Geocaching und Umweltschutz

Ein Artikel über Groundspeak und Umweltschutz brachte mich auf die Idee hier mal in ähnlicher Richtung etwas zu schreiben. Sozusagen eine Erweiterung bzw. die Nachbarn der Gedanken dort. Also keine Auseinandersetzung mit dem dortigen Artikel sondern ein anderer, wenn auch in ähnlicher Richtung, Blick.

Für meinen Geschmack tut Groundspeak etwas Feigenblatt-artig für den Umweltschutz damit die User sich zurück lehnen und gut fühlen können. Warum sollten sie auch viel mehr tun, die User tun es doch letztlich auch nicht. Klar, es gibt CITOs, aber wirklich gut besucht sind die auch nur wenn es noch ein Souvenir dazu gibt oder sie zum Kult erklärt werden. Ansonsten halten sich die Attends dort auch in engen Grenzen. Und wer mal hier und da dabei war kann vor Ort sehen das lange nicht alle Cacher allzu viel Umweltschutz betreiben sondern sich im Schwerpunkt eher unterhalten und am Ende so gut wie nichts als den Punkt gesammelt haben. Klar, es gibt immer auch engagierte Teilnehmer, keine Frage.

Dazu kommt der grundsätzlich etwas schwierige Umgang mit dem ökologischen Fußabdruck. Gerade auf dem letzten besuchten Event waren viele Cacher dabei die 500-600 km Anfahrt hatten, gerne auch mit Diesel oder gar Fahrzeugen von denen Stolz berichtet wurde dass sie zweistellige Liter-Zahlen auf 100 km verbrauchen was sogar noch von manchen Cacher als toll empfunden wurde. Wahrlich sehr umweltbewusst. Ich befürchte im übrigen dass sich mit solchen Fahrzeugen genauso wenig vergrößern lässt wie mit vielen Funden 😉

Beim morgendlichen Frühstück im Hotel wurde dann z.B. von 2 Cacher-Gruppen ausdiskutiert wie man bei aufwändigen Multis am geschicktesten das Auto nutzen könne damit man nicht soviel laufen müsste. Oder auch dass Batterien besser wären als Akkus da sie länger halten u.ä. Ich kann vieles davon gut verstehen, hatten wir doch auch ein paar 100 km Anfahrt und nutzen auch mal Batterien statt Akkus und gehen nicht mal zu CITOs, bis auf 1-2 mal vor einigen Jahren. Aber wir tun wenigstens auch nicht so als wären wir großartige Umweltschützer.

Die Begründung für die eigenen Umwelt-Sauereien ist eigentlich fast immer gleich. Das eigene Verhalten ist immer gerade noch so in Ordnung weil z.B. der Mensch ja kommunikativ sei und da müsse so ein Event schon drin sein. Das Verhalten der anderen geht aber dann meist zu weit. Diese Grenze setzt dabei aber jeder selber und so kann man mal davon ausgehen dass keine Einigung in Sicht ist 😎 Völlig vergessen wird der Umweltschutz doch z.B. auch bei Powertrails, danach sieht es doch meistens so aus

Kurz und gut, daher finde ich es völlig ausreichend was Groundspeak da so macht, CITOs. Man sollte vielleicht auch mal umdenken, nicht Groundspeak ist verantwortlich sondern wenn der geneigte Cacher Umweltschutz möchte steht es ihm doch frei diesen auch zu betreiben!

Laufband – ist eingelaufen ;-)

Das neue Laufband ist da, ein Kinetic KST3000. Ich war schon arg gespannt. Wir sparen jetzt 700 Euro aber da fragt man sich schon wie weit das die Qualität einschränkt. Und ja, tut es definitiv. Allerdings hauptsächlich bei Dingen die uns nicht so arg interessieren. So ist ja das Ziel darauf zu gehen wenn draußen arg schlechtes Wetter ist, Joggen wird es eher nicht werden. Und dafür funktioniert das Gerät schon mal problemlos.

Die beiden Kartons konnte ich sogar allein in den Keller bringen, der schwere Karton hatte so ca. 40 Kilo. Aufbau war in weniger als 20 Minuten erledigt, einfacher kann man es wirklich kaum gestalten, alle Werkzeuge sind mitgeliefert worden. Auch so einfach beschrieben dass es schon schwer fallen sollte dabei etwas verkehrt zu machen.

Klar, die Schrauben sitzen hier und da nicht so gut wie beim teuren Gerät, die Plastik-Kappen am Abschluss des Bandes müssen etwas mehr überzeugt werden. Beim drauf „springen“ ist es schon etwas wackeliger. ABER, es läuft sich wunderbar darauf. Was definitiv bei teureren Geräten besser ist ist die Lauffläche. So reichen mir die 40 cm Breite locker, aber die 1,10 Meter Länge sind schon recht knapp. Es reicht schon, aber man muss schon konzentriert sein was ich persönlich sogar besser finde. Wer aber ein wenig „schluderig“ unterwegs sein möchte für den können die 1,10 Meter echt zum Show-Stopper werden! Die Steigung kann man nur mechanisch in 3 Stufen einstellen und nicht elektrisch auf Knopfdruck. Für mich wieder ein „nice to have“ das ich nicht benötige. Ein wenig Joggen zum Test ging übrigens auch völlig problemlos ohne Durchrutscher des eigentlichen Laufbandes. Die Lautstärke ist etwas höher als bei dem teuren Gerät aber für meinen Geschmack absolut im erträglichen Bereich.

Kurz und gut, dem ersten Eindruck nach ein Laufband das unsere Anforderungen voll erfüllt und dazu noch preislich regelrecht billig ist. Wobei ich Preis-/Leistung absolut ok finde. Ich habe den „Einlauf“ mal auf einem kurzen Video festgehalten.

Mondero.de hat problemlos geliefert obwohl ich da schon Befürchtungen hatte. Dort bestellt bekommt man plötzlich Post von Primopet und deren Beurteilungen sind schon nicht mehr so dolle. Denen gehört wohl Mondero und so wirkt das schon etwas nach verbrannten Namen durch neuen ersetzt. Auch kam außer der Bestellbestätigung nichts, eine Nachfrage per EMail wurde nicht beantwortet. Ein Anruf ergab dann dass das Paket schon unterwegs sei und das stimmte auch. Eine Mail mit Paketverfolgung o.ä. gab es nicht. Wie gesagt, es lief alles ok, wirkte aber dennoch zumindest eigenwillig.

P.S.: Die Mail kam dann 1 Tag nach dem Paket, absolut einwandfrei mit Entschuldigung und allem drum und dran. Die schlechten Bewertungen gibt es also, bei meiner Bestellung sind sie halt bisher nicht nachvollziehbar.

Vergewaltigter Qualitätsbegriff im Geocaching

Immer wieder geht die Diskussion um die Qualität von Caches los und jeder hat seine ganz eigenen Ansichten. Am erstaunlichsten ist dabei was eigentlich unter Qualität verstanden wird da es sich immer um Definitionen handelt bei denen es im unklaren bleibt woher die denn so stammen mögen. Mein eigenes Verständnis von Qualität kommt aus dem Bereich des Qualitätsmanagement, so habe ich tatsächlich mal einen Schein zum Qualitätsmanagement-Beauftragten gehabt, allerdings nicht verlängert.

Wer mal auf die Wikipedia zum Thema Qualität schauen mag dürfte feststellen dass Qualität bei Geocaches also so eine Sache ist. Geht man nach der ISO-Norm ist wäre Qualität einfach dadurch gegeben dass das Listing in Ordnung ist und die Dose vor Ort und logbar. Denn damit erfüllt der Cache erstmal alle Anforderungen. Dort folgt der Ansatz nach Garvin, aber der ist eigentlich fast nicht auf Geocaches anwendbar da jeder Cacher andere Anforderungen hat und damit kein allgemein gültiger Standard für Qualität definierbar ist.

Aber bevor wir da zu wissenschaftlich werden, meist ist natürlich Qualität im normalen Sprachgebrauch gemeint. Da finde ich den Satz: Qualität ist wenn der Kunde wieder kommt und nicht die Ware. Was letztlich nichts anderes bedeutet als das der Kunde mit der Ware zufrieden sein muss. Und da haben wir dann wieder das eigentliche Grundproblem der Qualität von Geocaches, es hängt einfach extrem vom Kunden ab und daher sind allgemein gültige Aussagen zur Qualität von Caches einfach per se schon eher anmassend und das ist noch nett formuliert. Im Gegenteil, ab und an ist es sogar eher ein Gegenteil immer den Begriff Qualität ins Spiel zu bringen. Denn da könnte man die Anzahl Favoriten-Punkte, aber auch die Anzahl von Founds/Logs zu rate ziehen und dann haben die ach so schlimmen Powertrail plötzlich eine enorm hohe Qualität?!

Mal ehrlich, meinem Gefühl nach wird der Begriff Qualität oftmals versehentlich sogar richtig verwendet. So wird zwar für Caches gute oder schlechte (was eigentlich eh schon falsch ist) Qualität allgemein gültig verkündet, gemeint ist aber der eigene Geschmack was aber meist durchaus bewusst nicht erwähnt wird. Dabei wäre dann der Qualität-Begriff sogar richtig genutzt wenn man deutlicher machen würde dass es dabei nur um sehr subjektive Sichten geht.

Aber ich befürchte das kann man so oft schreiben wie man mag, der Begriff wird auch weiterhin vergewaltigt werden. Ich mag keine Powertrails und auch keine siffigen Filmdosen, aber d.h. ja noch lange nicht dass die deshalb schlecht wären. So mag ich z.B. am liebsten Petlinge die mich auf eine schöne Wanderung schicken und kann auf hupende, blinkende und trötende Dosen verzichten an denen ich dann ewig rumrätseln soll. Kurz und gut, jedem das seine. Und wenn ihr unbedingt von Qualität schreiben oder reden wollt dann haltet doch einfach einen Moment inne und erwähnt dass es sich dabei um eure subjektive Sicht handelt.

Nachtrag… Und klar kann man Powertrails übel finden, geht mir ja auch so. Und dann kann man auch dies und das daran kritisieren, auch kein Problem. Unschön wird es halt wenn dümmliche Argumente kommen denen man deutlich anmerkt dass es dem Verfasser einfach nur zu peinlich ist: „ich finde die halt doof“ zu sagen und er daher versucht absurde Argumente gegen irgendwelche Caches ins Feld zu führen.

Laufband – läuft weiter

Das erste Laufband ging ja zurück, wie berichtet. Aber so schnell geben wir nun auch nicht auf, jetzt kommt Plan B. Sozusagen die Spar-Fassung, ein Kinetic Sports Laufband. Klar, das ist natürlich ein Kompromiss und könnte für mich mit 1,87 cm wohl schon knapp werden. Aber ich werde ja älter und da schrumpft man ja 😎

Dafür wiegt das Gerät nur 36 Kilogramm und dürfte damit locker in den Keller zu transportieren sein was mit dem ersten Versuch so gar nicht ging. Auch habe ich die Hoffnung dass es für unsere Anforderung, also reines gehen und kein joggen, ausreichen müsste. Gespannt bin ich speziell darauf ob die kurze Lauffläche reichen wird um es sinnvoll zu nutzen. Wobei ich zwar größer bin als die unsichtbare Heike aber dennoch die kürzeren Schritte mache, also wird der Test mit Heike fast entscheidender.

Mein erster Blick führte mich zu Amazon, aber die sind in diesem Fall klar zu teuer. Mittlerweile schaue ich aber eh immer mal nach alternativen Anbietern da mit Amazon irgendwie immer unsympathischer wird ohne dass ich so richtig sagen könnte warum eigentlich. Auch deren Qualität und Kulanz hat für meinen Geschmack deutlich nachgelassen. Nach kurzer Suche wurde Mondero zum Preis-Sieger. Gekauft habe ich dort noch nie und viel zu finden ist im Netz nicht über den Laden, aber Mut zur Lücke 😉

Somit ist also das nächste Laufband im Zulauf und ich werde natürlich darüber berichten wie es denn nun mit diesem „laufen“ wird.

Zack, Event schon wieder vorbei

Wenn man Spaß hat verfliegt die Zeit wirklich wie nichts Gutes. Freitag sind wir Mittags aufgebrochen um das Coiner-Event in Melsungen zu besuchen. Heißt jetzt nicht mehr Coin-Festival sondern Coinertreffen. Das hat wohl irgendwas mit irgendwelche Mätzchen zu tun wie sie zwischen Geocachern genau wie zwischen Coinern wohl leider üblich sind. Will ich hier auch gar nicht drauf eingehen, habe ich zu wenig Einblick. Die Hinfahrt war wirklich die Hölle! Kaum auf der Autobahn hatten wir dann 3 1/2 Stunden Wasserwand, aufgelockert durch strammen Sturm. Bis auf 50 km/h ging es teils auf der Autobahn runter weil einfach nichts mehr zu sehen war. Was bin ich froh so einen Abstands-Tempomaten zu haben, der sah den Vordermann eher als ich und bremst dann ab. Dann kommt man auf den Berg von dem aus man Kassel sehen kann und zack, nur noch ganz leichter Regen und ein wunderschöner Blick auf die Stadt. Von da war es dann auch nicht mehr weit bis Melsungen und wir waren dann auch froh im Hotel Sonnenhof angekommen zu sein. Sehr schönes Hotel übrigens dass wir durchaus empfehlen können. Ein einziger mickriger Cache war für uns auf der Fahrt findbar gewesen, der „GC7QRCR – 365 Tage auf der A7„. Und nun ja, so richtig gelohnt hat er sich eher nicht. Schnell umgezogen, die Schlemmercacher in der Stadt getroffen und schön beim Italiener zu Abend gegessen. Danach dann tot ins Bett gefallen und schon war der Freitag rum.

Der Samstag startete dann mit irgendeinem Multi und einem Earthcache die wir schon hatten und dann haben wir den GC43H49 – Fachwerkstadt Melsungen versucht. Gefunden haben wir aber nichts. Mag auch daran liegen das mein Interesse auf viel befahrenen Kreisen zu suchen eher sehr, sehr gering ist. Aber gut, solange so etwas gepublisht wird muss man halt damit leben.

Dann ging es weiter zum GC6N4VW – Cache Hunter. Da das ja ein ach so toller Cache sein sollte, 108 Favoriten-Punkte bei 16x Funden, wollte hauptsächlich ich gerne mal schauen obwohl uns ein Utensil fehlte. Aber mir ging es eher darum zu schauen was es denn nun für ein Cache ist. Und es war in etwas das was ich so befürchtet hatte. Einer dieser Caches in die wirklich sehr viel Arbeit geflossen ist, der wirklich kreativ umgesetzt ist und der für mich nur eine Frage offen lässt: Was hat das mit Geocaching zu tun? Also nicht falsch verstehen, tolle Arbeit, aber da ist nichts zu suchen, da ist keine wirklich Dose und es findet direkt neben einem Parkplatz statt auf dem einen Mengen an Muggel sehen. Dazu gab es den Hinweis dass wir uns das fehlende Tool im Laden nebenan holen könnten für den dieser Cache wohl auch kommerziell gelegt worden ist?! Ok, da wir alle keine Einmach-Glass-Gummi dabei hatten also dort nachgefragt. Und man hatte durchaus das Gefühl dass man drinnen eher genervt ob der vielen Anfragen ist. Ergibt eine neue Frage: Warum lässt man sich den dann vor die Tür legen und sich im Listing eintragen? Die Aufgabe zu lösen war dann eine große Gaudi, aber ganz klar, das macht nur als Gruppe wirklich Spaß. Somit hatten wir hier einen wirklich schönen Zeitvertreib, aber außer dass es ein Listing gibt hat das mit unserem Hobby für meinen Geschmack exakt nichts und wieder nichts zu tun.

Weiter ging es zu GC7G271 – FuLDaK. War ganz ok, warum der nun gerade noch auf Privat-Grund liegt statt 30 cm weiter davor, keine Ahnung. War aber ok und machbar, zumal wir hier auch noch ein paar Gänsen mit Nachwuchs zuschauen konnten. Es folgte GC1HBE1 – braun-town underground…Das ist ein Cache nach meinem Geschmack, der Name deutet es ja schon an 😎 Weiter ging es zu GC1EW5P – Bartenwetzerbruecke. Ich sag mal so, die Brücke ist schön 😉 Parallel hatten wir immer etwas am GC708Z0 – Agent Collin – Die Geocoins sind in Gefahr gearbeitet den wir jetzt auch noch zu Ende bringen konnten. Für meinen Geschmack etwas arg textlastig, dafür zeigt er einem viel von Melsungen, geht also völlig in Ordnung. Vor allem der recht freche Final hat uns gefallen.

Und dann ging es endlich zum eigentlichen Cache-Highlight, dem Event selber in der Stadthalle. Und es war wie vor zwei Jahren, als wäre man gar nicht weg gewesen. D.h. wieder alles perfekt organisiert, wir hatten in wenigen Sekunden unsere vorher gekauften Pins und konnten die Halle erkunden. Die üblichen Shops in überschaubarer Menge, die Bühne wie wir sie kannten inkl. Vorhang um auch leuchtende Coins zu bewundern, reichlich Sitzplätze und auch ansonsten alles so wie man sich das eigentlich nur wünschen kann. Und so war, wie schon beim letzten Mal, reichlich Zeit und Gelegenheit sich mit Cachern zu unterhalten die man sonst halt nicht jede Woche sieht und das haben wir reichlich genutzt. Es blieb auch Zeit einen schönen Ausflug in die Stadt zu machen um dort noch mal ein Cafe zu testen und der Test war sehr erfolgreich 😎 Man könnte jetzt hier in ewiges Blabla verfallen, aber das will doch keiner alles lesen. So mache ich es mal kurz: Genauso perfekt wie beim letzten Mal! Also top Orga. Und genauso freundlich aufgenommen worden wie beim letzten Mal, also top Coiner-Community! Wir haben es auch dieses mal wieder in vollen Zügen genossen.

Apropos volle Züge, ein weiteres echtes Highlight haben uns die Gründels beschert. Also der Markus und seine bessere Hälfte die Nicole! Passend zu unserem Film „Gipfelstümper“

gab es das (fast 100%) passende Bier 😎

Dropbox wird eingeschränkt

Hui, nun bin ich wirklich viele, viele Jahre Dropbox – Nutzer aber die neueste Einschränkung für den Free-Account ist wirklich heftig. Nur noch 3 Geräte werden sind gleichzeitig nutzbar. Da wird es zumindest bei mir Zeit auf Alternativen umzuschwenken. Mal sehen, Google Drive oder eigener Webspace werden da wohl die Alternative werden.

Unser Laufband – ein Rückläufer

Nun war es so weit, das Laufband cardiostrong TR-30 von Sport-Tiedje wurde per Spedition geliefert. Und was soll ich sagen? Wir haben uns erheblich verschätzt…

Das Paket wurde per Hubwagen im Carport abgesetzt und ich machte mich ans auspacken. Und wie so oft, ein wahres Tetris. Dazu war so keine Bewegen möglich, also musste der Karton zumindest so aufgeschnitten werden dass man die Seiten zur Seite runter klappen konnte. Und da war es nun das Prachtstück. Allerdings kaum etwas zusammen zu bauen, es ist mehr oder weniger schon komplett verschraubt. Hört sich gut an, ist es aber leider nicht. So wiegt das Ding nämlich ohne Karton satte 86 kg. Eigentlich machte mir das vorher gar keine Sorge, wir haben auch schon 1-2 Dinge von rund 100 kg in den Keller gebracht und das klappte auch.

Hier sah es leider anders aus. Zu erst mal sind die Handläufe schon befestigt aber nicht fest an der Seite sondern sie schlackern rum was einen Transport natürlich erschwert. Also erster Gedanke, zum Transport in den Keller schrauben wir die ab, dann wird es erheblich leichter. Tja, falsch gedacht. Es läuft nämlich ein Kabel aus dem Gerät durch die Handläufe. Ok, also Motor-Abdeckung ab und Kabel lösen. Wieder falsch gedacht, es ist zwar ein gestecktes Kabel aber aus unerfindlichen Gründen mit Harz verklebt. Wirklich eine grandiose Idee. Ok, also die Handläufe mit Gorilla-Tape fest am Gerät verklebt damit es handlicher wird. Leider ist es mit 90 cm so breit dass wir es nur hochkant ins Haus bekommen. Hochkant ist leider auch gleichbedeutend mit unhandlicher. Und dann der endgültige Show-Stopper, das Ding wiegt gefühlt auf einer Seite 10 und auf dern anderen 70 Kilo. Mehr als ein paar wenige Meter nur wenige cm über dem Boden ist nicht drin. Vielleicht werde ich alt, aber so schwächlich bin ich eigentlich gar nicht.

Was soll ich sagen, wir scheiterten wirklich am extremen Gewicht kombiniert mit der Unhandlichkeit. Lässt man es den Hersteller in den Keller bringen kann man das für einen fetten Aufpreis dazu buchen, inkl. Aufbau 199 Euro. Geld das ich kaum wieder bekommen dürfte wenn ich mich dazu entscheide es nicht behalten zu wollen. Als es dann zumindest mal im Haus stand habe ich auch mal die Höhe gemessen, 30 cm. Wenn ich mich da im Keller drauf stelle schrumpft der Abstand Kopf/Decke auf 20 cm zusammen. Das gibt den Ausschlag, das Teil geht (leider) zurück, das ist einfach zu viel.

Kann Sport-Tiedje nichts für, die haben alles gut und richtig gemacht. Bei uns sehe ich die Schuld auch nicht so recht, ich habe das einfach nur falsch eingeschätzt. Sei es wie es sei, Gerät als Rückläufer angemeldet, also weiter draußen gehen.

Geocaching und Coins, gehört das noch zusammen?

Wir sind gerade dabei letzte Vorbereitungen für den Ausflug zum Geocoin-Event in Melsungen zu treffen. Da kamen mir ein paar Gedanken zum Thema Coins in den Sinn.

Als ich 2004 mit Geocaching begann waren bei Trackables die TBs in meinen Augen recht dominierend. Und ich mochte die sehr, ein bunter Strauss extrem individueller Ideen, von der Festplatte über ein Stück Bahnschiene bis zum unbeweglichen Findling war alles dabei und wurde mit viel Freude bewegt. Auch damals schon nicht immer in die richtige Richtung aber auch damit wurde wesentlich gelassener umgegangen als heute. Irgendwann kam mir die erste Coin unter und die wurden schnell mehr. Ähnlich individuell, wirklich schöne Exemplare dabei wurde ihre Quote an den Trackables immer höher. Klar, die waren wesentlich besser zu Handhaben und passten in viel mehr Caches. Ich habe die ebenfalls mit Begeisterung transportiert und jede vor dem Ablegen auch der unsichtbaren Heike gezeigt die ebenfalls gern einen Blick darauf warf. Damals ging das noch, Verluste gab es kaum und das unselige grabben 10 Sekunden nach Ablage gab es auch nicht, herrliche Zeiten.

Wie so oft kam es unverhofft. Die Sammler kamen hinzu, es kam zu ersten Auswüchsen. Da konnten die Sammler per se nichts dafür aber wie in jeder größeren Gruppe gab und gibt es auch dort einen Anteil an Spinnern. So kamen die ersten Caches in denen immer eine Coin liegen bleiben sollte. Es gab Owner von Caches die Coins aus ihren Caches nahmen und die für längere Zeit irgendwo zur Ansicht ausstellten. Und es kam wie es kommen musste, es verschwanden immer mehr Coins, schlicht durch Diebstahl auch weil sie durch das neue Hobby, das Sammeln, im Wert stiegen.

Und wieder kam es wie es kommen musste. Die Leute wollten sich schützen, so wurden plötzlich nur noch Kopien aus Papier oder ähnliche Absonderlichkeiten auf die Reise geschickt. Für mich waren die Dinger Tabu, keine Lust so einen, aus meiner Sicht Müll, zu transportieren.

Heute nun finde ich eigentlich nur noch selten Coins in freier Wildbahn. Die vorhandenen sind oft Sammlerstücke die zu zum Teil absurden Preisen verkauft werden. Da gibt es Leute die sind nur damit beschäftigt die Teile groß zu reden um sie dann teuer zu verkaufen, Geldgier gibt es halt überall. 

Und daher frage ich mich manchmal ob Coins überhaupt noch zum Geocaching gehören oder nicht schon lange ein eigenes Hobby geworden sind!? Das ist gar nicht wertend gemeint sondern eine ernsthafte Frage. Würden Coins mittlerweile nicht auch ohne GC Nummer funktionieren bei ihren Fans? Würde sogar etwas Geld sparen.

Auch TBs sind gar nicht mehr so arg häufig unterwegs, aus meiner Sicht haben eher Token und Wood-Coins übernommen und selbst davon sehe ich nicht mehr so richtig viele. Gefühlt ist der ganze Bereich Trackable zurück gegangen. Ich selber habe keine eigenen Trackables im Umlauf, mich nervte einfach das ewige discovern dessen Sinn sich mir nie erschlossen hat. Einzig eine Coin der schweigenden Mehrheit ist noch auf Achse, aber die hängt irgendwo seit 7 Monaten fest.

Versammlung der Geocaching-Vereine – Nachtrag/Ergebnis

Das 2. Bundestreffen der deutschen Geocaching-Vereine hatte ich ja vor kurzem hier kurz angerissen. Und nun hat GCHN auch einen kurzen Nachbericht dazu auf ihrer Seite veröffenlicht. Auch ein weiterer Verein, Geocaching-Rheinland e.V., hat hierzu eine Kurzmitteilung verfasst.

Nun ja, so wirklich viel „Butter bei de Fische“ sehe ich da nicht, aber vielleicht war es tatsächlich inhaltlich nicht so sehr für Geocacher interessant sondern halt für ein Vereinsleben an sich. Von daher alles gut, mir ist einfach wichtig das niemand anfängt für mich sprechen zu wollen 😉 Und solange sie das nicht tun wünsche ich ihnen alles erdenklich Gute auf ihrem Weg.

Dateien verschlüsseln in der Cloud

Mal wieder Zeit für ein schönes Stückchen Software das mir das Leben wirklich erleichtert hat, Cryptomator. Und der ist sogar noch Freeware. Eine Spende ist natürlich immer klug falls man ihn als gut befindet, nur so kann Freeware leben.

Ich scanne seit Jahrzehnten die eingehende Post ein und habe sie somit als PDF-Dateien digital vorliegen. So weit, so gut. Das Problem das sich immer mal ergab war der Zugriff wenn ich unterwegs bin. Nun kann man sich fragen ob das wirklich so wichtig ist. Und ja, wird zumindest bei uns immer wichtiger. So ist es teils einfach wichtig bei Problemen mit einer unserer Wohnung schnell nachschauen zu können wie da der Stand ist. Klar, VPN ginge auch, ebenso hatte ich immer eine Sync-Software die mir die Daten auf das Handy spiegelt. Ja, geht beides, hat aber einfach auch Nachteile. Blieb die Dropbox. Aber das war mir dann doch zu heikel, wenn da einer einbrechen würde hätte er Zugriff auf über 20 Jahre Post an uns und das war mir erheblich zu gefährlich.

Kam der Gedanke Dropbox, aber dann verschlüsselt. Grundsätzlich ein gangbarer Weg, nur musste ich schnell lernen dass er gar nicht so einfach wie gedacht ist. Oftmals verschlüsseln angebotene Programme nämlich nicht Datei-Weise sondern nur als Block. Das würde bedeuten dass bei jedem neuen Dokument das gesamte Dokumenten-Verzeichnis neu synchronisiert werden würde, bei rund 5 GB ist das selbst mit DSL100 keine wirkliche Option. Also dauerte es geraume Zeit bis sich endlich ein Programm fand das dieses Problem löst, eben der Cryptomator.

Der verschlüsselt nun schon geraume Zeit völlig problemlos meine Dateien, die dann auf OneDrive gesynct werden. Nun kann ich auch auf der Arbeit völlig problemlos auf meine Dokumente schauen indem ich dort ebenfalls den Cryptomator installiert habe. Das funktioniert tatsächlich schnell und reibungslos da der Cryptomator die Dateien als Laufwerk in den Explorer einbindet.

Wer also sensible Daten in der Cloud vorhalten möchte, schaut euch das Tool mal an, meine Empfehlung gebe ich gerne!