwichtig finde.

Bisher hatte ich nichts besseres gefunden, aber seitdem ich jetzt auf die Salomon gestoßen bin wird dies wohl mein vorerst letztes Paar von Lowa gewesen sein, die Salomon machen eine besseren Eindruck, sowohl vom Einsatz her als auch von der Qualitäts-Anmutung. Schade eigentlich, wenn die etwas länger halten würden wären sie bei mir immer noch weit vorne, so aber wird es wohl mein letztes Paar sein.