Cachen mit Handy ist doof – Legenden

Wenn ich so manchmal auf Twitter und Facebook so lese was irgendwelche (sorry) Schwachköpfe da als scheinbares Wissen von sich geben wird mir wirklich schlecht. Es geht hier mal nicht darum ob Handy oder GPS besser sind. Für beides gibt es Argumente, dazu ist es oft eine persönliche Vorliebe und hängt auch vom Einsatzzweck ab. Aber ein paar Behauptungen sind so dumm das sie halt schon weh tun.

Der Empfang vom Handy wäre schlechter

Schwachsinn, nichts anderes. Fragt man nach einem aktuellen Beleg dafür kommt auch meist nur dümmliches Gestammel. Die benutzen heute meist den gleichen Chipsatz und die Software dazu haben die Hersteller mittlerweile locker im Griff. Da steht es meist eher unentschieden, d.h. beide Geräte-Arten nehmen sich nichts. Bei vielen Handy-Tests, z.B. notebookcheck.com, wird sogar das Handy-GPS gegen ein Garmin Edge getestet und die Vergleich gehen mal für, mal gegen das Handy aus und selbst das nur sehr knapp, die Technik ist einfach für Handy und GPS-Gerät ausgereift.

Wenn kein Handy-Empfang dann alles doof

Nein, ebenfalls Schwachsinn denn es gibt jede Menge Software die offline genauso gut funktioniert wie ein GPS-Gerät. D.h. ob da Empfang ist oder nicht ist belanglos. Im Gegenteil, wenn Empfang da ist kann ich z.B. mit Locus Live sogar noch schauen ob ein neuer Cache raus gekommen ist seit der letzten PQ. Da sieht ein GPS-Gerät dann mal so richtig alt aus.

Handy ist ganz dolle empfindlich

Wenn ich Zeltnägel in den Boden hauen will mag das sein. Ansonsten soll mir mal einer zeigen was ein GPS mehr aushält als ein Outdoor-Handy oder ein normales Handy in richtiger Outdoor-Hülle!

Aber der Akku, da ist doch wenigstens doof?

Nein, die Handys halten heute auch länger. Mein Motorola mit extra Akku-Aufsatz hält locker einen Cache-Tag durch. Einzig wenn alle kann ich halt nicht mit AA Batterien so ganz locker weiter machen. Die Frage ist wie viele Cacher wirklich mehr als 12 Stunden am Stück cachen gehen ohne Auflademöglichkeiten oder Powerbank?!

Fazit

Ich mag GPS-Geräte, hatte selber noch lange ein Garmin Montana. Ich halte es auch für falsch die abschreiben zu wollen denn spätestens bei mehrtägigen Wanderungen habe ich immer ein GPS-Gerät als Fallback dabei. Aber diese ganze Mythen warum ein Handy so schlecht wäre sind schlicht veraltet. Und nur weil einige Dummbratzen meinen sie müssten ihr teuer bezahltes GPS-Gerät irgendwie rechtfertigen werden sie nicht wahrer. Also bitte, hört mit diesen dummen Geräte-Klassen-Kriegen auf, damit zeigt ihr höchstens dass ihr keine Ahnung habt. Sorry für die deutlichen Worte, aber es nervt einfach.

4 Gedanken zu „Cachen mit Handy ist doof – Legenden

  1. Ich persönlich habe nach wie vor eine Garmine. Und ich gehe auch nach wie vor gerne damit Cachen. Nachdem es für mein Huawei nur Akkupack gibt (und das Kabel mich nervt) ist für mich der Vorteil, dass ich handelsübliche Batterien im Garmin verwenden kann.

    Der klare Nachteil ist aber für mich, dass die Fieldnotes schreiben nervig ist. Dass man wieder das Gerät an den Pc hängen muss,PQ kann man nur im Vorfeld erstellen,….

    Da ist das Handy klar im Vorteil: Du hast alles in einem. PQ erstellen geht im Prinzip Vorort. Daher halte ich es jetzt so: Urban und spontan nur mit Handy, denn mit Locus Pro bist du da klar im Vorteil. Wenn es dreckig wird, nehme ich die Garmine.

    LG aus A

    Sepp

    GPS Unterschiede konnte ich bis dato nicht erkennen.

  2. Sehr schön geschrieben!
    Es ist wirklich alles eine Frage der persönlichen Vorliebe und des Geldes. Man muß es sich schon leisten können ein Smartphone und extra für das Hobby ein GPSr anzuschaffen.
    Mir scheint, meist spielen die Argumente für das GPSr in diese Richtung. Quasi Genital-Enlargement für Geocacher*innen.
    Ich persönlich habe die selben Erfahrung gemacht wie du.
    Wenn ich mal Cache ist es mit dem Handy praktischer, für das wandern und tracken von Routen favorisiere ich das GPSr.

  3. Ich cache lieber mit dem Garmin. Tatsächlich bin ich häufiger viele Stunden unterwegs und lege Wert drauf, dass mir das Handy für den Notfall zur Verfügung steht und nicht der Akku durchs cachen leergezogen ist (ja, Powerbank ich weiß…). Das Garmin liegt mir besser in der Hand als mein Telefon und wg. des Karabiners kann ich es fix an die Hose hängen. Der Hauptgrund pro Garmin für mich: ich bin fürs Handycachen einfach zu blöd. Wenn ich das mal mache stell ich mich immer an wie der erste Mensch 🙂

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