Meine Cacheplanung, Teil 2 – Handy und wieder GSAK

In Teil 1 sind die Daten zum Schluss in Form einer GPX-Datei auf der Dropbox gelandet und von dort geht es heute weiter.

Die Android-App meiner Wahl ist Locus Pro. Und das habe ich nie bereut, wirklich gut investiertes Geld. Die App ist eine eierlegende Wollmilchsau und ähnlich flexibel wie GSAK. Aber es soll ja hier mal um meinen exemplarischen Ablauf gehen und nicht um die Erläuterung von Apps, daher will ich jetzt nicht zu tief einsteigen.

Ich starte hier also das Menü und wähle Importieren.

Dann öffnet sich der Dateimanager, bei mir ist die Dropbox inkl. ihrem Verzeichnis schon vorbelegt. Hier wähle ich jetzt die Default.GPX aus. Wie man sehen kann habe ich hier auch Wandernadeln, Rasthütten und ähnliches liegen was ich ggf. extra in Locus importiere, dort kann man auch beliebig viele Ordner für POIs erstellen und sie anzeigen lassen oder auch nicht. Eierlegende Wollmilchsau halt.

Nach der Auswahl fragt er brav ab ob er wirklich importieren soll denn das erfordert natürlich einen Download aus der Dropbox und verursacht ggf. Datenverbrauchs-Kosten wenn man nicht im WLan ist. Wir tun es natürlich und laden die Daten in den Ordner Favoriten in denen ich die aktuellen Caches vorhalte.

Auch hier fragt Locus vorbildlich nach ob es wirklich importieren soll da ausgewählt ist die bisherigen POIs im Ordner zu löschen. Das Einlesen dauert dann schon mal ein paar Minütchen, je nachdem wie viele Daten es sind. Es gibt übrigens auch ein Plug-In für “Echtzeit”-Cachen, dann holt Locus sich die Daten on the fly und blendet die Caches auf der Karte ein. Nette Funktion wenn man mal in ein nicht vorbereitetes Gebiet kommt.

Nach dem Einlesen sind die Caches nun zu sehen. Und man erkennt vielleicht einige unpassende Icons, das liegt aber nur daran dass ich mir (wie in Teil 1 erwähnt) NCs, Wassercaches und Klettercaches speziell kennzeichne. Hier kann man jetzt die Übersicht nutzen oder so tief man mag herein zoomen. Wie man sieht zeigt er bei Auswahl eines Icons schon mal eine Übersicht der Cache-Informationen. Nun kann man über den Pfeil weiter Unterpunkte finden, hier “Zielführung Ein”.

Damit legt er eine direkte Linie vom Standort zum Cache ein, man sieht also wo es lang geht. Navigieren kann man auch wählen, aber die Navigation berücksichtigt keine Verkehrsdaten, daher nutze ich sie sehr, sehr selten. Und für die letzten paar hundert Meter zum Cache habe ich ja die Karte und sehe wo ich lang muss.

Nun muss ich aber erst einmal zum Cache routen. Durch die Auswahl des Zielführung erscheint der Cache jetzt oberhalb der Karte mit einigen Informationen. Wähle ich ihn hier an komme ich sofort in die Details. Wenn ich hier auf das Navigations-Icon gehe gibt er mir alles vor was auf dem Handy für Navigation zuständig ist. Ich nutze hier für mich Sygic, meiner Meinung nach eine der besten Navigations-Apps die vor allem den Vorteil hat einfach POIs einzulesen wodurch ich während der Fahrt sehen kann ob Caches links oder rechts des Weges liegen.

Bin ich dann am Parkplatz angekommen wird wieder auf Locus gewechselt und zum Cache gegangen, dafür ist ja die Karte da.

Nun hoffe ich mal ich habe den Cache gefunden, nun kann ich direkt über das Menü zu den Fieldnotes wechseln. Ist übrigens ein Plug-In, die kostenlose Version reicht völlig. Hier wähle ich nun Gefunden, DNF, NA oder was auch gerade richtig ist. Dazu notiere ich mir im Kommentar Angaben zum Cache, Logbuch nass o.ä.

Ist der Cachetag dann irgendwann vorbei rufe ich die Fieldnotes auf und Sende sie an die Dropbox. Auch das ist schnell erledigt. Sollte es hier mal Probleme geben, schaut nach ob das Fieldnotes-Plugin die Berechtigung hat auf die SD-Karte zu schreiben!

Daheim angekommen fällt mir in meinen Explorer sofort ins Auge dass es neue Fieldnotes gibt, vergessen kann ich sie also nicht. Praktisch in meinem Alter 😉

Also in GSAK auf “Publish Logs…” und die Daten aus dem File einlesen.

Nach dem Einlesen erscheinen die Caches nun in GSAK und stehen zur weiteren Verarbeitung bereit.

Hier ist jetzt der Moment in Ruhe ein Log zu schreiben. Wie man erkennen kann sind die Fieldnotes oben vorhanden und wandern somit in GSAK, ich kann also immer mal nachschauen ob ich mir zu Cache xy irgendetwas notiert habe. Für die Logs habe ich in GSAK bereits Templates hinterlegt die ich dann beliebig erweitere oder auch einfach so lasse, je nachdem wie groß die Schreib-Freude gerade ist. Bilder können hier übrigens ebenfalls problemlos zugefügt werden.

Wenn dann alles erfasst ist ein “Publish all” und schwups, alles geloggt.

In GSAK verschiebe ich die gefundenen Caches später noch von Default in die Datenbank Gefunden, passiert ebenfalls per Makro und dann ist alles fertig.

 

 

Jetzt wo ich es schreibe merke ich wie aufwendig sich das alles anhört, ist es aber eigentlich gar nicht. Die meisten Schritte laufen durch einfach Makros und die paar Dinge wie Import der GPX u.ä. sind nach kurzer Zeit so drin dass sie schon fast automatisch aus den Fingern fließen.

Das ist jetzt wahrscheinlich nicht der absolut perfekte Ablauf, das ist aber auch gar nicht mein Ziel. Es ist der für mich optimale Ablauf weil er meine Vorlieben abdeckt. Daher sind und waren die beiden Artikel ja auch nicht als 1:1 Anleitung gedacht sondern sollen nur eine von vielen Möglichkeiten aufzeigen. Und vielleicht kann sich ja der eine oder andere irgendwas daraus ziehen.

 

Ein Gedanke zu „Meine Cacheplanung, Teil 2 – Handy und wieder GSAK

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