Cachen absurd – was alles schief gehen kann

Der Plan war meinen 10000 Schritte-Schnitt zu halten. Und gern kombiniere ich das auch mit cachen. So fiel die Wahl auf einen Multi in Welle dessen Listing sich recht interessant las.

Was dann kam gehört zu den absurdesten Cache-Abläufen die ich je hatte. Und ja, letztlich meine eigene Schusseligkeit, dennoch eine Geschichte die erzählt werden mag.

Nun bin ich wirklich früh morgens los, dann hat man meist die Natur noch für sich allein. Nur hier traf das bei Station 1 mal so gar nicht zu. Montag, 08.00 Uhr, eigentlich alles gut. Nur leider ist wenige Meter weiter ein Kindergarten und der sorgte dafür dass auf dieser Mini-Strasse mehr los war als auf einer 4 spurigen Autobahn.So gestaltete sich unauffälliges Suchen wirklich schwierig! Aber es klappte. Was ich noch nicht wusste, ich hatte in der Eile etwas falsch aufgeschrieben.

Dann zum Referenz-Punkt und hier die Werte schnell ermittelt. Kurz gerechnet und schwups, die 1,5 km zu Station 2 zurück gelegt. Vor Ort wunderte ich mich dann etwas über die Location, so mitten auf dem Acker, hinten bei einer Kieskuhle. Also noch mal geschaut und siehe da, 13 und 14 sind sicher kein großer Unterschied, vor dem Komma allerdings schon.Also wieder zurück und die ersten 3-4 km waren somit schon mal gelaufen. Ok, jeder Gang macht schlank, also immerhin nicht völlig umsonst 😎

Jetzt aber zu Station 2 und fuck, zwar besser aber schon wieder auf dem Acker?! Zurück zu Station 1 und noch mal schauen, ah ja, noch ein Fehler, eine Zahl falsch gelesen. Nun aber endgültig zu Station 2 und siehe da, nach nur 5-6 km habe ich sie erreicht. Ich hatte schon fast nicht mehr daran geglaubt.

Tja, nette Station, nur wie an die Dose kommen. Ich vermute hier ist irgendwas falsch denn der Hinweis ist in einem Behälter und der will nicht raus kommen?! Was tun? Ok, bei eisiger Kälte mit viel gestocher habe ich den Hinweis dann doch noch in der Hand. Also kann es weiter gehen, Station 3 wartet.

Station 3, fast genau vor dieser Station müssen sich 3 Hundemuggel treffen und scheinbar ganze Romane an Neuigkeiten austauschen. So sitze ich bei eisiger Kälte auf einer Bank und die 3 wundern sich wahrscheinlich schon wer so doof ist und mittlerweile 15 Minuten auf der Bank verweilt. Aber endlich ziehen sie dann doch von dannen und es gelingt mir zu Glück recht schnell fündig zu werden. Weniger schnell gelingt es mir die Aufgabe zu lösen. Ich will jetzt nicht spoilern, aber die besteht aus sehr leichten Teilen die sehr Windempfindlich sind und mit den Händen bearbeitet werden müssen. Kurz und gut, die Aufgabe mit Eis-Fingern bei Wind zu lösen lässt nur bedingt in Begeisterung ausbrechen. Aber auch das ist irgendwann geschafft. Und gerade die ganzen unerwarteten Hindernisse lassen mich jetzt nicht abbrechen, jetzt will ich es auch wissen!

Auf zu Station 4, die funktioniert schon fast zu problemlos, so folgt direkt Station 5. Dies ist eine Station die im Prinzip ok ist, ich mag sie nur nicht. Ich versuche nicht zu spoilern, aber hier muss ich an öffentlichem Eigentum rumsuchen und das wirkt immer seltsam auf Menschen die zufällig vorbei schauen, aber hilft ja nix. So sind auch die nächsten Koordinaten ermittelt und es geht weiter zu Station 6.

Station 6 halte ich tatsächlich für sehr schwer. Mir half hier wirklich nur jahrelange Erfahrung, da hat man so etwas schon mal gesehen, ansonsten wirklich schwierig. Und dazu mitten im Ort. Dazu habe ich hier das gleiche Problem wie bei Station 5. Wer den Cache macht wird wissen was gemeint ist. Kann man so machen, sieht sogar elegant auch, wird aber vielen dennoch nur bedingt gefallen.

So geht es zur vorletzten Station. Hier hatte ich durch die Vor-Logs so ein paar Befürchtungen, aber eigentlich fand ich alles einleuchtend und die Zahlen sahen der Karte nach auch recht passend aus, also hin da.

Und vor Ort hatte ich wirklich das Glück sozusagen über den Cache zu stolpern, der ist wirklich extrem gut getarnt und der Hint eher sinnbefreit. Über Hints könnte man wahrscheinlich noch mal einen ganzen Artikel schreiben so unterschiedliche Variationen gibt es da. Dann kam zur Krönung noch mal das was ich am unglücklichsten finde. Nach mittlerweile 3 Stunden und 15.000 Schritten gilt es hier noch eine Fleissaufgabe zu lösen um an das Logbuch zu kommen, immerhin ist sie nicht zu übertrieben groß. Bei Regen wäre das aber dann wirklich zuviel des Guten gewesen.

Fazit

Der Multi ist eigentlich ein eher guter Multi! Das Gefummel an öffentlichem Eigentum ist nicht meins, aber das ist eher Geschmacksache, ebenfalls das Gefummel am Final. Wobei auch schon in Nachfolge-Logs zu lesen ist dass ich da nicht der Einzige mit so einem Geschmack bin. Insgesamt sind es aber lauter kreative und schön umgesetzte Stationen die viel Spaß gemacht haben, daher finde ich den Cache durchaus empfehlenswert.

Ich wollte erst gar keinen Artikel schreiben, aber ich fand so ein Erlebnis sollte auch mal erzählt werden, ist es doch ein Paradebeispiel wie unterschiedlich ein Cache-Erlebnis durch Kleinigkeiten wie Zahlendreher sein kann 😎

 

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