Die xxx/365 Events, Intention?

Es lässt sich natürlich immer trefflich be- und aburteilen, solche Events sind immer polarisierend. Im Grundsatz halte ich selber ja auch mal exakt gar nichts von solchen Events da ich immer das Gefühl habe es geht da um irgendwelcher “Marker” die gesetzt werden sollen und nicht um das Treffen an sich. Aber wenn der Auslöser der Serie schon erreichbar ist, warum dann nicht einfach mal nachfragen. Gesagt, getan und auf Facebook hat er eine durchaus umfangreiche Begründung abgegeben die ich nicht vorenthalten möchte:

Wir hatten zum 3. mal den GeoEventsKalender im Dezember in der Region Hannover. Das war so unglaublich schön sich jeden Tag wo anders in der Region zu treffen, jeder Owner hatte eine eigene Handschrift was die Logbücher, Lokation betrifft und überhaupt das ganze Flair war einfach toll. Da hatte ich die Idee ob das ganze auch größer geht. Natürlich nicht in der Region Hannover, das wäre zu viel des guten. Glaubte ich zumindest, mittlerweile bin ich mir nicht sicher ob nicht auch das ein voller Erfolg geworden wäre. Zumindest kommt bei einem Grossteil der Cachergemeinde in der Region das ganze sehr gut an. Ich wollte halt schauen ob man dieses tolle Gefühl von den WeihnachtsEvents auch auf’s ganze Jahr übertragen kann. Niedersachsen ist zwar weitläufig und man kann nicht jedes Event besuchen. Aber ein toller Zusammenhalt könnte schon entstehen, weil es ein gemeinsames Projekt ist. Es entstehen da auch erstevents von Ownern die sowas noch nie gemacht haben, klar kann dabei auch mal ein nicht so tolles Event dabei sein. Trotzdem sollte da jeder mal die Chance haben es zu versuchen. Das Event was du ansprichst hatte jetzt nicht die beste Eventzeit damit viele teilnehmen, diese Erfahrung muss man erstmal machen. Aber die mögliche Vielfalt die sich aus 365 Events von 365 Ownern entwickeln kann finde ich mehr als spannend.
Das ist meine Intention
Cachergemeinden verbinden, Freude verbreiten, Cacher animieren Ownerluft zu schnuppern, einfach was großes gemeinsam auf die Beine zu stellen.
Kann auch gut sein das es nicht in jedem Teil von Niedersachsen klappt, das liegt ja an der Anzahl der Cacher. Und deren Lust auf Gemeinschaft und Geselligkeit. Es gibt bestimmt genug cacher die keine Events mögen, die können natürlich nichts mit dem Projekt Anfangen. Aber vieleicht lassen sich auch solche cacher anstecken. Hätte ja was. Aber ich will keinen bekehren 😉
Hoffe ich konnte meine Intention jetzt besser verdeutlichen 😊

Also mal abgesehen von einem “Großteil” im Text mit dem ich ja immer so gewisse Schwierigkeiten habe (denn dafür müsste man erst einmal statistisch auswerten) ist die Begründung in sich schlüssig und durchaus nachvollziehbar. Ob diese Idee nun wirklich funktioniert und ob sie wirklich das ist was ein Event sein sollte, das ist sicherlich noch mal eine eigene Diskussion. Für mich stellt sich zusätzlich bei Events insgesamt und bei diesen im Speziellen was das überhaupt alles noch mit Geocaching zu tun hat.

Was mich persönlich dann aber schon wieder irritiert ist ein Post der fast unmittelbar danach kam:

2019 mach ich das in ganz Deutschland 

was dann durchaus die Befürchtung “Gernegroß” aufkommen lassen kann und gewisse Bedenken ob das lange Statement wirklich der Wahrheit entspricht oder ob nicht doch die Profilierung im Vordergrund steht. Ich kenne den Cacher nicht, von daher kann ich natürlich nicht wissen was letztendlich die Wahrheit ist, vielleicht ist es ja auch eine Kombination, d.h. ein guter Ansatz gepaart mit dem Ansatz Aufmerksamkeit zu generieren. Wäre das verwerflich? Nein, höchstens nervig.

“Jünger” haben sich auf jeden Fall schon mal gefunden wie in Folgeposts wie:

2020 dann ganz Europa? 😂

Und 2021 ist der Lavette-Cache ein neuer Cache-Typ 😂

 

zu sehen ist.

Aber unabhängig davon ob nun die Begründung die ganze Wahrheit ist oder nicht, die Frage bleibt eher ob diese Events wirklich stören? Gefühlt ist es bei mir so, aber so richtige Argumente gegen solche Events fallen mir eigentlich auch nicht ein, ist eher so eine Ablehnung auf Meta-Ebene. Das sie andere Events “herabsetzen” oder die Flut an Events es unübersichtlich werden lässt klingt auch ein wenig vorgeschoben. Da könnte man auch leicht mal in den Verdacht kommen ob nicht auch ein kleiner Zippel Neid auf die Aufmerksamkeit die der Cacher bekommt vorhanden ist, vielleicht mal in einer ruhigen Minute tief in sich selber hinein hören?!

 Letztlich lassen sich die Events ja gut am Namen erkennen und wenn man dort nicht hin möchte geht man halt nicht und gut ist. Aber lohnt es sich darüber zu streiten? Wenn es streiten im eigentlichen Sinn ist, also eintreten für oder gegen etwas mit dem Austausch von Argumenten, dann ja! Einfach nur abwertende Äußerungen oder Pöbeleien? Schwierig, höchstens auf Twitter, da ist eh nicht mehr Platz im Tweet.

Ich denke mal das Problem löst sich eh von allein, schauen wir mal wie hoch die Teilnahme in 1/2 Jahr noch so ist und ob dann überhaupt noch davon gesprochen wird.

Also ich für meinen Teil werde die mal amüsiert und interessiert im Auge behalten und mir gespannt anschauen wie die sich so entwickeln. Wenn sie sich durchsetzen zeigt es mir dass ich mich wirklich immer weiter vom “modernen” Geocaching entferne, falls nicht, das noch ein Rest Hoffnung für Dinosaurier wie mich besteht.

2 Gedanken zu „Die xxx/365 Events, Intention?

  1. Ich war ja nun selbst auf einem /365-Event. Dieses Event hätte es nicht gegeben, wenn es diese /365er-Idee nicht gegeben hätte.

    Und das ist der Punkt, der es für mich schwierig macht die Spreu vom Weizen zu trennen. Ich weiss, dass es Events gibt, die es schon einige Jahre immer in dem Zeitraum gibt (also fast schon traditionelle Veranstaltungen), die sich einfach angeschlossen haben. Das Event war also sowieso geplant und man hat dann einfach das /365 im Namen eingebaut. Von zwei Events hier in der Region weiss ich das, da ich diese schon mal in den Vorjahren besucht habe. Das sind Events, die nicht unbedingt schlecht sein müssen.

    Dann gibt es aber Events in der Reihe, die nur auf Biegen und Brechen veranstaltet werden um an dem Tag die Lücke zu füllen. Und genau das wird passieren. Eine Unterhaltung in dieser Richtung konnte ich auf dem von mir besuchten Event hören:
    “Wenn es Lücken im Kalender gibt, sag Bescheid, dann machen meine Frau oder meine Tochter halt auch ein Event..”

    Es verhält sich in meinen Augen mit dieser Serie wie mit den “geliebten Powertrails”:
    Nur manche mögen es, viele machen es nur wegen der leicht verdienten Punkte. Und letztlich bleibt bei der Quantität immer Qualität auf der Strecke…

    Er hatte eine kuriose Idee, das zieht er durch. Ich denke, er wird sich ein bisschen ärgern, dass man keine Challenges mehr einreichen kann, da wäre sonst auch etwas nettes gekommen 🙂

    • Stimmt, an die Variante “bestehendes Event einfach passend zur Reihe umbenennen” habe ich gar nicht gedacht, das macht es wirklich etwas unschön. Die Sicht Quantität passt nicht zur Qualität sehe ich absolut genauso, daher eigentlich auch meine Hoffnung dass sich das von allein erledigt. Allerdings glaube ich tatsächlich nicht so an die “Punkt-Geschichte”, dafür sind einfach zu oft Cacher dabei denen es recht offensichtlich nicht um Punkte geht. Es ist halt ein Mix aus Gründen bei so einer Geschichte teilzunehmen.

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