Giga Hamburg – Mein Eindruck von außen

Nun ist es also vorbei, das Giga in Hamburg. Das Einzige was wir live davon hatten war ein Brunchen mit den Schlemmercachern, von daher schon mal ein gelungenes Event 😉 Ansonsten haben wir es nur von außen mitbekommen, aber die Sichtweise kann ja auch mal ein anderes Licht werfen. Das meiste an Kommentaren kam über Twitter und Facebook, das eine oder andere aber auch von Teilnehmern. Aber bitte bedenken, es ist eine Sichtweise von außen und daher vermutlich eine andere als wäre man vor Ort, das ist ja gerade der Sinn dieses Artikels, ein anderer Blickwinkel.

Freitag ging es wohl etwas unruhig los da die Anmeldung nicht so richtig rund lief. Ohne jetzt Detail für Detail zu durchforsten, es dauerte halt sehr, sehr lang bis alle bedient waren was wohl an etwas unglücklicher Wegführung, nicht gepackten Tüten und unglücklicher Rechnungs-Zuordnung lag. Dinge die halt passieren, es ist und bleibt halt eine Amateur-Veranstaltung was auch gar nicht negativ zu verstehen ist. Aber es hat schon einige aufgeregt wobei die meisten es wohl doch eher gelassen hingenommen haben. Dazu kamen einige Beschwerden dass so viele gute Caches disabled wären. Übrigens einer der Gründe warum ich nicht mehr aus solche großen Events gehe, weil es da tatsächlich Cacher gibt die verwundert sind dass sehr aufwändige Caches disabled werden.

Samstag verlief es dann wohl in relativer Ruhe und die wenigen Aussagen ließen eher darauf schließen dass die Cacher im Großen und Ganzen schlicht zufrieden mit dem Event waren. Von irgendwelchen weiteren Problemen war nicht viel zu lesen.

Kurz und gut, Event ist ganz gut gelaufen und das war es dann auch. Aber wie es so ist, natürlich sucht der eine oder andere regelrecht nach etwas über dass er sich dann aufregen kann, bissige Nachrichten bringen halt mehr Klicks 😉 Und nein, damit ist niemand im Speziellen gemeint, bevor sich wieder irgendwer aufregt den ich nicht mal kenne. So wurde dann der Besuch eines Lackeys bei einem berühmten Hamburger Cache, der eigentlich disabled war, gleich mal „aufbereitet“. Mal ehrlich, den Cache noch am gleichen Tag zu loggen war sicherlich extrem dämlich, anders kann man das kaum noch nennen. Aber natürlich sind auch beim Cachen manche gleicher als andere, warum sollte das gerade in diesem Hobby nicht so sein. Und da so ein Lackey halt vom HQ selber kommt wollte man ihm hier natürlich zeigen wie toll deutsche Caches sind, auch Schwanzvergleiche sind halt genauso üblich wie in jedem anderen Hobby. Hätte der Lackey nun genug Hirn gehabt den Cache in 2-3 Wochen zu loggen wäre gar nichts los gewesen, so aber wurde natürlich wieder über alle Kanäle gekräht wie ungemein unfair das doch ist. Ok, mag sein, hat aber letztlich mit dem Event selber auch wenig zu tun.

Bleibt als Randnotiz vielleicht noch wieder der berühmte das-seba. Das ist der Mann der das erste Hamburger Mega organisierte. Ok, er tingelte zwei Wochen durch alle Podcasts, hatte angeblich das Schiff schon angemietet und dann hörte man nie wieder etwas von dem Mega dass nie abgesagt wurde aber auch nie statt fand. Der Junge ist schon so ein toller Hecht und Geschäftsmann 😎 Dieses mal hatte er Übernachtungen in der Heideresidenz angeboten. Eine Schullandheim am Arsch der Welt. Eigentlich schön gelegen, aber keine direkte Anbindung an gar nichts. Und ein oder zwei Tage vor dem Giga wurde dann alles abgesagt da er „hier beliebige Ausrede eintragen“. Auf Facebook konnte man lesen dass die Betroffenen wohl wenig begeistert waren. Ich würde mal sagen, macht um alles einen Bogen wo der Junge beteiligt ist, kommt eigentlich selten was Gutes bei raus. Mittlerweile las ich auf Facebook das wohl eine Betroffene nun Anzeige erstattet hat. Bin mal gespannt was dabei heraus kommt.

Warum der Bericht dennoch eher kurz ausgefallen ist? Zu wenig recherchiert?? Nein, es ist einfach so dass von außen nicht viel zu sehen/hören war. Damit meine ich jetzt nicht Blogs/Podcasts sondern Twitter, Facebook, bekannte Cacher, nirgends viele Aussagen.

Fazit?! Ein Event wie ein Event halt ist, kleine Holperer aber insgesamt gut gelaufen und wie fast alle Events mittlerweile in kürzester Zeit auch wieder vergessen da irgendwo das nächste Groß-Event wartet. Nicht vergessen, ist nur ein Blick von außen, ich war nicht da!

Biltema Nachtrag, die 55 Euro Angel

Nun habe ich es dann mal getan, eine neue Angel für Biltema-Caches ist mein. Und ich kann schon mal sagen, der erste Eindruck ist sehr gut. Dazu habe ich auch gleich ein kurzes Filmchen zusammen gestümpert.

Der Unterschied zur knapp 8 Meter Angel ist schon immens, fällt einem erst richtig auf wenn die nebeneinander liegen. Und selbst wenn die Spitze hier ebenfalls brechen sollte bleibt immer noch reichlich Biltema übrig. Bin also mal gespannt wie sie sich so im Einsatz macht 😎

Das soll es schon für heute gewesen sein, werde aber bestimmt noch mal was schreiben wenn ich das gute Stück im Einsatz hatte.

P.S.: Nun war ich tatsächlich gleich mal schnell los um die Angel zu testen. Eine kleine Runde mit 10 Biltema war es. Was soll ich sagen, so kann ein erster Eindruck täuschen. Schon an Cache 1 ließ die Angel sich nur sehr schwer wieder zusammen schieben. Und beim nächsten auseinander ziehen wurde schnell klar warum.

Eine Stange war gesplittert und zerschnitt mir bei der Gelegenheit dann auch gleich mal schön den Daumen. Aber nur die harten kommen in den Garten und Panzertape hat man als Cacher ja immer dabei, so wurde die Stange erstmal geflickt damit es weiter gehen konnte.

Das hielt zwei Caches lang dann hatte die Angel die Schnauze voll und wurde sozusagen weich.

Hier hätte ich wahrscheinlich schon richtig sauer oder enttäuscht sein müssen. Aber ich gestehe, hier habe ich echt laut los gelacht, das hatte so langsam was von Comedy 😎 Und es war noch lange nicht Schluss, ich hatte nur keine Lust mehr noch mehr Fotos zu machen. Am vorletzten Cache blieb die Angel oben haken und die Stange über der beschädigten Stange trennte sich von selbiger. So hing also der ober Teil der Angel im Baum und den unteren hatte ich in der Hand. Also zumindest fast, denn durch das lösen fuhr er sich durch sein Gewicht sozusagen selber ein und durchschlug mit Schwung die untere Kunststoffkappe so dass er mir fast noch den Fuß zerlegt hätte, es wurde zum Glück nur der Waldboden.

Was soll ich sagen, am Ende hatte ich eine zweiteilige Biltema die sich gerade so auf je 2 Meter einfahren ließ und ich sie somit überhaupt noch ins Auto bekommen habe. Habe jetzt mal den EBay-Händler angeschrieben, und der hat mir sofort zugesagt die beschädigten Holme zu ersetzen. Der Service stimmt also schon mal!

Aber egal, vielleicht hatten wirklich nur die beiden Holme einen Knacks weg, die Qualität dieser Angel liegt definitiv darin sie nicht zu kaufen, zumindest nicht für Geocaching! Denn die Holme sind einfach zu empfindlich für häufigeres aus-/einziehen. Sie tendieren dazu sich recht fest zu setzen und wenn man sie dann wieder zusammen schieben will geht das auf die Qualität. Dazu sind 12 Meter schon etwas an Gewicht und das haut gerne mal unten den Boden raus wenn man nicht genau aufpasst. Mit etwas Panzertape bekommt man letztes Problem in den Griff, das mit dem Ausziehen ist schon schwieriger. Ob die teureren Angeln wirklich besser sind kann ich nicht beurteilen, glaube aber nicht recht dran. Das scheint auch etwas Glück zu sein, meine 8 Meter, 15 Euro Angel war da bis aus die Spitze erheblich besser verarbeitet. Vielleicht sollte man sich auch einfach mit 8 Meter begnügen. Mal sehen was jetzt wird, ich melde mich 😎

Biltema-Caches ECA Preiswahnsinn

Biltema ist ja oft gehasst und verrufen, gemacht werden die dennoch nicht so selten. Und da ich mir mein Tool mal zerlegt hatte und die Reperatur dazu führte dass sie etwas lang für den Kofferraum wurde schaute ich mal ob es adäquaten Ersatz gibt. Und wow, ich war erstaunt wie der Müll mittlerweile versilbert wird in dem man Geocaching drauf schreibt.

Als erstes stellt sich natürlich die Frage welche Länge man eigentlich benötigt. Klar, 15 Meter sind toll, 12 Meter eigentlich auch schon und selbst mit meinen 8 Metern habe ich bisher 90% abfischen können. Man sollte bei der Länge nicht vergessen dass es da so etwas wie Hebelwirkung gibt und die Spitze immer dünner und dünner wird. Oder anders gesagt, bei 15 Meter kann man davon ausgehen dass bei einer etwas schwereren Dose die Spitze schnell mal auf Wiedersehen sagt!

Also mal ein Auge bei Amazon geworfen und siehe da, kaum steht Geocaching drauf kann man dort eine Biltema Cache Stange mit 15 Metern Länge für den Schnapper-Preis von 149 Euro kaufen. 15 Tage Lieferzeit leuchten dabei völlig ein, die Ware muss wahrscheinlich erst beim nächsten Fischerei-Online-Shop bestellt werden 😎 Man sollte den Text mal genau lesen. Wer sich fragt warum wohl die meisten die letzten zwei Stangen weglassen ist schon auf dem richtigen Weg 😉 Und wenn ich die weg lasse, wie lang ist der Kram dann eigentlich noch? Ach ja, die Stange ist auch noch hoch empfindlich, für den Preis würde ich mir das sehr, sehr gut überlegen! Schaut man statt nach Geocaching oder Biltema mal nach Stippruten sieht man dass auch hier schon die Geocacher bekannt sind auch wenn man noch zu doof ist und „Geocatching“ schreibt. Aber siehe da, 8 Meter sind also auch schon für 25 Euro drin. Da muss man halt überlegen ob einem die 15 Meter minus der ersten zwei Stangen wirklich 120 Euro mehr wert sind. Und es geht sogar noch billiger, ich habe mir damals diese Angel für 15 Euro gegönnt.

Auch bei EBay ist Geocaching angekommen, hier kann man 8 Meter für 55 Euro bekommen. Was jetzt 40 Euro Aufpreis gegenüber meiner Angel rechtfertigen mag muss wohl jeder selber entscheiden. Für 12 Meter ruft man dann schon 125 Euro auf. Ok, dort sind es immerhin schon etwas modifizierte Angeln, also da ist immerhin etwas Arbeit hinein geflossen. 12 Meter gibt es dort auch in recht stabil, macht für mich den fairsten Eindruck.

P.S.: Der fairste Eindruck ist nicht immer der richtige wie ich feststellen durfte. Ich habe die Angel tatsächlich gekauft, getestet und dabei hat sie sich komplett zerlegt. Dazu werde ich sehr bald was schreiben.

P.S.S.: Der Händler zeigt sich übrigens sehr hilfsbereit. Er schickt mir für die beschädigten Holme neue zu. Vielleicht also doch eine Montags-Angel?! Demnächst mehr.

Gemeinde Geyer – Problem Geocaching?

Über Twitter wurde ich auf einen Artikel in einer „Zeitung“ aufmerksam. Der reißerische und schlicht nicht passende Titel: Bürgermeister legt sich mit Geocachern an. Es ist halt wie es ist, für ein wenig Aufmerksamkeit scheint alles erlaubt, speziell bei solchen belanglosen Medien. Denn hier geht es wohl nicht um den Bürgermeister sondern um die Gemeinde an sich. Und die hat erstmal nichts gegen Geocacher sondern dagegen das auf ihrem Grundbesitz Geocaches ohne Genehmigung ausgelegt wurden. Und zwar nicht einer sondern eher > 100. Aufgefallen wahrscheinlich weil eben auch Geocaches „in sensiblen Gebieten“ gelegt wurden, Konstruktionen an Bäumen verbaut wurden. Dazu zieht wohl das Rotwild schon weiter und auch junge Baumbestände blieben nicht verschont. Und dabei geht es nicht mal um ein generelles Verbot sondern eher um so eine Art Neustart. D.h. die Gemeinde möchte erst einmal alle Caches entfernt haben und neue Caches sollen dann per Genehmigung gelegt werden.

Das nun ein Cacher alles Wege nah gelegt hat und natürlich vorher das Gespräch mit der Stadt gesucht hat… mag sein, ich habe da einfach so gewisse Probleme das zu glauben weil es doch eher untypisch klingt. Schon die Aussage dass sich ja Reviewer um die Einhaltung der Regeln halten würden zeigt mir dass er seltsame Ansichten von Geocaching hat denn er hat für seinen Caches ja angehakt dass er eine Genehmigung hat und damit weiß er dann doch selber dass die Reviewer in der Beziehung größtenteils betrogen werden. Auch werden Reviewer kaum vor Ort prüfen ob Caches mit Nägeln in Bäume gehämmert werden.

Mal abgesehen davon dass der Artikel an sich schon mehr als bescheiden wirkt, eigentlich gibt es doch vor Ort gar kein Problem. Da macht man die Caches jetzt halt online dicht, lässt sie liegen, holt sich die Genehmigung und öffnet sie wieder?! Offensichtlich ist die Stadt doch überhaupt nichts gegen Geocacher eingestellt, sie möchte einfach nur wissen/bestimmen wo die liegen dürfen und wo nicht. Das ist sicherlich nicht schön und nimmt dem Hobby wieder etwas von seinem Reiz, aber das ist doch keine Weltuntergang, nicht mal ein wirkliches Problem.

P.S.: jr849 ist mir zuvorgekommen, was er dazu meint lest ihr hier.

Groundspeak lernfähig?

Am 14. Februar berichtete ich schon mal darüber und Groundspeak untermauert noch mal ihr „stehts bemüht“. Da sie wohl mal wieder nicht recht wissen über was sie schreiben sollen wurde mir wieder mal ein „naher“ Cache vorgeschlagen. „Dornröschens Tor“ soll es sein, hoch dekoriert und ach so nahe. Leider mal wieder das Wasser übersehen und keine Funktionen aus „Cache along the Route“ genutzt.

Also, ich wohne in Neu Wulmstorf, unten links, bzw. rechts von Buxtehude. Ich muss dann nur Richtung Osten, die A7 hoch, durch den Elbtunnel schlüpfen, wieder komplett Richtung Westen bis Wedel zum Elbhochufer. Selbst ohne Stau bin ich da mit gut einer Stunde dabei und zwar nur für den Hinweg. Dabei funktioniert das eigentlich nur Nachts, fährt man am normalen Arbeitstag morgens sollte man eher mit 1 1/2 – 2 Stunden rechnen da die A7 Dauerbaustelle ist und auch an der Abfahrt direkt hinterm Elbtunnel frisch gebaut wird. Aber auch ohne diese Stellen wäre es einfach viel zu weit weg!

Ihr wollt doch immer modern sein liebe Groundspeakler, dann fangt doch langsam mal damit an! Mit Cache along the Route habt ihr doch zumindest schon die Technik um zu schauen wie lang der Weg zum Cache für einen Nutzer ist. Ich werde wohl kaum der einzige sein der an einem Fluß wohnt und bei den diese Tipps ansonsten eher dümmlich wirken?! Die Auswertung Luftlinie naher Cache mit vielen Favoritenpunkten bekommt der geneigte Cacher ansonsten wohl auch ohne euch hin!

Sorry, aber so bleiben eure Mails was sie sind, stehts bemüht…

Sollte Geocaching ein Wettbewerb sein?

In 15 Jahren habe ich wirklich schon einiges erlebt und für mich feststellen können dass das Hobby im steten Wandel ist. Erstaunlich stabil der immer wiederkehrende Versuch Geocaching zu einem Wettbewerb zu machen, sowohl durch Cacher als auch durch Groundspeak. Manche Menschen können scheinbar wirklich nicht ohne Wettkampf.

GPS im Handy war wohl der deutlichste Wandel denn er führte zu einem enormen Anstieg an Geocachern. Plötzlich war die finanzielle Hürde weg, kein extra GPS für viel Geld mehr nötig. Dazu fiel auch die technische Hürde weg, kein Einarbeiten in die Nutzung von GPS mehr nötig. Und damit kam eine wahre Flut von Neu-Cachern. Und ohne es zu verallgemeinern, die Prozentzahl der „Flachpfeifen“ wurde höher und selbst wenn sie gleich geblieben wäre wären es zahlenmäßig dennoch erheblich mehr geworden. Das lag nicht an dem Handy an sich sondern an der nicht mehr nötigen Einarbeitung. Anders formuliert, vorher war die Schwelle ein GPS-Gerät bedienen zu können so eine Art Idiotentest der jetzt nicht mehr nötig war.

Für meinen Geschmack wurden merkwürdige Auswüchse nicht prozentual, aber zahlenmäßig eben schon, mehr. Schwanzvergleiche jedweder Art nahmen extrem zu. Der Größte, die Meisten, der Besonderste und haste nicht gesehen, auffallen um jeden Preis. Plötzlich gab es ganze Kletter-Trails, Tauchen, Schloß knacken und was weiß ich nicht noch. Letztlich der Versuch auch das letzte vergessene Hobby ins Geocaching zu integrieren.

Irgendwann legte sich das Ganze etwas und es zog wieder etwas Ruhe ein. Jeder Schwanzvergleich hat halt irgendwann ein natürliches Ende und so langsam gab es kaum noch etwas zu toppen. Das schien Groundspeak dann aber nicht so gut zu passen, also versuchte man mit den Challanges einen neuen Anreiz zu schaffen bei dem der Versuch deutlich wurde Wettbewerb zu fördern. Das funktionierte so mittel gut da einfach schnell klar wurde das auch hier wieder ein Extrem nach dem anderen gepublisht wurde.

Nun könnte man denken Groundspeak hätte vielleicht daraus gelernt, aber mit dem Lernen hat man es dort nun wirklich nicht so. Also kamen die Souvenirs, letztlich eigentlich nichts anderes als der erneute Versuch Wettbewerb in das Hobby zu bringen. Nur das nun Groundspeak das steuert und nicht mehr die Cacher über die Challanges.

Hier geht es nun also nicht mehr um Punkte sondern um Souvenir-Bildchen für die man eben durch irgendeinen Reifen springen soll. Und weil es offensichtlich recht gut funktionierte kam es langsam aber sicher zu einer Flut dieser Bildchen. Und man lese und staune, es funktioniert scheinbar immer noch recht perfekt. So jaulen bei der aktuellen Souvenir-Aktion schon um 10.00 Uhr die ersten „Cacher“ dass sie geloggt hätten und noch keine Punkte dafür erschienen seien. Und auch löschen und neu loggen hätte nichts gebracht. Wenn man da mit liest fragt man sich schon mal ob die noch alles Tassen im Schrank haben wenn sie diese Bildchen derart wichtig nehmen?! Tut mit leid, freundlicher kann ich so einen Schwachsinn wirklich nicht kommentieren.

Bleibt die Frage ob Geocaching denn nun ein Wettbewerb sein soll oder nicht?! Natürlich muss Groundspeak den Nutzern etwas bieten denn sie wollen ja auch Geld verdienen was ich durchaus legitim finde. Nur welche Nutzer wollen sie?

Ich finde den Versuch neue Nutzer über hippere Angebote zu bekommen nicht ganz ungefährlich denn damit bekommt man u.U. Nutzer die Hobby-Hoppe sind. D.h. jedes neue Hobby wird intensiv durchlebt, nach kürzester Zeit langweilt man sich und es geht zum nächsten Hobby. Es gibt genug Plattformen die das durchlebt haben, kennt jemand noch Munzee 😉

Meine, nicht gerade uneigennützige Hoffnung ist dass sie die Nutzer halten wollen die wie schon seit vielen Jahren einfach Spaß an der Bewegung haben und denen Geocaching einfach ein zusätzliches Ziel gibt. Die es im Urlaub nutzen um versteckte Locations zu finden und / oder einfach Spaß haben Dinge zu suchen. Denn das ist doch eigentlich der Kern des Spiels und nicht der dümmliche Vergleich von erhaltenen Punkten oder Souvenirs?!

Fazit, hört doch endlich auf einen Wettbewerb aus einem Spiel machen zu wollen dass sich dafür gar nicht so richtig eignet!

Geocaching und Umweltschutz

Ein Artikel über Groundspeak und Umweltschutz brachte mich auf die Idee hier mal in ähnlicher Richtung etwas zu schreiben. Sozusagen eine Erweiterung bzw. die Nachbarn der Gedanken dort. Also keine Auseinandersetzung mit dem dortigen Artikel sondern ein anderer, wenn auch in ähnlicher Richtung, Blick.

Für meinen Geschmack tut Groundspeak etwas Feigenblatt-artig für den Umweltschutz damit die User sich zurück lehnen und gut fühlen können. Warum sollten sie auch viel mehr tun, die User tun es doch letztlich auch nicht. Klar, es gibt CITOs, aber wirklich gut besucht sind die auch nur wenn es noch ein Souvenir dazu gibt oder sie zum Kult erklärt werden. Ansonsten halten sich die Attends dort auch in engen Grenzen. Und wer mal hier und da dabei war kann vor Ort sehen das lange nicht alle Cacher allzu viel Umweltschutz betreiben sondern sich im Schwerpunkt eher unterhalten und am Ende so gut wie nichts als den Punkt gesammelt haben. Klar, es gibt immer auch engagierte Teilnehmer, keine Frage.

Dazu kommt der grundsätzlich etwas schwierige Umgang mit dem ökologischen Fußabdruck. Gerade auf dem letzten besuchten Event waren viele Cacher dabei die 500-600 km Anfahrt hatten, gerne auch mit Diesel oder gar Fahrzeugen von denen Stolz berichtet wurde dass sie zweistellige Liter-Zahlen auf 100 km verbrauchen was sogar noch von manchen Cacher als toll empfunden wurde. Wahrlich sehr umweltbewusst. Ich befürchte im übrigen dass sich mit solchen Fahrzeugen genauso wenig vergrößern lässt wie mit vielen Funden 😉

Beim morgendlichen Frühstück im Hotel wurde dann z.B. von 2 Cacher-Gruppen ausdiskutiert wie man bei aufwändigen Multis am geschicktesten das Auto nutzen könne damit man nicht soviel laufen müsste. Oder auch dass Batterien besser wären als Akkus da sie länger halten u.ä. Ich kann vieles davon gut verstehen, hatten wir doch auch ein paar 100 km Anfahrt und nutzen auch mal Batterien statt Akkus und gehen nicht mal zu CITOs, bis auf 1-2 mal vor einigen Jahren. Aber wir tun wenigstens auch nicht so als wären wir großartige Umweltschützer.

Die Begründung für die eigenen Umwelt-Sauereien ist eigentlich fast immer gleich. Das eigene Verhalten ist immer gerade noch so in Ordnung weil z.B. der Mensch ja kommunikativ sei und da müsse so ein Event schon drin sein. Das Verhalten der anderen geht aber dann meist zu weit. Diese Grenze setzt dabei aber jeder selber und so kann man mal davon ausgehen dass keine Einigung in Sicht ist 😎 Völlig vergessen wird der Umweltschutz doch z.B. auch bei Powertrails, danach sieht es doch meistens so aus

Kurz und gut, daher finde ich es völlig ausreichend was Groundspeak da so macht, CITOs. Man sollte vielleicht auch mal umdenken, nicht Groundspeak ist verantwortlich sondern wenn der geneigte Cacher Umweltschutz möchte steht es ihm doch frei diesen auch zu betreiben!

Vergewaltigter Qualitätsbegriff im Geocaching

Immer wieder geht die Diskussion um die Qualität von Caches los und jeder hat seine ganz eigenen Ansichten. Am erstaunlichsten ist dabei was eigentlich unter Qualität verstanden wird da es sich immer um Definitionen handelt bei denen es im unklaren bleibt woher die denn so stammen mögen. Mein eigenes Verständnis von Qualität kommt aus dem Bereich des Qualitätsmanagement, so habe ich tatsächlich mal einen Schein zum Qualitätsmanagement-Beauftragten gehabt, allerdings nicht verlängert.

Wer mal auf die Wikipedia zum Thema Qualität schauen mag dürfte feststellen dass Qualität bei Geocaches also so eine Sache ist. Geht man nach der ISO-Norm ist wäre Qualität einfach dadurch gegeben dass das Listing in Ordnung ist und die Dose vor Ort und logbar. Denn damit erfüllt der Cache erstmal alle Anforderungen. Dort folgt der Ansatz nach Garvin, aber der ist eigentlich fast nicht auf Geocaches anwendbar da jeder Cacher andere Anforderungen hat und damit kein allgemein gültiger Standard für Qualität definierbar ist.

Aber bevor wir da zu wissenschaftlich werden, meist ist natürlich Qualität im normalen Sprachgebrauch gemeint. Da finde ich den Satz: Qualität ist wenn der Kunde wieder kommt und nicht die Ware. Was letztlich nichts anderes bedeutet als das der Kunde mit der Ware zufrieden sein muss. Und da haben wir dann wieder das eigentliche Grundproblem der Qualität von Geocaches, es hängt einfach extrem vom Kunden ab und daher sind allgemein gültige Aussagen zur Qualität von Caches einfach per se schon eher anmassend und das ist noch nett formuliert. Im Gegenteil, ab und an ist es sogar eher ein Gegenteil immer den Begriff Qualität ins Spiel zu bringen. Denn da könnte man die Anzahl Favoriten-Punkte, aber auch die Anzahl von Founds/Logs zu rate ziehen und dann haben die ach so schlimmen Powertrail plötzlich eine enorm hohe Qualität?!

Mal ehrlich, meinem Gefühl nach wird der Begriff Qualität oftmals versehentlich sogar richtig verwendet. So wird zwar für Caches gute oder schlechte (was eigentlich eh schon falsch ist) Qualität allgemein gültig verkündet, gemeint ist aber der eigene Geschmack was aber meist durchaus bewusst nicht erwähnt wird. Dabei wäre dann der Qualität-Begriff sogar richtig genutzt wenn man deutlicher machen würde dass es dabei nur um sehr subjektive Sichten geht.

Aber ich befürchte das kann man so oft schreiben wie man mag, der Begriff wird auch weiterhin vergewaltigt werden. Ich mag keine Powertrails und auch keine siffigen Filmdosen, aber d.h. ja noch lange nicht dass die deshalb schlecht wären. So mag ich z.B. am liebsten Petlinge die mich auf eine schöne Wanderung schicken und kann auf hupende, blinkende und trötende Dosen verzichten an denen ich dann ewig rumrätseln soll. Kurz und gut, jedem das seine. Und wenn ihr unbedingt von Qualität schreiben oder reden wollt dann haltet doch einfach einen Moment inne und erwähnt dass es sich dabei um eure subjektive Sicht handelt.

Nachtrag… Und klar kann man Powertrails übel finden, geht mir ja auch so. Und dann kann man auch dies und das daran kritisieren, auch kein Problem. Unschön wird es halt wenn dümmliche Argumente kommen denen man deutlich anmerkt dass es dem Verfasser einfach nur zu peinlich ist: „ich finde die halt doof“ zu sagen und er daher versucht absurde Argumente gegen irgendwelche Caches ins Feld zu führen.

Versammlung der Geocaching-Vereine – Nachtrag/Ergebnis

Das 2. Bundestreffen der deutschen Geocaching-Vereine hatte ich ja vor kurzem hier kurz angerissen. Und nun hat GCHN auch einen kurzen Nachbericht dazu auf ihrer Seite veröffenlicht. Auch ein weiterer Verein, Geocaching-Rheinland e.V., hat hierzu eine Kurzmitteilung verfasst.

Nun ja, so wirklich viel „Butter bei de Fische“ sehe ich da nicht, aber vielleicht war es tatsächlich inhaltlich nicht so sehr für Geocacher interessant sondern halt für ein Vereinsleben an sich. Von daher alles gut, mir ist einfach wichtig das niemand anfängt für mich sprechen zu wollen 😉 Und solange sie das nicht tun wünsche ich ihnen alles erdenklich Gute auf ihrem Weg.

Der Hint – das unbekannte Wesen

Aus meiner Sicht ist der Hint etwas dass viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt und doch hier und da sehr viel Ärger vermeiden könnte. Man stelle sich nur vor der Hint wäre ein kleiner Tipp für die Suche und vielleicht eine Zeile tiefer noch mal eine klare Ansage wo der Cache liegt. Und schwupps, jeder könnte dann einen Cache zu Ende bringen. Ebenfalls würde es viel weniger Zerstörungen vor Ort geben da man ja nicht mehr alle Kappen von allen Zaunpfählen reißen muss wenn man nicht gleich fündig wird. Aber gibt es diesen idealen Hint? Ja, gibt es tatsächlich. Aber gefühlt nur einem Promille-Bereich der Caches.

Die Anzahl der wirklich schon erheblich dämlichen Hints liegt gefühlt bei fast 50%. Klassiker wie „Hier nicht nötig“ sind da fast noch ok, auch wenn man sich fragt warum er dann überhaupt etwas dort eingetragen hat. Fast schon witzig sind Hints wie „Hier benötigst du X“, schön dass man das dann vor Ort als Hint erfährt und so wenigstens nicht in die Versuchung kam X schon mitzubringen. Richtig dümmlich aber von erstaunlicher Häufigkeit „hinter Birke“ im Birkenwald oder „Baumstumpf“ in abgeholztem Waldstück. Man könnte denken der Dummheit sind keine Grenzen gesetzt. Lasst euch nach 15 Jahren Geocaching-Erfahrung sagen – stimmt, absolut KEINE Grenze in Bezug auf Dummheit zu entdecken.

Warum eigentlich gibt es so wenig deutliche Hints obwohl sie doch allen Seiten das Leben erleichtern und sogar der Umwelt, durch weniger Suchspuren helfen würden? Da habe ich dann leider wieder mal eine etwas negative Sicht. Der Cacher scheint einfach nicht gönnen zu können. Und so scheint es für sehr viele Owner tatsächlich von enormer Wichtigkeit dass ihr Cache auf jeden Fall nur mit viel Leiden gefunden werden kann. Und sie halten es für regelrecht ungerecht wenn ihren auswendigen D4 jemand durch den Hint als D1 finden könnte. Da gehen sie dann lieber das Risiko ein dass alles um Umkreis zerlegt wird. Und falls das passiert ist natürlich nur der Suchende schuld, auf gar keinen Fall der Owner. Auch wieder so eine merkwürdige Moral?!

Auch hier gilt natürlich wieder, jeder wie er mag! Aber dennoch vielleicht mal der Gedanken-Anstoß von mir über Hints nachzudenken. Stellt euch doch nur vor, ein Panzercacher kommt zu eurem Cache den ihr mit viel Liebe gebastelt hat. Und da er zu Grobmotorisch ist euer Wunderwerk korrekt zu öffnen zerlegt er alles vor Ort. Ok, er konnte den Punkt nicht billig abgreifen, aber zu welchem Preis? Ihr habt den Schaden. Wäre da jetzt ein wirklich klarer Hint hätte er den Punkt abgegriffen ohne euer Wunderwerk zu würdigen, ABER ihr habt weiterhin einen heilen Cache und der Panzercacher ist ebenfalls zufrieden. Und wirklich verloren hat niemand etwas?!

guter Hint kann Caches retten