Neu-Cacher oder Müll-Schwemme

Die Kombination Corona und Werbung satt in Zeitung, Radio und Fernsehen zeigt mittlerweile erstaunliche Auswirkungen und die würde ich mal als wenig positiv bezeichnen, gelinde ausgedrückt.

Da wären die zurückgetretenen Reviewer.

  • 31.10.2020 Goawarede4 tritt zurück
  • 01.01.2021 Hilaritus tritt zurück
  • 01.01.2021 Servatius_Serbaldus tritt zurück
  • xx.04.2021 Eigengott, Obelodalix, Adiutrix und Hathumar hören auf

Von den letzten 4 hört man auf gc-reviewer.de schon nichts mehr. Und klar, alle haben natürlich aufgehört, um sich anderen Dingen zu widmen. Wie sie das schon seit Groundspeaks ersten Tagen nie anders getan haben. „Man“ hört aber auch durchaus mal, dass es einigen einfach zu viel Arbeit oder schlicht zu blöd geworden ist.

Auf jeden Fall kann man wohl mal davon ausgehen, dass es da mit reinspielt, eine Flut von Müll die den Reviewern die Arbeit sicher nicht versüßt.

Aber auch TCapitano war kurz davor aufzuhören oder unser guter Technologist3 will zumindest mal eine Pause einlegen, unter anderem wegen dem mittlerweile arg respektlosen Umgang mit ihren aufwändigen Caches.

Und das sind nur die die mir durch im ersten Moment aufgefallen sind.

Aber auch als Podcast merken wir die Flut. Unglaublich was an Chaos-Caches oder dümmliche Logs auf uns einstürzt, das war noch nie derart viel. Und erstaunlich auch der Anstieg an Cachernamen die schon deutlich aufzeigen, dass es wohl kein respektvolles Umgehen mit dem Hobby werden wird.

Mittlerweile bin ich tatsächlich froh über die Premium-Version von Groundspeak, die einem zumindest den übelsten Bodensatz vom Hals hält. Für meinen Geschmack sollten sie das Auslegen von Caches auch noch daran binden. Denn es gibt mittlerweile ausreichend Caches, es ist nicht wirklich nötig die Quantität durch absinkende Qualität zu erhöhen. Und damit meine ich nicht mal besonders elegante Caches, mittlerweile bin ich froh, wenn Neu-Cacher wenigstens einen Petling nutzen.

Dazu kommen die Möchtegern-YouTube-Stars wie die Fliegen zur Scheiße und glauben vermutlich hier den Durchbruch erreichen zu können. Eigentlich stören mich diese YouTuber gar nicht, jeder entscheidet ja selber, ob er Videos von denen schaut oder nicht. Übel finde ich die, die noch keine Ahnung haben aber umfangreich mit ihrem Nicht-Wissen berichten und dann alle Kanäle mit ihren teils unglaublich langweiligen Videos bewerben.

Lösung?

Habe ich nicht, aber ein Anfang wäre es vielleicht wenn nur Premium-Mitglieder Caches legen dürften. Ja, dann geht uns die eine oder andere Perle verloren, aber uns bleiben hunderte von „mein erster Geo-Cash“ erspart!

Es ist mir auch nicht neu, dass Geocaching (leider) kein ach so geheimes Hobby mehr ist, dennoch muss man doch nicht wirklich versuchen jeden in dieses Hobby zu drängen.

Ich bin mir sicher das Hobby wird auch weiterhin nicht versterben, aber es knirscht dieses Mal wirklich schon merklich. Meine Hoffnung besteht darin, dass sich das Thema Corona bald beruhigt und nicht plötzlich jeder meint er müsse jetzt ein Outdoor-Hobby haben. Wenn dazu noch die Lockerungen kommen sind vielleicht auch die Millionen Rentnern wieder in ihren fahrenden Wohnklos unterwegs und damit raus aus dem Wald. Die Hoffnung stirbt halt zuletzt.

Und wer meint das täuscht alles nur, die Zahlen sprechen ihre eigene Sprache.

Danke an grafzahl75, unseren Statistiker

6 Gedanken zu „Neu-Cacher oder Müll-Schwemme

  1. Ich dachte auch immer das PM-Caches helfen, tun sie aber leider nicht. Inzwischen wird wohl nach dem zweiten Fund sofort eine PM abgeschlossen.
    Zumindest ist das mein Eindruck

  2. Es sind auch Jäger und Waldbesitzer, die auf die zunehmende Zahl von Geocachern verweisen!
    Natürlich wissen die betroffenen Besitzer oder Pächter oft nichts von ihrem Glück, dass in ihrem Wald (Waldbesitzer) Caches aufgetaucht sind, manche Cacher treiben selbst in gesunde Bäume (dessen Holz dann allerdings unbrauchbar wird), Nägel und Schrauben.

    Ich frage mich nur eines, was haben diese „Cacher“ den Reviewern vorgelogen, dass ihre Caches so frei geschaltet werden? Denn die Zeiten, wo Reviewer oftmals ihre frei gegeben Caches selbst besuchen, sind fast vorbei (Das haben die alten Reviewer, die jetzt nicht mehr dabei sind, oft getan und wehe die Angaben stimmten nicht…….)!
    Manche Reviewer sind allerdings (nicht bei allen, bei gut Freund schauen sie oft großzügig weg), auch so pingelig, da bracht man Genehmigungen und manche Attribute (wirklich magere Attribute ihrer Freunde ignorieren sie), muss man noch überarbeiten. Kritik an den Reviewern darf man aber nicht üben, sonst lassen manche ihrer Machtbesessenheit freien Lauf und haben immer was rumzunörgeln und finden genug Gründe, die eine Veröffentlichung so unmöglich machen. Vergleichen darf man aber nicht, man darf die Götter im Olymp, bei Zeus, nicht kritisieren, sonst kommt die Retourkutsche, angefangen beim HQ, über die Reviewer (die oft alles andere sind als loyal), Endstation Owner, der was einreichen will und Geld, Zeit und Mühen investiert, oftmals nutzlos, wenn Gott, äh der Reviewer nicht will. Und so vergeht einem die Lust auf anspruchsvolle Caches.

    Fazit: GC wie es sich heute darstellt ist ein Ergebnis des HQ und seiner Reviewer, denn ihre Regeln gelten nicht für alle gleich! Jetzt hat man den Salat, oft kennen die Reviewer ihre eigenen Regeln nicht, noch halten sie sich dran und wenn man ihnen den „Aber“-Spiegel vorhält, werde sie noch kindisch!
    Sie wollen Toleranz, in diesem Falle bedeutet Toleranz = Gleichgültigkeit, Weggucken ist wie so oft heute angesagt!

    Ich vermute (hoffentlich liege ich da falsch), dass GC schon in Fragen des Naturschutzes kein Jahrzehnt mehr hält, denn oftmals sind Geocacher die eigentlichen Naturstörer und – verschmutzer.
    Das ist meine eigene Meinung!

  3. Für mich ist „mein erster Geo-Cash“ Teil des Spiels. Wenn ich da hin gehe, kann es Müll sein oder vielleicht ein interessanter Ort mit einer Dose, die ich nicht finde oder ein Petling hinter einem Baum, oder … Für mich ist der Weg das Ziel und was mich dort erwartet kann mich überraschen – positiv wie auch negativ.

  4. Leider kann man nicht nach dem Alter des Accounts Gruppierungen vornehmen. Auch lässt sich der Anteil an Basis und Premium leider nicht ermitteln.

  5. Zitat:“Wenn dazu noch die Lockerungen kommen sind vielleicht auch die Millionen Rentnern wieder in ihren fahrenden Wohnklos unterwegs und damit raus aus dem Wald. Die Hoffnung stirbt halt zuletzt.“

    Ich hab zwar kein Wohnklo, bin aber seit 8 Jahren unterwegs auf Dosenjagd. Mir sind nicht mehr dieser ‚lästigen‘ Rentner aufgefallen als in Zeiten vor Corona. Bin ja seit Beginn meines Cacherlebens Rentner.
    Vielleicht hat der Statistikfreund auch Zahlen zur Altersverteilung der Geocacher parat?

    Zur Cacheflut von Dosen, die die Welt nicht braucht, geb ich dir uneingeschränkt Recht.

    • Mir schon, die Wälder hier vor der Tür sind plötzlich voll davon. Ich sehe es bei uns in der Straße, die ist ansonsten oft fast Menschenleer da hier außer uns fast nur noch Rentner und Frührentner leben. Die tatsächlich fast ununterbrochen unterwegs waren und jetzt die Wälder im Umkreis für sich entdeckt haben. Das ist auch keine Abwertung von Rentnern an sich, aber zurzeit verursachen die bei uns diese Überfüllung der Wälder. Übrigens ist das nicht nur meine Sicht, selbst die Förster weisen in den lokalen Zeitungen bereits auf die Problematik hin.

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