Warum man Offline cachen geht

Es gab mal wieder so ein Aha-Erlebnis. D.h. ich habe ein paar Caches gemacht und kaum war ich daheim schrieb mich die Ownerin im ruppigen Ton an warum ich den Cache gesucht hätte, er wäre doch temporary disabled gewesen. Also mal geschaut, stimmt, einen Tag zuvor disabled weil es wohl zu viel Kritik gab, der lag wirklich direkt in der Klo-Ecke des Autobahn-Rastplatzes und einige hatte sich schon recht klar geäußert. Ich hatte mich da sogar zurück gehalten und nur den Vorschlag gemacht einen genauen Hint zu setzen damit man dort nicht ganz so ausschweifend suchen müsse. Da ich aber den Datenstand von vor 3 Tagen hatte war der bei mir in Locus halt auf aktiv wie ich ihr mitteilte. Das hinderte sie aber nicht daran gleich noch eine gehässig write note zu schreiben und mir auf Twitter zu unterstellen ich hätte nur den Punkt abgreifen wollen, wäre ich doch sonst auch immer online und da wäre es wohl kaum glaubwürdig dass ich offline cachen würde. Einer ihrer Freunde, oder ihr Freund, keine Ahnung teilte auch gleich noch mit das ich das dann ja wohl beim loggen hätte merken müssen. Ok, eine Cacherin die in 5 Jahren so viele Funde hat wie ich in 15 Jahren wirft mir also Punktegeierei vor. Immerhin kann ich mir vorstellen das so etwas in ihrem Denken weit vorn steht denn zwischenzeitlich hörte ich auch schon davon dass sie gerne mal „kreativ“ loggt um Souvenirs zu bekommen oder auch mal nicht zwingen an der Dose war. Aber irgendwie hat das bei solchen Zahlen schon seinen ganz eigene Humor. Aber was solls, wenn das Cachen das Leben derart bestimmt wird man vielleicht so?! Ist auch nicht so wichtig, ist nur die Geschichte die zu diesem kleinen Artikel führt 😎 Vielleicht kann ich damit anderen Viel-Cachern die kaum noch Zeit zum Nachdenken haben hier eine kleine andere Sichtweise mitgeben damit sie sich nicht ähnlich ahnungslos präsentieren.

Also, warum Offline cachen? Zuerst würde ich da die Problematik der Funklöcher sehen, gerade beim cachen kommt man ja doch eher in Gebiete wo die Netzabdeckung eher dünn ist. Bei mir ist das aber nicht mal der Hauptgrund, mich stört die völlig fehlende Flexibilität wenn ich direkt auf den online-Datenbestand von Groundspeak zugreife. Denn dann kann ich zwar ein wenig Filtern, aber das war es dann auch schon fast. Locus ist auch da gar nicht schlecht aber eben auch eingeschränkt. So hole ich mir die Daten in GSAK und bearbeite sie dann mit diversen Makros. Z.B. gebe ich Nachtcaches, Wassercaches und Biltemas extra Icons um gleich beim Blick auf die Karte zu sehen ob es sich lohnt den Tradi anzugehen oder ob der Tradi ECGA erfordert die ich vielleicht gerade nicht dabei habe. Dazu habe ich dann noch Spoilerbilder offline und im Ausland oft sogar die Übersetzung mit drin. Kurz und gut, es gibt für mich erheblich mehr Gründe offline als online zu cachen. Die online Funktion nutze ich eigentlich nur wenn ich z.B. vor Ort merke dass es einen Bonus gibt, den habe ich nie offline mit da ich keine Mystery-Caches hole.

Punkt 2, ich hätte es beim Loggen merken müssen. Na gut, woher soll man sich mit Cachen auskennen wenn man ununterbrochen den Zähler hoch arbeitet 😉 Nein, Kollege, muß man nicht. Ich setze die Caches in Locus auf gefunden und notiere mir etwas in die Fieldnotes-Funktion um mich daheim erinnern zu können was bei dem Cache war. Diese Fieldnotes lade ich dann auf Google-Drive hoch und daheim lese ich sie in GSAK ein. Jetzt gehe ich die zu publishenden Caches durch und schreibe offline in GSAK den Log-Eintrag, hänge ggf. Bilder dran usw. Ist das alles fertig wird es auf Knopfdruck in einem Schwung hochgeladen und das war es dann, die einzelnen Caches bekomme ich da gar nicht mehr zu sehen.

Fazit, sich zu beschweren dass ein Cache von jemandem gefunden wird der gerade ein Tag vorher disabled wurde zeugt nicht von wirklich viel Cache-Verstand, das kann ich gar nicht anders formulieren! Wenn es 3 Wochen / Monate gewesen wären, ok, kann man mal nachfragen, aber ein Tag?! Nur weil man selber kein anderes Leben als das Cachen hat sollte man es nicht auf andere projezieren. Aber dann noch wilde Behauptungen in den Raum (Twitter) stellen die keinerlei Grundlage haben und eher ein gewisse Unwissenheit zeigen, nein, das ist dann noch peinlicher. Ich werde übrigens weiter offline cachen, empfinde ich als die beste Variante und ach weiter Caches loggen wenn ich sie gefunden habe und im Logbuch stehe auch wenn sie einen Tag vor disabled wurden 😉

5 Gedanken zu „Warum man Offline cachen geht

  1. Ich stimme dir umfänglich zu! Ich lade mir PQs auf mein GPS… Im wöchentlichen Rhythmus. Da kann das dann auch schon mal passieren. Allerdings hat auch noch nie einer gemeckert.
    Ich finde aber auch, dass das ausschließlich ein Owner-Problem ist. Dein Logeintrag steht im Logbuch, fertig. Wenn der Cache disabled ist und nicht zeitnah weggeräumt wird… Owner selber schuld!

  2. Ich habe mich ja noch nie so richtig mit GSAK beschäftigt. Seit fünf Jahren bewegt sich meine jährliche Fundzahl so um die ~200, und ich dachte immer, dafür brauche ich keine komplizierte Datenbank. (Ja, ich weiß, für jemanden, der sich mit GSAK auskennt, ist die Bedienung überhaupt nicht kompliziert.)
    Was du aber in deinem Artikel schreibst mit den eigenen Icons, hat mich doch neugierig gemacht. Denn zum Beispiel diese Angelcaches würde ich auch gerne ausfiltern können. Die meisten landen auf der Ignoreliste. Aber manchmal schlüpft mir einer durch, der nicht auf den ersten Blick als Angelcache ersichtlich war.
    Muss ich mich also doch mal ein bisschen schlau lesen, was GSAK angeht. Denn, um das Thema des Artikels nochmal aufzugreifen, in der Regel bin ich auch offline unterwegs.
    Danke für den Augenöffner.

  3. Ich erstelle mir immer Listen in c:geo und wenn ich diese nicht aktualisiere kann es schon mal vorkommen das sie 1-6 Monate alt sind. Mache alles zu Hause über WLAN, offline Karten / offline Caches. Wozu soll ich unnötig Datenvolum verbrauchen? Wenn ich nichts finde, wird vor Ort der jeweilige Cache aktualisiert. Dann kann auch halt mal sowas passieren, dann war der Weg das Ziel und man war wenigstens draußen.

  4. Ich erstelle mir auch gern einmal wöchentlich PQs, die ich in c:geo reinlade und von da aus via google drive aufs Oregon exportiere.
    Solange in den Logs nicht steht, dass die Dose weg ist, geh ich da hin, auch wenn die deaktiviert ist. Ich geh sogar noch weiter: Da ich Caches in c:geo nicht lösche, solange ich sie nicht gefunden habe, passiert es auch schonmal, dass ich archivierte Caches finde. Die nehme ich mit, biete mit einer Frist dem Owner an, die Dose zu übergeben (ist ja sein Eigentum bzw. Müll), aber loggen tue ich alles, wo ich drin stehe.
    Die Variante, Angelcaches neue Icons zu geben, reizt mich. Gibts irgendwo eine Anleitung, wie das funktioniert? Aber wird das nicht überschrieben, sobald ich die nächste PQ in c:geo aufspiele?

    Viele Grüße

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