Stirbt Geocaching mal wieder?

Der Tod des Hobbies wird ja immer wieder gern ausgerufen, bisher ist es dafür noch erstaunlich fidel. Aber eine gewisse „Schrumpfung“ merkt man für mein Gefühl schon. Wobei ich das eher für eine gesunde Konsolidierung als für den baldigen Tod halte. Dieses Jahr ist mir immer mal wieder aufgefallen wie selten abgelegene Caches gemacht werden, sogar der FTF dauert immer länger. Klar, auch früher wurden abgelegene Caches nicht gerade überrannt, aber gerade zu Beginn schon häufiger besucht. Das hat für meinen Geschmack schon sehr nachgelassen und ich bewege mich hier immerhin im Einzugsbereich einer Großstadt.

Auch bei Events fällt mir auf dass sie nicht mehr so überrannt werden wie früher. Wobei früher nicht mal lange her ist, da wurde doch teils in Stunden gerechnet bis bei Megas die 500 WAs erreicht wurden und das nicht nur bei den ganz großen Events. Jetzt schaue ich als Beispiel mal auf zwei Megas im nächsten Jahr die ich aus anderen Gründen eh im Auge halte. Da ist Geheimpunkt-Geburtstag mit jetzt (wenn ich das hier schreibe) 231 WAs und die Lausitz mit 350 WAs. Und das sind beides wohl durchaus als gute Megas anzusehende Events die beide auf ihre Art Besonderes zu bieten haben. Doch obwohl sie nun schon einige Zeit Online sind haben sie gemeinsam gerade mal die 500 WAs überschritten und das liegt wohl kaum an dem Auftritt.

Aber auch im Kleinen sieht es nicht so anders aus, siehe z.B. das GIFF-Event in Burgdorf. Klar, ist ein Montag und liegt damit nicht gerade perfekt, aber dennoch?! Liegt örtlich günstig, ein richtiges Kino, alles gegeben. Kurz vor dem Event gerade mal 100 WAs. Empfinde ich tatsächlich als wenig gegenüber den Vorjahren bei vergleichbaren Events. Anders Beispiel, Dark Night in Lüneburg, da hätte ich in den Vorjahren schon fast auf Mega getippt. Klar, sind nicht wenige gekommen, aber für meinen Geschmack dennoch weniger als erwartet bei dem enormen Aufwand der da getrieben wurde. Schlimm genug dass es auch immer mehr Cacher werden die sich überall anmelden, alle Unterkünfte reservieren die man stornieren kann und denen dann 2 Tage vorher einfällt dass sie doch nicht kommen und damit anderen vielleicht das Kommen verbaut haben indem sie Unterkünfte belegt hatten. Und nun stehen die Owner da und können ihre Kosten nicht decken weil so viele abgesprungen sind, traurig!

Was folgert man? Ich glaube gerade beim Cachen selber ist es ein durchaus gesundes zusammenschrumpfen das sich konsolidieren wird. Event-Owner werden aber umdenken müssen und mit anderen Zahlen planen müssen, da führt wohl kein Weg dran vorbei. Wobei das aber auch so manchem Event sogar gut tun könnte. Wenn ich z.B. an das Brockenfrühstück denke empfand ich meine erste Teilnahme als wesentlich schöneres Erlebnis als die weiteren Teilnahmen bei denen es dann zum Teil doch schon arg überlaufen wurde. Das ist natürlich nur meine Sicht, andere mögen halt lieber wenn es richtig voll wird, ich mag halt eine gewisse Überschaubarkeit.

Man kann also gespannt sein wie es wohl weiter gehen wird, an ein Sterben glaube ich allerdings weiterhin nicht 😎

2 Gedanken zu „Stirbt Geocaching mal wieder?

  1. Es ist schon deutlich zu erkennen, dass bei Event’s manch einer nicht mehr auftaucht, und dass Caches noch seltener gemacht werden.

    Wobei ich den Eindruck habe, dass gerade Power Trails bzw. Caches im allgemeinen bei denen der „schnelle Punkt“ erreicht werden kann, immer noch voll im Trend liegen.

    Dennoch begrüße ich ein „Gesundschrumpfen“ sehr und hoffe auch auf eine Zeit in der nicht mehr nur der „schnelle Punkt“ zählt, sondern wieder zum eigentlichen Grundgedanken zurückgegangen wird.

    Gespannt darf man allemal sein! Sehe die Entwicklung aktuell noch nicht schlimm…

  2. Pingback: CF178 - Die another Day - CacHeFreQueNz

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