Cache-Kunst oder kann das weg?

Heute war ich mal wieder auf Cache-Runde. Bzw. ich war mal cachen und habe einen Teil von einer Cache-Runde gemacht. 13 Stück waren es am Ende, dann habe ich erstmal aufgehört weil die Anzahl für mich wirklich genug ist, egal ob die nun gut waren oder nicht.

Und wieder einmal war es so ein Erlebnis zwischen „was Besonderes“ über das man sich freuen kann und „funktioniert nur leider nach kürzester Zeit nicht mehr“ was dann nur noch nervig ist. Ich möchte die Runde hier gar nicht im einzelnen aufführen, nicht dass der Owner sich noch angegriffen fühlt oder so. Deshalb auch keine Bilder. Ich will auch gar nicht klug daher reden wie man es besser macht sondern einfach nur mal beschreiben wie solche Caches so auf den Cacher wirken können.

Es fing mit einem leichten Cache an der in so ca. 4-5 Meter Höhe aufgehängt war. Das war an sich ok, nur die Einstufung D3, T3 war schon mal sehr schräg. Der Cache war nämlich völlig offen zu sehen und damit vom Suchwert max. D1. Die T-Wertung hingegen noch weiter neben der Spur denn ohne Hilfsmittel nicht machbar, mit Hilfsmittel eher T1,5 und da Hilfsmittel (Biltema) D5. Aber D5 für Biltema scheinen die meisten immer noch nicht begriffen zu haben und nehmen meist D4,5 warum auch immer. Hier lagen aber genug Hilfsmittel herum dass man auch so an den Cache kommen konnte. Also ich hätte ihn wirklich einfacher eingestuft. Aber das finde ich nicht weiter tragisch, eher so ein Anmerkung am Rande.

Weiter ging es zum nächsten Cache, eine kleine Bastelei. Erst muss man ein Zahlenschloss öffnen, die Kombination ist verschlüsselt im Listing, das war völlig ok. Dann öffnet man einen Kasten und auf einem Bild soll man nun Magneten verteilen und wenn die alle richtig sind öffnet sich die Box. Im Kasten auch ein Text anhand dessen man heraus findet wo die Magneten hin gehören. Wirklich gut gemacht, D3,5 allerdings arg hoch, T2,5 erschloss sich mir gar nicht da völlig frei zugänglich. Der Cache wurde im März diesen Jahres gelegt. Problem, die 5 Magneten waren an Bändchen befestigt und die waren völlig vertüdelt wodurch es sehr schwer war sie auf dem Bild zu verteilen, ewig riss man wieder einen anderen Magneten ab. Dazu fielen aus einem Teil schon die Magneten heraus weil die Verklebung nicht mehr hält. Dazu sind die Gegenstücke hinter dem Bild offensichtlich zum Teil auch nicht mehr ganz ok, überall wollten die Magneten nicht gleich halten. Dazu war es ja eine geschlossene Box, das sorgte wiederum dafür dass die ganze Zeit irgendwelches Getier, Hauptsächlich Ohrenkneifer, aus allen Ritzen kamen. Schön gemacht, schön umgesetzt, nur nach 1/2 Jahr schon alles recht ausgeleiert.

Weiter ging es zu einem recht großen Steinhaufen. Mitten drin, etwas versenkt, ein kleiner runder Stein an dem der Petling befestig ist. Nur zu finden wenn man ihn anhebt. Anders gesagt, man muss absolut JEDEN Stein anfassen um fündig zu werden. Speziell für Hobby-Einsteiger dürfte das die Hölle sein. Übrigens D1,5. Auf den Wertungen reite ich jetzt mal nicht weiter rum, das ist einfach keine Stärke des Owners.

Dann ein Regenrohr im Boden, offen zu sehen. Öffnen und siehe da, unten ein Griff. Also rein den Arm und — schwups habe ich das ganze Rohr am Arm und aus dem Boden da es dort wirklich sehr schwächlich angebracht war und der eigentliche Mechanismus schon reichlich klemmte. Dauerte somit etwas länger da ich das Rohr erstmal wieder verbauen musste.

Dann folgten zwei Caches die ich fast schon absurd fand, es waren Gedenktafeln für zwei geklaute Basteleien aufgehängt?! Im Ernst, eine Tafel und die hatte ein Loch in dem jetzt ein Petling hing, der jetzt der Cache ist. Mit einem Text an den „Entwender“ um in Kontakt zu kommen. Den Text fand ich eigentlich eine gute Idee, die Gedenktafel an sich eher etwas schräg. Aber warum nicht. Der Petling hingegen gefiel mir sogar richtig gut, so war der Cache wenigstens schnell zu machen 😎

Nun folgte ein Cache der von mir einen Favoriten-Punkt bekam. Zwischen zwei Bäumen eine Wäscheleine die man bewegen kann und dann kommt ein Holzflugzeug mit Petling auf einen zu. Den fand ich wirklich gut, ein guter Gag an abgelegener Stelle und der Cacher hat einen Ah-Effekt ohne das rumwursteln zu müssen.

Es folgte die nächste Bastelei, ein Kasten aus dem x Fäden hingen und einer davon öffnet den Kasten. Drin dann der Petling mit einem Zahlenschloss gesichert dessen Code im Listing raus zu bekommen ist. Gut gemacht, der Haltemechanismus wirkt aber schon etwas mitgenommen.

Aus zum nächsten, Regenrohr, fast 2 Meter hoch mit einer Klappe oben. Von hinten Löcher drin über die man etwas nach oben jonglieren muss damit sich die Klappe öffnet. Da hatte ich Glück, als ich die Stäbe für die Löcher nahm fiel die Klappe auf. Der Verschluss bereits so ausgejackelt dass er nicht mehr hält. Für mich ok, sparte mir erneut die Arbeit.

Nun kam etwas wo man eine Kugel oben rein tut und dann verschieden Knöpfe drehen muss. Ich habe das Ganze nicht mal verstanden als ich es auf hatte. Mit einigem Gedrehe ging die Klappe zum Glück auf. War wirklich Glück, würde ich kaum noch einmal hin bekommen.

Folgte Ü-Eier angeln ein einem Regenrohr, hier funktionierte zum Glück alles und die Anzahl hielt sich in Grenzen, insgesamt durchaus nett gemacht.

Nun im Dorf am Info-Schild noch ein Fake-Holzstück finden. Vorher eine Niete im Mülleimer-Rohr dann klappte es doch noch. Das mit den Nieten finde ich ehrlich gesagt immer völlig daneben, das Versteck an sich war aber gut gemacht. Ist halt nur mitten im Dorf und einigen wurde wohl schon vom Bauern geholfen. Mein Ding ist es nicht wenn die Anwohner einem helfen wollen, aber nun gut.

Zum Abschluß dann noch ein Fake-Stein unter dem Mülleimer neben einer Bank, gut gebaut das Teil. Nur die Location… Solange nix ekliges im Müll ist geht es aber.

Nach der Runde war ich dann wirklich unentschlossen wie ich selbige nun finden soll. Eigentlich ganz nett, aber wenn überall nur ein Petling hinter dem Baum gelegen hätte wäre ich wahrscheinlich auch ganz zufrieden denn die Runde war in einer wirklich schönen, einsamen Gegend was mir schon nahezu reicht. So habe ich mich bei dem einen oder anderen Cache einen Tick mehr gefreut weil er schön gemacht war, bei dem einen oder anderen Cache aber auch geärgert weil ich ewig rumpulen musste da er witterungsbedingt nicht mehr richtig funktioniert. Für meinen Geschmack lohnt der Aufwand der komplizierten Caches nicht so wirklich, wohlgemerkt für MEINEN Geschmack. Hinzu kommt das Owner solcher bastel-intensiven Caches oftmals auch noch schnell beleidigt sind wenn man nicht mindestens 1-2 Favoriten gibt und erst gar kein Verständnis hat wenn man bei ihren Basteleien nicht in heillose Verzückung gerät. Aber bei manchen Cachern, wie auch bei mir, ist halt der Weg das Ziel und die sind dann halt nur bedingt begeistert wenn sie dann vor Ort irgendwelche Geschicklichkeits-Übungen/Tests machen müssen. Am besten noch bei Wind und Regen.

Kurz und gut, hier hat sich einer richtig Arbeit gemacht, ohne wenn und aber! Mir hätten allerdings auch ein paar Petlinge gereicht, an manchen Stationen wären die mir sogar wesentlich lieber gewesen. Und zur Titel-Frage – kann bleiben, aber dann auch nicht ewig nölen sondern durchgehend pflegen und gangbar halten.

Upright GO – gerader Rücken Tool

Über irgendeinen Podcast oder irgendein Magazin bin ich auf dieses Gadget aufmerksam geworden. Da ich Rückenprobleme nur allzu gut kenne war ich sofort interessiert.

Mein Rücken ist eh schon krumm und eine Sache die mich immer stört, auf dem Motorroller falle ich immer wieder in eine sehr „krumme“ Haltung. D.h. statt gerade zu sitzen wird der Rücken richtig rund. Wenn es mir dann auffällt sitze ich wieder gerade, aber kaum muss man sich auf den Verkehr konzentrieren falle ich fast unverzüglich wieder in die falsche Haltung zurück. Da so ein Gadget dass mir mitteilt „du sitzt wieder schief“ um sich selber zu konditionieren wäre eine gute Idee.

Rund 75 Euro empfinde ich jetzt nicht gerade als preisgünstig, die nötigen Sensoren dürften wahrlich nicht so sonderlich teuer sein in Zeiten wo die in Handys dazu geschmissen werden. Dafür kam dann ein Paket in dem erstaunlich viel vorhanden war. Das Gerät selber, ärgerlicher weise ist das Plastikteil das so um Daumengröße liegt noch mal mit Plastik eingeschlagen. Völlig sinnlos, manchmal bekommt man das Gefühl der Verbrauch von Plastik würde gefördert 8-/ Dann kleine Büchlein mit den nötigsten Infos, ein paar Klebebänder um das Teil am Rücken anzukleben, USB-Ladekabel.

Also mal ausgepackt, gestartet und auf den Rücken geklebt. Klebt erstaunlich gut, nur ist der Kleber irgendwie ekelig, zumindest ist es wenig schön mit den Fingern dran zu kommen, die Konsistenz ist eher so lala. Aber das ist sicher auch Geschmacksache und kein echtes Problem. Hält auf jeden Fall ganz gut. Aber dann auch die erste Enttäuschung, es funktioniert, aber für meinen Geschmack viel zu grob. D.h. krümme ich den Rücken nicht zu sehr spricht das Gerät nicht an. Es ist schon eine gewisse Haltungs-Änderung nötig bevor das Gerät vibriert, bei dem Preis empfinde ich das als Enttäuschung. Immerhin ist das Vibrieren aber gut zu merken. Leider ist das Gerät zwar klein aber noch etwas platter wäre schöner. So trägt es doch schon auf und ist wahlweise zu sehen was zu komischen Rückfragen führen dürfte, oder unter der Jacke befürchte ich ein Verrutschen da es zu weit raus steht.

Ok, also mal schauen ob man es mit der App die man dazu laden kann vielleicht besser einzustellen ist. Und da kommt für mich die Haupt-Enttäuschung und vor allem das (für mich mittlerweile) absolute NoGo, keine Nutzung ohne Registrierung und damit letztlich Cloud-Anbindung. Davon habe ich die Schnauze voll. Es ist für mich bei dem Preis absolut indiskutabel dass man zusätzlich auch noch meine Daten abgreifen will und als Pebble-Nutzer weiß ich was es bedeutet wenn der Hersteller aus irgendwelchen Gründen die Server abschaltet. Und damit war der kurze Ausflug dann auch schon beendet, soll heißen das Gerät wieder im Karton auf dem Rückweg zu Amazon.

Fazit? Für diejenigen die Registrierung und Cloud-Zwang nicht stört durchaus nutzbar. Dann aber eben ohne Datenaufzeichnung. Wobei noch mal klar gesagt sein soll, es funktioniert in der eigentlichen Grundfunktion komplett ohne App! Für 75 Euro empfinde ich es für meinen Geschmack als sehr teuer denn so viel Technik ist es nicht. Ich für meinen Teil werde also eher wieder selber darauf achten gerade zu sitzen.

Geocaching – ruhig ist es geworden

Vielleicht liegt es auch daran dass nach nun fast 15 Jahren das Hobby bei uns nicht mehr ganz so weit vorne steht, vielleicht liegt es am zur Zeit doch sehr, sehr heißen Wetter, vielleicht liegt es an der Urlaubszeit, so richtig kann ich es gar nicht einschätzen. Und nein, ich werde mich hier nicht einreihen in die unendlichen Stimmen die meinen Geocaching wäre tot, für mich ist es eher weiter im Wandel.

Ich habe das Gefühl das die Cacher früher echte Fans waren für die Geocaching weniger eine lose Freizeitbeschäftigung war sondern ein wirkliches Hobby, mit allen Auswüchsen die dazu gehören. Also schon fast fanatische Züge was die Ausübung des Hobby betraf, überzogene Ausrüstung und auch mal heftige Auseinandersetzungen. Heute scheint mir die Mehrheit das Hobby nur noch als Animationsmöglichkeit zu nutzen, d.h. wie es gedacht ist, was daraus wird, alles nicht so wichtig. Klingt jetzt eigentlich negativer als gemeint, vielleicht ist das ja die viel bessere Sichtweise!

Auffällig ist für mich einfach dass in den Gruppen die ich in Facebook in Bezug auf Geocaching noch abonniert habe eigentlich wenig bis gar nichts mehr passiert. Und die paar Fragen und Einwürfe die da noch kommen sind eher dergestalt dass die Autoren wahrscheinlich vor 3-4 Jahren noch aus der Gruppe geprügelt worden wären 😉 Auch auf Twitter ist es ruhiger geworden obwohl das Thema Geocaching hier eher noch mal eine Rolle spielt. Zu den Podcasts kann ich wenig sagen da ich die schon länger nicht mehr höre, da fehlt also Wissen für eine Einschätzung, aber sehr viele sind es ja auch dort nicht mehr. Auf YouTube schaue ich selten und was ich da finde hat für mich eher was von Leuten die mit nassen Fingern in die Steckdose gefasst haben, also viel zu hektisch und zu oft völlig inhaltsleer. Auch die Blogs haben einen überschaubaren Content zur Zeit, da freut man sich richtig wenn JR sich mal wieder aufregt 😎

Woran mag es liegen? Bei mir selber merke ich dass mich auch die großen Aufreger in der Community langsam nicht mehr wirklich aufregen weil doch eh jeder macht was er will. Immerhin haben mittlerweile so viele Cacher so viele Punkte dass die Punkte-Jägerei sich eh kaum noch lohnt. Und Powertrails scheinen zwar immer noch das Einzige zu sein was wirklich große Mengen Cacher zieht aber auch da haben wohl nicht mehr so viele Owner Spaß dran ihre Dosen per Tennis-Kanone in die Wildnis zu schießen da der Ruhm dafür sich ja auch eher in engen Grenzen hält 😎

Events, nun ja. Wenn es nicht gerade ein wichtiges Abziehbildchen gibt scheint mir die Menge eher gleich geblieben als gestiegen?! Und sehr große Events scheinen auch nicht mehr so extremen Hype zu erzeugen. Würde mich auch nicht wundern, mittlerweile kann doch das Event eh so gut sein wie es will, es wird am Ende dann ja doch in der Luft zerrissen. Eigentlich doch gar nicht schlimm, 3 oder 4 Tage nach dem Event weiß doch eh niemand mehr wie die Namen der Owner lauten, wenn sie es überhaupt je wussten.

Bei mir kommt das Gefühl auf der Wandel geht weiter und zur Zeit wandelt sich das Hobby vom Hobby zum Verbrauchs-Amüsement. D.h. man nutzt das Angebot bis man nach kurzer Zeit keine Lust mehr hat und lässt es dann auslaufen. Ist das eigentlich schlimm? Ja und nein. Ich kann die Leute verstehen, oftmals wurde ihnen das Hobby förmlich aufgedrängt, dann ist es am Anfang spannend. Als nächstes der Versuch das Hobby noch spannender zu gestalten und noch etwas höher, weiter, schneller und dann die Erkenntnis es ist halt im Grundsatz doch nur Dosen suchen.

Vielleicht sehe ich das aber auch alles nur ganz falsch 😉 Ist mir letztlich auch egal, ich schaue mir interessiert weiter an wohin sich das Hobby so entwickelt denn bisher habe ich im Großen und Ganzen immer noch Spaß daran durch die Wälder zu streifen und Dosen zu suchen.

2 Jahre Wandernadel – Erfahrungen

Die Zeit verfliegt, wie ich letzt sah haben wir am 04.08.2017 unseren ersten Wandernadel-Stempel geholt. Es war die Stempelstelle 207 – Mausoleum. Und das Konzept hat uns vom Start weg überzeugt und begeistert. Hier ist schon mal der Weg das Ziel und sehr, sehr häufig steht die Stempelstelle dann auch noch an unglaublich schönen Stellen die man sonst wohl nie gefunden hätte. Dazu gibt es kein großes Gesuche, die Stempelstellen sind gut und schnell zu erkennen. Außer vielleicht im Winter auf dem Brocken, da haben wir die Erfahrung gesammelt dass so eine Stempelstelle durchaus mal unter meterdickem gefrorenen Schnee versteckt sein kann 😎

Das ganze ist kostengünstig, der Wanderpass kostet gerade mal 3 Euro und alles was dazu kommt ist optional. Bei uns z.B. die Anstecker für je 4 Euro. Die braucht kein Mensch, wir sehen das eher als Spende für die gute Sache. Von den Ansteckern gibt es einige ohne dass es gleich eine Flut wäre. Die Aufteilung finden wir allerdings nicht ganz optimal. So bekommt man bereits nach 8 Stempeln den ersten Anstecker, Bronze. Bei 16 Stempeln folgt Silber und bei 24 Stempeln dann Gold. Dann dauert es etwas, bei 50 Stempeln gibt es den Wanderkönig. Und dann dauert es bis Stempel 150 bis der Kaiserschuh kommt gefolgt von 222 für den Wanderkaiser. Die „Nebengeräusche“ in Form von Sonderheften haben wir mal außen vor gelassen, das hat auf uns eher die Ausstrahlung von „Geldmacherei“, d.h. hier wird versucht die Wandernadel Geschichte auszuweiten. Und wir haben keine Lust mit x Wanderpässen an jeder Stempelstelle unterschiedlichste Hefte zu stempeln. Kurz, für uns nur die „reine Lehre“, also die 222 Stempelstellen des Hauptpasses.

Bronze, Silber und Gold kommen für unseren Geschmack zu schnell hintereinander. Wanderkönig ist schon besser, aber dann 100 Stempel mehr bis zum Kaiserschuh, da dürften dann doch schon einige abspringen da ihnen das erheblich zu lange dauert. Wenn man dann noch Kinder hat dürfte das definitiv zu viel sein. Dabei hat man eigentlich für Kinder mit dem „Wanderprinz/Wanderprinzessin“ bei 11 Stempeln einen netten Schritt eingebaut. Kurz und gut, die Abstände könnte man sicher optimieren. Ein früher Erfolg ist sicher gut, aber dann wäre statt den Stufen

8 – 16 – 24 – 50 – 150 – 222

vielleicht etwas wie

10 – 30 – 60 – 100 – 150 – 222

klüger gewählt?!

Nun ja, unabhängig von den Abständen erfüllt die ganze Geschichte schon ihren Zweck denke ich, also ein wirkliches Lockmittel für Wanderer um öfter den Harz zu besuchen. Die Stempelstellen sind überwiegend wirklich an sehr, sehr schönen Orten. Was wir besonders gut finden das viele der Stellen wirklich nur zu Fuß mit einem gewissen Wanderaufwand zu erreichen sind. Man trifft zwar immer ein paar Stempler wo schnell klar wird es geht wirklich nur um den Stempel, aber wenn sie es halt so mögen, sollen sie es halt so machen. Aber insgesamt ist die Wandernadel nichts für die Kraftfahrzeug-Nomaden die einfach nur alle Stempel haben wollen um damit anzugeben. Klar, einigen wenige Stempelstellen merkt man ein gewisses wirtschaftliches Interesse schon recht deutlich an, direkt neben Gasthäusern oder an kommerziellen Plätzen mitten in Orten, aber das sind zum Glück eher die Ausnahmen.

Ich denke da muss der Harz auch ein Auge drauf haben, nicht zu Kommerziell oder gar Geldgierig zu wirken. Oder es zu einer Flut werden zu lassen was meist eher dafür sorgt dass die Leute es nicht mehr so annehmen. Mittlerweile gibt es da „Sonder- und Kaiserstempel Sammelheft“, „Begleitheft Harzer Geschichtsorte – Burgen und Schlösser“, „Harzer Baudensteig“, „Natur Erleben am Lutherweg“ und noch einige mehr, es wird bereits unübersichtlich. Und bei den Heften überschneiden sich die Stempel dann auch noch zum Teil, d.h. wer die alle machen will steht mit Pech vor so einem Kasten und stempel erstmal x Hefte durch.

Aber das ist natürlich eine Entscheidung der Betreiber und die werden ja sehen wie es angenommen wird.

Fazit

Uns gefällt die Wandernadel weiterhin ausgesprochen gut und wir bleiben am Ball. Zur Zeit haben wir 70 Stempel und durchlaufen nun gerade die große Durststrecke bis 150 aber das stört uns wenig da wir schon vorher gerne in den Harz gefahren sind und es auch nach der Wandernadel auf sicher weiter tun werden.

Wiezucker (Xylit)

Und mal wieder ein ganz anderes Thema 😎 Man wird ja (leider) älter und älter. Die ersten Zimperlein kommen und man macht sich Gedanken über die Gesundheit. Ok, ich gebe zu, bei mir hält sich das in engen Grenzen, ich habe gar nicht den Wunsch steinalt zu werden. Aber wie auch immer, man kann ja mal nach gesunder Ernährung Ausschau halten.

Als ziemlicher Zuckerjunkie las ich irgendwann mal was von Stevia. Schmeckt wie Zucker hieß es, wäre aber viel gesünder. Also ausprobiert und mich fast übergeben von dem eklig bitteren Zeug. Sorry, aber nach was immer das schmeckt, Zucker wäre nicht mein erster Gedanke! Nur weil etwas süß ist, ist es noch lange kein Zucker.

Jetzt mal wieder über etwas gestolpert, Xylit. Toller Name und es gibt zig Bezeichnungen dafür. Um es mal platt zu formulieren, wieder ein Zuckerersatz, aus Birke gewonnen. Ich bin mir nicht ganz sicher ob die Gewinnung wirklich derart aufwändig ist oder ob nicht einfach mal wieder ein großzügiger Aufschlag für das Thema Gesundheit erfolgt. Auf jeden Fall ist das Zeug nicht gerade kostengünstig. Hat aber ein gutes Stück weniger Kalorien und soll sogar gegen Karies helfen. Wie geil, Zucker zu sich nehmen um sich gegen Karies zu schützen, da war mir der Kram sofort sympathisch 😎 Hätte es das doch nur schon in meiner Kindheit gegeben.

Also mal auf die Suche gegangen. Man kann gegen Amazon ja sagen und haben was man möchte, aber die haben so gut wie alles. Dabei zumindest nicht überteuert und Bestellung und Lieferung funktionieren recht problemlos. Also bin ich dort auch schnell fündig geworden und habe mir für € 9,99 Wiezucker bestellt. Übrigens wie immer in diesem Blog kein Link an dem ich was verdienen würde oder der mir irgendeinen Vorteil bringt!

Nun haben wir Xylit also rund 3 Monate in Gebrauch. So ist langsam eine Beurteilung möglich. Und dieses mal lief es wesentlich besser als mit dem Stevia-Zeug, dieser Birkenzucker kommt richtigem Zucker schon erheblich näher. Allerdings näher, nicht wirklich dran! Es schmeckt nämlich eher wie Puderzucker, ist etwas süßer als normaler Zucker. Dazu ist die Konsistenz auch eher wie Puderzucker. D.h. merkt man bei Zucker noch ab und an die Kristalle zwischen den Zähnen ist das bei Xylit nicht so. Damit ist der Kram aber doch schon recht gut nutzbar. Esse ich Dinge bei denen der Zucker durchschmeckt bevorzuge ich immer noch normalen Zucker, nutze ich ihn nur zum süßen dann nehme ich mittlerweile Xylit. Dabei ist es ja gar nicht so übel dass Xylit nicht für alles geeignet ist denn der Preis würde manches Gericht mit viel Zucker schon arg verteuern.

Ob es nun wirklich den Zähnen hilft kann ich nicht beurteilen, dass ist mit Ü50 wohl auch etwas zu spät. Die u.U. abführende Wirkung wäre mir bisher auch nicht aufgefallen obwohl ich z.B. Crepes zum Essen in Xylit einstippe und das bei einer Mahlzeit schon nicht wenig ist. Von daher nutzen wir es vorerst mal weiter, spart immerhin etwas Kalorien und ist besser für die Zähne.

Favoritenpunkte – wie Händeln?

Tja, wie bei fast jedem Thema gibt es auch hier gerne mal Diskussionen über den Einsatz der Favoritenpunkte. Bei Groundspeak kann man auf Englisch und Deutsch nachlesen was dort damit gemeint ist.

Es gibt wohl im Großen und Ganzen zwei Meinungen

  1. Favoritenpunkte werden vergeben und sollen dann beim Cache bleiben da sie sozusagen ein Lohn für den Owner sind.
  2. Favoritenpunkte hole ich zurück wenn ein Cache archiviert wird weil er dann ja nicht mehr suchbar ist.

Wenn man mal das übliche geblubber wie „Leichenfledderei“ und ähnlich dümmlichen Vergleichen beiseite lässt kann man sicherlich beide Sichten erst einmal verstehen.

Für mich ist es recht klar, Favoritenpunkte sind nichts anderes als ein Bewertungssystem das Groundspeak eingeführt hat nachdem sich zeigte das Tools wie GCVote durchaus gut angenommen wurden. Statt nun GCVote zu übernehmen musste etwas eigenes her und dadurch entstanden die durchaus diskutablen Favoritenpunkte die auch nicht jeden überzeugen. Aber sie entstanden vor allem als Bewertungs- und Empfehlungs-System.

Daher ist es für mich ganz normal ab und an mal zu schauen und archivierten Caches den Favoritenpunkt zu entziehen da meinen Favoriten-Liste als Empfehlungs-Liste völlig unübersichtlich würde wenn da lauter archivierte Caches drauf wären. D.h. für mich ist das Entfernen von FPs bei archivierten Caches nichts anderes als eine Pflege der Liste. Und wer den Groundspeak-Text dazu liest wird schnell feststellen dass der Owner dort bei „Was sind Favoritenpunkte“ gar nicht vorkommt! Diese Fabel dass Favoritenpunkte der Lohn für den Owner wären ist also letztlich genau das, eine Fabel!

Dennoch kommen immer wieder mal Cacher auf die Idee Favoritenpunkte von Caches wieder zu entfernen wäre nicht in Ordnung, gerade wieder auf Twitter eine Diskussion verfolgt. Für mich wäre eine zwangsweise Bindung an einen Cache völlig sinnlos. Vermutlich würde das bei kreativen Owner gar zum Listing-Recycling führen. D.h. neuer Cache unter altem Listing um die Favoritenpunkte zu behalten. Genauso kann es doch sein dass mir ein Cache der mir gut gefallen hat plötzlich kleine Änderungen bekommt die mir gar nicht gefallen und dann könnte ich den Favoritenpunkt nicht entziehen? Für ich würde eine derartige Bindung vor allem eins bedeuten, ich würde die schlicht gar nicht mehr nutzen. Ähnlich ging es mir schon mit Coins und TBs, als die Discover-Möglichkeit eingeführt wurde, die ich bis heute überflüssig finde, war für mich das Thema erledigt. Sowohl in auf die Reise schicken als auch transportieren. Und zu guter Letzt ist es eh ganz einfach, Groundspeak ermöglicht explizit ein „Remove“ und damit ist dann eigentlich schon alles gesagt 😎

Fazit

Ich denke es ist eine sinnlose und überflüssig Diskussion da Groundspeak das Ganze ja selber als Bewertungs- und Empfehlungs-System sieht und nicht als Owner-Belohnung und daher ist es mehr als unwahrscheinlich dass sich etwas ändern wird. Obwohl – für mich hat die immer mal wieder aufflammende Diskussion immerhin den Effekt dass ich dann daran erinnert werde mal wieder die Favoritenliste zu pflegen 😉

Warum ich mit dem Auto fahre

Zur Zeit ist es ja modern nachhaltig zu leben, was immer das in der Realität auch letztlich sein mag. Aber Klima ist halt das Wort der Stunde und viele kluge Menschen wollen einem erzählen wie man es rettet. Ob sie wohl schon von der neuesten Studie gehört haben die glaubhaft darauf hinweist dass wir die Probleme mit dem Klima in spätestens 200-300 Jahre wieder hätten selbst wenn wir ab morgen absolut auf klimaneutrale Energie umstellen würden?! Das Problem ist halt das Energie beim Einsatz letztlich immer in Wärme umgesetzt wird und wir damit auch ohne CO2 ein Wärmeproblem bekommen würden da wir ohne diese Energie einfach nicht auskommen. Das Problem ist halt eigentlich gar nicht so kompliziert, wir sind einfach zu viele Menschen für diesen Planeten, Punkt! Bevor jetzt gleich wieder einer hinterm Busch hervor kommt und aus diesem Artikel sonst was unterstellt, nein, ich bin nicht dafür irgend jemanden zu „entsorgen“. Wohl aber dafür dass einfach mal darüber nachgedacht wird ob „Stecherprämien“ wirklich das Mittel der Wahl sind bei einer überbordenden Weltbevölkerung! Aber ich schweife ab, es geht ja eigentlich ums Auto fahren.

Mein Arbeitsweg beträgt rund 15 Kilometer und ich fahre mit dem Auto. Wahlweise wäre Bus / Bahn oder Fahrrad die Alternative, was anderes gibt es eigentlich nicht, es sei denn man zählt den Motorroller noch dazu. Car-Sharing oder ähnliches ist nicht möglich, gibt es seit Jahrzehnten alles nur von Mitte Hamburg bis Norden Hamburg, der Süden wird schlicht von allen Anbietern komplett ignoriert. Im Ist-Zustand fahre ich also mit dem Auto.

Bus / Bahn

Wäre also die erste Alternative. Dafür muss ich morgens 5 Minuten zur Bushaltestelle. Von dort 15-20 Minuten quer durchs gesamte Dorf zur S-Bahn. Dann mit der S-Bahn nach Harburg und dort wieder mit dem Shuttle zum Arbeitsort. Allein das Shuttle dürfte die Nachhaltigkeit schon arg erschüttern. Bei Regen macht das Ganze auch nur bedingt Spaß. Und dann kommen die Hauptpunkte für mich die mich nicht weiter darüber nachdenken lassen ob ich die Bahn nehme. Die Busse und Bahnen sind teilweise voll wie die Schweinetransporter, nur hat man in denen wenigstens gesetzlich vorgeschriebenen Mindestraum. In diesen S-Bahnen immer gern Menschen die sich weder an ihrem Körpergeruch noch an ihrer Knoblauch- oder Alkohol-Fahne stören. Richtige Profis haben eh noch ihre Dose Bier in der Innentasche. So sieht man selbige zwar nicht, riecht sie aber deutlich. So komisch es klingen mag, S-Bahn käme für mich erst wieder in Frage wenn es eine Art Bahn-Begleiter gäbe die dafür sorgen dass sich die Menschen in der Bahn wie Menschen benehmen. Dazu kommt die angebliche Zuverlässigkeit und der Stau beim Auto fahren. Aus der Praxis der letzten 10 Jahre kann ich sagen, ich habe max. 1-2 mal im Jahr wirklich Stau, meist bei Unfall. Da stelle ich mich dann rein, klimatisiertes, bequemes Auto, etwas ruhige Musik und gut ist. Meine Heike fährt genauso lange mit der Bahn nach Hamburg rein weil sie es angenehmer findet. Aber nicht zu sehr loben, sie fährt auch mit dem Auto zur Bahn weil die Busverbindungen absurd sind. Und von ihr höre ich dann wie es läuft. Absolutes Minimum sind 2-3 Fahrten im Monat die völlig aus dem Ruder laufen. Erst vor kurzem wieder ein Brand, die Orte wo es brennt wechselten bei jeder Durchsage. Dann wurde gewartet, dann kam Schienenersatzverkehr. Als dann alles in Bussen sass kam die Durchsage es geht doch weiter. Kurz und gut, es wurden für sie 2,5 Stunden Fahrt zur Arbeit statt der üblichen 45 Minuten. Und das ist kein wirklicher Einzelfall. Meist steht die Bahn wegen „Personen im Gleis“, ein Problem dass es seit 20 Jahren auf der Strecke gibt und das sich scheinbar nicht beheben lässt. Kurz und gut, ich bezweifle die Nachhaltigkeit, Zeitlich ist der Unterschied fatal und von Bequemlichkeit brauchen wir nicht sprechen. Und dazu bin ich nicht mal billiger unterwegs. Also Vollzeitler vielleicht noch, als Teilzeitler auf keinen Fall. Also, vergiss es.

Noch klimafreundlicher wäre also das Rad, zu Zeiten von E-Bikes habe ich tatsächlich schon mal darüber nachgedacht. Ohne E geht es nicht, ich käme dort verschwitzt an und wir haben da keine wirklichen Waschmöglichkeiten. Ein Kollege kommt z.B. jeden Tag mit dem Rad. Er ist sehr „stämmig“, kommt aber dennoch in dieser merkwürdigen Wurstpelle die viele sportliche Fahrradfahrer tragen. Die hängt dann „ge-Deot“ im Lager und so riecht dann das Lager auch, so etwas möchte ich für mich vermeiden. Also wäre E-Bike eine Idee. Ich bin dann im Rahmen mehrerer Cache-Tage mal reichlich Kilometer mit dem Rad durch Hamburg geradelt und damit hatte sich dann auch jeder Gedanke erledigt. Die Radwege im Süden von Hamburg sind absolut und heftigst marode, das ist teilweise eine Tortur die zu nutzen. Kleiner Seitenhieb, wir haben hier eine Regierungsbeteiligung der Grünen. Das merkt man z.B. daran dass sie eins der größten Kohlekraftwerke überhaupt in Moorburg mit verantworten, den perfekten Zustand aller Straßen und die komplette Ignoranz aller Radfahrer. Ok, muss ich nicht kennzeichnen, oder? Die Ironie sollte erkennbar sein. Bei dem momentanen Hype werden sich noch recht viele wundern wie wenig grün die Grünen eigentlich sind wenn sie erstmal die Stimmen im Sack haben.

Fazit. Alles faselt von Klimaschutz, umsetzen tut ihn eigentlich niemand. Fahrradschnellweg? Nein, wir hier nicht gebaut weil der Wachtelkönig gestört werden könnte. Dabei sei erwähnt dass der Fahrradschnellweg an der S-Bahn-Strecke lang gehen sollte. Aber die S-Bahn würde die Vögel nicht so stören wie die Radfahrer. Kein Witz, ist wirklich so. Der Wachtelkönig den wohl noch nie jemand hier vor Ort gesehen hat sorgt hier für die skurrilsten Dinge, googelt mal danach, „Neu Wulmstorf Wachtelkönig“, das ist wie Comedy.

Und daher werde ich also weiter Auto fahren, zumindest so lange bis ich das Gefühl habe die Gesellschaft will wirklich etwas für das Klima tun und zwar mit allen Konsequenzen. Beheizte Spargelfelder z.B. sorgen bei mir dafür zu bezweifeln dass der Ernst der Lage beim Klima wirklich schon erkannt wurde. Solange aber jede Maßnahme eh angegriffen wird weil sich wieder irgendwas findet was noch ganz viel schlimmer ist, och nö, da ökosauere ich lieber weiter.

Ach ja, noch ein kleiner Vergleich der Alternativen.

Auto: 25 Minuten Fahrt von Haustür zu Arbeitstür, Parken kostenlos, also rein Unterhalts- und Betriebskosten. Verbrauch im Stadtverkehr 4.5 – 5.5 Liter.

Roller: 20 Minuten Fahrt von Haustür zu Arbeitstür, Parken kostenlos, Unterhaltskosten nahezu vernachlässigbar, Verbrauch 2.5 – 3.5 Liter.

Bus / Bahn: 60 Minuten Fahrt von Haustür zum Bahnhof, dann Shuttle vom Bahnhof zur Arbeit. Monatskarte so rund 50 Euro.

Fahrrad: 60 Minuten Fahrt von Haustür zu Arbeitstür, Parken kostenlos, nur Unterhaltskosten die nahezu 0 sind.

Erste Überwachungskamera leicht defekt

3 Jahre sind meine beiden Instar 5907HD jetzt im täglichen Außeneinsatz und nun ist es passiert, die erste Kamera hat einen Defekt. Plötzlich war nachts ohne richtiges Licht nichts mehr zu sehen, schlicht schwarzes Bild. Die erste Vermutung war defektes Infrarot-Licht aber die 3 Lampen brannten. Dann also die Kamera-Umschaltung auf Nachtsicht? Mal gegoogelt, seltene Probleme gab es wohl, passte aber alles nicht so richtig. Also mal nach einem Infrarot-Scheinwerfer geschaut. Und hui, da gibt es eine wirklich große Auswahl. Die Instar-Scheinwerfer warten mir mit 60 Euro aufwärts doch etwas zu teuer, so wurde es nach einigem schauen ein Tonton um mal zu sehen was die überhaupt so bringen ohne gleich große Summen zu investieren. Vorab, die Verarbeitungsqualität entspricht tatsächlich dem Preis, unterirdisch. Die Verstellung ist schon zum Start recht ausgejackelt und man hat die ganze Zeit das Gefühl das Teil fliegt gleich auseinander.

Also angebaut, ausprobiert und leider feststellen müssen dass es die Nachtsicht der Kamera ist denn nichts änderte sich. Reparatur halte ich für zu aufwändig bei einer 3 Jahre alten Kamera, also muss eine neue Kamera her. Zur Zeit gerade kein Angebot bei Instar, also wieder mal die Suchmaschine angeworfen und siehe da, wie immer für rund 150 Euro zu bekommen, eine Instar 5907HD. Wenn auch nur in Silber (ist mir relativ egal) und ohne POE (benötige ich eh nicht).

Geliefert, angebaut und erst etwas angefressen. Ist die Fassung des Fußes mittlerweile so billig gebaut dass die Schraube überdreht. Ok, Ersatzteil der alten Kamera genommen, gut ist. Aber Instar sollte wirklich nicht anfangen an solchen Dingen zu sparen! Hier kam dann aber die Software-Qualität zum Tragen. D.h. über den Web-Client von der alten Kamera ein Backup gezogen, auf die neue Kamera aufgespielt und alles wie vorher, ohne jedes Einrichten, so soll es sein.

Dann wahre Freude. Obwohl das gleiche Modell gab es offensichtlich doch „stille“ Produktpflege. Schon über Tag hatte ich das Gefühl das Bild wäre einen Tick besser. Als ich dann die Filme am nächsten Tag schaute war ich wirklich überrascht, Nachtsicht ein Quantensprung besser, gut gemacht Instar! Und der neue Scheinwerfer war hier nicht im Einsatz, der ist eigentlich auch nicht mehr nötig bei der neuen Kamera.

vorne alte Kamera
vorne neue Kamera

Also vorne alles gut, dann kann ich den Scheinwerfer ja hinten testen.

jetzt mal im Duett 😎

Bisher ist dort Bild so wie das mit der alten Kamera vorne.

reicht aus, hat aber natürlich Luft nach oben

Mit dem Scheinwerfer ist kaum ein Unterschied zu erkennen. Ja, einen Tick heller wird es, aber insgesamt lohnt sich der Scheinwerfer nicht wirklich.

Fazit?!

Gut dass ich die Kamera nicht habe reparieren lassen denn dann hätte ich u.U. die alte Qualität bekommen und die aktuelle Variante ist doch um einiges besser in der Bildqualität auch wenn sich die technischen Daten nicht geändert haben. Ein IR-Scheinwerfer mag Sinn machen, dann aber wohl eher einer für gutes Geld und nicht die Sparvariante.

Cache-Highlight im Harz

Wir waren ja mal wieder im Harz, dieses mal in Schierke und Umgebung, um uns Stempel der Wandernadel zu erwandern. Es war mal wieder schön, wie eigentlich immer wenn wir Kurzurlaub im Harz machen. Und ich will auch nicht den xten Bericht schreiben was wir alles gemacht haben, dürfte für andere nur bedingt spannend sein.

Aber wenn es schon ein Cache-Highlight gab dann möchte ich den hier wenigstens nennen, sozusagen als Tipp für andere Cacher die es hier in die Ecke verschlägt. Der Cache liegt zwischen Schierke und Elend und wer von Schierke aus kommt kann gut den Cache „Wassercache #3“ mitnehmen der auch eine nette Herausforderung darstellt. Das Highlight ist dann aber klar der Cache „Elendsburg„. Der ist eigentlich ein Prototyp für einen Cache denn er erschlägt klar die Herausforderung „der Weg ist das Ziel“ als auch „coole Location“. Eine Location die man ansonsten kaum finden wird denn sie ist nicht wirklich ausgeschildert und den Weg dahin muss man auch erst einmal finden, der ist allein schon recht abenteuerlich, vor allem wenn man aus Norden kommt!

Der Cache an sich ist gut und nicht allzu schwer zu finden, also an sich 08/15. Aber hier zählt halt Weg und Location und wer darauf wert liegt der ist hier richtig. Unsere Empfehlung hat er auf jeden Fall und unseren Favoritenpunkt hat er auch bekommen.

Kampf dem Maulwurf und den Wühlmäusen

Nein, ich möchte keine Grundsatzdiskussion führen ob die Viecher nun nützlich sind oder nicht, uns gehen sie gewaltig auf den Keks da sie seit Jahren für Tritt-Fallen in Rasen und Garten sorgen. Und es ist ja wirklich ein Witz, aber die buddeln auch nie da wo sie einen nicht stören würden sondern immer möglichst an den Stellen die einem besonders ins Auge fallen 😎

Wie wohl sehr viele Menschen haben wir über die Jahre vieles getestet, Hausmittelchen, Chemie, mechanische Fallen und was weiß ich nicht noch. Die Hausmittel kann man völlig vergessen, außer absurden Vorgehensweisen ergaben sie schlicht gar nichts, wahrscheinlich haben die Tierchen sich einfach nur an den Kopf gefasst was der ganze Quatsch soll. Chemie erwies sich als so lala, immerhin die Wühlmäuse konnten tatsächlich mal kurzzeitig eingebremst werden ohne aber wirklich durchschlagenden Erfolg zu erzielen. Außerdem haben wir nicht so wirklich gerne Chemie im Garten. Die mechanischen Fallen waren der beste Witz, immer wieder ausgelöst aber nie etwas drin. Dafür muss man die vorhanden Löcher sogar noch vergrößern um die Falle einzubauen. Davon ab, ein toter Maulwurf kann wohl dem Gesetz nach 25.000 Euro kosten wenn man ihn bewusst erlegt hat. Ein recht interessante Übersicht findet ihr hier.

Aber da die Viecher auch einfach nicht nachlassen versucht man es ja immer wieder mal sie in die Flucht zu schlagen. Also mal wieder beim ganz großen Versandhaus geschaut was es noch so gibt und wieder mal etwas Neues versucht. Karbid wurde dieses mal gekauft. Viel hilft viel, also gleich mal 3 Kilo. Natürlich ist das auch Chemie, aber nach der Anwendung hat es sich letztlich aufgelöst und ist weg. Dazu benötigt man, wie sich heraus stellte, sehr wenig davon.

Tja, was soll ich sagen? Der Hammer! Einmal im Garten auf dem Gehweg getestet und wow, netter Effekt. Kommt Wasser auf das Zeug qualmt es wie Otter los und stinkt wie die Pest, Man sollte es wohl auch nicht einatmen 😎 Also los und einen der Maulwurfshügel geöffnet. Zwei, drei Klümpchen Karbid rein. Mit der Gießkanne etwas Wasser drauf und Loch wieder zu machen damit der Qualm durch die Gänge zieht. Und siehe da, das ist jetzt ein paar Wochen her und weder Maulwurf noch Wühlmaus haben sich wieder sehen lassen. Das haben wir bisher noch nie erlebt, egal welche Maßnahmen wir bisher getroffen hatten, nach maximal 1 Woche waren die Gänge neu belebt.

Daher von mir der Tipp, versucht es mit Karbid, das Teufelszeug hilft und es reichen extrem kleine Mengen!

Hier noch mal im bewegten Bild