Geocaching und Umweltschutz

Ein Artikel über Groundspeak und Umweltschutz brachte mich auf die Idee hier mal in ähnlicher Richtung etwas zu schreiben. Sozusagen eine Erweiterung bzw. die Nachbarn der Gedanken dort. Also keine Auseinandersetzung mit dem dortigen Artikel sondern ein anderer, wenn auch in ähnlicher Richtung, Blick.

Für meinen Geschmack tut Groundspeak etwas Feigenblatt-artig für den Umweltschutz damit die User sich zurück lehnen und gut fühlen können. Warum sollten sie auch viel mehr tun, die User tun es doch letztlich auch nicht. Klar, es gibt CITOs, aber wirklich gut besucht sind die auch nur wenn es noch ein Souvenir dazu gibt oder sie zum Kult erklärt werden. Ansonsten halten sich die Attends dort auch in engen Grenzen. Und wer mal hier und da dabei war kann vor Ort sehen das lange nicht alle Cacher allzu viel Umweltschutz betreiben sondern sich im Schwerpunkt eher unterhalten und am Ende so gut wie nichts als den Punkt gesammelt haben. Klar, es gibt immer auch engagierte Teilnehmer, keine Frage.

Dazu kommt der grundsätzlich etwas schwierige Umgang mit dem ökologischen Fußabdruck. Gerade auf dem letzten besuchten Event waren viele Cacher dabei die 500-600 km Anfahrt hatten, gerne auch mit Diesel oder gar Fahrzeugen von denen Stolz berichtet wurde dass sie zweistellige Liter-Zahlen auf 100 km verbrauchen was sogar noch von manchen Cacher als toll empfunden wurde. Wahrlich sehr umweltbewusst. Ich befürchte im übrigen dass sich mit solchen Fahrzeugen genauso wenig vergrößern lässt wie mit vielen Funden 😉

Beim morgendlichen Frühstück im Hotel wurde dann z.B. von 2 Cacher-Gruppen ausdiskutiert wie man bei aufwändigen Multis am geschicktesten das Auto nutzen könne damit man nicht soviel laufen müsste. Oder auch dass Batterien besser wären als Akkus da sie länger halten u.ä. Ich kann vieles davon gut verstehen, hatten wir doch auch ein paar 100 km Anfahrt und nutzen auch mal Batterien statt Akkus und gehen nicht mal zu CITOs, bis auf 1-2 mal vor einigen Jahren. Aber wir tun wenigstens auch nicht so als wären wir großartige Umweltschützer.

Die Begründung für die eigenen Umwelt-Sauereien ist eigentlich fast immer gleich. Das eigene Verhalten ist immer gerade noch so in Ordnung weil z.B. der Mensch ja kommunikativ sei und da müsse so ein Event schon drin sein. Das Verhalten der anderen geht aber dann meist zu weit. Diese Grenze setzt dabei aber jeder selber und so kann man mal davon ausgehen dass keine Einigung in Sicht ist 😎 Völlig vergessen wird der Umweltschutz doch z.B. auch bei Powertrails, danach sieht es doch meistens so aus

Kurz und gut, daher finde ich es völlig ausreichend was Groundspeak da so macht, CITOs. Man sollte vielleicht auch mal umdenken, nicht Groundspeak ist verantwortlich sondern wenn der geneigte Cacher Umweltschutz möchte steht es ihm doch frei diesen auch zu betreiben!

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