Tagebuch Harz Wander-/Cacheurlaub Ilsenburg und umzu

Wem der Artikel zu lang ist, HIER als PDF.

Der 12.05.2018 war unser Anreisetag, ein Samstag. Da gibt es wenig zu berichten, Stau vor Hannover, der übliche Wahnsinn. Aber insgesamt lief es eigentlich recht rund. Danach “einziehen”, einkaufen fahren und dann war der Tag auch schon gelaufen. Ach ja, seit langem mal ein wirklich sehr schönes Ferienhaus ohne wenn und aber. Alte Ost-Datsche, liebevoll aufgerüstet, wirklich sehr schön gemacht.

Ferienhaus

Am 13.05.2018 ging es dann auf die erste Tour. Mit dem Auto nach Wernigerode, dort in der Nähe des Armeleutebergs geparkt und Start zu unglaublich schönen 20 Kilometern, auch wenn das Wetter teils schon zu gut war. D.h. es war so warm und sonnig dass man schon recht üppig ins Schwitzen kam.

Wir begannen mit der Stempelstelle 35, Gasthaus Armeleuteberg. Ok, nettes Gasthaus, mehr aber eben auch nicht. Für unseren Geschmack eine der wenigen Stempelstellen die sofort abgebaut werden könnten das sie weder eine besondere Location zeigen noch sonst eine Herausforderung sind da man sie sogar mit dem Auto anfahren könnte. Hier hat wohl eher der Gasthaus-Betreiber irgendwas zu sagen…

für alle gesorgt

Von hier ging es dann einige Kilometer weiter zum Peterstein, Stempelstelle 36. Hier gibt es einen netten Blick nicht mehr aber eben auch nicht weniger! Dafür ist die Stempelstelle leider etwas bescheiden vermessen, da kann man leicht mal auf die falsche Fährte kommen. Und auch der Staudamm ist nur auf einem leichten Umweg zu erreichen da man leicht den falschen Abzweig nimmt und dann vor einem Betriebsgelände steht, extra für euch getestet 😉 Dort gibt es dann auch den ersten Cache, Tradi – GC2HFNE – Peterstein. Der ist ok, führt einen halt auch an diese hübsche Stelle von der man eine nette Aussicht auf den Stausee hat. Für beide gilt sozusagen “ganz nett”, nicht mehr, nicht weniger.

Weiter ging es zum Scharfenstein, hier gibt es die Stempelstelle 34 und den Cache (Letterbox) GC56P82 – Scharfenstein. Hier ist der Weg nicht ganz einfach da man dem Scharfenstein sozusagen einkreisen muss. D.h. man läuft in stetiger Steigung einen Halbkreis um nach oben zu gelangen und das dauert schon so eine Weile. Die Stempelstelle hat schon was, sie bietet nicht nur eine wirklich schöne Aussicht sondern ist auch wirklich nur nach weitem Fußweg zu erreichen, also nichts für “Abgreifer”. Bis zu dem Zeitpunkt die schönste Stempelstelle. Der Cache topt sie dann aber noch mal locker. Eigentlich ist es eher ein Tradi als eine Letterbox, denn außer einem Stempel ist von Letterbox nichts vorhanden. Macht aber überhaupt nichts, denn der Cache tut genau das was ein Cache tun sollte. Er führt einen die entscheidenden paar Meter weiter als der Aussichtspunkt bzw. die Wandernadel und zeigt einem eine wirklich sehenswerte Stelle die man sonst sicher nicht begehen würde. Uns war das auf jeden Fall schon mal einen Favoriten-Punkt wert.

Richtung Schloß

Nach einer längeren Pause, es waren jetzt schon einige Kilometer auf der Uhr, ging es weiter. Für die Pause bietet sich übrigens eine Bank links vom Scharfenstein an die man nicht sehen kann sondern erst findet wenn man links ein Stück weiter läuft. Wir eilten nun Richtung Stempelstelle 32. Dazu läuft man durch einen Tierpark der eher so “wir brauchten was für Touristen” ist. Nachdem man durch ist warten schon wieder diverse Lebensmittel-Versorger einen für völlig überteuerte Preise Wurst, Eis und Bier anzudrehen. Dazu ist es hier, zumindest Sonntags bei gutem Wetter, rotz voll. Der Stempelkasten liegt lockere 30 Meter im Off und ist leicht übersehen. Irgendwann erkannten wir ihn aber doch und sahen zu schnell zu verschwinden. Für unseren Geschmack ebenfalls eine eher überflüssige Stempelstelle.

Nun ging es wieder in einsamen Wald und leider schon wieder bergauf, so langsam glühten unsere Füße. Jetzt war mal ein kleiner Tradi dran, der GC12J3F – Altar der Wahrheit. Und der erfüllt wieder was ein Cache tun soll, er zeigt eine Besonderheit in Form eines skurrilen Altars mitten im Wald, wirklich sehenswert. Hat auch eine Geschichte, findet sie vor Ort selber heraus 😉

Jetzt war es nicht mehr weit zur nächsten Stempelstelle, der 31 – Agnesberg. Ca. 50 Meter dahinter liegt übrigens der ganz nett gemachte Tradi GC6FXM2 – Schloß-Stadt-Brocken-Blick. Beides verblasst und lebt sozusagen gleichzeitig von demselben Blick. Dem Blick auf das Schloß Wernigerode. Ich vermute einen besseren Blick wird wirklich kaum zu finden sein, der Brocken ist bei dem Panorama im Hintergrund auch noch zu sehen, also kurz und gut, absolut sehenswert, eigentlich schon Pflicht wenn man in Wernigerode ist!

Schloß-Blick vom Feinsten

Zum Abschluß ging es dann in einen Dönderladen in der Stadt, der war auch ok, mehr aber auch nicht. Daher ist er hier auch nicht nennenswert.

Für die Freunde der Zahlen als Übersicht:

Wanderung aus Wernigerode bis Peterstein (Zillierbachtalsperre), zurück über Scharfenstein, Wernigerode Tierpark, Dönerladen
20km, 6:30h, Min. Höhe 233m, Max. Höhe 505m

GPX

 

Der 14.05.2018 wurde dann sozusagen der Tag der Leiden. Dieses mal mit dem Auto nach Ilsenburg um dort den Heinrich-Heine-Wanderweg zu laufen. Man kann dort zum letzten Parkplatz fahren der auch als Brocken-Wanderweg-Parkplatz ausgezeichnet ist. Dort darf man dann 3 Euro für die Tageskarte zahlen. Oder man fährt rund 500 Meter vorher rechts in einen recht kleinen Wanderparkplatz wo das Parken nichts kostet. Er ist zwar von überschaubarer Größe aber bisher waren immer Plätze frei. Muss halt jeder für sich entscheiden wie viel ihm 500 Meter hin und später wieder zurück wert sind. Wir nehmen meist den kleinen Parkplatz und sparen uns die 3 Euro.

Dann ging es los Richtung Brocken, rund 23 Kilometer sollen es hin und zurück sein. Wir schafften 500 Meter und schwups meinte die Sohle von Heikes rechtem Meindl-Wanderschuh sich von dem Schuh entfernen zu müssen, wenn auch nur die vordere Hälfte. Was tun? Erst mal eine Reparatur mit Gorilla Tape damit er überhaupt wieder nutzbar ist. Doch soll man das Risiko eingehen mit diesem dilettantisch reparierten Schuh solch einen Marsch auf sich zu nehmen? Wer die unsichtbare Heike mal kennen gelernt hat weiß dass Aufgeben keine Option ist und so ging es auf die lange Reise. Eines vorweg, der Schuh machte kein einziges Problem und hielt ohne weitere Reparaturmaßnahmen die man Ende gelaufenen 23 Kilometer durch ohne zu mucken.

Putt

Reparatur

Nachher

wie neu

also fast neu

Nicht sehr weit begannen wir die Reise mit einem Earthcache, GC23TP8 – Die Entstehung des Ilestals. Der war einfach genug um die Antworten schnell zu ermitteln und auch ein Foto war schnell gemacht. Dann ging es so richtig los. Dieses mal haben wir, auch auf Grund des lädierten Schuhs, den breiten Weg genommen. Für die, die sich dort nicht auskennen eine kurze Erklärung. Der Wanderweg ist auf einem ganzen Stück sozusagen gedoppelt. D.h. es gibt einen Weg der ist breit genug für Pkw oder wie wir dieses mal erlebten für den Bus der da ein ganzen Stück hoch fährt. Direkt daneben mal links, mal rechts, gibt es einen verzauberten kleinen Weg der wesentlich “grüner” ist. Allerdings auch schwieriger zu laufen und recht schmal. Es ist halt Geschmacksache welchen Weg man nimmt. Waren wir bisher immer der Meinung der kleine Weg ist spannender lernten wir heute (durch den Schuh) den anderen Weg durchaus zu schätzen da man hier gemütlich nebeneinander gehen kann und sich dadurch auch besser unterhalten kann.

auf dem Weg

So ging es noch recht flott voran zur Stempelstelle 6, der Bremer Hütte. Hier waren so ca. 5 km gelaufen und die Hütte ist wirklich optimal für eine kleine Pause geeignet die wir hier auch einlegten. Hier hat man einen ganz netten Blick und die Hütte ist wirklich einladend. Von hier ging es dann weiter zur Stempelstelle 8 – Stempels Buche. Dort war der gesamte Kasten zerlegt und nur noch die Tür der Stempelstelle vorhanden. So wie es vor Ort aussah ließ vieles eine Vatertags-Tour vermuten, traurig, traurig. Kurze Mail an die Service-Abteilung der Wandernadel, die kümmern sich. Ansonsten ist die Stempelstelle eher langweilig und lohnt für unseren Geschmack kaum. Daher flott weiter zum einem Geocache, dem GC1QN1M – In etwa die Hälfte. Nichts besonderes, aber auf dem langen Marsch freut man sich über jede Auflockerung!

Und dann, dieses mal nicht unzugänglich zugefroren endlich die Stempelstelle 9 – Brockenhaus! 11 Kilometer und rund 3 Stunden nach dem Start der begehrte Stempel. Dazu übrigens eine mit 3,50€ völlig überteuerte Bockwurst und eine Cola für mich sowie eine Erbsensuppe für Heike. Nach dem Marsch tat das aber auch wirklich, wirklich gut! Und wenn wir schon da oben sind haben wir den Virtual – GC7B9AP – Wolkenhäuschen auch noch mit erledigt, nix Besonderes. Webcam-Cache und Earthcache wieder mal ausgelassen, irgendwie hatten wir dazu gar keine Lust. Vielleicht beim nächsten Besuch, wir kommen sicher wieder.

da ist er

Nun ging es auf den Rückweg. Wie auf dem Track zu sehen sind wir den “richtigen” Heinrich-Heine-Weg hingegangen, zurück haben wir dann aus Brockensicht den linken Pfad genommen um zur Stempeltstelle 2 – Scharfenstein – Rangerstation zu kommen. Der Weg war gerade auch mit den Kilometern der Tour in den Beinen irgendwie angenehmer zu laufen. Und hui, die Stempelstelle ist wirklich der Hit! Hier gibt es nämlich eine kleine Gaststätte, so ca. 3,5 km vom Brocken entfernt. Eigentlich ist es eher eine Ranger-Station die sich etwas dazu verdient, aber es steht Gasthaus dran. Es gibt zwar nur Getränke, die aber gegenüber dem Brocken EXTREM günstig. Cola und Cafe je 1,50€. Wer also am Brocken noch einhalten kann und nur Getränke benötigt, hier ist eine deutliche Alternative. Und nicht nur billiger, aus richtig schön und einlandend, man kann sowohl drinnen als auch draußen sitzen. Könnte wirklich ein Geheim-Tipp werden. Essen oder Eis gab es leider nicht, vielleicht wenn genug nachfragen?! 😉

Von da an ging es dann direkt zurück, wir haben dann nur noch zwei Caches mitgenommen die wir auf dem Hinweg ausgelassen hatten weil sie an dem kleinen urigen Weg lagen und wir ja die Hauptstraße genommen hatten. GC773Y0 – Ilse das Waldkätzchen, ein wirklich niedlich gemachter Tradi und GC7JRC4 – Unterm Ilsestein, ebenfalls ein Tradi. Dann noch 1,5 km uns das Auto war erreicht, zum Glück 😎 Auf nach Torfhaus zum Globetrotter und Heike hat nun ein paar Hanwag-Wanderstiefel, mal sehen ob die gut sind. Ich werde berichten.

Heikes neue Schuhe

mal sehen ob sie gut sind

Für die Freunde der Zahlen als Übersicht:

Wanderung aus Ilsenburg zum Brocken und zurück
23km, 7:00h, Min. Höhe 225m, Max. Höhe 1141m

GPX

 

 

Der 15.05.2018 sollte der erste Ruhetag werden, die letzten beiden Tagen waren mit zusammen rund 43 km und diversen Höhenmetern ja nun wirklich anstrengend genug. Der Plan war also nach Benzingerode zu fahren, 2 Stempelstellen anzulaufen und gut ist, daher habe ich dieses mal auch gar nicht den Track mit aufgezeichnet. Aber wie so oft kommt es anders als man denkt. So fuhren wir also nach Benzingerode und parkten das Auto brav in einer Seitenstraße. Von hier aus machten wir uns auf den Weg zur Kirche um kurz einen Geocache einzusammeln, GC548MC – Nano an der Benzingeröder Kirche. Und nun ja, er war genauso schlecht wie er sich anhört, rumgefummel an einer Kirche, dazu völlig überfülltes Logbuch. Dann ging es Richtung erste Stempelstelle auf deren Weg noch der Geocache GC6HZ7X – Gute Zeit #1 lag. Der war wirklich schön gelegen und bietet obwohl nicht besonders hoch einen fantastischen Ausblick. Wer also hier vorbei kommt, unbedingt machen, die Location ist einfach schön. Und dann nur wenige Meter weiter die erste Stempelstelle des Tages, die Nr. 83 – Austbergturm. Ein wirklich schönen Türmchen mit beeindruckendem Ausblick. Dazu Tafeln die erklären wo man was sieht und eine weiter Schautafel wo man sich die Sanierung anschauen kann. Insgesamt eine Location die auf jeden Fall einen Besuch wert ist. Dicht am Ort und dennoch ist man dort oben einsam und alleine unterwegs. In der Nähe des Turms liegt auch noch der Cache GC5NN0Y – Der Austbergturm, ganz normaler Tradi halt.

Nun ging es im Bogen Richtung nächster Stempelstelle, hier kam erstmal der Cache GC6HZA1 – Gute Zeit #2. Durch die schöne Location bei #1 hatten wir natürlich schon Vorfreude die sich schnell zerlegte. Location eher mau, Hint völlig unpassend und Cache gerade so lala. Aber was soll es, weiter ging es zum Cache GC669P7 – Manchmal haben Frauen… War wohl mal was Besonderes was ewig beschädigt wurde und nun erläutert der Owner im Text warum er darauf einen 08/15 Cache gemacht hat und das man sich bei den bösen Cachern beschweren solle die nicht gut mit dem ehemaligen Kunstwerk umgegangen sind. Also ich würde mich sofort bedanken, suche ich doch lieber eine normale Dose als das was hier laut Listing zu erwarten gewesen wäre. Vielleicht sollte er bei allem Wehklagen auch mal über sich selber nachdenken und die Koordinaten korrigieren die rund 20-30 Meter im Off liegen?! Aber Schuld sind halt immer die anderen.

Von hier ging es dann weiter zu GC1AKVW – zeiDverschwÄndung. Eigentlich ein wirklich gut gelungenes Versteck. Nur liegt der Cache gute 25 Meter im Off wie auch schon einige anmerkten und der Owner reagiert nicht drauf. Da frage ich mich immer ob es so schwierig zu verstehen ist das Geocaching nun mal ein GPS-basiertes Spiel ist?! Dazu ist die T-Wertung viel zu hoch was dafür sorgt das wohl jeder Cacher völlig unnötig unter die Brücke kriecht. Aber gut, manche Owner sind echt lern-resistent und so lange keiner wirklich schimpft ist ja alles Gut! Nun, nachdem es bis hierher schon erheblich mehr Kilometer waren als vorher geschätzt ging es die entscheidenden 600 Meter zur nächsten Stempelstelle hoch und die Strecke ist echt die Hölle. Die gesamte Strecke geht es fast schnurgeradeaus bergauf und zwar so RICHTIG bergauf, dagegen sind die Brockenanstiege Flachland. So wie hier habe ich lange Zeit nicht mehr geschwitzt, mein T-Shirt war derart durchgeschwitzt dass es aussah als hätte ich Milcheinschuß 😉 Zum Glück war nach 450 Metern kurz Pause angesagt, der Cache GC3QAK3 – Stempeln und Cache-Stapenberg lag auf der Strecke und ist wohl auch extra wegen der Stempelstelle gelegt worden. Vor Ort war der schön gemachte Tradi schnell gefunden, seine T3-Wertung ist auf Grund der Steigung absolut angemessen!

Und nach weiteren 100 Metern Gefluche, Gestöhne, Verteilung von Tiernamen an alles und jeden war es dann endlich so weit, Stempelstelle 33 – Stapenberg war erreicht. Wahrlich ein schöner Ausblick und so, aber leben tut die Stempelstelle echt durch den Zuweg, der macht sie in unseren Augen zum Hit! D.h. wer hier stempelt hat sich das hart verdient!

Ebenfalls oben auf dem Berg, nur 50 Meter weiter der Cache GC65GNE – Hoch hinaus…Himmelblau, der ist wirklich niedlich gemacht und man sollte ihn auf jeden Fall mitnehmen.

Zu guter letzt und wenn wir schon hier sind sind wir mit dem Auto noch die 5 Kilometer weiter gefahren und haben uns dann aus dem Dorf noch dazu aufgemacht die Stempelstelle 84 – Altenburg (bei Heimburg) und den genau daneben liegenden Cache GC7GVPN – Die Altenburg zu machen. Auto erneut im Dorf geparkt und die 300 Meter eben hoch gelaufen. Vorbei geht es dazu an einem Gebäude das man eigentlich fast als Lost Place ansehen würde das aber offensichtlich bewohnt ist. Oben ist dann eine Stempelstelle die eher ungeschickt so früh aufgebaut ist dass man von dort gar nicht die eigentliche Hütte sieht die sozusagen für die ehemalige Burg steht. Aber dort liegt dann der Cache so wird man doch noch dort hin geführt. Das war es dann und wir stellten erschreckt fest das aus dem Ruhetag rund 13 Kilometer geworden waren.

Wanderung rund um Benzingerode
ca. 13 km, viele Stunden, sehr niedrig, sehr hoch 😎

 

 

Der 16.05.2018 war wieder so ein Tag der sich etwas anders entwickelte als geplant. So wollten wir nach dem gestrigen missratenen Ruhetag diesen heute nachholen und genau wie am Tag zuvor kam es anders als geplant. Morgens in Ruhe gefrühstückt und dann wieder mal zu unserem kostenlosen Wanderparkplatz in Ilsenburg. Heute sollte es noch zwei Stempelstellen sein die zwar dicht am Heinrich-Heine-Wanderweg liegen aber durch einige Höhenmeter dann doch wieder zu aufwendig sind um sie “mal eben” so nebenbei mitzunehmen. So starteten wir und besuchten noch kurz den nahen Gesteinsgarten. Nicht wirklich lohnend aber ganz niedlich. Dann kam kurz dahinter der Geocache GC6EC5B – Der Borkenkäfer, ein normaler Tradi halt. Hier wechselt man von den Straßen des Ortes in den Wald und es wird sofort ruhiger und schöner. Man könnte auch einen im zick-zack führende Strecke am Campingplatz nehmen aber die war scheinbar eh gesperrt und wäre nicht viel kürzer. So liefen wir also im Bogen außen herum. Und es ist ein langer, stetig bergauf führender, Weg der wirklich viel, viel Schweiß kostet aber auch wirklich sehr schön und abwechslungsreich ist. Über den Cache GC5JANQ – My wild love der einen tollen Ausblick liefert geht es dann zur ersten Stempelstelle, der Nummer 5 – Froschfelsen. Und vor Ort wird dann auch klar warum dieser so heißt, die Felsformation hat wirklich Ähnlichkeit mit dem Tier und ist mal so richtig beeindrucken. Inklusive dem tollen Zuweg ist die Stempelstelle eine absolut Empfehlung!

Froschfelsen

Von hier ging es weiter Richtung Stempelstelle 7, wir hatten uns entschlossen die auch noch mitzunehmen da sie kein großer Umweg schien. Schien? Ja, schien, dazu später mehr. Auf dem Weg ging es an der Westernklippe vorbei die wir für den Cache GC1550X – Cachathon anliefen. Der Cache, offensichtlich von einer Sockenpuppe gelegt, war für uns nicht zu finden. Und einen Cache so weit ab vom Schuß zu legen, nun ja, kann man machen, ist dann aber eben Scheiße. So wurden wir hier auch nach langer Suche leider nicht fündig.

Gesucht haben wir

Nicht so tragisch, der Weg hat sich schon für die schöne Location gelohnt. Also weiter zur Stempelstelle 7 – Gasthaus Plessenburg. Eine Gasthaus einsam und allein im Wald, Selbstbedienung mit Innen- und Außenbereich. Leichte Jugendherbergs-Atmosphäre, aber schon ok. Die Preise leider nicht so Jugendherberge sondern eher 5 Sterne, sehr ähnlich denen vom Brocken. Dafür gibt es einige deftige Wanderer-Gerichte und die üblichen Getränke von pampigen Mitarbeitern ausgegeben. So schön ich ja die vielen Einkehr-Möglichkeiten beim Wandern finde, die Preise sind hier im Umkreis bis auf wenige Ausnahmen eine Frechheit. Immerhin hat der Laden langsames aber kostenloses WLan.

ein Begleiter

Egal, Stempelstelle 7 ist somit ganz ok, nicht mehr aber auch nicht weniger. Dazu kann man hier noch den Tradi GC2E39N – Plessenburg machen für den man aber schon etwas abgebrüht sein muss da einem die gesamte Gaststätte zuschaut. Na gut, zumindest ein großer Teil des Außenbereichs.

Nun wollten wir eigentlich recht direkt Stempelstelle 30 anlaufen aber der Wanderweg war wegen Baumfällarbeiten gesperrt. Also weiter zum nächsten Wanderweg. Hups, ebenfalls gesperrt. So langsam wurde der Umweg damit wirklich, wirklich länglich und begann schon etwas zu nerven. Der dritte, sehr schmale, Wanderweg war dann zum Glück nicht gesperrt und wir konnten ihn nehmen. Ich bin mir aber sicher wir hätten den auch genommen wenn er gesperrt gewesen wäre denn so langsam zuckten die Füße. Der Umweg führte uns dann immerhin zu einem Mini-LPC, dem Tradi GC666Y3 – Der Funkbunker. Der Name war Programm, der Cache dank der unsichtbaren Heike schnell gefunden so dass wir direkt zum Tradi GC6TR5K – Sumpfrückenspitze laufen konnten. Der war wirklich ein klein wenig etwas Besonderes, eine tolle Location zu der ein Mini-Weg führt etwas ab vom eh schon kleinen Wanderweg. Sehr schöner Cache!

schräge Wege

Der Wanderweg wurde hier auch immer schmaler und vor allem immer steiler bergab, das war so langsam gar nicht mehr so ohne. Also weiter zur letzten Stempelstelle, Nummer 30 – Ilsenstein. Ein Gasthaus das nur Samstag und Sonntag auf hat und nicht aussah als würde es sich überhaupt lohnen vorbei zu schauen genau wie die eher langweilige Stempelstelle.

So ging es dann von hier zum Auto, steil den Berg hinunter. Um dann vor der Ilse zu stehen und zu sehen dass die Brücke gesperrt ist was jetzt locker weitere Kilometer Umweg gekostet hätte. So wurde diese Brücke dennoch von uns genutzt denn wir hatten die Umwege langsamt gestrichen satt! Wir haben überlebt und nach 14 Kilometern waren wir wieder am Auto.

Shit happens

Wanderung rund um Ilsenburg,
14 km, 5:30 Stunden, Min. 264m, Max. 595m, Track sieht ein wenig aus wie die Shilouette einer Hexe 😎

GPX

 

 

Der 17.05.2018 brachte nun endlich den lang ersehnten Ruhetag, wir haben es wirklich geschafft. Gegen 07.15 Uhr entschied die unsichtbare Heike dass wir noch im Bett bleiben. Und nach 24 Jahren Ehe bedeutet das eben nicht wilden ungezügelten Sex sondern dass wir tatsächlich noch bin 09.30 Uhr ausgeschlafen haben. Und so ging es dann auch nur für einen einzelnen Cache, GC519K8 – Mitten drin Extrem aus dem Ferienhaus. Warum der Cache? Ganz einfach, nur 2,2 km Luftlinie vom Feriendomizil entfernt im Grünen. Leider dann auch wirklich im Grünen. D.h. es gibt nahe der Autobahn so einen grünen Kleks, ca. 100 * 50 Meter, komplett verwildert. Und dort ein gutes Stück rein ist der Cache versteckt. Für unseren Geschmack früher machbar, heutzutage sollte man so ein Stück den Tieren überlassen. Dazu war er auch noch beschädigt, d.h. er lag offen am Boden weil wahrscheinlich ein neugieriges Tier zu genau geschaut hat. Aber was soll es, geschafft und wieder zurück und der Tag mit lesen und gammeln zu Ende gebracht. Kurz nach unserem Urlaub hat der Owner den Cache dann tatsächlich dicht gemacht, aus unserer Sicht eine gute Entscheidung!

Nur ein kleiner Spaziergang
5,6 km, 1:16 Stunden, Min. 215m, Max. 259m

GPX

 

 

Der 18.05.2018 sollte nach dem Ruhetag natürlich mal wieder Bewegung in die Sache bringen. Mit 8 Grad war es erstaunlich kühl, dafür war aber der heftige Wind vom Vortag vorbei und es war und blieb den ganzen Tag trocken. Also quer durchs Örtchen und nach 3-4 Kilometer am Waldrand geparkt. Und los ging es zu Ziel 1, Stempelstelle 16 – Ferdinandsstein. Erst waren wir nicht so sicher ob es gut wird da sie 5 Kilometer vom Auto entfernt lag und es ja durchaus Längen haben könnte. Aber es zeigte sich dass wir einen fantastischen Weg erwischt hatten der immer nur sanft bergauf führte und landschaftlich wunderschön lag. Wer also wirklich was schönes zum Wandern sucht, diesen heutigen Track würde ich ans Herzen legen wollen der war über die gesamten 23 Kilometer wirklich top. Schöne Ecken, skurrile Ecken, tolle Ausblicke und immer wieder andere Anblicke, wirklich wunderschön.

Nach den 5 Kilometern kamen wir dann an Stempelstelle 16 – Ferdinandsstein an und die fällt wohl unter skurril, hat schon ein wenig was von Mondlandschaft. Dazu ein riesiger Fels und ein Gedenkstein, beide in ihrer Belanglosigkeit schon wieder witzig. Aber die gesamte Location an sich hatte einfach schon was. Dazu gab es für Cacher hier noch den GC6KD88 – Der Ferdinandstein, ein kleiner netter Tradi mit einer liebevollen Bastelei, der war echt noch das Sahnehäubchen auf der eh schon spannenden Ecke.

Da wir noch überaus fit waren entschieden wir uns die Runde etwas weiter zu ziehen als geplant und so ging es weiter zur Stempelstelle 23 – Molkenhausstern. Die lebt davon weit draußen zu liegen und man kann hier gut Pause machen, das war es dann aber auch schon. Immer noch recht fit entschieden wir todesmutig noch eine Stempelstelle mitzunehmen wenn wir schon hier sind.

So ging es erst einmal zur Zwischenstation GC1WNHW – Mittlere Zeterklippe. Der Cache ist definitiv nicht mehr machbar, hier sind zig Dutzend Bäume umgeknickt und liegen kreuz und quer, das ist ernsthaft gefährlich und wenn einen da ein Ranger antrifft gibt es mit Sicherheit mal so richtig Ärger. Natürlich fanden sich schon wieder so ganz tolle Granaten die ihn dennoch gemacht haben, aber wer noch ein wenig Verstand hat sollte es definitiv lassen.

So ging es also direkt weiter zu Stempelstelle 10 – Große Zeterklippe. Man sollte hier bedenken dass es von Stempelstelle 23 hierhier und zurück 5-6 Kilometer sind die auch nicht ganz so einfach zu laufen sind. Also hier nicht übernehmen sondern die große Zeterklippe ggf. lieber auslassen. Wir kannten den Weg schon von einem früheren Ausflug hier hoch, da hatten wir nur noch nicht gestempelt, daher konnten wir es gut einschätzen und sind ihn gelaufen. Die große Zeterklippe ist durchaus einen Ausflug wert, allein der Blick von dort zum Brocken hat schon was da man bereits dicht dran ist und von dort einen ganz eigenen Blick auf den Brocken hat.

Skurrile Ecke

Nun ging es weiter zur Stempelstelle 24 – Wolfsklippe. Die ist echt lahm, zumal sie nicht mal auf der Wolfsklippe steht sondern 200 Meter vorher aufgebaut ist. Das finde ich schon etwas schade, soll damit “faulen” Wanderern der Weg erspart werden? So ist sie jedenfalls auf einer langweiligen Stelle ohne jedes Flair. Zum Glück führte uns der Cache GC5TCCX – cachen und stempeln – Wolfsklippe eh noch hoch zum Aussichtsturm des Harzvereins. Nette Ecke, wenn man schon da ist sollte man auch hoch schauen. Der Aussichtsturm hingegen ist so eine Sache für sich und sieht zwar neu gestrichen aber dennoch arg marode aus. Ich bin hoch und er hält auch problemlos, richtig gesund sieht das verottete Teil aber wirklich nicht aus.

Nun gin es weiter zur Stempelstelle 25 – Oberförster-Koch-Denkmal, die ebenso wie der dort liegende Cache GC3XG7T – Dienstjubiläum eher durchschnittliche Kost ist. Beides eher so “kann man machen, muss man nicht machen”.

Also nicht falsch verstehen, Stempelstellen und Geocaches waren eher so lala die Wege dazwischen aber zum großen Teil großartig.

Zurück ging es jetzt durch zwei Geocaches animiert über einen wohl nur Eingeborenen bekannten Wanderweg. Für reine Wanderer, schaut euch den Track an, da seht ihr den letzten Teil. Hier ging es über die Caches GC6H49F – Froschin auf dem Schloteberg und GC62EZ0 – Froschen zurück zum Auto. Die Caches waren wahrlich niedlich und bekommen von mir schon wegen der Lagen eine Favoriten-Punkt. Aber der Hit war wirklich der Weg, hier war wirklich der Weg das Ziel. Man läuft nämlich die letzen 1 – 1,5 Kilometer über einen Bergkamm. D.h. es geht rechts und links steil runter während man auf einem schmalen Pfad dem Bergrücken folgt. Etwas trittsicher sollte man sein, dafür wird man wirklich mit einem verzauberten Mini-Weg belohnt der ein kleines Abenteuer für sich ist und immer wieder schöne Aussichten bietet. Dringende Empfehlung unsererseits!

Weg der Eingeborenen

östlich Ilseburg ein Rundmarsch
23 km, 6:38 Stunden, Min. 284m, Max. 913m

GPX

 

 

Der 19.05.2018, unser letzter Urlaubstag. Heute ging es von Wernigerode-Hasserode, “Grube aufgeklärtes Glück” los. Zur Auflockerung machten wir am übrigens sehr schönen Parkplatz sogar mal einen Earthcache, den GC1NKCP – Naturkundlich-geologischer Lehrpfad. Hier braucht man tatsächlich nur die Info-Tafel prüfen, sehr, sehr löblicher Earthcache. Kurz danach sollte die erste Stempelstelle kommen, die Nummer 85 – Wasserkunst Thumkuhlental2. Und da folgte gleich mal ein Schreck, nichts zu finden, am Ground Zero nur umgeknickte Bäume und Chaos… Wir haben eine ganze Weile gesucht bin die unsichtbare Heike die Stempelbox in fast 100 Meter Entfernung finden konnte. Auf Nachfrage hieß es dass es am Sturm lägt dass die Box verlegt wurde. Nur bitte, dann passt auch die Koordinaten an! Nach dem Schreck ging es dann immer nahe der Brockenbahn langsam aber stetig bergauf und nach einer Weile kam der kleine Multi GC6R469 – Bahnunglück. Wirklich nett gemacht, Final nur wenige Meter entfernt. Kann man gut nebenbei mit machen.

Weiter zur nächsten Stempelstelle, Nummer 27 – Ottofelsen. Schon ein gutes Stück im Wald eine wirklich schöne Ecke, vor allem der Felsen selber. Da muss man unbedingt hoch wenn man schon da ist! Allerdings auch nur für trittsichere und schwindelfreie Menschen geeignet, da liegen so einige durchsichtige Leitern vor einem. Belohnt wird man aber mit einem wirklich tollen Blick. Also wieder mal die Empfehlung, unbedingt machen.

Aufstieg

und Aussicht

Der Weg zur nächsten Stempelstelle führte uns mal wieder über einen Cache, GC1EW5D – Gebohrter Stein. Dafür geht man nicht über den breiten Hauptweg sondern kleine verzauberte Wanderwege und wird vor Ort belohnt und plötzlich erklärt sich auch der Name des Caches 😎 Ein wirklich skurriles Fleckchen so mitten im Wald. Der Cache war dann schnell gefunden und weiter ging es.

Die nächste Stempelstelle, Nummer 28 – Gasthaus Steinerne Renne, war dann wieder mal anstrengender. Das letzte Stück führt recht steil bergab und kann schon etwas ins Schwitzen bringen. Dafür kommt man unten an und sieht sehr plötzlich das Gasthaus, hat schon was. Das Gasthaus selber hingegen gefiel uns nur so Mittel, wirkte irgendwie nicht recht sauber, kann aber natürlich auch täuschen. Egal, gestempelt und schnell wieder weg. Die Nähe zu Wernigerode und die Tatsache dass man mit dem Auto hier her kann sorgt dafür dass es sehr voll ist und auch die Besucher zu Pfingsten leider auch recht voll waren.

Weiter, weiter, folgt die Stempelstelle 26 – Mönchsbuche. Wirklich eher eine banal langweilige Stempelstelle ohne echten Flair und mit einer Geschichte die eher etwas erdacht wirkt. Aber was soll es, ich habe sie dennoch umarmt, war es doch insgesamt unsere 50ste Stempelstelle der Wandernadel womit wir es tatsächlich, für uns selber eher überraschend, zum Wanderkönig geschafft haben.

Damit ging es dann zum Auto zurück, nur noch der Cache GC3HJ7X – Silberner Mann (Gasthaus) auf dem Weg. Ach ja, ein Multi lag auch noch am Wegesrand, aber der Owner beschwerte sich mehr oder weniger schon im Listing über schlechte Logs und bettelte Dezent um Zuspruch, so etwas lassen wir mittlerweile lieber aus, führt eh meist nur zu Gejaule. Der Weg zum Tradi will erstmal von oben gefunden sein, der Weg den wir da nahmen war schon recht abenteuerlich und wir waren nicht unfroh als wir nahe des Tradis wieder auf einen “normalen” Weg trafen. Der Tradi selber ist dann nett gemacht und auch einfach zu finden wenn man nicht wie ich erstmal über den Bach auf die andere Seite wechselt 😉 Bestraft mit Heikes “hier ist er doch”.

Kurz zum Auto war dann leider auch nicht, wahlweise überwindet man noch mal ein paar hundert Höhenmeter oder folgt der Bahn. Wir folgten. Die Strecke zieht sich dann recht lang, aber irgendwann war es geschafft. Jetzt konnten wir noch kurz nach Wernigerode rein wo wir uns stolz die Wander-König-Abzeichen holten. Ach ja, der Bedienstete steht wahrscheinlich immer noch ganz nervös man Tresen weil Heike ihn mit der Frage warum es keine Wanderkönigin gibt völlig aus der Bahn warf 😎

Wernigerode-Hasserode und umzu
13 km, 3:45 Stunden, Min. 311m, Max. 657m

GPX

 

Fazit

Zu den Caches sei erwähnt dass es natürlich noch mehr vor Ort gibt von denen wir einen Teil aber schon vor Zeiten gemacht haben. Daher bin ich hier nur auf die eingegangen die für uns aktuell waren.

Der Ausflug war für uns wirklich Bombe! Wir hatten durchgehend fantastische Wetter und benötigten nicht ein einziges Mal Regenbekleidung. Die Gegend hier ist eine der sehr schönen im Harz, rund um Ilsenburg wird wirklich alles an Wanderlocation geboten was man sich nur wünschen kann. Ich habe alle aufgezeichneten Tracks dazu gelegt, falls tatsächlich jemand irgendwas bestimmtes abwandern möchte, bitte schön. Ansonsten können wir nur zu Ausflügen in den Harz raten, immer wieder schön und für jede Leistungsklasse Wanderwege vorhanden. Die nicht so seltenen Einkehr-Möglichkeiten im Wald tun ein übriges die Wanderungen einfach zu halten. Wir kommen auf jeden Fall wieder, so viel ist mal sicher 😎

Honda CMX500 Rebel

Unsere Honda CBR500R musste mal wieder zur Inspektion und nach viel Gerede mit Engelszungen gelang es mir eine Honda CMX500 Rebel als Leihfahrzeug zu bekommen da wir die ganz spannend fanden. Gerne hat Honda Harke uns die nicht so recht geben wollen da sie nur eine haben und die wohl auch sehr gefragt ist. Von daher bin ich ganz froh dass man sich erbarmt hat und ich die Kiste mal für einen Tag fahren konnte. Ein Kauf hatte sich eigentlich schon erledigt, aber das war nach der Reservierung. Heike und ich sind nämlich mal vorbei gefahren und haben uns die Kiste angeschaut und zur Probe gesessen und waren uns schlagartig einig dass die nicht zu uns passt. Aber egal, die Probefahrt wollte ich dennoch nicht auslassen, vielleicht überzeugt sie ja doch noch. Hat sie nicht, aber dennoch möchte ich ein paar Worte verlieren, vielleicht interessiert es ja jemanden.

Die Optik ist schon arg eigenwillig, kommt bei den Bildern bei Honda gar nicht so zum tragen, dort fällt dieser merkwürdig Tank nie so auf. Arg länglich und hoch, dazu ist das Betanken echt eine Zumutung. Wie immer ich die Zapfpistole auch halte, irgendwie funktioniert sie nicht richtig gut. Warum höre und lese ich so etwas eigentlich nie in den unzähligen Tests?

eigenwilliger Tank

Ich finde mit meinen 1,88m irgendwie nie eine wirklich gute Sitzposition, der zu schmale Tank hilft da auch nicht weiter. Das wirkt für mich alles wie nicht richtig zu Ende gebaut.

Sitzposition finde ich nicht

Man sitzt schon sehr niedrig, der Punkt ist eigentlich ganz ok. Der Auspuff gefällt mir wie so einiges andere nicht besonders, einfach zu viel billiges Plastik. Immerhin hat sie für den Motor einen erstaunlich guten Sound, hört sich richtig bullig an.

viel Plastik

Der Übergang Sitzbank Tank ist irgendwie gar nicht richtig gegeben.

Sitzbank – Tank

Von vorne finde ich sie eigentlich optisch noch am überzeugendsten obwohl auch hier das Plastik der Spiegel nicht rüber kommt. Wenn sie wenigstens etwas filigraner wären.

vor Vorne gehts

Auch von hinten bei genauerem Hinsehen eher so lala. Der Auspuff wirkt fast als würde er nicht dazu gehören und das Rücklicht könnte aus den 80ern stammen. Ich war heute wirklich mal erstaunt was geschickte Fotos auf der Honda-Homepage so ausmachen.

von Hinten

Zündung an und dann brennt nicht nur der Scheinwerfer sondern auch die Blinker sind an. Hinten ist dem nicht so. Der tiefere Sinn hat sich mir allerdings nicht erschlossen. Stört letztendlich aber auch nicht.

Beleuchtung

Der Tacho hat wirklich nur die allernötigsten Infos, das passt eigentlich auch sehr gut zu dieser Maschine. Nur leider ist der Tacho digital und damit ist die Idee es passt zur Maschine auch schon wieder erledigt. Wobei das stöhnen auf hohem Niveau ist, insgesamt passt das schon zusammen.

Tacho

Selbst von der Seite kann mich die Maschine nur zum Teil überzeugen. Eigentlich finde ich sie sogar recht gelungen, wenn da nicht so viel Plastik wäre und dieses vor allem nicht aussähe als wäre es aus irgendeiner Reste-Rampe.

Seitenblick

Das Hinterteil ist eigentlich sehr gelungen zumal man die hintere Sitzbank ratz fatz entfernen kann. Aber wer hat nur dieses Rücklicht designed, ein Blinder? Wer die hintere Sitzbank entfernt sollte gleich die Fußrasten mit abbauen, die sehen offen gestanden auch wieder aus als wäre erst nach Fertigstellung der Maschine aufgefallen das die noch irgendwo ran müssen.

Hinterteil

Apropos Fußrasten, mir gelang es auch vorne kaum eine wirklich bequeme Position für meine Füße zu finden. Links hängt der Fuß irgendwie rum und ich hatte immer das Gefühl ich rutsch gleich ab. Rechts schaut der Motor so weit raus dass man immer dagegen haut und das Gefühl hat man wäre zu dicht dran.

Rechts

Das war Honda offensichtlich sogar klar, denn auf dem Motor hängt noch ein Plastik-Schutz. Sieht man auf dem Bild nur so ein wenig. Etwas mehr als die Hälfte (hinterer Teil) des Kreises ist mit einem extra Plastik abgedeckt. Übrigens wieder so ein Plastik von der Resterampe. Offensichtlich soll hier der Fuß des Fahrers vor Hitze geschützt werden.

Fuß-Schutz

Links kann ich nicht mal genau sagen wieso, aber obwohl es überhaupt nicht so ist habe ich immer das Gefühl ich rutsche ab.

Links

Der Schlüssel kommt übrigens links ins Zündschloß. Ist grundsätzlich ok, aber irgendwie blöd wenn noch was dran hängt, das wirbelt dann dort wie verrückt durch die Gegend. Wie und ob es eine Lenkrad-Schloss gibt konnte ich nicht recht feststellen, mir ist es zumindest nicht gelungen da was abzuschließen.

Zündschloß

Fazit

Aus unserer Sicht ist die Maschine ein einziges Desaster, weder Heike mit ihren rund 1,70m noch ich mit 1,88m haben eine gemütliche Sitzposition gefunden. Die Optik hat uns fast schon erschreckt. Entgegen den tollen Bilder auf der Honda-Seite sieht die in Natura reichlich anders aus, leider in vielen Bereichen einfach zu billig.

Der Motor ist für meinen Geschmack über alle Zweifel erhaben, der gefällt mir in der CBR500R schon hervorragend. Die Überarbeitung erzeugt dabei tatsächlich das Gefühl er habe noch mehr Dampf, dafür geht ihm gefühlt etwas früher die Luft aus. Und das stört mal so gar nicht denn über 130 km/h möchte man damit gar nicht fahren 😎

Und bitte, wenn sich jetzt zufriedene Fahrer jetzt schon aufregen wollen, lasst es ruhig. Dies ist und will gar kein ausgefeilter Test sein sonder ist einfach ein subjektiver Bericht wie uns die Maschine gefallen hat. Und vielleicht gibt es ja den einen oder anderen Fakt der dem einen oder anderen bei der Entscheidung pro oder kontra hilft.

Wir werden also wohl eher irgendwann auf die CBR500X umsteigen, die kommt unseren Vorstellungen näher.

Zeltprüfung

Die Zeit verrennt und der Kinnarodden bzw. für Cacher “nothing but stones” kommt näher. Und nachdem das Training gut läuft wurde es mal Zeit sich das Zelt anzuschauen. Wie würde es aussehen nachdem es, seit unserem letzten Trip, 8 Jahre verpackt in den Untiefen der Abseite lag?

Ich war tatsächlich überrascht, es sah aus wie neu und war in top Zustand, eine freudige Überraschung! Und damit für jeden was dabei ist habe ich hier mal ein paar Bilder und ein kleines Video gemacht.

Bei dem Zelt handelt es sich um ein Ferrino Lightent 2 das wir 2010 speziell für unseren Ausflug zum Kinnarodden / nothing but stones gekauft haben. Unser bis dahin selten genutztes Zelt war irgendein Iglu-Zelt vom Aldi. Das war an sich ok, wiegt aber bei einer Wanderung gefühlt eine Tonne. Daher dachten wir uns wenn schon, denn schon, ein Leicht-Zelt muß her. War damals nicht billig, aber durch das geringe Gewicht lohnt es sich für Mehr-Tages-Touren allemal! Ein kurzes Werbe-Video darüber findet ihr hier.

Ferrino Lighttent 2

In der Hülle ist die Anleitung zum Aufbau integriert. Recht reiß- und wasserfestes Papier sorgt dafür dass die Anleitung nutzbar bleibt, pfiffige Idee.

Aufbauanleitung immer dabei

Zuerst wird das Innenzelt aufgebaut. Zwei Stangen einfädeln, in Öse stecken, fertig ist der erste Teil.

Innenzelt

Dann ein paar Heringe rein (6) und schon steht das Zelt, geht wirklich in wenigen Augenblicken, super gelöst. Es muss natürlich auch schnell gehen denn bei Regen wird es jetzt natürlich innen nass je länger es ohne Überhaut da steht.

Innenzelt aufgebaut

Jetzt die Außenhaut drüber, ein paar wenige Heringe und fertig ist die Laube.

Außenhaut

Da ich heute nur mal schauen wollte ob alle heile und ok ist habe ich auf das Spannen verzichtet wie man gut sehen kann 😎 Der Eingang ist an der Längsseite, hat den Vorteil dass er dadurch schön groß ist. Aber man muss natürlich realistisch bleiben, das Zelt ist sehr klein für 2 Personen, große Rucksäcke gehen nicht mit rein. Die Tür der Außenhaut kann man etwas nach außen spannen, dadurch hat man einen leichten Tarp-Effekt und kann dort zumindest einen Rucksack unterbringen. Dieses mal werde ich mich vorher noch mal nach einem extra Tarp umschauen um etwas mehr überdachte Fläche für schlechtes Wetter zu haben.

Das Zelt ist wirklich ein gangbarer Kompromiss zwischen Platz und geringem Gewicht, uns hat es zumindest sehr gut gefallen. Wer lieber ein paar bewegte Bilder sieht:

Harz, Harz und wieder Harz

Den Harz mag ich ja schon lange, bereits als Kind hatten meine Eltern eine Ferienwohnung in Hahnenklee und als Jugendlicher war das dann auch der erste Ort wo mal allein und ohne Eltern Urlaub gemacht wurde. Was ein Abenteuer. Die damalige Anfahrt mit einer 80er Horex, also einem Leichtkraftrad das gerade mal 80 km/h fuhr war dabei allerdings noch etwas anstrengender als heute mit dem Auto. Die ging dann auch noch kaputt und Papa musste uns mit dem Anhänger abholen, was ein Aufstand.

Und so wurde der Harz immer mal wieder besucht bis ich 1993 die liebe Heike sogar im Standesamt Goslar mit seinem außergewöhnlichen Trauzimmer amtlich und der südlichsten Stabkirche Deutschlands in Hahnenklee kirchlich heiraten durfte. Von dort startete dann die Hochzeitsreise, auf einem Motorrad bis Spanien. Da waren wir noch jung und knackig, da ging das noch 😉

Die Wohnung ist schon lange nicht mehr in Familienbesitz, dennoch sind wir immer wieder im Harz unterwegs. Einerseits ist man recht schnell da, andererseits ist es einfach eine tolle Gegend, gerade für Wanderer und wir mögen die Gegend einfach.

Und so sind wir mal wieder für ein paar Tage in den Harz, dieses mal für 9 Tage nach Ilsenburg. Wieder mal der Versuch eine gute Ferienwohnung zu finden, wir sind gespannt wie uns die Unterkunft dieses mal gefällt.

Hier wollen wir, bereits zum zweiten mal, den Heinrich Heine-Wanderweg bewandern den ich hier auch mal allen Lesern ans Herz legen möchte. 10,5 km von Ilsenburg zum Brocken und zurück, für uns der bisher schönste Weg da hoch. Abwechslungsreiche Landschaft und schön geführt. Es gibt übrigens sozusagen 2 Wege die mehr oder weniger lange parallel verlaufen. Einer ist eher breit und hat schon was von Spazierweg, der andere etwas rauer und eher für Wanderer ausgelegt. Nehmt den etwas raueren, die Ausblicke und Eindrücke sind einfach noch mal eine ganze Ecke beeindruckender.

Beim ersten mal haben wir dabei auch noch die Zeterklippen mit erwandert. Die werden wir dieses mal auch wieder besuchen, aber nicht in einer Tour, das war uns beim letzten mal mit über 30 Kilometer bergauf, bergab, dann doch eindeutig zu viel. Aber auch diese Klippen sollte man besuchen, es lohnt sich wirklich, eine recht skurrile Gegend. Wenn man dort um die Ecke kommt und vor diesen Klippen steht hat man schon so eine “hups”-Effekt. Es gibt eine kleine Leiter vor Ort, damit kommt man dann auch auf die Klippen rauf.

Und ohne jetzt alles einzeln aufzählen zu wollen, sowohl das Wanderer-, Wandernadel- als auch das Cacher-Herz werden hier gut bedient, für alle ist was dabei. Wir freuen uns jetzt schon auf ein paar anstrengende aber bestimmt auch tolle Tage im wunderschönen Harz und werden danach bestimmt noch mal mit dem einen oder anderen Bild das Lob für den Harz untermauern 😎

D-Buddi 0003 – Gedanken zu Werten

Ein Artikel brachte bei mir den Rede-Druck zum Durchbruch 😎

Ist wirklich so, der Artikel war sozusagen nur der endgültige Auslöser mal ein paar Gedanken zu Werten zu verlieren die mich schon länger beschäftigen. So, das waren die Shownotes 😉

 

Zwischenmeldung – Lifehack Dachrinnenkontrolle durch Biltema

Die unsichtbare Heike war der Meinung die vordere Dachrinne wäre eventuell verstopft, ich meinte das wäre nicht der Fall. Was tun, 6-7 Meter Höhe, dafür habe ich keine Leiter da. Ein Drohne? Geht bestimmt, aber schon etwas teuer. Übers Dach dort hin? Ja, aber irgendwie ganz schön aufwendig und recht hoch ist es auch. Also aufgeschoben.

weit oben

Dann mal wieder Biltema-Cachen gewesen und schwupps, endlich mal auf die Idee gekommen diese Biltema-Stange etwas sinnvoller einzusetzen. Für Nicht-Cacher sei erwähnt dass es sich im Prinzip um etwas ähnliches wie eine Stipp-Route handelt die sicherlich ähnlich gut geeignet wäre. Eine über 10 Jahre alte Mini-Kamera von Pearl an die Stange getapt und los geht es. Was soll ich sagen, klappte wirklich problemlos und so konnte mit etwas “Restmüll” eine Lösung gebaut werden die kostengünstig eine Lösung brachte.

Profi-Arbeit 😉

Hier auch noch ein kleines Filmchen dazu (das Datum im Film ist übrigens so alt weil ich es nie aktualisiert habe):

Goslar – Steinberg – Wandern und Cachen

Heute mal ein kleiner Tipp für Wanderer und/oder Geocacher im Bereich Goslar. Unser Ziel war die Stempelstelle 111 und 110. Wobei die 110 nett war, die 111 aber das Hauptziel und vor allem das Ziel das sich so richtig gelohnt hat. Für Wanderer als auch Cacher empfehlen wir den Weg über “die steile Trift” zu nehmen, die lohnt wirklich. Dort sind es rund 700 Meter die so 200-300 Höhenmeter überwinden. Aus Sicht von uns Flachländlern eine echte Herausforderung und ich musste mehr als einmal inne halten um  wieder zu Luft zu kommen. Der Weg führt im Prinzip aus Goslar schnurgerade den Berg hoch, durch teils heimelig kleine Wege. Wunderschön und ein wirklich gutes Training, probiert es aus!

Für Cacher empfiehlt sich hier noch der Multi “Die verschollene Bank” der auf dem Weg liegt. Er führt einen am Start zu einer wirklich abseits liegenden Bank bei der man einen einfachen Namen ermitteln und umsetzen muss. Vorsicht bei offline-Anbindung, die Formel die genutzt wird kann u.U. nicht korrekt umgesetzt sein was sich an vielen ???? in der Formel zeigt, dann unbedingt online anschauen. Handy-Verbindung war vor Ort kein Problem (Congstar/Telekom). Die Umsetzung ist mit der richtigen Formel nicht schwierig und die Zahlen schnell ermittelt. Dann geht man am besten zuerst zum Turm und macht den Final danach.

Von hier aus dann weiter zum Steinberg-Turm. Der lohnt absolut. Knapp 90 Stufen geht es nach oben und von da wird man mit einem wunderschönen Blick belohnt, das lädt wirklich zum Verweilen und schauen ein! Auch sind rund herum Tafeln angebracht auf denen man schauen kann was in welcher Richtung liegt.

Für Cacher gibt es noch ein Bonbon in Form des “Prospectus Steinberg”. Ein einfacher Tradi der dann aber doch nicht so einfach ist. Ohne Hint für meinen Geschmack fast nicht findbar, mit Hint auf jeden Fall machbar aber noch lange nicht einfach, meinen Favoriten-Punkt hat er auf jeden Fall für sein witziges Versteck bekommen.

Wer jetzt noch mag kann von hier noch zur Stempelstelle 110 wandern und dort einen wunderschönen Blick auf den Granestausee inkl. Staumauer werfen, eine wirklich schöne Ecke.

Für Geocacher sei unterwegs noch der “Schräger Typ” empfohlen, ein T4 der gut machbar ist. Von hier aus kann man dann über die Steinberg Alm zurück nach Goslar laufen, da kommen dann so insgesamt 13-14 Kilometer zusammen. Zur Einkehr an der Steinberg Alm können wir nicht so recht raten. Die ist völlig überlaufen bei mittelprächtigem Essen/Trinken und hohen Preisen, so ein übliche Yuppi-Alm wo sich Pseudo Wanderer treffen die die 1-2 Kilometer von Goslar laufen und sich hier dann wie Weltenbewanderer fühlen 😉

Insgesamt bieten sich auf der Wanderung immer wieder wunderschöne Ausblicke bei denen man die Pausen gleich doppelt genießen kann.

Wir möchten daher diese Wandernadel-Stempelstellen / Caches mal empfehlen da die Wanderung schon überdurchschnittlich schön war. Die Ausblicke aber auch die Gegend an sich hat wirklich ihr ganz eigenes Flair. Vieles hat uns zum Teil an das Allgäu, anderes wieder an Schweden erinnert. Dazu war es fast überall recht einsam und verlassen, wobei wir allerdings auch recht früh unterwegs waren.

Sollte es euch also mal nach Goslar verschlagen, jetzt habt ihr keine Ausrede mehr hier eine schöne kleine Wanderung zu machen 😎

oh du mein Datenschutz(verordnung)

Ein paar Worte mal zum Datenschutz.

Hier läuft eine 08/15 WordPress-Installation die bestimmt irgendwas speichert, genauso wie der Provider den ich nutze. Ich hab aber eigentlich keine Ahnung was genau beide speichern, ich habe zumindest alles abgestellt was sich so abstellen ließ. Google Analytics oder ähnlicher Kram läuft hier auch nicht, ich glaube Jetpack macht noch irgendwas mit Statistik. Mich interessieren Zugriffszahlen und Downloads einfach nicht mehr sonderlich. Daher werden hier wirklich bewusst von mir so gar keine Daten verarbeitet, wozu auch!?

Aber da unsere Gesellschaft leider immer asozialer wird gibt es halt auch jede Menge Penner die es für moralisch völlig ok halten ihr Geld nicht mit wirklicher Arbeit zu verdienen sondern mit dem Ausnutzen von Gesetzeslücken, das sogenannte Abmahn-Pack. Und das sorgt dafür das halt alle Web-Seiten ein überzogenes Impressum genauso wie ein Datenschutzerklärung haben müssen. Die liest eh keiner, der Inhalt ist ebenfalls völlig belanglos aber im Land der Korinthenkacker ist es halt ganz dolle wichtig dass es sie gibt. Ebenso kommt halt zur Sicherheit ab und an diese dämliche Abfrage ob Cookies ok sind. Scheinbar traut man in diesem Land niemandem mehr zu selbständig zu denken oder sich etwas mehr als 2 Tage zu merken, daher die immer wiederkehrende Einblendung dass es Cookies gibt.

Eigentlich finde ich die Idee der neuen Datenschutzverordnung gar nicht verkehrt, für die kleinen privaten Anbieter von Blogs u.ä. ist sie allerdings unfassbar überzogen und führt schon eher in absurde Auswüchse. Was sollte ich denn wohl mit den Daten machen selbst wenn ich sie sammeln würde? Klar, man kann sich jede Menge Weltverschwörung ausdenken doch wie realistisch ist die Anstrebung der Weltherrschaft mit einer handvoll Datensätze? Aber das ist eben das Problem wenn Menschen deren IT-Wissen daraus besteht dass das was mit Strom zu tun hat solche Gesetze erlassen. Fehlt nur noch die schwäbische Europa-Dumpfbacke die eh nur die Interessen derer vertritt die am besten zahlen. Damit meine ich natürlich niemand speziellen, schwäbisch Europa-Dumpfbacke gefiel mir als Bezeichnung einfach so gut 😉

In dem Rahmen auch gleich noch ein Satz zu den Kommentaren. Ich schaue mir alle Kommentare an bevor ich sie frei gebe da auch in dem Bereich der Gesetzgeber erheblich zu dämlich ist um endlich nachvollziehbare Regeln zu erlassen und man sich somit auch dort gegen das Abmahn-Pack absichern sollte. Dabei herrscht hier Zensur und Unterdrückung wie in China. D.h. wenn ich meine ein Kommentar wäre beleidigend oder einfach nur Trollerei werfe ich den u.U. in die Tonne. Dürfte eher eine seltene Ausnahme sein, kann aber passieren. Vor jedem Kommentar also kurz überlegen ob ihr damit leben könnt. Ansonsten gern an beliebigen Orten von Zensur und Diktatur erzählen und stolz erwähnen dass man sich das natürlich nicht gefallen lassen würde weil man so ein toller Typ ist!

Dabei fällt mir wieder ein dass es auch durchaus Hohlbratzen in Leser-/Hörerschaft gibt. So hat tatsächlich einer schon mal (schon eine längere Zeit her) gefordert ich solle alle seine Kommentare löschen. Auch das ist wohl nach der neuen Datenschutz-Regelung zulässig, also werde ich das auch tun. Nur sollte er sich dann auch klar sein dass in diesem Blog exakt niemals wieder ein Kommentar von ihm erscheint. Ich bin nämlich viel zu faul um mir mit solchen Trollen allzu viel Arbeit zu machen.

Um es abzurunden, ich weiß meine Hörer und Leser und Zuschauer durchaus zu schätzen. Aber ich halte diesen ganzen Datenschutz-/Impressums-Kram für kaum noch zu beschreibenden Müll. Gute Idee, schlecht umgesetzt. Ihr könnt euch bei mir darauf verlassen dass ich eure Daten nicht durch die Gegend exportiere. Und ich gehöre zu einer Generation wo ein Wort noch was zählt! Bei den Kommentaren ist mir klar dass es durchaus unterschiedliche Sichten gibt von “man sollte alles veröffentlichen” bis “nur wenn es mich lobt”. Mir ist das Wurst, geht mir ein Kommentar zu sehr auf den Keks fliegt er in die Tonne. Das dürfte allerdings die absolute Ausnahme sein. Und nein, das ist nicht diskussionsfähig!

Ich denke damit ist alles gesagt und entgegen dem ganzen offiziellen Sarmon kann nun jeder ganz gut einschätzen wie es hier so mit der Datenverarbeitung läuft 😎

P.S.: Wobei mich tatsächlich mal interessieren würde wie Project-GC und ähnliche eigentlich damit umgehen wollen. Es mag ja sein dass man bei Groundspeak genehmigt hat das alle API-Nutzer die Daten verwerten dürfen, aber allein schon das dürfte nach der neuen Verordnung wackelig sein. Und selbst wenn das noch durchgeht, Groundspeak ist ja amerikanisch, müsste mich Project-GC ja klar darüber informieren das und wie meine Daten verarbeitet werden?! Ich denke da kommt noch eine Menge Spaß auf Anbieter wie Project-GC zu. Würde mich nicht wundern wenn es die nicht mehr lange gibt oder zumindest der Nutzer-bezogene Teil weg fällt.

Wieder ein Monat rum

Die Zeit verfliegt richtig, wieder ist ein Monat rum. Der Schnitt von 10.000 Schritten pro Tag  die Woche hält tatsächlich immer noch an, da bin ich langsam selbst erstaunt. Und beim letzten Wandertag habe ich das erste mal deutlich den Effekt bemerkt. So war ich nach 18 Kilometer zwar durchaus redlich geschafft, aber eben deutlich weniger als ich es im letzten Jahr gewesen wäre, das Training scheint also wirklich zu greifen. Die Caches waren jetzt nicht so erwähnenswert, ignorieren wir die in diesem Fall lieber. Der angedachte Wander-Multi kollabierte bei St. 2 und danach haben wir uns quer beet durch andere Multis und Umgebung gearbeitet.

Was hat der Monat also so gebracht?

Wir haben uns eine BMW F700 angeschaut und fanden sie eher etwas merkwürdig. Dann fiel mir auf dass es scheinbar keine lesenswerte Magazine mehr für mich gibt. Ein Event haben wir auch wieder besucht. Und während irgendein Podcast flotte Musik im Hintergrund schallend berichtete wie toll alles ist standen wir zur gleichen Zeit dort mit einem bescheidenen Rest von vielleicht 20 Cachern an gleicher Stelle und erlebten wie jeder Cacher schnell verschwand den die Musiker einbinden wollten. Da sieht man mal wie erstaunlich unterschiedlich man von ein und derselben Sache berichten kann. Jeder wie er mag. Cachen waren wir auch, ein schöner Multi war dabei, auch ein Virtual der anders war als andere. Weitere Event-Besuche sind geplant, ebenso ein eigenes Event, haben wir hier berichtet. Dann machte ich einen Audio-Beitrag, kein Podcast, wie dann erläutert wurde ist es aber doch ein Podcast 😎 Und da ich den Hals nicht voll bekommen kann habe ich glatt noch ein Video nachgelegt. Ok und einen weiteren Audio-Beitrag der ja ein Podcast ist.

Hui, ein ereignisreicher Monat war das. Mit viel Abwechslung, vielen Caches, vielen Schritten, ein sehr, sehr schöner Monat.

Und auf diesem Weg mal vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen zum Audio-Beitrag (ok, Podcast), schön dass einen noch so viele hören mögen.

Wie geht es weiter

Im Vordergrund steht weiter die Vorbereitung auf unseren langen Sommerurlaub. Also viele Schritte um fit zu sein, demnächst das Equipment überprüfen. Dann steht ja der Besuch von zwei Events an und dann kommt schon das eigene am Wilseder Berg. Dazu noch zwei mal in den Harz, zur Zeit sind wir gerade hier und Mitte des Monats geht es noch mal 9 Tage in die Ecke. Mal sehen was der Monat so bringt.

Ein Virtual der wirklich mal ein wenig anders ist

Vor kurzem stolperte ich über einen meiner Arbeitsstelle nahe liegenden Virtual Cache, den GC7B7FH – Virtual Reward “The Chase”. Der spielt im Süden Hamburgs, genau gesagt im Harburger Hafen, eine Gegend die übrigens wirklich immer einen Besuch wert ist. So eine Mischung zwischen erwachendem Lost Place und rustikaler Perle, schaut euch da wirklich mal um, so groß ist er ja nicht. Der Cache ist wirklich mal etwas anderes ohne gleich so völlig zu überziehen.

Nüchtern gesagt, Film anschauen und den Spuren der beiden “Schauspieler” folgen, an 12 Stellen etwas ermitteln, daraus eine EMail-Adresse bilden und fertig ist die Laube.

Aber irgendwie ist er für mich dann doch nicht so nüchtern und trocken sondern hat irgendwie seinen ganz eigenen Drive und Charme. Das liegt sicher schon mal daran dass der Film wirklich gut gemacht ist. Nicht nur sehr gute Bildqualität sondern auch eine wirklich schön erzählte Geschichte die Witz hat ohne albern zu werden! Es gab/gibt hier in der Gegend auch schon Mysteries bei denen man mit dem Auto etwas abfahren muss während man einen Film sieht. Dabei muss die Geschwindigkeit genau beachtet werden und haste nicht gesehen. Für meinen Geschmack mal wieder etwas was so gar nichts mit Geocaching zu tun hat und für mich eher langweilig bis belanglos, zumindest für mich. Da ist diese Variante doch etwas ganz anderes da man sich auf eigenen Füßen bewegt und ihn in seinem ganz eigenen Rhythmus machen kann.

Da ich ja schon viele Jahre in dieser Region lebe kannte ich viele Ecken die angelaufen werden was es schon mal etwas einfacher machte. Aber auch sonst reicht der Film vollkommen aus um alles zu finden was man für die Lösung benötigt. So brauchte ich zur Vorbereitung aber nicht den ganzen Film aufs Handy ziehen sondern machte mir nur Bildschirm-Kopien von den Stationen, werfe die in Evernote (mittlerweile wechsle ich mal wieder zu Onenote weil Evernote immer langsamer wird) und ergänze sie um die Fragen zu jeder Station. So habe ich übersichtlich und platzsparend alles dabei.

Ok, es gab durchaus die eine oder andere Station wo ich nicht so ganz sicher war, zwei Zahlen habe ich falsch ermittelt. Bei einer war nicht ganz klar ob Aussen- oder Innendurchmesser, bei der anderen weiß ich bis jetzt nicht wo die korrekte Zahl eigentlich stehen soll, vielleicht lag auch gerade ein Schiff davor. Aber da hatte ich zum Glück einen netten Cacher der den schon gemacht hatte und bei dem ich mir meine Ergebnisse verifizieren lassen konnte. Und irgendwann nach so einigen Etappen war ich dann durch und hatte alle Zahlen zusammen. Also Mail auf den Weg, Bestätigung folgte unverzüglich und damit die Log-Freigabe. Das wäre für mich der einzige klitzekleine Kritik-Punkt. Ich habe zum Glück für alles Wegwerf-Adressen mit denen ich schnell feststellen kann von wo Spam kommt aber das hat nicht jeder. Und nicht jeder mag seine EMail-Adresse raus geben. Ich hoffe einfach mal die Owner würden auch eine Lösung über Groundspeaks Mail-System akzeptieren.

Der Cache ist auf jeden Fall sehr gelungen, egal ob man mit den Bildern los zieht oder so richtig den Film abläuft, das kann einen schon ganz schön fesseln! Dazu kommt die Tatsache dass es sich um eine wirklich schöne Gegend handelt. Also nicht optisch sondern eher aus der Lost Place Perspektive denn der Harburger Hafen ist auch so eine vergessene kleine Perle die oft unterschätzt wird. Man findet hier wirklich interessante Ecken und ist oft ganz allein unterwegs auch wenn die Anwohner-Dichte hier langsam höher wird.

Wer also gerne mal andere Varianten von Caches ausprobieren mag ist hier auf jeden Fall nicht gerade verkehrt. Im Gegenteil, im Prinzip ein Mix aus WhereIGo, Multi, Letterbox und Virtual. Bei einem “normalen” Virtual hätte ich so etwas zumindest nicht erwartet. Für meinen Geschmack haben hier zumindest mal die richtigen Owner den Virtual als Bonus erhalten denn die haben wirklich etwas Besonderes daraus gemacht.

Fazit

Meine Empfehlung hat er. Probiert ihn aus und kommentiert hier gerne was ihr davon haltet.