Boulevard, das unbekannte Wesen

Es ist wohl mal wieder so weit, ein kleiner Text in eigener Sache scheint mir nötig.

Was und warum?

Es gab zwei kleinere Dinge die aufzeigen, dass manche wieder mal ein schiefes Bild von unserem Tun haben. Daher mal wieder eine kleine Einordnung von dem was sich in Podcast und Blog so tut.

Das erste war ein Kommentar wo uns (wohl hauptsächlich mir) vorgeworfen wird käuflich zu sein und die Krallen zu verlieren. Und nun bekam ich mit, dass ein Hörer entfolgt und blockiert wurde, weil es ein völlig harmlose Aussage im Chat gab, die ich aufgriff und „vertonte“. Dazu kommt noch ein ansteigender Hörerkreis, das bringt zusätzlich meist noch etwas Verwirrung in die Gesamtsituation.

Was denn nun?

Also, wir machen Boulevard, das ist so und das bleibt auch so. Nun ist Boulevard gar nicht so schrecklich genau definiert, daher machen wir sozusagen das, was wir unter Boulevard verstehen.

Das bedeutet wir schauen über den Monat, was so passiert und das kommentieren wir dann mit spitzer Zunge in unserem Podcast. Dabei geht es meist weniger um Personen als um das, was die Personen tun. Es geht also nicht darum auf speziellen Cachern herum zu kritisieren, sondern es geht immer um ihre Handlungen. Und auch wenn manche glauben bei manchen Personen wäre das anders, nein, ist es nicht. Die kommen nur öfter vor, weil sie sich mit immer neuen Aktionen förmlich aufdrängen!

Jetzt mal zu dem Kommentar, der wirft uns also vor wir würden uns kaufen lassen, weil wir dem Cacher-Cafe für eine Spende gedankt haben und es durchaus positiv beschreiben. Um es kurz zu machen, zum Kaufen lassen müsste uns doch erstmal ein Vorteil entstehen? Wo soll der sein? Ob uns nun die Hörer die Sachen kaufen oder das Cacher-Cafe, wo ist der Unterschied für uns? Und das Cacher-Cafe hatten wir bereits vorher mal im Podcast erwähnt und auch da bereits durchaus positiv. Kurz und gut, der Vorwurf ist einfach sinnbefreit. Wir gehörten nie zu den grundsätzlich „gegen jeden Kommerz-Fanatikern“. Und nerven nur die Kommerzler die am Cachen „rumbiegen“ wollen oder aufdringlich werden.

Punkt 2 war der Verlust der „Krallen“. Das ist so ein Phänomen, dass ich nie komplett durchschaut habe, obwohl ich das schon so lange mache. Der Podcast bestand noch nie nur aus Kritik, da gab es durchaus auch immer viel Positives. Nur scheint nach der Sendung nur das Negative klebenzubleiben, warum auch immer. Wir machen den Podcast nicht um auf allem rum zuhauen was nicht schnell genug auf die Bäume kommt, sondern um das Hobby kritisch zu begleiten, das ist ein deutlicher Unterschied.

Und jemanden zu entfolgen oder zu blocken, weil er etwas völlig Neutrales in unserem Chat von sich gibt, nun ja, da fällt es mir schwer das überhaupt zu verstehen oder zu kommentieren. Zeigt aber auf jeden Fall dass da etwas erheblich zu ernst genommen wird!

Also was?

Der Trracer hat es mal so schön gesagt: Vieles in der Show ist auch Show! Es ist halt unsere Art des Boulevards und da gehört es auch dazu sich in der Sendung mal aufzuregen, sich lustig zu machen oder hart zu kritisieren. Und zumindest von meiner Seite ist das dann auch relativ schnell nach der Sendung vielleicht nicht vergessen, aber eben das was es ist, nicht so wirklich wichtig.

Und wenn euch in der Sendung was besonders gefällt oder besonders stört dann kommentiert halt, ihr seht doch, dass wir alle Kommentare durchlassen, auch wenn sie deutlich gegen uns gerichtet und klar von einer Sockenpuppe sind.

Aber bevor ihr die ernsten Hassgefühle entwickelt könntet ihr auch mal darüber nachdenken ob man, das wirklich so ernst nehmen muss oder uns einfach mal anschreiben.

Dazu vielleicht ein Beispiel, im Telegram-Kanal wurden wir wieder auf ein Boulevards-geeignetes Log hingewiesen. Das hätten wir nun ganz normal im nächsten Podcast „abgearbeitet“. Dann kam aber ein Hinweis:

Wäre es nicht auch möglich einfach nur den falschen logtyp aus versehen ausgewähl zu haben und „ursprünglich“ nur in einer Write Note mitteilen wollen, dass sie diesen Cache auf Facebook entdeckt hat? Sie ist schon länger dabei. Seit 2020 alleine unterwegs und hat dann erstmal nach einer trennung sich neu angemeldet und sofort einige Caches nachgeloggt, immer auf dem gleichen Datum.
Da könnte man doch erstmal nachfragen ob das mit dem betonschiff ein versehen war.

Jain, man könnte nachfragen, in der Realität bräuchte ich dann aber eine Redaktion, ansonsten ist das nicht wirklich bei jedem Tipp den wir bekommen zu realisieren. Hätten wir also ohne die Zusatzinfo darüber berichtet hätte die Autorin sich sicherlich geärgert. Die Frage ist nur, ob es dann besser gewesen wäre die Wut in sich rein zu fressen oder uns mal anzumailen und das mitzuteilen?! Also wir hätten das dann mit Sicherheit in der nächsten Folge aufgegriffen.

Fazit?

Gehupft wie Gesprungen, wir sind und bleiben DSM-Boulevards! Mir wäre nur wichtig noch mal klar zu formulieren, dass Boulevard halt auch ein gutes Stück Show ist.

D.h. wir laufen nicht ununterbrochen rum und suchen nach Dingen, die wir kritisieren können, die erreichen uns von ganz allein.

Wir haben nicht gegen irgendwelche speziellen Cacher, die erarbeiten sich ihren Auftritt bei uns ebenfalls von ganz allein.

Es geht immer um eine Handlung, nicht um die Person.

Wenn man manche auf Events trifft sind sie gar sehr verkniffen, dabei weiß ich meist nicht mal warum oder ob sie je bei uns vorkamen. Stichwort „nicht alles und vor allem sich selbst allzu wichtig nehmen“.

Be cool, be happy, raus cachen!

CacherReisen – Mutig?

Für die, die nicht gerne so lange Texte lesen, ich finde deutlich JA.

Heute ging eine Mail an alle Kunden von CacherReisen. Boulevard-artig abgekürzt, Geld ist alle oder zumindest knapp, Überbrückungskredit beantragt und bewilligt, alle sollen ihr Geld zurückbekommen.

Worum gehts?

CacherReisen konnte Corona-bedingt natürlich eine ganze Weile die angebotenen Reisen nicht durchführen. Wegen Corona halt, das muss ich wohl nicht näher erläutern. Dadurch mussten geleistete Zahlung der Kunden natürlich zurückerstattet werden. Das passierte nach und nach und vielleicht etwas langsam, was sicherlich aber auch je nach Sicht auf die Dinge anders gewertet werden kann. Und so kamen die ersten Fristsetzungen und Anwaltsdrohungen von Kunden, wie wir ja bereit berichteten. Nun ist das für eine kleine Firma nicht ganz einfach denn auch die hat ja Zahlungen geleistet und muss diese erstmal wieder eintreiben, sofern das überhaupt möglich ist. So richtig ungewöhnlich ist es da wohl nicht, dass eine kleine Firma da mal in Bedrängnis kommen kann.

Und so kam halt nun diese Mail die das auch unumwunden zugibt aber auch verspricht, dass alle ihr Geld erstattet bekommen und sogar schon neue Reisen geplant werden.

Na und?

Ich finde das durchaus erwähnenswert. Aus meinen Augen wirft das ein recht positives Licht auf CacherReisen. Unsere Sicht ist natürlich nur eingeschränkt da wir keine Reise dort gebucht haben. Aber den Mut zu haben und klar zu kommunizieren, dass schlicht und ergreifend das Konto nahezu leer ist empfinde ich durchaus bemerkenswert. Daher dieser kurze Beitrag.

Das ist alles?

Natürlich nicht, wir fänden es natürlich auch schade einen wichtigen Content-Lieferanten zu verlieren 😉

Nageln oder nicht Nageln

DAS ist nämlich unser langweiliges geheimes Thema das wir von Folge zu Folge verschieben.

Wir haben das immer mal angedacht, aber eigentlich ist ja auf fast allen Kanälen fast alles gesagt und geschrieben worden. Dabei stellt man immer wieder schnell fest dass es zu emotionalen Ausbrüchen verleitet, fast als würde man nach Handy oder GPS fragen.

Bevor wir das also auch noch mal durchbabbeln und damit nur wieder knapp die 90 Minuten reißen behandel ich das Thema mal hier im Blog.

Also habe ich mal mit etwas Recherche begonnen, denn wir wollen doch mal versuchen etwas sachlicher und ohne pseudo-religiöse Verblendung zu Berichten. Das stellte sich im Übrigen recht schwierig dar, es gibt nämlich fast nur emotional aufgeladene Texte.

Garten-Lexikon

Mein erster Found fand im Garten Lexikon statt. „Nagel in Baum einschlagen: Alunagel oder Eisennagel verwenden“. Eine Überschrift, die mich schon mal stutzen ließ, die Frage OB schien gar nicht von Interesse? Doch wie so oft ist die Überschrift nur bedingt mit dem Inhalt kompatibel.

Fassen wir es mal so zusammen, dem Baum schaden tut so ein Nagel eigentlich nicht, es sei denn man baut sich arg schräge Begründungen zusammen, dann kann so ein Nagel mal ein Problem werden.

Und dann wird es richtig schräg, Vorschläge wie Draht mit Gummi ummantelt. Laut Vorschlag 1 dehnt sich das Gummi und es gibt dadurch keine Probleme. Der Draht dehnt sich dann auch? Und das Gummi gammelt dann nach 1-2 Jahren vor sich hin, weil es sich in der Sonne auflöst? Auch Vorschlag 2 ist so richtig cool, Plastik, davon wird eh viel zu wenig eingesetzt! Aber klar, wir später eingesammelt, genau wie archivierte Caches. Bei 3, dem Kleber habe ich dann aufgehört weiter zu lesen, die haben in meinen Augen nicht alle Latten am Zaun. Zumal es keine so wirklich belastbare Aussage gab.

Mein schöner Garten

Hier gab es gleich noch eine knackigere Überschrift, „Kann ein Kupfernagel einen Baum töten?“. Ich stellte mir vor wie der olle Nagel mit einer Axt vor dem Baum steht.

Im Ernst, der Mythos wurde also bereit 1970 widerlegt, aber man kennt das ja, solche Mythen verschwinden irgendwie nie. Auf die grundsätzliche Frage „Nagel in Baum“ wurde auch hier leider nicht weiter eingegangen.

So langsam schlich sich das Gefühl ein, dass es wohl kein so arges Problem sein könne? Aber nein, weiter suchen.

Landtreff

Nachdem die Gärtnerei sich also nicht so sehr um Nägel in Bäumen Gedanken macht mal eher in die Landwirtschaft. Da stieß ich auf das Forum Landtreff, „Der Treffpunkt für Landleute“.

Hier mal eine weniger reißerische Überschrift „Nagel im Baumstamm“. Dafür wird es in den Texten schon etwas reißerischer. Und ja, da sind endlich mal die ersten klar dagegen, aber wenn man den ganzen Text liest, scheint das Sägewerk-Problem auch nur bedingt eines zu sein. Also ja, kann da mal Probleme geben, aber die haben mittlerweile wohl auch Metall-Erkennung im Einsatz, sodass es wohl auch wieder nicht ein so großes Problem ist. Aber ärgerlich auf jeden Fall! Also hier recht klar gegen Nagel im Baum.

Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Hier gibt es den Artikel „Metall im Holz ruiniert jede Säge“. Hier geht es ganz klar gegen die Nägel und es wird auch stichhaltig begründet, wobei klar wird, dass erstaunlich viele Dinge in Bäumen versenkt werden.

Motorsaegen-Portal.de

Nun bin ich noch mal auf den Artikel „Metall im Baum? Sägen oder nicht?“ und war mir sicher, hier wird noch mal richtig drauf gehauen. Und Überraschung, da war es vielen erstaunlich egal, nach dem Motto ihre Säge haut alles weg.

Fazit

Nagel im Baum, besser nicht, aber auch nicht gleich so ausrasten wenn doch! Geschweige denn ohne Ortskenntnis ein NA oder so.

Also die Gesundheit vom Baum kann man wohl schon mal schlich und ergreifend vergessen, das ist kein so wirklich belegbares Argument. Bleibt der Sachschaden, der greift schon eher und wurde ja oben auch schon in einigen Artikeln völlig nachvollziehbar begründet.

Aber, wie immer gibt es halt auch das doofe aber. Es gibt Gegenden, da ist das tatsächlich egal. Ich bin selber in einem wirklichen Kuhdorf aufgewachsen wie es im Buche steht. Und als diese Nagel-Diskussion vor Jahren das erste Mal aufkam habe ich den Bauern auf dessen Land ich was verstecken wollte gefragt wie ich am besten ein Vogelhaus an einem seiner Bäume befestigen solle. Der hat mich angeschaut als, wenn ich jetzt völlig durch wäre und mir einen großen Nagel in die Hand gedrückt, kein Witz. Er nutzt die Bäume auf seinem Land nämlich nicht, sondern erfreut sich einfach seiner Waldstücke.

Klar, ich denke auch, man könnte dort durchaus auf Nägel verzichten. Tut man es aber nicht, dann ist der Ton in dem dort sofort nach NA gerufen wird aber genauso übel wie der eigentliche Nagel im Baum, denn es gibt keinen wirklichen Grund für einen NA oder dümmliche Pöbeleien.

So hätte ich mir das wohl schenken können, es wird wahrscheinlich bleiben wie es ist, eine pseudo-religiöse Auseinandersetzung. Denn es gibt eben kein schwarz/weiß, sondern auch einige Grautöne, mit denen mancher nicht so recht klarkommt.

Danke für Nichts – Stempelterroristen

Man trifft bei denen auch auf erstaunliche Ignoranz. Beste Aussage war mal der Owner müsse halt dafür sorgen, dass sein Logbuch dagegen sicher ist… Hier war es übrigens ein Logbuch mit einwandfreiem Papier. Klar, man könnte auch noch argumentieren da müssen andere aufpassen auch nicht den Hauch von Wasser ins Logbuch zu bekommen. Oder man könnte auch mal einsehen, dass Stempel Outdoor offensichtlich einfach Scheiße sind.

Man kann über Loggen diskutieren bis die Finger blutig sind, langes Log, kurzes Log, was auch immer. Aber hier wird bewusst ein Logbuch beschädigt (versaut) und ich wünschte mir Groundspeak würde solche Accounts sperren! Mir fällt da auch langsam nichts mehr zu ein. Nur, weil man zu faul ist kurz seinen Namen einzutragen.

Neu-Cacher oder Müll-Schwemme

Die Kombination Corona und Werbung satt in Zeitung, Radio und Fernsehen zeigt mittlerweile erstaunliche Auswirkungen und die würde ich mal als wenig positiv bezeichnen, gelinde ausgedrückt.

Da wären die zurückgetretenen Reviewer.

  • 31.10.2020 Goawarede4 tritt zurück
  • 01.01.2021 Hilaritus tritt zurück
  • 01.01.2021 Servatius_Serbaldus tritt zurück
  • xx.04.2021 Eigengott, Obelodalix, Adiutrix und Hathumar hören auf

Von den letzten 4 hört man auf gc-reviewer.de schon nichts mehr. Und klar, alle haben natürlich aufgehört, um sich anderen Dingen zu widmen. Wie sie das schon seit Groundspeaks ersten Tagen nie anders getan haben. „Man“ hört aber auch durchaus mal, dass es einigen einfach zu viel Arbeit oder schlicht zu blöd geworden ist.

Auf jeden Fall kann man wohl mal davon ausgehen, dass es da mit reinspielt, eine Flut von Müll die den Reviewern die Arbeit sicher nicht versüßt.

Aber auch TCapitano war kurz davor aufzuhören oder unser guter Technologist3 will zumindest mal eine Pause einlegen, unter anderem wegen dem mittlerweile arg respektlosen Umgang mit ihren aufwändigen Caches.

Und das sind nur die die mir durch im ersten Moment aufgefallen sind.

Aber auch als Podcast merken wir die Flut. Unglaublich was an Chaos-Caches oder dümmliche Logs auf uns einstürzt, das war noch nie derart viel. Und erstaunlich auch der Anstieg an Cachernamen die schon deutlich aufzeigen, dass es wohl kein respektvolles Umgehen mit dem Hobby werden wird.

Mittlerweile bin ich tatsächlich froh über die Premium-Version von Groundspeak, die einem zumindest den übelsten Bodensatz vom Hals hält. Für meinen Geschmack sollten sie das Auslegen von Caches auch noch daran binden. Denn es gibt mittlerweile ausreichend Caches, es ist nicht wirklich nötig die Quantität durch absinkende Qualität zu erhöhen. Und damit meine ich nicht mal besonders elegante Caches, mittlerweile bin ich froh, wenn Neu-Cacher wenigstens einen Petling nutzen.

Dazu kommen die Möchtegern-YouTube-Stars wie die Fliegen zur Scheiße und glauben vermutlich hier den Durchbruch erreichen zu können. Eigentlich stören mich diese YouTuber gar nicht, jeder entscheidet ja selber, ob er Videos von denen schaut oder nicht. Übel finde ich die, die noch keine Ahnung haben aber umfangreich mit ihrem Nicht-Wissen berichten und dann alle Kanäle mit ihren teils unglaublich langweiligen Videos bewerben.

Lösung?

Habe ich nicht, aber ein Anfang wäre es vielleicht wenn nur Premium-Mitglieder Caches legen dürften. Ja, dann geht uns die eine oder andere Perle verloren, aber uns bleiben hunderte von „mein erster Geo-Cash“ erspart!

Es ist mir auch nicht neu, dass Geocaching (leider) kein ach so geheimes Hobby mehr ist, dennoch muss man doch nicht wirklich versuchen jeden in dieses Hobby zu drängen.

Ich bin mir sicher das Hobby wird auch weiterhin nicht versterben, aber es knirscht dieses Mal wirklich schon merklich. Meine Hoffnung besteht darin, dass sich das Thema Corona bald beruhigt und nicht plötzlich jeder meint er müsse jetzt ein Outdoor-Hobby haben. Wenn dazu noch die Lockerungen kommen sind vielleicht auch die Millionen Rentnern wieder in ihren fahrenden Wohnklos unterwegs und damit raus aus dem Wald. Die Hoffnung stirbt halt zuletzt.

Und wer meint das täuscht alles nur, die Zahlen sprechen ihre eigene Sprache.

Danke an grafzahl75, unseren Statistiker

Das neue GC-Magazin ist da

Ja, heute war es nun in der Post, das neue Geocaching-Magazin das Rucksack-Abenteuer benannt ist. Knapp 60 Seiten sind es geworden. Allerdings nicht ganz so voll wie ich nach den Aussagen im Vorfeld erwartet hätte. D.h. für meinen Geschmack arg große Schriftart (kann ich fast ohne Brille lesen) und schon eine recht hohe Anzahl an Bildern.

Das Ganze ist natürlich arg subjektiv und ich kann hier keine Bewertung a la „kaufen“ oder „nicht kaufen“ geben. Nur meinen rein subjektiven Eindruck kann ich schildern.

DIe „Hardware“

Das Heft kaum in der Hand sank die Begeisterung offen gestanden ein gutes Stück. Das liegt aber an rein subjektiver Sicht und ist kein Mangel an sich. So mag ich dieses feste Hochglanzpapier des Umschlags nicht, bei dem ich nie sicher bin, ob das überhaupt noch ins Altpapier darf oder schon gelber Sack ist. Zusätzlich sorgt es noch dafür, dass sich das Heft nach dem Umblättern nicht gut falten lässt und solch Papier stinkt schlicht etwas.

Als Erstes fiel, ein kleiner Zettel heraus, der ein wenig wie eine Visitenkarte wirkt, eigentlich aber keine Aussagekraft hat. Und der dann noch leicht schief geschnitten ist. Und ganz wichtig und nochmal erwähnt, das ist rein subjektiv! Denn ich mag keine Magazine, aus denen mir irgendwas entgegenfällt, mochte ich noch nie. Und leider fiel mir gleich das nächste entgegen, nämlich Seite 29-32, die sich bereits aus dem Heft verabschiedet haben. Da gehe ich aber mal davon aus, dass ein Einzelfall ist, kann sicherlich passieren.

Die Kombination dieser ersten Begegnung sorgte dafür, dass ich das Magazin erstmal zur Seite gelegt habe um den Inhalt nicht zu negativ zu sehen.

Der Inhalt optisch

Positiv geschrieben, die Schriftgröße reicht damit ich das Heft auch ohne Brille lesen kann. Für meinen Geschmack ist die Schrift einfach etwas zu groß was aber letztlich kein Problem, sondern einfach nur gewöhnungsbedürftig, ist.

Editorial und Inhaltsverzeichnis finde ich sehr gelungen, wenn auch vielleicht etwas arg viel Bilder.

Dann sehr schöne Zusammenfassung von Neuigkeiten und dann folgt der erste Bericht. Ich mag Bilder und finde es auch ok, wenn mal eine ganze Seite für ein Bild genutzt wird. Hier sind es gleich zwei Seiten für ein Bild und darauf kaum Schrift, das ist mir eindeutig etwas viel. Dafür sieht es aber andererseits auch wirklich schön aus, ohne Wenn und Aber!

Bei den Exit-Spielen dann wieder so ein doppelseitiges Bild mit wenig Text. Und beim Web-App-Anbieter und beim #Büchsen statt Bützchen und bei des Cachers Little Helpers und weitere…

Auch das ist natürlich kein Fehler oder Problem, mir werden da aber zu viele Seiten „verbraten“. Ganz subjektiv habe ich dann immer den Gedanken, ob es sonst nicht für die Seitenzahl gereicht hätte?

Kurz und gut, für mich etwas viele Bilder, dafür aber zumindest grafisch oft sehr ansprechen.

Der Inhalt ansonsten

Ja, ansonsten nette kleine Geschichten über Reisen und Community und hier und da ein Blick über den Tellerrand. Konnte man recht gut weglesen. Also wirklich nicht negativ gemeint, sondern eher positiv!

Für mich passt es dennoch eher nicht, es bietet mir einfach keinen Mehrwert, gegenüber dem was ich über den RSS-Feed auch so reinbekomme. Mit Reiseberichten habe ich es nicht so, die Blicke über den Tellerrand konnten mich auch nicht mitnehmen.

Fazit

Eigentlich gar keins. Vorweg noch mal gesagt, das ist eine rein subjektive Sicht und soll keinen Verriss oder ähnliches darstellen. Letztlich ist alles, was mich stört kein echtes Problem, sondern Geschmacksache. Und der ist halt bei jedem verschieden, zum Glück.

Daher sollte jeder der sich auch nur im Entferntesten für ein Geocaching-Magazin interessiert mal eine Ausgabe kaufen und schauen wie es für ihn passt. Und dann kann er ja entscheiden, ob er weiterhin liest oder nicht liest.

Aus meiner Sicht ist es immer gut, wenn es Vielfalt gibt, das ist bei den Magazinen nicht anders als bei den Podcasts, Blogs und was weiß ich nicht noch. Und daher wünsche ich dem Rucksack-Abenteuer viel Glück und Erfolg! Gebt ihnen halt eine Chance!

Revolution in Bayern!

Endlich mal wieder ein reißerischer Titel möglich. Wie der geneigte Hörer bei uns hören konnte, wird in Bayern bereits länger nicht gepublished. Bereits am 02.11.2020 hat man das begonnen, weil man den angekündigten Maßnahmen der Staatsregierung folgen wollte. Welche das genau sein soll hat man nie so genau vermeldet. Sachsen folgte dann am 06.12.2020 – 28.12.2020. Am 18.12.2020 folgten Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Offensichtlich wollte man komplett den Regierungen folgen und einen wilden Flickenteppich verlegen.

Und jetzt kommen die Bayern wieder hervor, um ihre Pole Position zu halten und verlängern den Stopp bis zum 07.03.2021. Stand vom 14.01.2021, ein wirres Gemisch. Bayern, Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen veröffentlichen zurzeit nichts. Irgendwo gab es wohl Gespräche zwischen Community und Reviewern die dazu führten, das wieder gepublished wird und man ein Auge darauf hat, was sich beim FTF tut.

Nun sind Bayern aber halt Bayern, hoch den Vorurteilen. Und so fanden sich jetzt einige Cacher die gelinde gesagt die Schnauze voll hatten von dem Gebaren der Reviewer und wagen jetzt die Palast-Revolution. D.h. sie haben eine Online-Petition gestartet. Mein erster Gedanke? Was für ein Kinderkack, sorry. Und auch meine weiteren Gedanken sind da nicht so euphorisch.

Meiner Ansicht nach ist der Publish-Stopp absoluter Unfug und es wird einfach nur gezeigt, dass man es kann. Mag ein völlig falscher Eindruck sein, ändert aber nichts daran. Da jetzt aber ewig gegen zu kämpfen wäre mir die Mühe dann auch nicht wert. Darüber lästern und sich boulevardtechnisch darüber aufzuregen, klar, keine Frage! Dazu halte ich von Online-Petitionen so gar nichts, das hat für mich immer was von bequem demonstrieren.

ABER, es kam eine Mail, in der wir gebeten wurden zu unterstützen. Indem wir unserer Reichweite mit zur Verfügung stellen. Der nächste Podcast ist dafür etwas zu spät, denn laut bayrischer Reviewer will Groundspeak sich wohl in Kürze mit der „nicht autorisierten Petition“ beschäftigen. Wenn das wirklich so kommuniziert wurde, ist das schon ein gutes Stück Arroganz.

Ich bleibe da zwiegespalten und habe es halt nicht so mit Online-Petitionen da, die meist eh nichts bewegen und in diesem Fall mit einem amerikanischen Konzern wohl noch weniger. Aber andererseits finde ich es auch gut ein Zeichen zu setzen, dass man mit etwas überhaupt nicht einverstanden ist. Von daher gerne von hier unsere Unterstützung! Und außerdem sind unsere Hörer und Leser erwachsen, die bilden sich ihre eigene Meinung. Und werden danach handeln.

Wer also ein Problem mit solchen Publish-Stops hat, hier habt ihr wenigstens die Möglichkeit Groundspeak das auch mal klar zu verdeutlichen. Wenn sie schon angekündigt haben sich das zumindest anzuschauen! Und ansonsten könnte ihr immerhin mal über die Texte schmunzeln!

ONLINE-PETITION

Buch „Grundloses Moor“

Durch einen Post in unserer Telegram-Gruppe kam ich zu einem Krimi, der sich auch um Geoaching drehen soll, „Grundloses Moor“. Kein Selbst-Publishing, ein Verlag steht hinter dem Buch. Nach den üblen Erfahrungen mit dem desaströsen „Logbook“ war mir das wichtig. Wie sich zeigte, schützt aber auch das nur bedingt. Aber ok, hier handelt es sich schon um wesentlich mehr Buch.

Bis Kapitel 8 habe ich mich immer wieder gefragt, warum mir das Lesen nicht so recht von der Hand gehen wollte, irgendwie wirkte das Geschriebene trotz der bemüht, etwas hochtrabenden, schönen Wortwahl dennoch hölzern. Ich denke, ohne es so richtig festzurren zu können, hier merkt man den Unterschied zwischen erfahrenem Autor und Neueinsteiger?! Nicht schlimm, aber irgendwie weit im Hintergrund leicht störend. Auch merkt man etwas zu sehr den beruflichen Hintergrund des Autors, etwas zu viele Details in manchen Bereichen. Dafür vergisst er an anderen Stellen genau diese Details. So wird der Satz:

„…im pdf-Format abgelegt, QM ließ grüßen…“

kaum jedem verständlich sein. PDF geht ja noch, das es bei QM um Qualitätsmanagement geht und was das ist, könnte aber schon den einen oder anderen Leser überfordern?! Weitere Beispiele wären:

„… Das KT-Gehirn in ihm blockierte…“ oder „…Bei RFT oder in der Medizin…“

also mir ist nicht bekannt was ein KT-Gehirn (vielleicht Kriminal-technisch?) ist und RFT ist mir auch nicht bekannt. Dazu kommen auch diverse Fremdworte die ich tatsächlich nachschlagen musste. Kindle sei Dank ist das einfach.

Warum er die Geocaching-Seite auf „geocaching-international.com“ verortet erschließt sich mir nicht. Wenn er schon Geocaching in die Handlung einbaut, warum dann nicht realistisch? Ok, vielleicht will er eine fiktive Seite nehmen, um auch weitere fiktive Möglichkeiten einzubauen, nur dann entfernt sich das Ganze schon etwas vom realen Geocaching.

Auch hier, stöhnen auf hohem Niveau, aber ich dachte er wollte Geocaching in die Handlung einbauen, da hatte ich schon gehofft, dass es möglichst realistisch passiert. So werden Caches in wasserdichten Behältern oder verschraubten Röhrchen versteckt und in Logbüchern ist eh nur Platz für Unterschrift und Datum. Da scheint mir der Erfahrungshorizont doch arg nahe 0 zu liegen. Auch beschreibt er, dass man am Online-Log Datum und Zeit erkennen könne, wann der Cacher vor Ort war, auch eher Fantasy. Eigentlich kommt aber Geocaching nur als immer mal wieder eingestreutes Wort vor, für die Handlung ist es eigentlich nicht wesentlich. Würde man alle „Geocaching“ durch „Munzee“ ersetzen wäre das vermutlich nicht mal spürbar.

Noch schräger wird es dann mit dem Cache GC7PCQW um den es unter anderem geht, den gibt es nämlich bei Groundspeak, also Geocaching.com. Gelegt von Alphur und ich könnte mir gut vorstellen, dass das der Autor ist. 270 Funde in 3 Jahren, ja, das passt zu dem Kenntnisstand, den das Buch widerspiegelt.

Verloren hat mich das Buch so langsam bei 25%, da wo der Geocaching-Geheimdienst auf die Bühne tritt und die Story für mich ins Absurde abdriftet. Zumal das dann später plötzlich doch kein Geheimdienst ist, sondern, ja was eigentlich, das wird nie wirklich klar. Insgesamt wird recht vieles nicht klar und das Ende ist dann so richtig überraschend, aber leider nicht im positiven Sinne.

Nicht falsch verstehen, Bücher sind Geschmacksache. Und jeder hat halt einen anderen Geschmack. Daher empfinde ich Buch / Story eher absurd, unlogisch und dazu hölzern. Aber das bedeutet ja noch lange nicht, dass es anderen nicht gefällt. Wer letztlich einen „stabilen“ Krimi sucht in dem auch etwas Geocaching vorkommt wird auf diesen 30x Seiten vielleicht ganz glücklich, wobei ich 12 Euro für das eBook und 15 Euro für ein Papierbuch schon sportlich finde. Daher meins ist es nicht. Würde mich aber sehr interessieren wie es andere finden.

UPDATE 14.02.2021, 12:40

Ich habe das Gefühl „270 Funde in 3 Jahren…“ wird negativ aufgefasst, verständlich. Da habe ich mich sehr unglücklich ausgedrückt. Ich wollte einfach ausdrücken, dass es auf mich eher so wirkt als hätte der Autor sehr viel Ahnung von Gerichtsmedizin, aber wenig Ahnung vom Cachen. Das korrelierend mit den Funden zu sehen ist natürlich letztlich ein Vorurteil, keine Frage. Sorry dafür.

Sonderthema und Gast nächste Folge

In unserem neuen Telegram-Channel brachte ein Teilnehmer eine Idee für Neu-Cacher ins Spiel. Nun könnte ich natürlich schreiben wer das war, aber wir wollen ja auch ein wenig den Channel teasern, daher schaut selber im Channel oder wartet auf die nächste Folge. Denn für diese nächste Folge, 04.02. 20.00 Uhr wird er sozusagen in Teilzeit, nämlich für sein Thema, teilnehmen damit ihr ihn beschimpfen könnt wir die Idee diskutieren können.

Cache-Paten

Seine Idee in Kurzform, jeder Cacher der seinen ersten Cache auslegen will, muss dazu einen Paten haben. Der soll grundsätzliche Dinge vorher prüfen, also z.B. Koordinaten u.ä. Es kam sofort Beistand und Gegenwind. Es wurde schnell klar, dass es sich lohnt mal darüber zu reden. Ob überhaupt, oder vielleicht eine Kombi 100 Funds oder Paten, Erfahrungen z.B. in der Schweiz.

Auf jeden Fall waren wir schnell überzeugt dass es zumindest eine diskussionswürdige Idee ist. Und da Andre und ich eher Contra waren und er natürlich eher Pro, wollen wir klarstellen dass wir Recht haben mal ergebnisoffen darüber sprechen.

Ihr seht also, interessante Themen im Channel und im Podcast sowieso!

Clubhouse – WARNUNG

Der 100 Sekunden Podcast lädt ins Clubhouse. Ich möchte auf einen Artikel hinweisen. Der ist eigentlich ein Kommentar, aber ich denke mal der eine oder andere der das liest wird noch mal überdenken ob er das wirklich möchte…

Und nein, das geht nicht gegen den 100 Sekunden Podcast, sondern soll eine wichtige Sicht aufzeigen.

Kann man also sicherlich machen, aber man sollte sich bewusst sein was es bedeutet.