Lab-App, C:geo und die Verknüpfung unter Android

Aus aktuellem Anlass mal eine kleine Anleitung. Es kamen auf verschiedenen Kanälen Fragen zur Lab-Cache-App auf. Das Problem, statt einen Link mit der App zu öffnen, wurde der Link plötzlich mit Chrome geöffnet. Warum? Tja, etwas unklar. Entweder hat die App da einen Bug, oder Android hat in den letzten Versionen so Funktionen eingefügt, die wohl die Sicherheit erhöhen sollen. So werden gerne mal Berechtigung und Verknüpfungen entzogen, wenn Apps länger nicht genutzt werden.

Egal, die Lösung ist entscheidend. Man packe einen Wurstfinger längere Zeit auf das Icon der App und wählen dann „App-Info“ aus. Hier geht es dann weiter mit „Festlegen als Standard“. Weiter geht es mit „Unterstützte Webadressen“. Und schon ist man da. Hier sollten alle 3 Links angeschaltet sein, dann sollte es auch wieder mit dem automatischen Öffnen der App klappen.

Auf Twitter las ich gerade vom Himberger dass das Problem wohl auch bei C:geo auftritt. Problemlösung wäre dort der gleiche Weg.

Bei einem Leser, auf einem Poco, klappt es nicht. Der hat dann einen Workaround:

Für so einen Fall gehe ich auf den Link. Dann geht ja leider Chrome auf. Ich mache dann von dem QR-Code ein Bildschirmfoto. Mit dieser App

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.nammoinhuma.qrcodeandbarcodereqder

kann ich jetzt das Foto Scannen. Mit diesem Link geht dann die App von GS auf und man ist beim richtigen ALC.

Giga in Prag 2022

Hat sich die Reise denn nun gelohnt? Ein klares Jain.

Wir sind donnerstags nach Prag geflogen. Gebucht hatten wir einen Direktflug mit Ankunft am Vormittag. Eurowings machte dann nach kurzer Zeit aus diesem Direktflug einen Flug über Düsseldorf mit Ankunft 20.10 Uhr. Überspitzt gesagt, hat damit diese Schrott-Linie uns schon mal den ersten Tag geklaut. Es hat schon was von „mit Direktflug locken“ und dann anpassen. Da es keinen anderen Direktflug gab, konnten wir auch nicht „mal eben“ zu einer anderen Gesellschaft umbuchen. Nun gut, in den nächsten 6 Wochen gab es dann noch mal eben 5 Flugplanänderungen, so richtig genau war meist nicht mal zu erkennen, was sich eigentlich änderte. Irgendwann ignorierten wir das einfach und entschlossen uns einfach erst einen Tag vorher zu schauen. Check-in verlief ähnlich „rund“, im Web alles wählbar bis auf die „ich habe kein Covid-Bestätigung“. Nach einigem Probieren stellte sich heraus, dass man das nur per App machen kann. IT scheint nicht so die Stärke von Eurowings. Bewies dann auch der Flug selber. Schon vor dem Abheben mussten wir von extra bezahlten Plätzen mit mehr Beinfreiheit auf hintere, enge Plätze wechseln, von wegen der Trimmung. Das kann man natürlich nicht schon bei der Reservierung merken und die Software dort die Vergabe steuern lassen?! Immerhin kamen wir dann aber recht pünktlich an, das ist aber auch wirklich das einzig positive, was man über Eurowings sagen kann.

Am Flughafen hatten wir uns für ein „Taxi“ Angebot entschieden, bei dem man vorher weiß, was die Fahrt kostet und sie online zahlen kann. Sammeltaxi wollten wir irgendwie nicht, daher wählten wir einen Pkw. Und wow, ein recht edler Skoda Superp mit Platz satt und einem wirklich guten Fahrer der uns in rund 30 Minuten vom Flughafen zur Ferienwohnung brachte. Klappte das Einchecken? Wieder ein klares Jain.

So war sofort jemand vor Ort, der uns in die Wohnung brachte, uns die Schlüssel in die Hand drückte und wieder verschwand. Soweit völlig ok. Allerdings gab es nichts Schriftliches in der Wohnung, so mussten wir über Booking nach Wlan-Passwort fragen. Mit etwas überflüssigen Nicklichkeiten wie ein großes „I“ im Passwort, das natürlich wie ein kleines „l“ aussah, bekamen wir auch das zum Laufen. An sich auch gar kein Problem, ich frage mich immer nur, wie oft es da zu Nachfragen kommt?! Allerdings gab es tatsächlich komplett nichts Schriftliches, wie z.B. so eine übliche Begrüßungsmappe. So haben wir es in der gesamten Zeit nicht geschafft, die kombinierte Heizung/Klimaanlage in Gang zu bekommen, bis auf ein „Klack“ hat sie nie etwas gemacht. Aber durch das Beklettern eines Designküchenstuhles schafften wir es zumindest, die zweite Klimaanlage anzuschalten, wenn wir sie durch fehlende Fernbedienung auch nicht regeln konnten. Das läuft aber eher unter witzige Urlaubsanekdoten als unter Problem. Insgesamt für Prag eine wahre Luxus-Wohnung, vollgepfropft mit moderner Technik, selbst der Wasserkocher hatte ein Display. Einzig die Tatsache, dass sich alle gegenseitig in die Fenster schauen können, ist nicht so pralle. So hätte Heike vielleicht den Ausblick auf den nackten Mann gegenüber genießen können, der aus der Dusche kam, nur war er leider 30 Jahre zu alt und 40 Kilogramm zu schwer. Die scheinen die Wohnungen als Ferienwohnungen zu vermieten bis sie verkauft sind, so hatten wir noch einen Verkaufsprospekt in der Wohnung. Rund 350.000 Euro für eine 55 qm Wohnung ist aber auch sportlich.

Freitag morgen dann früh aus den Federn und eine lange, lange Runde durch Prag zu allen Sehenswürdigkeiten, die wir uns vorher herausgesucht hatten. Das hat sich wirklich gelohnt, so haben wir fast alles anschauen können, nur die Burg war etwas eingeschränkt, da scheint ein Staatsbesuch oder so stattgefunden zu haben. Die Tour kann man sich bei Komoot anschauen, war wirklich sehr umfassend.

Gegen 18.00 Uhr trafen wir dann beim Meet & Greet an der Giga-Location ein. Von der Ferienwohnung aus immer so ca. 2 km + 20 Minuten Straßenbahn, also völlig im Rahmen. Für die Straßenbahn gibt es günstige Fahrkarten und es ist ein recht angenehmes fahren, da man auch noch viel schauen kann. Am Freitag war auch die Menge an Cachern noch recht überschaubar. Das Maze öffnete aus unbekannten Gründen erst um 18.30 Uhr. Da ich keine 20 Minuten davor stehen wollte, gingen wir erstmal auf das eigentliche Event, das war ein Fehler. Um 18.30 Uhr hatte sich da nämlich eine gigantische Schlange gebildet, damit hakten wir das für Freitag erstmal ab. Wir wollten uns eh vorerst nur einen Eindruck verschafften und ein Paket abholen, das die Deichgräfin und ihr Harald vor 2 Jahren gekauft hatten und durch Corona nie abholen konnten. Was wiederum gar nicht so einfach war. So liefen zwar wirklich viele Menschen in Orga-Klamotten herum, aber niemand hatte Ahnung von irgendwas. Man konnte uns tatsächlich nicht mal sagen, wo ein Info-Stand o.ä. ist. Ich muss gestehen, das wirkte wirklich schwach, zumal das Gelände jetzt auch nicht so riesig ist. Irgendwann hatten wir aber auch den richtigen Stand gefunden und konnten die Sachen recht problemlos in Empfang nehmen, obwohl die Helfer auch hier etwas überfordert wirkten.

Am Samstag wollten wir eigentlich erst Nachmittags auf Event, aber da ein Hörer sich mit uns treffen wollte und etwas überraschend nur Vormittags da war, sind wir dann doch etwas zügiger aufgebrochen und haben uns vor Ort getroffen. Schon auf der Hinfahrt wurde klar, dass die Stadt doch etwas voller war als sonst, die Geocacher waren nicht zu übersehen. Kleine Grüppchen mit Rucksäcken, meist seltsamer Kleidung, immer ganz beschäftigt und mit zu viel Speck auf den Rippen fallen einfach auf. Und das ist gar nicht bös gemeint, aber der Speck-Anteil bei Geocachern ist einfach tatsächlich auffallend hoch. Ich frage mich immer wieder mal, warum das eigentlich so ist, klar ist es mir immer noch nicht. Was gefühlt noch mehr geworden ist, ist der Drang, mit der Kleidung irgendwie bekannt zu geben, was man macht oder wer man ist. TB-Nummer, Team-Namen und haste nicht gesehen. Ein paar wirklich nervige Kanadier hatten sogar ihren ganzen Europa-Flugplan auf dem T-Shirt. Ich hatte teils das Gefühl, wir wären die einzigen völlig ohne irgendwas auf oder an den Klamotten. Immerhin hielt sich Flecktarn in Grenzen, wobei selbst von der Fraktion noch einige vor Ort waren. Zu Zeiten des Ukraine-Krieges empfanden wir das als doppelt peinlich. Ansonsten ein Event, wie ein Event halt ist. Für ein Giga fast schon ein wenig zu simpel, da fehlte mir so etwas Pepp. So liefen Signal und Groundspeak-Chef Brian durch die Gegend (Signal ist dabei der, der den Penis auf dem Kopf trägt), immer gefolgt von so einer Art wabernden Schlange von Fans, das wirkte schon irgendwie lustig.

Aber das einzige, was das Giga von jedem anderen Event abhebt, war wirklich das Maze. Das hat einen eigenen Eingang auf dem Gelände und war Freitag schon heftig überlaufen, Samstag dann schon absurd überlaufen. Da haben sich wirklich bei sommerlichsten Temperaturen reichlich Cacher für weit mehr als 1 Stunde angestellt, um da hereinzukommen. Wir haben dann erneut drauf verzichtet, haben uns dort einige Stunden mit Hörern und alten Bekannten unterhalten, um dann nachmittags noch mal etwas in der Wohnung zu ruhen. Abends dann noch mal in die Tram und gegen 18.30 Uhr war die Wartezeit dann auch nur noch recht gering, so konnten wir endlich das Maze besuchen. Realistisch gesehen hätte man es auch ohne Besuch loggen können, wer hätte das schon gemerkt. Aber da greift die eigene Sicht, ich wollte drin gewesen sein. Und siehe da, hat sich gar nicht gelohnt. Wobei es jetzt auch nicht so schlecht ist, wie es manchmal geredet wird. Eigentlich sogar ganz nett gemacht. X Stunden anstehen sind aber nicht wirklich gerechtfertigt. Ach ja, etwas sehr schräg empfand ich schon den Drucker am Eingang, an dem man sich auf Knopfdruck die Lösung der 10 Lab-Stationen ausdrucken lassen kann.

So war es ein „Event-lastiger“ Samstag, der aber eigentlich auch ganz schön war. Warum man jetzt auf einem Event „Giga“ und „Community Celebration Event“ zugleich loggen kann blieb uns ebenfalls unklar, aber natürlich haben wir auch alles mitgenommen.

Blieb uns der Sonntag, den wir dann ohne Event verbrachten. Sehenswürdigkeiten hatten wir auch durch, also was tun?! Da gab es so eine komische Stelle auf der Karte wo es scheinbar nichts gab und das mitten in der Stadt. Also mal geschaut, sollte ein wirklich großes Naturschutzgebiet sein, also genau das richtige für uns. Also auf gehts. Und wow, das hat sich mal so richtig gelohnt. Kaum dort angekommen hatte man sofort das Gefühl, die Stadt verlassen zu haben, obwohl man noch mitten drin war. Man kann das eigentlich kaum beschreiben, man muss das wirklich gesehen haben. Prag ist eh schon erheblich hügeliger als wir es erwartet hatten, aber dort macht sich das doppelt gut. Traumhafte Ausblicke über die Stadt und dennoch nicht überlaufen durch die enorme Größe. Also wer nicht nur auf Sehenswürdigkeiten steht sollte hier unbedingt mal wandern gehen. Auch die Tour habe ich auf Komoot liegen und die war für mich das absolute Highlight. Und sie dauerte auch lange genug, um nun endgültig platt zu sein. Ok, zumindest fast. Heike fiel ein, dass es da auf der Karlsbrücke so tolle Ohrringe gab und sie sich solche Kleinigkeiten gern auf Ausflügen kauft, um beim Tragen immer schöne Erinnerungen zu haben. Also noch mal los und jetzt kann ich sicher vermelden, dass dann rund um die Karlsbrücke die Hölle los ist.

Also es war für uns insgesamt schon ein tolles Wochenende, auch wenn etwas anstrengend. Während ich das hier schreibe hatte ich gerade einen schönen Wadenkrampf, man gut, dass der Computer das Gefluche nicht aufzeichnet. Warum dann Jain für die Bewertung. Weil mich die Stadt lange nicht so überzeugt hat, wie offensichtlich viele andere. Zu viel sieht mir hier schon etwas abgewrackt aus und es fehlt mir etwas das Besondere. So ist Prag durchaus schön, aber eben auch nicht viel mehr. Ein großer Pluspunkt sicher das viele grün. Auch ist die Versorgung gut, man kann überall schnell was zu essen oder zu trinken bekommen und auch die Preise waren völlig ok, der Nahverkehr nahezu billig. Daher würde ich weder abraten noch zuraten, muss letztlich eh jeder für sich selber entscheiden. Wahrscheinlich sind wir einfach etwas versaut von Städten wie Lissabon (Licht und Meer), Istanbul (antik, lebensfroh, riesig) oder anderen, die einfach etwas mehr Flair haben. Und das Event? Ganz ehrlich, da kannste auch auf jedes beliebige Mega irgendwo hin fahren. Ohne das jetzt negativ zu meinen, es sticht halt nur nicht heraus, bis eben auf das Maze.

Ach ja, der Rückflug verlief erstaunlich gut, bis auf 15 Minuten Verspätung, die jetzt nicht so wirklich schlimm waren. Einzig kam erst eine Mail man möge sein Handgepäck auf aufgeben da der Flieger sehr voll ist. Als wir dem nachkommen wollten, durften wir es dann nicht aufgeben, weil ein Notebook drin war. Aber bei den Eurowings Mails erstaunte uns das dann auch schon nicht mehr.

Whatever, jetzt habe ich also auch endlich das Maze-Icon, ist doch auch was.

Neues von den Adventure Labs: Zuordnung von Themenkategorien

Am 8. März ist die aktualisierte Version 1.3.24 von der Adventure Lab App erschienen. Ab dieser Version ist es möglich, dass den Adventures zugeordnete Themen angezeigt werden. Die Adventure Lab Owner haben dazu vor zwei Tagen eine Vorabinfo per Email von Groudspeak erhalten.

Im vergangenen Jahr hatte Groundspeak eine Umfrage gestartet, welche Themenvorschläge von den Spielenden gewünscht wurden. Jetzt stehen 31 verschiedene Themengebiete zur Auswahl, von denen bis zu drei einem Adventure zugeordnet werden können. Ob die jetzt zur Verfügung stehenden Kategorien die am häufigsten aus der Community gewünschten waren, bleibt das Geheimnis von Groundspeak

Wer mögliche Themen zuordnen möchte, der kann sein Adventure im Adventure Lab Builder bearbeiten. Dort gibt es jetzt einen Bereich zur Themenauswahl. Einfach die gewünschten Kategorien auswählen und am Ende mit dem Button „Update Adventure“ speichern.

Bis zu drei Themen können einem Adventure zugeordnet werden
(Bild aus dem Adventure Lab Builder)
In der App werden die gewählten Themen anschließend angezeigt
(Bild aus der Adventure Lab App)

Aktuell kann in der App nicht nach den Themen gefiltert werden. Dieses ist aber wohl in späteren Versionen vorgesehen, wenn in genügend Adventures Kategorisierungen vorgenommen wurden.

Ob diese Kategorisierungen sinnvoll sind, mag jeder für sich selbst entscheiden. Wie viele wohl in der Kategorie „Sonstige“ eingeordnet werden? Hilfreich könnte es werden, wenn wirklich danach gefiltert werden kann. Dann könnten bei Städtereisen, in denen es viele Adventures gibt, die Labs ausgewählt werden, die einen persönlich thematisch am meisten interessieren.

Sind Eure Lieblingsthemen dabei? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Recherchequelle:
https://forums.geocaching.com/GC/index.php?/topic/371079-release-notes-adventure-lab%C2%AE-adding-themes-to-adventures-march-8-2022/


Adventure Labs – Auf der Suche nach der (richtigen) Zeit (-dauer)

In den letzten Podcast-Folgen kam die Frage auf, wie die in der App angegebene Zeitdauer für die Adventure Labs zustande kommen. Ich habe mich dazu einmal auf Spurensuche begeben und versuche etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Zunächst einmal gibt es in der Adventure Lab App sechs verschiedene Zeitfenster, in die die Adventures eingeordnet werden. Folgende Werte für die Dauer sind möglich

0-30 Minuten
31-45 Minuten
46-60 Minuten
61-90 Minuten
91-120 Minuten
120+ Minuten

Warum zwei Zeitfenster genau 15 Minuten lang sind und alle anderen 30 Minuten bleibt das Geheimnis von Groundspeak.

Wenn ein Adventure neu online gestellt wird, ist übrigens noch gar keine Zeit angegeben. Als Adventure Lab-Ersteller hat man hierauf keinen Zugriff und kann keine Zeitdauer vorgeben.

Stellen wir uns einmal folgendes Szenario vor:
Ein Spieler hat einen Adventure Lab Credit erhalten und sich einen Stadtrundgang überlegt, mit dem er die Besucher zu fünf historischen Gebäuden in seiner Stadt locken möchte. Er überlegt sich Fragen für die fünf Stationen, eine vorgegebene Reihenfolge für die Stationen möchte er nicht festlegen. Beim Abgehen der Stationen zu Fuß hat er im Voraus seine Zeit gemessen und festgestellt, dass es knapp eine Stunde dauert. Somit müsste seiner Einschätzung nach am Ende eine Zeitangabe von 46-60 Minuten in der App zu erwarten sein. Er setzt sein Adventure online. Es ist keine Zeitangabe zu sehen.

Alle neuen Adventures sind mit einem Stern in dem Marker auf der Karte in der App zu sehen. Dieser Stern bleibt übrigens für 30 Tage sichtbar. Danach gilt ein Adventure nicht mehr als „neu“.

Der Stern-Marker für neue Labs ist 30 Tage sichtbar
(Bild aus der Adventure Lab App)

Ein Spieler bemerkt das neue Adventure Lab in seiner Stadt. Er schnappt sich sein Fahrrad und fährt die einzelnen Punkte an und beantwortet die Fragen. Nach 28 Minuten hat er das Adventure als Erster abgeschlossen. In der App bleibt es bei keiner Zeitangabe.

Jetzt spielt der zweite Ortsansässige das neue Adventure. Auch er ist mit seinem Fahrrad schneller als zu Fuß. Seine gemessene Zeit sind jetzt z.B. 29 Minuten. Weiterhin ist keine Zeitdauer in der App zu sehen.

Eine weitere Spielerin bemerkt das Adventure. Sie ist in der Stadt unterwegs und spielt die einzelnen Stationen bei ihrem Einkaufsbummel. So kommt bei ihr am Ende eine Zeit von 150 Minuten heraus bis sie die letzte Frage beantwortet hat. In der App ist auch danach noch keine Zeitangabe zu sehen.

Der vierte Spieler ist wieder ein Radfahrer. Hier nehmen wir mal eine Zeit von 27 Minuten an, bis er das Adventure abgeschlossen ist. Es bleibt auch nach diesem Spieler bei keiner Zeitangabe in der App.

Der fünfte Spieler bemerkt das Adventure nachdem er abends nach Hause gekommen ist. Zwei Stationen sind in seiner unmittelbaren Nähe und die besucht er noch am Abend. Die restlichen Stationen spielt er am nächsten Tag. So ergibt sich bei ihm eine Zeit von z.B. 14 Stunden also 840 Minuten.

Jetzt haben also fünf Personen das Adventure komplett gespielt und es kommt zu der ersten Zeitangabe in der App.

Was erwarten wir jetzt bei den gespielten Zeiten von 27, 28, 29, 150 und 840 Minuten bei fünf
Personen
? Die Gesamtspielzeit aller fünf Personen sind 1074 Minuten, also im Durchschnitt 214,8 Minuten.

Erscheint jetzt in der App die Zeitangabe 120+ ?

Nein. Überraschenderweise wird die App das Zeitfenster 0-30 Minuten anzeigen.

Wie kommt es dazu?
Der Berechnungsalgorithmus wertet den mittleren Wert aller Zeiten aus. D. h. in diesem Fall ist
in der sortierten Liste der Zeiten (27, 28, 29, 150, 840) der Wert in der Mitte 29 Minuten, welcher natürlich in das Zeitfenster 0-30 Minuten gehört.

Spielen jetzt zwei weitere Touristen das Adventure, die bei ihrem Stadtrundgang die Stationen
ablaufen und nebenbei noch Essen gehen und Shoppen und beide am Ende jeweils 130 Minuten benötigen, springt die Zeitangabe von bisher 0-30 Minuten auf 120+ Minuten, denn der neue mittlere Wert der neuen Zeitenliste (27, 28, 29, 130, 130, 150, 840) ist jetzt 130 Minuten.

Dieses Beispiel ist natürlich etwas extrem. Aber je mehr Personen das Adventure Lab spielen so realistischer sollte also die Zeitangabe werden.

Also einmal kurz zusammengefasst:

  • Ein neues Adventure ist für 30 Tage mit dem Sternchen-Marker versehen
  • Es müssen mindestens fünf Personen einen Adventure abgeschlossen haben, bis eine Zeitangabe zu sehen ist
  • Die auschlaggebende Zeit für die angezeigte Dauer ist der mittlere Wert in der sortierten Zeitenliste

Falls es Euch übrigens noch nicht aufgefallen sein sollte, es ist in der Adventure Lab App vor ein paar Tagen mit der Version 1.3.21 ein neuer Filter hinzugekommen. Jetzt kann man sich dort z.B. nur alle Adventures anzeigen lassen, die nicht in Reihenfolge gespielt werden müssen.

Mit dem rot umrandeten Button kommt man zu den neuen Filtereinstellungen
(Bild aus der Adventure Lab App)
Mit dem neuen Filtereinstellungen können z.B. Adventures ausgeblendet werden, die in Reihenfolge zu spielen sind
(Bild aus der Adventure Lab App)

In späteren Versionen sollen noch weitere Filtermöglichkeiten nach „Neuen Adventures“ oder nach Zeitdauer hinzukommen.

Damit kann ich meine Zeit jetzt anderen Aktivitäten widmen und wieder Geocaches suchen und
Advenure Labs spielen ☺.

Viele Grüße
Sorglos02

Recherchequellen:
https://forums.geocaching.com/GC/index.php?/topic/367819-release-notes-adventure-lab%C2%AE-app-time-to-complete-adventuresnovember-19-2021/
https://forums.geocaching.com/GC/index.php?/topic/370438-release-notes-adventure-lab%C2%AE-app-filters-february-15-2022/