GPSies.com – für Wanderer

Viele werden die Seite schon kennen, viele aber auch nicht. Bei GPSies kann man Strecken aller Art suchen oder auch hochladen. Auto, Rad, Pferd, Wasser, für wirklich jeden was zu finden. Eigentlich eine sehr schöne Idee. Ich bin dort seit 2017 registriert, habe es aber nur selten genutzt. Warum? Recht einfach, die Idee ist gut, die Praxis zeigt Probleme. So findet man jede Menge Strecken aber die sind oftmals auch einfach nur schlecht. Wahrscheinlich wurden hier zum Start wirklich schöne Strecken hochgeladen und irgendwann meinte jeder seinen Gang zum Klo auch noch hochladen zu müssen?! Wie auch immer, ich hatte mal wieder etwas Zeit, also habe ich mal wieder getestet wie der Stand aktuell so ist und wie es bei mir halt passt natürlich die Wanderstrecken.

Es beginnt mit der Suche. Die ist eigentlich ganz gelungen. Hier kann man sehr detailliert einstellen nach was man sucht und das ist auch wichtig damit man nicht vor lauter Strecken erschlagen wird, das Angebot ist recht groß. Grenzt man nicht fein genug ein reduziert die Suche automatisch auf 250 Strecken und zeigt einem diese auf einer Karte. Ich will jetzt gar nicht zu sehr in die technischen Details gehen, das könnt ihr euch selber in Ruhe anschauen.

Bei der Suche stieß ich auf „Fischbeker Moor“. Für mich genau richtig, dort lag früher ein toller old style Nachtcache, zur Zeit in der Nähe ein Biltema-Cache den ich gleich noch mit abfrühstücken konnte, passte also. Am Startpunkt den Motorroller abgestellt und los ging es. Schon der Start war wirklich schön, eine alte Kopfsteinpflaster-Alle führt ins Moor.

Die Straßen sind hier übrigens so gut wie ungenutzt, es ist also sehr angenehm hier zu laufen. Es ist aber eine sehr nasse Gegend, also Vorsicht bei schlechtem Wetter. Das gesamte Gebiet liegt unter normal Null, es ist also WIRKLICH sehr feucht und nennt sich nicht umsonst Moor! Der Weg führt dann an einer wirklich lieblich kleinen Kleingarten-Kolonie vorbei.

Dann folgt auch schon das eigentliche Moor mit seinem ganz eigenen Charme.

Ein kleines Stück an Birkenwäldern vorbei kommen bald die immer feuchten Wiesen. Von hier hat man einen recht guten Blick auf Hamburgs Industrie. Ganz rechts das Kohlekraftwerk, im Vordergrund die Windräder und dahinter die Kräne des nicht so weit entfernten Hamburger Hafens, wirklich beeindruckend.

Am Horizont schon das schöne Blankenese zu erkennen.

Wenig später kommt dann ein kleines Stück Teerstraße. Auch hier wird einem kaum ein Auto begegnen, höchstens mal ein Trecker der Obstbauern die hier ihre Apfelbäume haben.

Auf der Strecke gab es einiges zu sehen, Rehe in größeren Mengen, Kuh-Familie inkl. Nachwuchs, Reiher, Storch, Buntspechte und andere gefiederte Freunde und am Ende sogar noch 3 große Wildsäue und rund 8 Ferkel was mich dazu veranlasste etwas anders zu laufen 😎

Kurz und gut, perfekte Wanderung und GPSies ist toll? Nein, leider nicht, denn auch die Nachteile zeigten sich. Die Strecke funktioniert so wie sie bereit steht nicht mehr. Ein ganzer Teil ist vom 01.04.-31.08. gesperrt und die Wege auf diesem Teil sind eh kaum noch auszumachen. Das hat der Autor 2012 wohl selber gemerkt und reagiert. Leider nicht dergestalt dass er seinen Track runter nimmt oder korrigiert sonder er hat es lediglich in den Kommentaren vermerkt. Und genau damit sind wir bei dem Problem das GPSies wohl mit vielen Plattformen dieser Art teilt, mit der Qualität und vor allem auch mit der Pflege der Daten. Da wird irgendwas hochgeladen und dann sozusagen vergessen. Meist wird die Faulheit dann damit begründet dass man es ja anderen noch weiter zu Verfügung lassen wolle. Irgendwie so ein allgemeines Problem das unsere Gesellschaft gerade hat, die Leute machen irgendwas (angeblich für andere) und sind zu faul sich auf Dauer um ihre Hinterlassenschaften zu kümmern.

Kurz und gut, GPSies ist ganz nett aber wirklich nur arg eingeschränkt zu nutzen da man nicht mal annähern erahnen kann ob das was man sich dort heraus sucht wirklich das ist was man erwartet und ob es überhaupt noch aktuell ist. So bleibt es wohl dabei, ich schaue alle paar Jahre mal nach ob dort jemandem eingefallen ist wie man dafür sorgen kann dass die hochgeladenen Tracks irgendeinen Sinn haben.

P.S.: Mittlerweile wurde die Strecke wohl zurück gezogen. Und das ist ehrlich gesagt auch gut so, schon die Natur.

Groundspeak lernfähig?

Am 14. Februar berichtete ich schon mal darüber und Groundspeak untermauert noch mal ihr „stehts bemüht“. Da sie wohl mal wieder nicht recht wissen über was sie schreiben sollen wurde mir wieder mal ein „naher“ Cache vorgeschlagen. „Dornröschens Tor“ soll es sein, hoch dekoriert und ach so nahe. Leider mal wieder das Wasser übersehen und keine Funktionen aus „Cache along the Route“ genutzt.

Also, ich wohne in Neu Wulmstorf, unten links, bzw. rechts von Buxtehude. Ich muss dann nur Richtung Osten, die A7 hoch, durch den Elbtunnel schlüpfen, wieder komplett Richtung Westen bis Wedel zum Elbhochufer. Selbst ohne Stau bin ich da mit gut einer Stunde dabei und zwar nur für den Hinweg. Dabei funktioniert das eigentlich nur Nachts, fährt man am normalen Arbeitstag morgens sollte man eher mit 1 1/2 – 2 Stunden rechnen da die A7 Dauerbaustelle ist und auch an der Abfahrt direkt hinterm Elbtunnel frisch gebaut wird. Aber auch ohne diese Stellen wäre es einfach viel zu weit weg!

Ihr wollt doch immer modern sein liebe Groundspeakler, dann fangt doch langsam mal damit an! Mit Cache along the Route habt ihr doch zumindest schon die Technik um zu schauen wie lang der Weg zum Cache für einen Nutzer ist. Ich werde wohl kaum der einzige sein der an einem Fluß wohnt und bei den diese Tipps ansonsten eher dümmlich wirken?! Die Auswertung Luftlinie naher Cache mit vielen Favoritenpunkten bekommt der geneigte Cacher ansonsten wohl auch ohne euch hin!

Sorry, aber so bleiben eure Mails was sie sind, stehts bemüht…

Der neue Kindle Paperwhite, 10. Generation

Nun habe ich ihn also, meinen neuen Kindle Paperwhite der 10. Generation. Und der erste Eindruck ist gut. Einrichten ging zügig, lediglich das Amazon-Konto zickte erst etwas, aber beim zweiten Versuch lief es durch. Dann mal upgedatet und schwups, alles läuft. So wie man das von Amazon eigentlich ja auch gewohnt ist.

Und meine heimlichen Befürchtungen bewahrheiteten sich zum Glück nur sehr wenig. Die Hauptbefürchtung war nämlich dass auch der Kindle Handy-Like immer dünner und dünner gemacht wird. Warum eigentlich? Aussehen?? Keine Ahnung, aber ich finde diese Dünnomanie eher ausgesprochen nervig da man die Geräte irgendwann gar nicht mehr vernünftig anfassen kann. Und findet man doch noch eine Variante drückt der viel zu schmal Rahmen der Geräte dann unangenehm in die Finger.

Hier sieht man mal in hoch und längs wie wenig Unterschied das ist. Auch im Gewicht fühlen die beiden Geräte sich identisch an. Der Kindle alt, also 5. Generation ist der etwas „dreckigere“. Wobei der gar nicht dreckig ist, die Spuren kommen von der Hülle in der er seit Beginn an hängt. Der alten Kindle ist also links. Ja, etwas dünner ist der Neue, zu merken ist es nicht wirklich.

Wie man hier sehen kann ist die Display-Fläche identisch, das Gehäuse vom alten Kindle (wieder links) ist einen Hauch größer.

Hier sieht man einen echten Vorteil des neuen Kindle. Das obere Bild ist vom alten Kindle wo das Display etwas versenkt ist. Einerseits natürlich gut wenn man das Gerät mal versehentlich mit dem Display nach unten ablegt, bringt einen gewissen Schutz. Aber es sammelt sich halt Dreck in den Mini-Ritzen und den bekommt man kaum wieder heraus. Das neue Display (unten) ist plan, so kann das hier nicht passieren.

Bedienung, Geschwindigkeit, Software und so weiter hat sich so gut wie nichts geändert, das läuft einfach und intuitiv vor sich hin. Was kann ich also nach kurzem Gebrauch sagen? Gerät verhält sich genau wie erwartet und ersetzt den alten Kindle fast unbemerkt, das finde ich durchaus sehr gut.

Wandercache GC703FQ – Wandern durch die Hahnheide

Wir versuchen ja jeden, spätestens jeden zweiten, Monat einen Wandercache mit Team Spikeman zu machen, dieses mal war GC703FQ dran. Und so hatten wir den 13.04. also Datum festgelegt. Und es kam doch anders als erwartet. Die Fahrt dauerte schon mal länger als erwartet denn von Hamburg Süd-West nach Hamburg Nord-Ost ist eh schon nicht so einfach und durch Baustellen und Urlaubsverkehr wurde es recht spannend, ging dann zum Glück aber doch noch gerade so vor den ärgsten Staus durch die wir auf dem Rückweg sehen konnten. Dazu aber hatten wir den wohl vom Wetter schlechtesten Tag im ganzen Frühjahr erwischt, um die 4° C und teilweise leichter Schneefall. Muss man halt positiv sehen, immerhin kein Regen 😎

Parken kann man recht gut an den Startkoordinaten. Allerdings sollte man früh sein, um 10.00 Uhr waren wir dort 3 Pkw, gegen 13.00 Uhr bei Abfahrt waren es eher 30 Pkw und dann parkt man schon ein gutes Stück die Straße runter. Von dort läuft man dann im Prinzip einmal rund durch die Hahnheide und sammelt an 10 Stationen Infos. Da kann man gleich ein Lob anbringen, die Fragen an den Stationen sind absolut eindeutig und machen keinerlei Probleme beim ermitteln der nötigen Zahlen, leider gar nicht so selbstverständlich wie man meinen mag. Die Hahnheide selber ist ganz nett, mehr letztlich aber auch nicht. Klar, im Moment ist noch wenig grün und im Sommer mag es noch etwas fröhlicher wirken, dennoch ist der Wald nicht so wirklich spannend und auch die Wege sind alle eher breit und gut. Kling gut, nimmt aber natürlich etwas vom Natur-Erlebnis. Dennoch eine schöne Ecke für eine kleine Wanderung ohne große Highlights.

Ok, ein (kleines) Highlight ist vielleicht doch zu nennen. Hat man es den 99 Meter hohen Berg rauf geschafft was eigentlich jedem möglich sein müsste…

… läuft man noch kurz die paar Stufen hoch…

und hat dann eine wirklich sehr schöne Aussicht!

Insgesamt waren wir rund 12,5 km unterwegs. Den Final zu berechnen war ok, ist halt einige Rechnerei die aber in Grenzen bleibt. Ihn zu finden war ebenfalls kein größeres Problem. Der Cache hat keine Highlights an sich, bis auf den Aussichtsturm, aber das macht bei Wandercaches eigentlich auch gar nichts! Entscheidend ist, er bringt einen dazu mal wieder eine Wanderung durch ein schönes Stück Grün zu machen, ist dabei ohne Firlefanz lösbar da die Aufgaben ganz klar sind und das ist für meinen Geschmack das Wichtigste an einem Wandercache!

Wer also gerne wandert und dabei einen Cache lösen mag ohne Blinki, Musi, und römtömtömtöm, der hat durchaus meine Empfehlung. Für Punkte-Fetischisten ist er eher nichts, viel Beifang hatten wir hier nicht.

Laufband läuft rund

Nun haben wir unser Laufband also eine Weile in Betrieb und können einen ersten Zwischenstand geben. Zwischenzeitlich gab es wieder diese Tage, da wäre ich an sich gerne cachen gegangen und hätte noch einiges im Garten erledigt aber es regnete von Morgens früh bis Abends spät. Eigentlich regnete es nicht mal, es schüttete aus Eimern. Und unter anderem für solche Fällen haben wir das Laufband gekauft. Aber auch z.B. für Tage an denen man auf irgendwas daheim warten muss wegen einer Lieferung oder einem Handwerker oder was auch immer.

Und so bin ich also die ersten Kilometer auf dem Laufband „gewandert“. An den etwas anderen „Tritt“ hat man sich nach kürzester Zeit gewöhnt, das war überhaupt kein Problem. Auch die eher kleine Lauffläche machte weniger Ungemach als erwartet, daran war die Gewöhnung auch kein Thema. Wobei ich dabei mehr von mir spreche, die unsichtbare Heike macht so viel Sport in der Woche da ist das Laufband nicht so wichtig. Mit meinen 1,88 Meter und 95 Kilo gibt es also zumindest kein Problem.

Mittlerweile bin ich sogar den einen oder anderen Kilometer gejoggt, an sich eigentlich gar nicht so mein Ding. Aber die Neugiert führt von ganz allein dazu dass man auch das mal ausprobiert. Auch das war überhaupt kein Problem, da hätte ich eher gedacht es wäre mit kleiner Lauffläche problematisch.

Die Standard-Knöpfe, 3/5/7 km/h sind wirklich gut gewählt, wobei 3 etwas langsam ist aber als Zwischenschritt passt. Wenn ich „wandern“ möchte stelle ich meist auf 4,5 km/h, zum Joggen auf 7 km/h, für mich passt beides ganz gut. Man kann über die Handläufe aber auch in 0,1 km/h – Schritten hoch und runter setzen. Der Puls-Messer macht eigentlich ebenfalls einen gar nicht so verkehrten Eindruck und zeigt in etwa das was man erwarten würde. Er ist in die Handläufe eingelassen.

Wie man sieht habe ich mir das Laufband so aufgestellt dass ich während des Laufens Video oder TV schauen kann. Das funktioniert auch problemlos, aber man muss den Ton schon etwas höher drehen, so leise ist das Band dann auch wieder nicht. Aber es hält sich noch im Rahmen und man kann auch Dialoge gut verstehen. Ansonsten wäre es ja über Kopfhörer auch kein wirkliches Problem, geht aber eben auch ohne.

Was nicht zu unterschätzen ist, ist ein Punkt über den ich vorher schon mal in dem einen oder anderen Testbericht gestolpert bin. Man unterschätzt dass man keinen Luftzug hat. So relativiert sich ein Vorschlag den ich las und erst für merkwürdig hielt recht zügig, nämlich einen Ventilator aufzustellen der einem etwas Luft entgegen bläst.

Ich würde also sagen für den eher anspruchslosen Anwender wie uns tut es so ein Laufband im Bereich 250-300 Euro tatsächlich auch. Klar, vor allem bei der Laufflächen-Größe wird gespart und der Motor ist sicherlich nicht für Höchstgeschwindigkeit ausgelegt aber es läuft dennoch recht rund. Wenn ich was bemängeln sollte tue ich mich bisher schwer, einzig die Abstell-Löcher für Getränke muss ein echt unbegabter Designer entworfen haben, da passen weder Flasche noch Becher rein, die sind nahezu sinnlos. Zu Bedenken ist natürlich dass wir das Gerät jetzt erst wenige Wochen in Betrieb haben. Ich werde sicherlich aber immer mal wieder berichten wie sich das Gerät so schlägt.

Kurioses WhereIGo Recycling

Bei uns gibt es einen neuen WhereIGo, GC850QY – Speed Dating in Horneburg. Der ist wirklich mal „eigenwillig“. Die originalen Koordinaten zeigen auf einen Puff. Auf einer Plattform wie Groundspeak die absolut Familien-orientiert ist schon spannend. Aber auch überhaupt kein Problem denn das ist nur ortsansässigen klar und wird in der Beschreibung auch nur angedeutet. Und da man für den Cache ja eh nicht dort hin muss also wirklich relativ egal. Als Ownerin hätte ich mir das aber vermutlich dennoch geschenkt um Diskussionen aus dem Weg zu gehen.

Es ist ein WhereIGo den man überall spielen kann so lange man rund 75 * 75 Meter zur Verfügung hat. Ich finde die Variante immer etwas schwierig denn so eine freie Fläche muss man tatsächlich erst mal haben und die sollte ja auch noch möglichst frei von Menschen sein. Dazu ist der Cache auch noch mit Zeitdruck unterlegt, es geht nämlich darum Memory zu spielen und das auf Zeit die von Paar zu Paar knapper wird. Diese Zeit-Variante gefällt mir persönlich beim Cachen eh nicht so besonders, aber was soll es.

Bis hier hin also ein Cache der einem gefällt oder nicht, aber auf jeden Fall völlig ok und normal. Im Listing wird sich freundlich bei einem anderen Cacher bedankt dass man die Variante von ihm nutzen darf, ebenfalls völlig ok. Nun habe ich mir also die Mühe gemacht und den Cache durchgespielt. Am Ende kommen dann 3 Knöpfe. Einer verrät mir den Unlock-Code, der nächste eine 4stellige Zahl mit der die Final-Koordinaten berechnet werden. Und hups, ein Knopf auf dem Final-Koordinaten steht?! Wozu dann die 4stellige Zahl?? Tja, wir liegen hier im Bereich N53… und die angegebenen Final-Koordinaten in N51… D.h. da stehen noch die Koordinaten von dem Cache drin den der „bedankte Owner“ gelegt hat? Den kann ich dann gleich mit erledigen und der Unlock-Code wird auch funktionieren?

Wie gesagt, einen Cache zu kopieren finde ich völlig ok. Den Ursprung im Listing zu erwähnen ist sogar ausgesprochen höflich. Aber den Cache nun so gar nicht anzupassen und noch Daten vom Original-Cache drin zu lassen, das empfinde ich schon als etwas schräg?! Geht das nur mir so? Werde ich einfach alt?? Ist jetzt aber keine böse Kritik o.ä. sondern einfach etwas das mir aufgefallen ist und das ich skurril genug finde um es hier mal zu veröffentlichen 😎

Mein Kindle, meine Erfahrungen

Mein Kindle hat seit kurzem ein dauer leuchtenden Pixel mitten im Lesebereich. Mich macht so etwas einfach kirre, daher wird es Zeit für einen neuen eBook-Reader. Der alte kommt aber nicht weg, den will Heike nutzen die stört so ein Pixel irgendwie so gar nicht, Glück gehabt. Mag auch daran liegen dass ich meist ohne Brille lese und daher wesentlich dichter am Gerät lese als Heike. Und nun dachte ich mir, da kann ich doch mal was zum Kindle schreiben.

Der Kindle war mein erster eBook-Reader und kam am 17. Oktober 2012 ins Haus. Am 5. Dezember 2012 ging er zurück, ich weiß gar nicht mehr genau was es war, ich meine die Beleuchtung funktionierte nicht einwandfrei. Am 28. November 2012 traf ein Ersatz-Gerät ein und der blieb halt bis heute bei uns. Genau gesagt ein Kindle Paperwhite der 5. Generation. 119 Euro waren es damals.

Warum es damals der Kindle wurde? Der hat einfach in jedem Bericht am besten abgeschnitten und die Konkurrenz war meist einfach noch nicht ausgereift. Die enge Bindung an Amazon hat mich nie gestört da die einfach ein sehr brauchbares Umfeld bieten und ich über Calibre auch jedes andere eBook auf das Gerät bekomme. Und das übrigens noch sehr komfortabel. D.h. ich verwalte meine Bücher eh über Calibre und habe mir einfach einen Task gebaut der das Buch wandelt und gleich an die EMail-Adresse des Kindle schickt, so habe ich das Buch dort dann sofort zur Verfügung.

Nach nun also fast 7 Jahren des schon recht intensiven Gebrauchs kann ich eigentlich nur Gutes schreiben. Der Reader hat mir nie irgendwelche Schwierigkeiten gemacht und lief immer und jederzeit stabil vor sich hin. Die Software absolut intuitiv und die Synchronisation mit der Kindle-Cloud absolut zuverlässig. Sowohl die Einstellung der Schriftgröße als auch der Helligkeit empfand ich immer als absolut ausreichen und gut. Es hieß immer er wäre etwas ungleichmäßig ausgeleuchtet und das stimmt auch, aber das empfinde ich als so gering dass es mich nie gestört hat. Die Reaktion auf Eingaben z.B. beim Umblättern ist absolut perfekt, speziell dafür das diese Art der Displays ja eher träge sind. Dennoch, Blätter-Tasten wären schon schön. Aber das ist dann auch schon stöhnen auf hohem Niveau.

Durch den leuchtenden Pixel war es aber nun halt Zeit für ein neues Gerät. Hier kamen nach vielen Nachforschungen der „Tolino Epos„, „Kindle Oasis“ oder eben „Kindle Paperwhite“ in die Endausscheidung. Etwas größeres Display fand ich nämlich durchaus interessant. Aber nachdem ich auch hier viel gelesen habe schien sich doch abzuzeichnen dass so ein etwas größerer Bildschirm (Oasis 7 Zoll, Epos 7,8 Zoll) scheinbar arg mehr Strom verbraucht und die Laufzeiten nicht so dolle sein sollen. Und beim eBook-Reader sind die Laufzeiten für meinen Geschmack ein sehr, sehr entscheidendes Kriterium, ansonsten könnte ich auch auf einem Tablet lesen. Mein alter Paperwhite war da wirklich sehr genügsam. Gemessen habe ich es nie wirklich, aber es dauerte Wochen bis ich mal wieder nachladen musste. Kurz und gut, die größeren Reader für meinen Geschmack unverhältnismäßig teurer und weniger Laufzeit, das ging gar nicht und so eben wieder der Griff zum Kindle Paperwhite den ich wenigstens schon kenne.

Allerdings kommt er nun in Form der 10. Generation auf mich zu und den wirklichen Vorteil sehe ich schon mal in der Wasserdichtigkeit und darin dass der Bildschirm jetzt wohl glatt mit der Hülle abschließt. Beim alten war da ein geringer Versatz und da sammelte sich schon mal unschöner Staub und Krümel. Auf den Rest bin ich mal gespannt und werde mit Sicherheit in einiger Zeit noch mal was dazu schreiben wenn ich die ersten Erfahrungen gesammelt habe.

Sollte Geocaching ein Wettbewerb sein?

In 15 Jahren habe ich wirklich schon einiges erlebt und für mich feststellen können dass das Hobby im steten Wandel ist. Erstaunlich stabil der immer wiederkehrende Versuch Geocaching zu einem Wettbewerb zu machen, sowohl durch Cacher als auch durch Groundspeak. Manche Menschen können scheinbar wirklich nicht ohne Wettkampf.

GPS im Handy war wohl der deutlichste Wandel denn er führte zu einem enormen Anstieg an Geocachern. Plötzlich war die finanzielle Hürde weg, kein extra GPS für viel Geld mehr nötig. Dazu fiel auch die technische Hürde weg, kein Einarbeiten in die Nutzung von GPS mehr nötig. Und damit kam eine wahre Flut von Neu-Cachern. Und ohne es zu verallgemeinern, die Prozentzahl der „Flachpfeifen“ wurde höher und selbst wenn sie gleich geblieben wäre wären es zahlenmäßig dennoch erheblich mehr geworden. Das lag nicht an dem Handy an sich sondern an der nicht mehr nötigen Einarbeitung. Anders formuliert, vorher war die Schwelle ein GPS-Gerät bedienen zu können so eine Art Idiotentest der jetzt nicht mehr nötig war.

Für meinen Geschmack wurden merkwürdige Auswüchse nicht prozentual, aber zahlenmäßig eben schon, mehr. Schwanzvergleiche jedweder Art nahmen extrem zu. Der Größte, die Meisten, der Besonderste und haste nicht gesehen, auffallen um jeden Preis. Plötzlich gab es ganze Kletter-Trails, Tauchen, Schloß knacken und was weiß ich nicht noch. Letztlich der Versuch auch das letzte vergessene Hobby ins Geocaching zu integrieren.

Irgendwann legte sich das Ganze etwas und es zog wieder etwas Ruhe ein. Jeder Schwanzvergleich hat halt irgendwann ein natürliches Ende und so langsam gab es kaum noch etwas zu toppen. Das schien Groundspeak dann aber nicht so gut zu passen, also versuchte man mit den Challanges einen neuen Anreiz zu schaffen bei dem der Versuch deutlich wurde Wettbewerb zu fördern. Das funktionierte so mittel gut da einfach schnell klar wurde das auch hier wieder ein Extrem nach dem anderen gepublisht wurde.

Nun könnte man denken Groundspeak hätte vielleicht daraus gelernt, aber mit dem Lernen hat man es dort nun wirklich nicht so. Also kamen die Souvenirs, letztlich eigentlich nichts anderes als der erneute Versuch Wettbewerb in das Hobby zu bringen. Nur das nun Groundspeak das steuert und nicht mehr die Cacher über die Challanges.

Hier geht es nun also nicht mehr um Punkte sondern um Souvenir-Bildchen für die man eben durch irgendeinen Reifen springen soll. Und weil es offensichtlich recht gut funktionierte kam es langsam aber sicher zu einer Flut dieser Bildchen. Und man lese und staune, es funktioniert scheinbar immer noch recht perfekt. So jaulen bei der aktuellen Souvenir-Aktion schon um 10.00 Uhr die ersten „Cacher“ dass sie geloggt hätten und noch keine Punkte dafür erschienen seien. Und auch löschen und neu loggen hätte nichts gebracht. Wenn man da mit liest fragt man sich schon mal ob die noch alles Tassen im Schrank haben wenn sie diese Bildchen derart wichtig nehmen?! Tut mit leid, freundlicher kann ich so einen Schwachsinn wirklich nicht kommentieren.

Bleibt die Frage ob Geocaching denn nun ein Wettbewerb sein soll oder nicht?! Natürlich muss Groundspeak den Nutzern etwas bieten denn sie wollen ja auch Geld verdienen was ich durchaus legitim finde. Nur welche Nutzer wollen sie?

Ich finde den Versuch neue Nutzer über hippere Angebote zu bekommen nicht ganz ungefährlich denn damit bekommt man u.U. Nutzer die Hobby-Hoppe sind. D.h. jedes neue Hobby wird intensiv durchlebt, nach kürzester Zeit langweilt man sich und es geht zum nächsten Hobby. Es gibt genug Plattformen die das durchlebt haben, kennt jemand noch Munzee 😉

Meine, nicht gerade uneigennützige Hoffnung ist dass sie die Nutzer halten wollen die wie schon seit vielen Jahren einfach Spaß an der Bewegung haben und denen Geocaching einfach ein zusätzliches Ziel gibt. Die es im Urlaub nutzen um versteckte Locations zu finden und / oder einfach Spaß haben Dinge zu suchen. Denn das ist doch eigentlich der Kern des Spiels und nicht der dümmliche Vergleich von erhaltenen Punkten oder Souvenirs?!

Fazit, hört doch endlich auf einen Wettbewerb aus einem Spiel machen zu wollen dass sich dafür gar nicht so richtig eignet!