Es werden keine neuen Caches gepublished. Irgendwie dachte ich eigentlich Groundspeak hätte das entschieden, aber nein, die Reviewer waren es?! Da fällt mir gelinde gesagt das Essen aus dem Gesicht? Die Begründung wäre ja wohl die Befürchtung dass sich an einem neu gepublishten Cache Rudel bilden könnten und das ja nicht in Ordnung wäre. D.h. die halten die Cacher schlicht für zu doof zu erkennen dass am Final schon eine Person ist und die würden dann dennoch hingehen?! Und was dann, da wird sich dann gegenseitig abgeleckt? Obwohl, wenn ich das so lese, wird von Befolgung von Richtlinien u.ä. schwadroniert, aber eine wirklich Begründung oder der Zusammenhang ist eigentlich gar nicht zu finden?!

Wir hatten (DDR) und haben (Nordkorea) doch schon Länder die so besorgt um ihre Bürger sind dass sie ihnen sogar die Ausreise untersagen damit ihnen im Ausland nichts Böses widerfährt. Seit wann führen wir das hier auch ein?

Im Ernst, traut man den Cachern ernsthaft nicht zu dass sie Abstand halten wenn sie sich in jeztigen Zeiten an einem Cache treffen? Glaubt ihr, liebe Reviewer, denn wirklich dass Menschen die an einem Cache zur Zeit ein Rudel bilden woanders kein Rudel bilden würden? Oder glaubt ihr an illegale Grenzübertritte wegen sehr beliebter Caches? Ich kann nicht glauben dass ein Cacher wegen eines Caches gegen irgendwas verstösst gegen dass er sonst nicht auch verstossen würde! Nehmt euch ein Beispiel an der Regierung. Ja, tatsächlich ist sie zur Zeit ein wenig Vorbild, sie überdenkt nämlich bei jeder Entscheidung ob sie demokratischen Grundsätzen entspricht. Und genau daher haben wir eben keine völlig sinnlose Ausgangssperre sondern es wird sogar explizit darauf hingewiesen dass Spaziergänge gemacht werden SOLLTEN und man dafür auch gern ein Stück fahren darf. Und plötzlich, passt im Moment halt zwecks Begründung besser, wird Geocaching vom Sport (wie es bisher eher eingeordnet wurde) zum touristischen Ausflug umgelabelt…

Klar, der Grundgedanke ist erkennbar, man will die Cacher vor sich selber schützen, an sich eine nette Idee. Aber ob irgendwelche Reviewer wirklich die richtigen Menschen sind um für eine ganze Gruppe Entscheidungen zu treffen, da kann man mehr als nur geteilter Meinung sein!

Für mich ein eher trauriges Kapitel in meinen 16 Jahren Geocaching. Wer sich schützen will kann doch schlicht daheim bleiben, aber die Entscheidung sollte man dem Cacher überlassen und nicht durch scheinbare Fürsorge zum Diktator mutieren. Ich hoffe es war wenigstens eine knappe Entscheidung und nicht alles Reviewer halten dieses Vorgehen für angemessen.

D-Buddi

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  • Und so sind Cacher eben die gleich unmündigen Doofies, wie der Rest unseres armseligen Landes. Es wird niemandem zugetraut, selbst für sich und für andere Verantwortung zu übernehmen und zu tragen. Dazu brauchen wir das Berliner Kasperletheater, die uniformierten Erfüllungsgehilfen und eben auch gleichgeschaltete Rewiewer. Warum regt ihr euch so auf. Letztlich sind wir alle daran schuld, da wir freudig mit Desinfektionsmittel einkaufen gehen, tonnenweise Klopapier nach Hause schleppen und uns aus Naherholungszonen vertreiben lassen.

    • Es wird niemandem zugetraut, selbst für sich und für andere Verantwortung zu übernehmen und zu tragen.

      Nun die Realität an einer Supermarktkasse, den Hamsteren und den Einweghandschuhüberallhinschmeisser zeigt ja das wir dieses Berliner Kasperletheater sehr wohl brauchen.
      „Ein Mensch ist intelligent, aber ein Haufen Menschen sind dumme, hysterische, gefährliche Tiere“
      Agent K – Man in Black

    • Ich glaube zwar nicht dran, aber falls es einer nicht bemerkt hat. "Ich" kommt natürlich nicht von mir, hier hatte einfach jemand nicht den Mut unter seinem richtigen Namen zu schreiben.

  • Die Lösung um schnelle Events beim FTF zu verhindern ist doch ganz einfach.
    Einfach keine Publishmail versenden und schon entzert sich der Run auf die neue Dose.

  • Ich finde die Reaktion von HQ und Reviewern angemessen. Das HQ hat sich in der Vergangenheit bei so manchen Fragen der Expertise der regional zuständigen Reviewer bedient. Beispielhaft zu nennen wären hier z.B. Höhlencaches, Kletterdosen, Nachtcaches. Warum sollte dies in Corona Zeiten anders sein? Nun hat halt die Mehrheit der deutschen Reviewer entschieden vorerst keine neuen Dosen zu publishen. In dieser Zeit fällt so eine Entscheidung doch nicht aus der Reihe. Zumal jenseits der deutschen Grenzen in Kontinental-Europa (Ausnahme Dänemark) doch nicht anders verfahren wird. Mit der Regionalität ermöglicht das HQ das weltweite Spiel überall dort, wie bisher, zu spielen, wo es die Regelungen zu lassen. Da finde ich nichts Verwerfliches oder Bevormundendes dabei.
    Den Vergleich mit DDR und Nordkorea finde ich daher eher boulevardesk, mehr aber auch nicht ;-)
    Als Owner mit ein paar wenigen Dosen in einem Gebiet am Rande einer Großstadt mache ich derzeit schon die Erfahrung, dass sich die Logs bei meinen Caches häufen. In NRW darf man halt raus. Um nun die Kurve zu bekommen: tolles Wetter, alles andere zu...natürlich widmen sich die Menschen jetzt den Hobbys, welche man draußen, allein oder zu zweit spielen kann. Dazu gehört das Cachen genauso wie das Motorradfahren ;-) und natürlich würden sich Cacher auf den Weg machen und jenseits der leer gefischten Homezone nach Dosen suchen. Mit all den bekannten Problemen.
    Von daher macht es doch Sinn, dass die Reviewer jetzt erst einmal keine neuen Reize setzen wollen. Ich finde es passt sehr gut in die Zeit, in der wir es alle etwas ruhiger angehen sollten. Reichlich Dosen sollten sind noch für alle vorhanden. Und für die Zeit nach Corona locken dann "Unmengen" neuer Dosen und eine Fahrt nach Skandinavien oder ins Baltikum, um die Jasmer für April 2020 wieder zu komplettieren. Reizvolle Aussichten :-)

  • Ich habe 2 Multis mit 5 Tradis in den Startlöchern, eingereicht, zurückgeschickt. Ländlicher Raum, keine Kurzmultis. … Wieviele hektische FTF erwarte ich: 0

  • Ich gehe auch in den Wald zum Cachen Wer sagt denn, dass man das man zu Hause bleiben soll?
    Die große Gefahr lauert doch im Baumarkt und auf Wochenmärkten, wo kaum einer den Abstand einhält.

  • Ich halte die Entscheidung der Reviewer für sinnvoll und der Pandemie gerecht.
    Gerade bei neuen Caches stapeln sich die FTF-Jäger am Final. Das ist nicht sinnvoll. In Zeiten in denen, sicherlich regional unterschiedlich, mit einer gehäuften Anzahl von Patienten mit Covid 19 zu rechnen ist sollten die Notaufnahmen frei sein von Cachern die mit Verletzungen die sie sich beim Cachen holen. Daher haben viele auch ihre Dosen temporär deaktiviert um genau das zu verhindern. Es gibt immer ein paar „Schlaue“, die fühlen sich dann wie in Nordkorea. Gerade wegen „Schlauen“ die denken was soll es, muss es auch Vernünftige wie die Reviewer geben, die diese ausbremsen um deren Dummheiten zu verhindern. An dieser Stelle somit Dank an die Reviewer und ich hoffe ich sehe dich jetzt nicht im Wald!

    • natürlich sieht man mich im Wald, Dummheit zeigt sich eher beim Mangel etwas zu verstehen. Weder Experten noch Entscheider haben je etwas dagegen gesagt raus zu gehen.

    • Das sich angeblich FTF-Jäger an Caches stapeln ist dummes Zeug. Ich treffe allenfalls 1 oder 2 andere Cacher bei einem FTF, und auch das ist die Ausnahme.

    • Das sich angeblich FTF-Jäger an Caches stapeln ist dummes Zeug. Ich treffe allenfalls 1 oder 2 andere Cacher bei einem FTF, und auch das ist die Ausnahme.

      • Habe ich schon ganz anders gesehen und meine Aussage ist daher gerechtfertigt und kein Unsinn.

  • Irgendwann hat meine keine ungefundenen Caches mehr in der Homezone und wird dann weiter weg fahren. Mit allen Nachteilen. Und an den wenigen Caches knubbeln sich die Cacher.

    • Och, das kann man nicht verallgemeinern. Ich bin Cacher seit 2007 und habe eine „Home Zone“-Pocket Query mit folgenden Filtern:
      Keine Mysteries, nicht disabled, ungefunden, nicht meine eigenen und keine von der Ignore-Liste, Provinz Niedersachsen.
      Den Radius habe ich gerade aus Interesse mal auf 15 Kilometer reduziert (Ist das eine adäquate Home Zone?).
      Ergebnis: 155 Caches.
      Ich würde nicht losstürmen, wenn etwas Neues in meiner Nähe gepublisht würde.

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